Everything you need to know about Venezuela
Venezuela- von den Spuren der spanischen Conquisitation zu einem der wichtigsten Erdöl-Exportländer der Welt. Ein Land mit vielseitiger Vergangenheit, unterschiedlichsten und spektakulären Naturräumen und einem traditionsreichen Kulturleben. Der sechstgrößte und landschaftlich vielfältigste Staat Südamerikas lädt zur Entdeckung ein.
- Allgemeine Informationen
- Klima
- Geographie
- Flora und Fauna
- Nationalparks und Naturschutz
- Bevölkerung
- Politik und Wirtschaft
- Verkehrsnetz
- Städte und Regionen
- Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Feiertage
- Medizinischer Hinweis
- Reisehinweise
- Auslandsvertretung
- Quellen
1. Allgemeine Informationen
Kontinent: Südamerika
Geographische Lage: nördlichstes Südamerika
Staatsform: Bundesrepublik
Regierungssystem: präsidiales Einparteiensystem
Sprachen: Spanisch
Nachbarländer: Kolumbien, Guyana, Brasilien,
Hauptstadt: Caracas
Fläche: ca. 912.000 km²
Einwohner: ca. 30.469.000
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner pro km²
Religionen: überwiegend römisch-katholisch, daneben protestantisch und verschiedene Religionsminderheiten
Währung: Venezolanische Bolívar
Klima: überwiegend tropisch
Zeitzone: UTC - 4
Vorwahl: +58
Ländercode: VE
Strom: Das dreiphasige Stromnetz in Venezula wird mit 120 Volt / 60 Hz Wechselspannung versorgt. Der Haushaltsanschluß erfolgt über Steckdosen vom Typ A und B, entsprechende Steckeradapter sind bei der Verwendung europäischer Verbraucher erforderlich
2. Klima
Im venezolanischen Tiefland ist entsprechend der äquatornahen geographischen Lage des Landes ein tropisches Klima vorherrschend. In Abhängigkeit der eklatanten Höhenunterschiede und der Intensität der unterschiedlichen Luftströmungen sind jedoch in den verschiedenen Landesteilen fast alle Klimazonen der Erde vertreten. Während im Tiefland unterhalb von 800 m ü.NN. durchschnittliche Jahrestemperaturen von 26 - 28° C gemessen werden, gehen diese im Hochland unterhalb der 2000m-Grenze, in dem die meisten Städte angesiedelt sind, auf 12 - 16° C zurück. Oberhalb einer Gebirgshöhe von 2000 m beträgt das Jahrestemperatur-Mittel für die hier vorherrschenden Weideflächen nur noch 9-11°C und ab 4000 m Höhe sind dauerhafte Schneefelder bei mittleren Jahrestemperaturen unter 8°C anzutreffen.
Der Jahreszeitenwechsel wird in erster Linie durch die unterschiedlichen Niederschlagsmengen bestimmt. Die Haupt-Regenzeit in Venezuela herrscht von Mai bis Oktober. Die jährlichen Niederschlagsmengen variieren beträchtlich in Abhängigkeit der geographischen Lage. So fallen im Mündungsgebiet des Orinoco an die 1000 mm Jahresniederschlag, während es im westlichen, semiariden Teil der Karibikküste nur wenig über 400 mm pro Jahr sind. Die Gebirgsregionen sind vor allem an den nordwestlich exponierten Flanken wie z.B. im Gebiet der Hauptstadt Caracas mit über 700 mm Jahresniederschlag gesegnet.




3. Geographie
Venezuela befindet sich an der Nordflanke von Südamerika und wird im Westen von Kolumbien, im Osten von Guyana und im Süden von Brasilien begrenzt. Nach Norden besitzt das Land eine ca. 2800 km lange Küste zur Karibik mit den vorgelagerten kleinen Antillen. Von den ca. 912.000 km² Landesfläche sind knapp 40% bewaldet und 20% werden als Wiesen- und Weideland genutzt. Ackerbau wird auf ca. 4% der Landesfläche betrieben.
