Landesinfos für Namibia

Reisekarte von Namibai des Reiseveranstalters Overcross

Reisekarte von Namibia des Reiseveranstalters Overcross


 

  1. Allgemeine Informationen für Namibia
  2. Klima in Namibia
  3. Geographie in Namibia
  4. Flora und Fauna in Namibia
  5. Nationalparks und Naturschutz in Namibia
  6. Bevölkerung in Namibia
  7. Politik und Wirtschaft in Namibia
  8. Verkehrsnetz in Namibia
  9. Städte und Regionen in Namibia
  10. Kultur und Sehenswürdigkeiten in Namibia
  11. Feiertage in Namibia
  12. Medizinische Hinweise für Namibia
  13. Reisehinweise für Namibia
  14. Auslandsvertretung in Namibia
  15. Informationsquellen für Namibia

 

1. Allgemeine Informationen für Namibia

Kontinent: Afrika
Geographische Lage: südwestliches Afrika, auf der Südhalbkugel gelegen
Höchste Erhebung: Königstein (2573 m.ü.NN)
Längster Fluss: Oranje (2160km)
Staatsform: Republik
Regierungssystem: Semipräsidiale Demokratie
Sprachen: Englisch, diverse Nationalsprachen, darunter auch Deutsch
Nachbarländer: Angola, Sambia, Simbabwe, Botswana, Südafrika
Hauptstadt: Windhoek
Fläche: Ca. 824 116 km²
Einwohner: Ca. 2.324 000 Personen (2016)
Bevölkerungsdichte: 3 Einwohner pro km²
Religionen: Ca. 87% Christen, 13% Anhänger traditioneller Religionen, sehr wenige Muslime, ganz vereinzelt Anhänger des Judentums
Währung: Namibia-Dollar (NAD, Südafrikanischer Rand wird auch akzeptiert), 1 Euro sind ca. 16 NAD.  Die aktuellen Wechselkurse finden Sie unter oanda.com
Klima: heiß und trocken, subtropisches Klima
Zeitzone: UTC + 1 und UTC + 2
Vorwahl: +264
Ländercode: NAM
Strom: In Namibia werden die Steckdosen Typ D und M verwendet. Die Netzspannung beträgt 3 x 220V mit 50Hz Wechselintervall. Ein Reisestecker-Adapter ist von Vorteil. Eine Übersicht der in unseren Reiseländern verwendeten Steckdosen und Stecker finden Sie unter wikipedia.de

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2. Klima in Namibia

In Namibia herrscht ein subtropisch-kontinental geprägtes Wüstenklima mit hohen Mittagstemperaturen und geringen Niederschlägen vor. Es existieren jedoch klimatische Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen.
Die geringsten Regenfälle sind in der Namib an der Westküste zu erwarten, bei einem durchgehend warmen Wind der auch im Winter für Tagestemperaturen bis 25°C sorgt. Allerdings können um diese Jahreszeit die Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht bis zu 20°C betragen. Aufgrund der geringen Luftkondensation in der Atmosphäre über der Namib bietet diese Region einmalige Möglichkeiten für astronomische Beobachtungen, welche in mehren Astro-Camps angeboten werden.
Direkt an der Atlantikküste wird der warme Luftstrom aus der Namib durch den Benguela-Strom abgekühlt, was trotz ausbleibender Niederschläge für einen anhaltenden Küstennebel bei deutlich verminderten Lufttemperaturen sorgt.
Das zentrale Hochland von Namibia ist mit einem unregelmäßig niedergehenden Sommerregen gesegnet, der mitunter relativ heftig ausfallen kann.
Die ergiebigsten Niederschläge fallen im Nordosten von Namibia im Grenzbereich zu Sambia und Simbabwe, wodurch hier ausgedehntere Flußsysteme mit subtropischem Savannenwald und periodisch trockenfallenden Seenlandschaften entstanden sind.

