Auf einen Blick Inhalt
  1. Ein Jahreswechsel ohne Feuerwerk
  2. Die Route: vom Mittelmeer in die Dünen
  3. Wildcamp unter Sternen
  4. Was dein Geländewagen können muss
  5. Ohne eigenes Fahrzeug: als Beifahrer/in dabei
  6. Die Fähre: warum du jetzt buchen solltest
  7. Häufige Fragen

Ein Jahreswechsel ohne Feuerwerk

Um Mitternacht knallt hier nichts. Kein Böller, keine Rakete, kein Countdown im Fernsehen. Stattdessen sitzt du am Feuer im Sand, hinter dir parken die Geländewagen im Halbkreis, und über dir hängt ein Sternenhimmel, den du in Mitteleuropa so nie zu sehen bekommst. Das ist Silvester in der Sahara.

Seit über 20 Jahren fahren wir zum Jahreswechsel mit dem 4x4 nach Südtunesien. Die Tour startet in Genua, führt per Fähre nach Tunis und von dort in den Süden: über den Salzsee Chott el Djerid, durch die Oasen von Tozeur und Douz bis in die Dünenfelder um Tembaine und Ksar Ghilane. Den Jahreswechsel selbst feiert die Gruppe mitten in der Wüste, im Wildcamp.

Geländewagen bei Sonnenuntergang in den Dünen von Tembaine, Tunesien

Die Route: vom Mittelmeer in die Dünen

Die Anreise ist bereits Teil der Reise. Rund 22 bis 24 Stunden dauert die Überfahrt von Genua nach Tunis. Die Formalitäten für die Einreise erledigen wir gebündelt, oft schon an Bord, damit es im Hafen schnell geht.

Im Norden fährst du noch auf Asphalt. Je weiter es nach Süden geht, desto mehr wechselt die Straße zur Piste. In Tozeur erlebst du Palmenhaine und Märkte, dann überquerst du den Chott el Djerid, einen der größten Salzseen Nordafrikas. Douz gilt als Tor zur Sahara. Ab hier beginnt der Sand.

Vor den ersten Dünenetappen gibt es ein Fahrtraining im Gelände: Reifendruck, Spurwahl, Anfahren im weichen Sand, Bergen mit Sandblechen und Bergegurt. Danach geht es im Konvoi in die Wüste, mit Funk zwischen allen Fahrzeugen. Die Navigation übernimmt der Guide, GPS-Kenntnisse brauchst du nicht. Im Schnitt sitzt du vier bis sechs Stunden am Tag am Steuer, dazu kommen Pausen und Fotostopps.

Wildcamp unter Sternen

Mehrere Nächte verbringt ihr in den Dünen, ohne Infrastruktur und ohne Handyempfang. Abends brennt das Feuer, gekocht wird in der Expeditionsküche. Auf der Wüstenetappe ist ein tunesischer Koch dabei, der die Gruppe versorgt.

Wichtig für die Packliste: Ende Dezember ist es in der Sahara tagsüber angenehm mild, meist 15 bis 22 Grad. Nachts fällt die Temperatur auf 2 bis 8 Grad. Ein warmer Schlafsack und Kleidung für kühle Abende sind deshalb Pflicht, nicht Kür.

Und dann ist da die Silvesternacht. Kein Programm, keine Bühne, nur die Gruppe, das Feuer und die Stille der Wüste. Wer das einmal erlebt hat, denkt beim nächsten Silvester in der Stadt an diesen Abend zurück.

Lagerfeuer im Wildcamp in der tunesischen Sahara

Was dein Geländewagen können muss

Du fährst mit deinem eigenen Fahrzeug. Für die Sandetappen sind Allrad, Geländeuntersetzung und Differenzialsperre Pflicht. Dazu kommen gute Bereifung, ein vollwertiges Ersatzrad und ein Reserveluftfilter. Bergepunkte und Ausrüstung klären wir vorab mit dir über eine detaillierte Pack- und Fahrzeugliste.