Landschaftlich ist Venezuela in vier Naturräume gegliedert: Im Nordosten des Landes erstreckt sich die Gebirgskette der Anden mit knapp 5000 m hohen Berggipfeln in einem ost-west gerichteten Bogen von der kolumbianischen Grenze zur karibischen Küste. Nordwestlich der Anden ist das Maracaibo-Tiefland vorgelagert, dessen Fläche zu einem Großteil durch den gleichnamigen See geflutet wird. Am Ostende des, durch den Canal de San Carlos mit dem Golf von Venezuela verbundenen Maracaibosees befinden sich die ergiebigsten Ölfelder Venezuelas.
Südöstlich der Andenkette im Zentrum Venezuelas erstrecken sich die Tiefländer der Orinoco-Ebene (Llanos), die durch den Fluß selbst nach Südosten hin begrenzt wird. Noch weiter im Südosten schließt sich das Hochland von Guayana an die zentrale Tiefebene an, welches mit seinen spektakulären Tafelbergen und Hochplateaus aus wild zerklüftetem Sandstein die größte Fläche des Landes einnimmt.
Der Orinoco ist mit über 2500 km Länge der größte Fluß Venezuelas und bahnt sich seinen Weg von der brasilianischen Grenze entlang das Hochlands von Guyana zu seinem ausgedehnten Mündungsgebiet im südöstlichen Küstenabschnitt Venezuelas, wobei sich der Fluß am Ende seines Oberlaufs in der Nähe von La Esmeralda aufspaltet und ca. ein Drittel seiner Wassermenge über den Casiquiare und Rio Negro in das Flußsystem des Amazonas abführt.
Der Andengürtel im Nordosten von Venezuela entwässert in den Rio Apure, der die Wassermassen der Regenzeiten dem Orinoco zuführt. Die auf das südwestliche gelegene Hochland von Guayana entfallenden Niederschläge werden mit hoher Fließgeschwindigkeit über den Rio Caroni abgeführt, der wie die meisten Vorfluter Venezuelas ebenfalls in den Orinoco mündet. Die Wassermassen des Rio Caroni werden an der Guri-Talsperre zu einem der weltweit größten Stauseen aufgestaut.
4. Flora und Fauna
Durch die großen landschaftlichen und klimatischen Unterschiede in den einzelnen Landesteilen Venezuelas bietet das Land eine außergewöhnliche und interessante Vielfalt an zum Tei in Venezuela einzigartigen zoologischen und botanischen Lebewesen.
Annähernd 50 % der Landesfläche Venezuelas ist bewaldet. Tropischer Regenwald beherrscht den südlichen Teil Venezuelas und die nördlichen Abhänge der Anden zu den Maracaibo-Tiefländern. Im höheren Bergland geht er in Nebelwälder über.
Die tiefgelegenen zentralen Landesteile Venezuelas sind von ausgedehnten Grassavannen bedeckt, die im Bereich der Orinoco-Auen den Charakter von Überschwemmungssavannen besitzen. Das weitläufige Mündungsgebiet des Orinoco ist durch typische Mangrovensümpfe des Gezeitenbereiches gekennzeichnet. Eine einzigartige Pflanzenwelt findet sich in den isolierten Biotopen der Tafelberge, den Tepuis, im Hochland von Guayana. Hier können neben einer Vielzahl von Orchideenarten, Gräsern und Flechten auch fleischfressende Pflanzen wie Sumpfkrüge oder Reusenfallen unterschieden werden. Die höhergelegenen Flächen der Anden, das Páramo und die südlichen Bergländer sind von Gräsern, Farnen und Moosen bewachsen und werden als Weideland genutzt. In den niederschlagsarmen Küstengebieten im Nordwesten des Landes ist der typische Bewuchs der Trockensavannen mit Kakteen und Dornengewächsen vorherrschend.
Der Nationalbaum Venezuelas ist der Trompetenbaum, die Nationalblume die Maiblume (Cattleya mossiae), eine Orchideenart.
Die Tierwelt Venezuelas besticht durch eine einzigartige Vielfalt an Vogelarten, darunter vor allem Vertreter der Ibisse, Fischadler und Eisvögel sowie der nur in Venezuela vorkommende orange-gelbe Trupial.
Daneben lebt eine Vielzahl interessanter Land- und Wassersäugetiere sowie Reptilien in den unterschiedlichen Landesteilen. In den Küstengewässern vor Venezuela lassen sich die seltenen Seekühe in mehreren Unterarten beobachten. Der Amazonas-Flußdelphin ist in den Mündungsgebieten der großen Flüsse zu Hause, ebenso wie das Orinoco-Krokodil.