 

Reiseklimadiagramm für Windhoek des Reiseveranstalters Overcross

 

Reiseklimadiagramm für Grootfontein des Reiseveranstalters Overcross

 

Reiseklimadiagramm für Lüderitz des Reiseveranstalters Overcross

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3. Geographie in Namibia

Namibia befindet sich an der Westküste Südafrikas und grenzt im Norden an Angola, im Nordwesten an Sambia und Simbabwe, im Osten an Botswana und im Süden an den Staat Südafrika. Der Oranie bildet den Grenzfluß nach Südafrika während im Norden die Flüsse Kunene und Okavango (Cubango) das Land nach Angola hin abgrenzen.
Namibia ist geographisch in einen relativ schmalen Küstenstreifen am Atlantik und das dahinter aufsteigende Hochland gegliedert, welches den größten Teil der gut 824.000 km² umfassenden Landesfläche einnimmt und Plateauhöhen bis 200 m. ü. NN erreicht (Mount Etjo). Der höchste Berg Namibias, der Königstein ( 2573 m. ü. NN) befindet sich im Bereich der westlichen Abbruchkante im Brandbergmassiv. Landschaftlich ist Namibia im Wesentlichen durch zwei Wüsten geprägt, im Westen durch die von der südafrikanischen Provinz Nordkap bis weit nach Angola hineinreichende Namib und im Osten durch die Kalahari. Zwischen den Wüstengebieten hat sich im Bergland eine Trockensavanne ausgebildet. Aufgrund der geringen und nur periodisch fallenden Niederschläge entspringen in Namibia selbst keine dauerhaft wasserführenden Flüsse. Eine Besonderheit stellt die im Norden des Landes gelegene Etosha-Pfanne dar, eine ausgedehnte, periodisch überflutete Senke in der Kalahari, die in den überwiegenden Trockenzeiten eine Salzkruste ausbildet.

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Der Fishriver-Canyon in Namibia

Der Fishriver-Canyon in Namibia

 

 

 

4. Flora und Fauna in Namibia

Die Tierwelt Namibias zeigt u.a. das gesamte Spektrum südafrikanischer Säugetiere. Vor allem im Etosha-Nationalpark sind viele der größeren südafrikanischen Säugetiere wie Löwen, Elefanten, Zebras, Giraffen und Springböcke noch in großen Herden anzutreffen.
Warzenschweine, Tüpfelhyänen, Antilopen, afrikanische Büffel, Flusspferde sowie Geparden gehören ebenso zum faunistischen Inventar Namibias wie die Wüstenwarane, Krokodile und auch eine ganze Reihe von Giftschlangen wie die die Wüstenotter, die afrikanische Baumschlange oder die schwarze Mamba. Ungefährlicher ist die südafrikanische Python und eine Reihe anderer Natternarten.
Bei den Großvögeln sind es Flamingos, Geier, Perlhühner, Kraniche, Reiher und der Strauß, die in Namibia heimisch sind.
Unter den Insekten sind vor allem Termiten an ihren eindrucksvollen Hügelbauten zu erkennen.
An der Skelettküste befindet sich am Cape Cross eines der größten Seehundschutzgebiete Afrikas.

Aufgrund von regionalen Klimaunterschiede innerhalb des Landes, gedeihen in Namibia eine Vielzahl unterschiedlicher Pflanzenarten, von der Wüsten- und Halbwüstenvegetation bis hin zu einer subtropischen Pflanzenwelt. Der Großteil Namibias besteht allerdings aus Savanne mit Gras- und Steppenlandschaften, in der trotz der trockenen Bedingungen bei Regen für kurze Zeit Wildblumen blühen können. Typisch für Namibia ist der Kameldornbaum sowie der Köcherbaum, der im Süden Namibias, nordöstlich von Keetmanshoop sogar einen ganzen Wald ausbildet. Die in Namibai ebenfalls vorkommenden Welwitschiapflanzen können ein enormes Alter von über 1000 Jahren erreichen.
Die Kavango- und Zambezi-Regionen weisen eine üppige Wasserpflanzenwelt und Laubvegetation entlang der Wasserwege und Flussufer auf.