Die Tour ist sportlich und richtet sich an Fahrer mit erster Offroad-Erfahrung. Sandpassagen und Bergungen gehören dazu, festfahren übrigens auch. Das ist kein Drama: Ihr arbeitet im Team, und der Guide kennt das Gelände.

Für die Papiere brauchst du den Fahrzeugschein und die internationale Versicherungskarte, auf der Tunesien nicht durchgestrichen sein darf. Bist du nicht selbst Halter, brauchst du eine Vollmacht auf Französisch. Ein eigener Geländewagen ist übrigens keine Voraussetzung: Nach Verfügbarkeit kannst du über uns einen Land Rover Defender oder Toyota Hilux mit Campingausstattung mieten.

Ohne eigenes Fahrzeug: als Beifahrer/in dabei

Du willst den Jahreswechsel in der Wüste erleben, aber nicht selbst fahren? Dann kannst du als Beifahrer/in im Begleitfahrzeug mitfahren. Die Plätze dafür sind pro Tour begrenzt, wer mitwill, sollte also früh anfragen.

Das Begleitfahrzeug fährt im Konvoi mit, transportiert Ausrüstung und ist bei technischen Problemen zur Stelle. Du erlebst die gleiche Route, die gleichen Camps und die gleiche Silvesternacht, nur ohne Lenkrad.

Die Fähre: warum du jetzt buchen solltest

Die Fähre Genua, Tunis und zurück ist bei dieser Tour nicht im Reisepreis enthalten, und das hat einen Grund. Über den Jahreswechsel fahren viele Tunesier, die in Europa leben, nach Hause. Die Überfahrten sind dann meist ausgebucht und die Preise entsprechend hoch.

Über uns buchst du die Fähre zum Gruppentarif: 600 € pro PKW oder Geländewagen, 800 € pro LKW. Das ist günstiger als die Einzelbuchung, weil wir bei der Reederei besondere Konditionen für Gruppen bekommen. Die Preise für Fährbuchungen steigen demnächst um 10 %. Wer jetzt bucht, sichert sich den aktuellen Tarif.

Die Silvester-Tour in die Sahara startet am 19.12.2026 und endet am 02.01.2027, 15 Tage, ab 2.569 €. Wer die Sahara lieber ohne Feiertagstrubel erlebt, findet bei der Sahara 4x4 Tour durch Tunesien weitere Termine. Und für LKW und Expeditionsmobile gibt es die Unimog Sahara Tour.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Wie kalt wird es an Silvester in der Sahara?
Ende Dezember liegen die Temperaturen tagsüber meist bei 15 bis 22 Grad, nachts bei 2 bis 8 Grad. Ein warmer Schlafsack und Kleidung für kühle Abende gehören deshalb unbedingt ins Gepäck.
Brauche ich einen eigenen Geländewagen?
Nein. Du kannst nach Verfügbarkeit über uns einen Land Rover Defender oder Toyota Hilux mit Campingausstattung mieten. Alternativ fährst du als Beifahrer/in im Begleitfahrzeug mit, die Plätze dafür sind pro Tour begrenzt.
Ist die Fähre im Reisepreis enthalten?
Nein. Über uns buchst du die Fähre Genua, Tunis und zurück zum Gruppentarif: 600 € pro PKW oder Geländewagen, 800 € pro LKW. Über die Feiertage ist die Fähre meist ausgebucht, deshalb lohnt es sich, früh zu buchen.
Welche Ausstattung braucht mein Fahrzeug?
Für die Sandetappen sind Allrad, Geländeuntersetzung und Differenzialsperre Pflicht. Dazu kommen gute Bereifung, ein vollwertiges Ersatzrad und ein Reserveluftfilter. Details bekommst du vorab in einer Pack- und Fahrzeugliste.
Brauche ich Offroad-Erfahrung?
Erste Offroad-Erfahrung ist sinnvoll, denn Sandpassagen und Bergungen gehören dazu. Vor den Dünenetappen gibt es ein Fahrtraining, und im Konvoi begleitet dich ein erfahrener Guide.

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