Unter den großen Landsäugern befinden sich imposante Arten wie das Riesenfaultier, der Riesenameisenbär, Brüllaffe, Jaguar und das Wasserschwein.

5. Naturschutz und Nationalparks
Venezuela verfügt mit 73% geschützer Landesfläche über den höchsten prozentalen Anteil an geschützten Flächen auf den amerikanischen Kontinenten. Die Einrichtung der Naturparks und - Denkmäler soll der Zerstörung an den unwiederbringlichen Naturdenkmälern durch die Erdöl- und Holzindustrie entgegenwirken. Die der Fläche nach bedeutesten Naturparks sind:
Parima Tapirapecó National Park
Dieser, 1991 im Süden des Landes und im Hochland gelegene Nationalpark schützt die Quellgebiete des Orinoco. Er ist mit einer Gesamtfläche von fast 40.000 qkm der größte Nationalpark Venezuelas und fünftgrößter der Welt.
Nationalpark Canaima
Im Südosten von Venezuela befindet sich der mit einer Gesamtfläche von 30.000 qkm noch einer der weltweit größten Nationalparks, der Canaima-Nationalpark. Er ist durch die einzigartigen Tafelbergmassive des Guayna-Hochlandes charakterisiert, von denen sich einige der welthöchsten Wasserfälle zu Tal stürzen. Auf den abgeschiedenen Hochplateaus der Berge hat sich eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt entwickelt.
Nationalpark Aguaro - Guariquito
Der im Zentralteil des Landes gelegene Nationalpark mit einer Gesamtfläche von 7000 qkm besteht überwiegend aus Feuchtsavannen des Orinoco-Tieflandes, den Llanos.
Serranía de la Neblina National Park
Ganz im Süden von Venezuela, in der Provinz Amazonas, ist der auf einer Gesamtfläche von 13.600 qkm gelegene National Park Serranía de la Neblina zu finden. Er schützt die spektakulären Sandsteinmassive im Hochgebirge des Cerro de la Neblina, dessen höchste Gipfel bis 2900 m.ü.NN aufragen. Wie der Name bereits ausdrückt ist die Bergwelt dieses Naturparks durch ständige Wolkenbildung in Nebel getaucht. Hier befindet sich ein Großteil der Nebelwälder des guayanischen Hochlandes, die u.a. neben fleischfressenden Pflanzenarten die ausschließlich hier vorkommende Rosetten-Buschart Neblinaria celiae beherbergen.
An Wild können in dem Nationalpark u.a. Tapire, Jaguare, Ozelote und Schlangen (Anacondas, südamerikanischer Buschmeister, Grubenvipern) beobachtet werden.
Nationalpark Duida-Marahuaca
Der im Bereich der gleichnamigen Tafelberge des Duida–Marahuaca Massivs gelegene Nationalpark Duida-Marahuaca besitzt eine Fläche von 3700 qkm und wurde mittlerweile in das Alto Orinoco-Casiquiare Unesco-Biosphären-Reservat eingegliedert. Neben der spektakulären Landschaft finden sich auf den Plateaus seltene Amphibien- und Vogelarten wie der Duida-Frosch oder der Duida Grasfink, die beide ausschließlich im Bereich des Duida-Massivs vorkommen.
6. Bevölkerung
Im Jahr 2023 wurden in Venezuela rund 30.469.000 Einwohner gezählt, was bei der angegebenen Landesfläche von 912.000 km² einer statistischen Einwohnerdichte von 33 Einwohner pro km² entspricht. Allerdings konzentrieren sich 85 % der in Venezuela lebenden Menschen auf die Ballungsgebiete im Bereich der Groß- und Hauptstädte in den nördlichen Küstenregionen, während nur 5 % der Venezolaner, meist Volksstämme mit indigener Abstammung, in dem großen Gebiet südlich des Orinocos seßhaft sind. Die Mehrheit der Bevölkerung mit fast 52% entstammt einer Mischlingsherkunft zwischen den eingeborenen Südamerikanern und Europäern, sog. Mestizien. Europäer sind mit ungefähr 43% Bevölkerungsanteil vertreten, während die verbleibenden Minderheiten von Schwarzafrikanern und Menschen mit indianischer Abstammung gebildet werden. Das Wachstum der Bevölkerung beträgt ca. 1,2 % im Jahr.