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5. Nationalparks und Naturschutz in Namibia

Der Naturschutz ist in Namibia in der Verfassung verankert. Daher wurden zahlreiche staatliche Nationalparks sowie staatliche und private Naturschutzgebiete eingerichtet, um die noch unberührte Natur des Landes zu schützen und zu erhalten. 2013 standen fast 17 Prozent der Landesfläche Namibias unter staatlichem Naturschutz. Hinzu kommen etwa 21,5 Prozent der Landesfläche, die unter teil-staatlichem Schutz stehen.
Der 2009 etablierte Namib-Skelettküsten-Nationalpark besteht aus dem Zusammenschluß der zuvor unabhängig voneinander vorhandenen Nationalparks an der 1570 km langen Westküste Namibias und reicht vom Oranje im Süden bis zum Kunene im Norden des Landes. Aufgrund der Größe gliedert sich der Namib-Skelettküsten-Nationalpark in verschiedene Verwaltungsbezirke, deren Ausdehnung und Namen in etwa den zuvor vorhandenen Naturschutzgebieten entsprechen und weiterhin zur Bezeichnung der landschaftlich unterschiedlichen Nationalparkbereiche verwendet werden. Langfristig soll der heute bereits zu den acht weltgrößten Naturschutzgebieten zählende Nationalpark zusammen mit dem geplanten Kunene-Volkspark und Etosha-Nationalpark einen der größten Nationalparks der Erde bilden.
Zu einer Auswahl besonders sehenswerter Gebiete gehören die folgenden Nationalparks und Schutzgebiete:

Etosha Nationalpark
Der Etosha Nationalpark umfasst auf einer Fläche von 23.000 km² die im Norden Namibias gelegene Etosha Pfanne, eine nur in niederschlagsreichen Jahren periodisch überflutete Senke in der Kalahari. Aufgrund der besonderen Lebensbedingungen in und am Rande dieser ausgedehnten Salzpfanne haben sich entsprechend der unterschiedlichen Boden- und Wasserverhältnisse bis zu acht unterscheidbare Vegetationszonen mit unterschiedlichem Bewuchs durch Grassteppen, Kurzstrauch- ,Dornbusch- oder Mopanesavannen sowie gemischten Trockenwäldern und Wälder mit Tambotibäumen ausgebildet. Während der Überflutungsphasen werden zahlreiche Flamingos von den seichten Wasserflächen angelockt. Der Tierbestand des Etosha Nationalparks ist mannigfaltig und beherbergt etliche für das südliche Afrika typische Tierarten. Dabei lassen sich die Größsäugetiere wie Nashörner, Elefanten, Löwen, Leoparden, Hyänen, und Antilopen sehr gut im Bereich der wenigen Wasserstellen beobachten, die zur Trockenzeit den Tieren noch zur Verfügung stehen.

Namib Naukluft Nationalpark
Der Namib Naukluft Nationalpark ist heute Teil des Namib-Skelettküsten-Nationalparks und war mit knapp 50.000 km² das größte Naturschutzgebiet Namibias. Der Nationalparkbereich umfasst Teile der Namib-Wüste sowie die östlich daran anschließenden Naukluft-Berge, die einen Teil der markanten Abbruchkante des namibischen Hochlandes bilden. In dem Park bietet sich dem Besucher u.a. eine einzigartige, nahezu surreale Sand- und Dünenlandschaft. Das bekannte Sossusvlei-Gebiet ist eine allseitig von orange gefärbten Sanddünen umschlossene Salz-Ton-Pfanne, die nur sehr gelegentlich mit Wasser bedeckt ist. Durch das Naukluft-Gebirge, welches nach der Naukluft, eine sehenswerte tiefe Schlucht im Gebirge, benannt ist, führt der 120 Kilometer lange Naukluft Hiking Trail, der zu den anspruchsvollsten Wanderwegen in Südafrika zählt. Das Nationalparkgebiet beherbergt eine ganze Reihe von Tieren, die sich an diese extrem trockene Wüste angepasst haben. Darunter finden sich Schlangen, Geckos, ungewöhnliche Insekten, Hyänen, Oryxantilopen, Springböcke, Strauße und Schakale.

Skelett-Küsten Nationalpark
Das ursprünglich nördlich des Ugab 1971 als Skelettküsten-Nationalpark unter Schutz gestellte Gebiet, das etwa 16.800 km² umfasst, bildet heute einen Teil des größeren Namib-Skelettküsten-Nationalparks.
Die Skelettküste bildet den nördlichen, von Swakopmund bis zum Kunene reichenden Teil der lebensfeindlichen Namib-Wüste und ist wegen Nebel, heftiger Brandung und einer unberechenbare Strömung durch den Benguelastrom unter Seefahren seit jeher berüchtigt. Der Name leitet sich von den sterblichen Überresten gestrandeter Wale und schiffbrüchiger Seeleute ab, die in der Wüste keine Überlebenschance hatten. Die große Anzahl an Schiffswracks, die auf den Sandbänken vor der Küste gestrandet sind, zeugen heute noch von diesen Tragödien. Landschaftlich beeindruckt der Skelettküsten-Nationalpark durch die unberührte Dünenlandschaft und durch die rauen, wildromatischen Küsten mit zerklüfteten Canyons und trockenen Flussläufen, an denen oft Löwen, Giraffen, Spitzmaulnashörner und einige Wüstenelefanten zu finden sind. Trotz ihrer Lebensfeindlichkeit gibt es an der Skelettküste ein recht reiches Tierleben, wobei die Raubtiere ihre Nahrung zum Teil aus den großen Robben-Kolonien am Kap Frio oder am Kreuzkap beziehen.

Waterberg Plateau Nationalpark
Der Waterberg Plateau Nationalpark ist nach dem gleichnamigen Tafelberg im zentralen Hochland Namibias benannt, der den größten Teil des gut 400 km² großen Schutzgebietes einnimmt. Auf dem 1880 m.ü.NN gelegenen Plateau, sowie in dessen Umgebung, die der Berg über 200 m hoch überragt, sind 90 Säugetierarten, über 200 Vogelarten, 13 Froscharten, 3 Schildkrötenarten, 34 Echsenarten, und 45 Schlangenarten bekannt.
Das Naturschutzgebiet wurde 1972 ursprünglich zum Schutz der Elenantilope geschaffen. Am Waterberg leben heute sowohl das Breitmaul- wie auch das Spitzmaulnashorn, der afrikanische Büffel, Rappen-, Pferde- und Leierantilopen sowie Leoparden und Geparde. Der Waterberg war Rückzugebiet der letzten Kapgeier Namibias, die bis Mitte der 2000er Jahre endgültig ausgestorben sind.
Die Vegetation im Nationalark besteht aus Busch- und Baumsavanne.

Bwabwata Nationalpark
Der über 6000 km² große Bwabwata Nationalpark liegt im Nordosten Namibias, im sog. Caprivizipfel zwischen Sambia und Botswana und umfasst die Naturschutzgebiete Caprivi Game Park und Mahango Game Park. Die Landschaft des im Überschwemmungsbereiches vom Okavango, Kuito und Kwando gelegenen Nationalparks unterscheidet sich mit seinen von dichtem Naumbestand geprägten Savannen, Auen und Reetinseln signifikant von der wüstenartigen Landschaftsausbildung des übrigen Namibias. Aufgrund seiner vielfältigen Tierwelt zählt der Nationalpark zu einem der beliebtesten Orte für Tiersafaries, da es ohne störende Einzäunungen zu einem stetigen Wildwechsel und Austausch mit der weitläufigen Umgebung kommt. Hier kann man neben den berühmten „Big Five“ auch die letzten Wildhunde Namibias aus nächster Nähe beobachten.
Entlang der Flussläufe sind Krokodile und Flusspferde sowie sehr viele Wasservögel heimisch. Bekannt sind die Marschen des Kwando für die großen Elefantenherden, die das Gebiet durchqueren. An Großwild finden sich zahlreiche Antilopenarten wie die endemische Lechwe, der Riedbock, und Sitatunga sowie den Buschbock, Pferde- und Rappenantilope, Leierantilope, Streifengnu, Impala, Kudu und seltener Oryx, aber auch Büffel, die hier auf ihrer Wanderung aus dem Caprivi halt machen. Schließlich kommen auch noch eine Reihe kleinerer Antilopen- und Kleinsäugerarten vor.
Obwohl der Nationalpark ein besonderes Schutzgebiet ist dürfen in den Kerngebieten die traditionellen Bevölkerungsgruppen weiterhin wohnen.