Die Ureinwohner Venezuelas gehören zu ca. 24 verschiedenen Volksstämmen, von denen als wichtigste die nördlich von Maracaibo siedelnden Wayúu, die De’áruwa, Wayapopihíwi, Ye’kuana und Yanomami im Amazonasgebiet, die Warao im Orinoco-Delta und die Pemón im südöstlichen Guayana zu nennen wären.
Neben der spanischen Amtssprache sind in Venezuela die verschiedenen Sprachen indianischer Herkunft in den jeweiligen Verbreitungsgebieten als Amtssprachen anerkannt und müssen respektiert werden.
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung gehört mit 96 % der römisch-katholischen Kirche an, nur 2 % der Bevölkerung sind protestantischen Glaubens. Weitere Minderheiten gehören den Zeugen Jehovas, der neuapostilischen Kirche, dem jüdischen Glauben, dem Islam und indigenen Volksreligionen an. Daneben haben sich philosophisch geprägte Heiligenkulte wie der María-Lionza-Kult in Venezuala etabliert.
7. Politik und Wirtschaft
The political administration of Venezuela is divided into 23 federal states. Since 1999, political leadership has taken the form of a presidential democracy with increased political participation by the people through voting options at various levels. The division mode between the five branches of power, which, in addition to the legislative, executive, and judiciary, also provides for a citizens' and an electoral branch, is complicated and, since the introduction of the Bolivarian Constitution, which was intended to implement the "Bolivarian Revolution", has been expanded by possibilities for direct democratic participation. After that, members of parliament and presidents can be removed from office by referendum halfway through their term of office. Parliament is elected for five years and is also the National Assembly.
After parliament, supported by a referendum with just under 2 million signatures from the population in 2016, demanded the removal from office of incumbent President Nicolás Maduro, but this action was deemed unconstitutional by the (government-loyal) Supreme Court, parliament has been stripped of its powers by the president due to the not constitutional formation of a "Constituent Assembly." Since then, the political leadership of Venezuela has been at risk of slipping into a dictatorship, which makes the current security situation in Venezuela appear extremely precarious.
Venezuela is one of the countries with the largest oil reserves in the world underground. Venezuela's economic output relies mostly on oil exports and depends on the scarcity of this resource and the resulting rising prices (rentier economy). Due to the falling price level for crude oil since 2014, Venezuela's state budget has become increasingly unstable. The state-run production companies were accused of not investing enough in maintenance and modernization of the production plants, which, together with the lack of forward-looking economic policy, led to Venezuela's oil production falling to a lower level than before the sales crisis, despite the oil price having risen again in the meantime.
Apart from oil production, Venezuela has produced no significant economic sectors. Agriculture contributes only to a minor extent to food production; only the large fishing fleets off Venezuela's coasts contribute significantly to the food trade.
Electricity is generated mostly from hydropower, due to abundant rainy seasons and the large differences in terrain elevation and the resulting water flows. The dam at the Guri reservoir is the third-largest hydroelectric power plant in the world.
Numerous private companies have been nationalized in the past.
Due to the unsound economic policy, Venezuela is threatened by inflation at a rate of about 400%, which would correspond roughly to the devaluation of money during the global economic crisis in Germany in the 1920s. Through domestic trade regulations and currency controls, the government hopes to counteract the effects of inflation, which in part leads to grotesque situations with mandatory discounts and one-sided product offerings in retail.
In 2022, 87% of the population in Venezuela were considered poor and 29% very poor. Unemployment stood at 27.1%.
8. Transport network
Von den ca. 83.000 km Straßennetz sind ungefähr die Hälfte befestigt bzw. asphaltiert. Der Ausbau der Straßen stammt zum Großteil noch aus den 1960er Jahren, als viele Wege zu den Erdöl-Produktionsgebieten neu erschlossen wurden. Während der Norden und das zentrale Tiefland über ein gut ausgebautes Straßensystem verfügen, wird das Wegenetz nach Süden und Südosten zu, in den Hochländern der Bundesländer Amazonas und Bolivar immer dünner.
Von dem nur knapp 600 km umfassenden Schienennetz werden nur 336 km staatlich und zum Personentransport betrieben. In Venezuela werden daher im öffentlichen Verkehr größtenteils Autobusse zur Personenbeförderung eingesetzt: In den letzten Jahren wurde allerdings der Ausbau der Eisenbahn massiv vorangetrieben und soll auf 4000 Schienenkilometer im Bereich der wichtigsten Hafenstädte im Norden des Landes anwachsen. In Caracas, Maracaibo und Valencia verkehrt eine U-Bahn unter der Stadt.
Für den Gütertransport ins Landesinnere haben die Wasserstraßen eine große Bedeutung. Hauptwasserweg ist der Orinoco. Die wichtigste Seehafen ist Puerto Cabello.
In Venezuela gibt es sieben internationale Flughäfen. Die wichtigsten sind die Flughäfen in Caracas und Maracaibo.

9. Städte und Regionen
Wichtige Städte in Venezuela sind Maracaibo, Caracas, Valencia, Barquisimeto, Ciudad Guayana, Maturín, Maracay und Barcelona und ausnahmslos im Norden des Landes angesiedelt. Die Landesfläche Venezuelas verteilt sich auf 23 Bundesländer.
Maracaibo
Mit über 2 Mio Einwohnern auf einer Fläche von knapp 400.000 qkm war Maracaibo eine Zeit lang die größte Stadt Venezuelas. Sie liegt im Bundesland Zulia am westlichen Ufer des Canal de San Carlos, einer Meerenge, die den Maracaibo-See mit dem Golf von Venezuela verbindet. Die Kirche „La Chinita“ ist ein berühmter Wallfahrtsort, an dem einer Wäscherin die heilige Jungfrau erschienen sein soll. Das Waschbrett der Frau ist heute noch am Altar zu besichtigen.
Caracas
Caracas ist die Hauptstadt Venezuelas und mittlerweile, zusammen mit den angrenzenden Siedlungsgebieten, mit über 3 Mio Einwohnern auf einer Fläche von über 2000 km² die größte Stadt Venezuelas. Sie liegt im nördlichen Gebirgsgürtel nahe der Küste auf 760–920 m Höhe und gilt als das Wirtschafts- und Kulturzentrum Venezuelas. In Caracas gibt es an die 30 verschieden Museen zur Kunst und Kultur Venezuelas. Sehenswert ist auch der angrenzende Nationalpark El Ávila. Caracas gilt leider aufgrund der hohen Kriminalität auch als eine der gefährlichsten Städte weltweit.
Valencia
Die drittgrößte Stadt Venezuelas ist die Hauptstadt Valencia des Bundeslandes Carabobo mit einer stark anwachsenden Bevölkerung von über anderthalb Millionen Einwohnern. Die Stadt befindet sich wie Caracas im Küstengebirgsgürtel Venezuelas östlich des gleichnamigen und größten Süßwasser-Sees Venezuelas. Die alte Architektur Venezuelas ist in den Straßenzügen Calle Alejo Zuloaga und Calle Los Lanzeros zum Teil erhalten. Sehenswert ist auch der Dom und der Palacio de los Iturriza.
10. Kultur und Sehenswürdigkeiten
Zu den Sehenswürdigkeiten in Venezuela zählen natürlich die vielfältigen Naturerlebnisse der vielen Nationalparks. Weitere touristische Highlights sind der mit einer Fallhöhe von 105 m beeindruckende Wasserfall Kalandula in der Provinz Malange sowie der spektakuläre Ausblick von der Spitze des 1600 m hohen Vulkans Tunda Vala in der Nähe von Lubango.
Im 16. und 17. Jahrhundert wurden für den Anbau von Kakao, Zucker, Kaffee, Tabak und Baumwolle von den spanischen Kolonialherren große Mengen an afrikanischen Sklaven nach Venezuela gebracht, wodurch die ohnehin unterdrückte einheimische Kultur in starkem Maße beeinflußt wurde. Die kolumbianisch-venezolanische Tanzmusik aus den Llanos, der Joropo, hat einen hohen Bekanntheitsgrad .
Zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten zählen die Kathedralen und Kirchen von Coro, San Clemente, Ciudad Bolívar, Caracas, San Francisco sowie das Capitol von Caracas und das Haus der Gouverneure in Ciudad Bolívar. Zahlreiche Museen wie das Colección Cisneros, die Colección Fundación Polar, das nationale Kunstmuseum und das Museo de Arte Colonial Quinta de Anauco laden zur Entdeckung der künstlerischen Entwicklung Venezuelas ein.
11. Feiertage mit festem Datum
| 1. Jan | Neujahr |
| 6. Jan | Dreikönigstag |
| 19. März | St. Josef |
| 19. Apr | Tag der Unabhängigkeitserklärung |
| 1. Mai | Tag der Arbeit |
| 24. Juni | Schlacht von Carabobo |
| 29. Juni | St. Peter und Paul |
| 05. Juli | Unabhängigkeitstag |
| 24. Juli | Geburstag von Simón Bolívar |
| 03. Aug | Tag der Nationalflagge |
| 04. Aug | Tag der Nationalgarde |
| 15. Aug | Mariä Himmelfahrt |
| 11. Sept | Nuestra Señora de Coromoto |
| 12. Okt | Tag des Widerstandes der Eingeborenen |
| 01. Nov | Allerheiligen |
| 24. Dez | Heiligabend |
| 25. Dez | Weihnachten |
| 31. Dez | Silvester |
12. Medizinische Hinweise
After the plan for free and nationwide medical care in Venezuela was successfully introduced at the beginning of the new millennium, the situation has dramatically deteriorated in recent years due to economic and political circumstances. There are increasing shortages of medical staff, medical equipment, and medications, resulting in a drastic rise in malaria infections and cases of diphtheria in Venezuela. Emergency care is no longer guaranteed everywhere. The public health system is also no longer able to adequately care for the sick or carry out operations. For treatment in a private clinic, an advance payment must be made in cash or by credit card. However, private clinics are also increasingly affected by shortages.
The risk of disease transmission by day- and night-active mosquitoes is high in all parts of Venezuela. In addition to the risk of malaria infection, there is an acute danger of contracting dengue fever, chikungunya, or Zika virus infections, for which there is currently neither a vaccine nor chemoprophylaxis. Due to the mosquito-borne infection risks, it is strongly recommended to wear light-colored clothing that covers the body all day, to repeatedly apply insect repellent to all exposed skin areas at night, and, if necessary, to sleep under an impregnated mosquito net.
To avoid diarrheal diseases and cholera, it is strongly recommended to use only water from known and trustworthy sources for drinking and cooking (no tap water), to cook or peel food, and to pay attention to sufficient hand hygiene or, if necessary, hand disinfection.
Although proof of yellow fever vaccination is not required for direct entry from Germany, the vaccination is strongly recommended for all travelers going to areas outside the central sections of the north coast. In addition, vaccinations against hepatitis A, and for long-term stays or special exposure also against hepatitis B, rabies, and typhoid, are advised. For entry from third countries, proof of yellow fever vaccination may be required. This currently applies to Brazil.
Sufficient, worldwide valid health insurance coverage and reliable travel repatriation insurance should absolutely be obtained before departure; as well as an individual consultation with a tropical or travel medicine specialist.
More information: www.auswaertiges-amt.de
13. Travel Information
For entry of German nationals into Venezuela, a passport valid for at least 6 months beyond the duration of stay is required. For children, a child’s passport is required and it is recommended to carry a birth certificate with international validity. A visa is officially only required for entry by sailing boat; in all other cases, a tourist card valid for 90 days is issued at immigration, which must be carried at all times due to frequent identity checks.
There is no information available regarding special customs regulations upon entry into Venezuela. Current customs information must be obtained from the German Embassy in Venezuela.
The state of emergency declared over the entire country in May 2016 and the associated security situation continue to apply. Before departure, the current security advice from the Federal Foreign Office must absolutely be observed. As current regulations and the security situation can change at very short notice, the latest information from the German Embassy in Caracas must also be consulted.
14. Foreign Representation
Embassy of the Federal Republic of Germany
Head: Daniel Kriener, Ambassador Extraordinary and Plenipotentiary
Location: Caracas
Telephone: (00-58-212) 219 2514, Emergency number: 0058 414 3061892
Postadresse: Eugenio Mendoza Torre Castellana Piso 10, Caracas 1010 A, Venezuela.
Straßenanschrift: Embajada de la República Federal de Alemania, Apartado 2078, Caracas 1010 A, Venezuela.
Website: https://caracas.diplo.de/ve-de
Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela in Deutschland: Schillstr. 10, 10785 Berlin
15. Quellen
Deutscher Wetterdienst
Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Wikipedia