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Düne am Deadvlei in Namibia

Düne am Deadvlei in Namibia

 

 

6. Bevölkerung in Namibia

Namibia ist nach der Mongolei das am dünnsten besiedelte Land der Welt. Hier leben etwa 2,3 Millionen Menschen auf einer Landesfläche von 824.000 km², was einer Bevölkerungsdichte von ca. 3 Menschen pro Quadratkilometer entspricht. In der Hauptstadt Windhoek wohnen 300.000 Menschen. Der Großteil der Namibier verteilt sich auf die fruchtbareren Provinzen Oshikoto, Ohangwena, Oshana und Omusatiim Norden Namibias während die lebensfeindlichen Wüstengebiete komplett unbewohnt sind.
Die heutigen Namibier sind ein Gemisch unterschiedlicher, aber teils verwandter Völker, die größtenteils durch mehrere Völkerwanderungen zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert in das Gebiet umsiedelten. Durch diese Bevölkerungsvielfalt bedingt ist das Spektrum der in Namibia gesprochener Sprachen heute relativ groß. Die Amtssprache in Namibia ist zwar Englisch, daneben sind aber auch viele Sprachen wie Afrikaans (häufig Zweitsprache), Oshivambo, Otjiherero, RuKwangali, SiLozi und Setswana sowie die Khoisan-Sprachen und die Sprachen der San weit verbreitet. Die Mehrzahl der Namibier (87%) gehört dem Christentum an, was auf die Missionierung während der Kolonialzeit zurückzuführen ist. Eine kleine Minderheit sind Muslime oder Juden. Daneben sind verschiedene Naturreligionen der unterschiedlichen Volksstämme Namibias verbreitet (ca. 13%).

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7. Politik und Wirtschaft in Namibia

Namibia ist ein demokratischer Staat, bestehend aus einer Legislative, Exekutive und Judikative. Seit der Unabhängigkeitserklärung vom März 1990 ist das politische System Namibias als ein semipräsidentielles System organisiert. Die Verfassung garantiert grundlegende Menschen- und Freiheitsrechte, wie Gedanken-, Rede-, Presse-, Religions- und Versammlungsfreiheit.
Staatsoberhaupt ist der der alle fünf Jahre neu gewählte Präsident, der den Premierminister zusammen mit dem Kabinett ernennt. Das Parlament Namibias besteht aus dem Nationalrat mit 42 Sitzen und der Nationalversammlung mit 104 Sitzen, von denen 96 in allgemeiner Wahl gewählt und acht vom Präsidenten bestimmt werden. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre.
Zu den Hauptwirtschaftszweigen Namibias gehören die Landwirtschaft, der Bergbau, Fischfang sowie dessen verarbeitende Industrie, und der Tourimus. Während die sowohl subsidente als auch exportierende Landwirtschaft traditionell die Haupterwerbsquelle der Bevölkerung darstellt ist die bergbauliche Gewinnung der Rohstoffe Uran und Diamanten sowie auch große Mengen an Kupfer, Gold, Blei und Zinn mit 12% am Bruttoinlandsprodukt Namibias beteiligt. Nach der Unabhängigkeit sind auch der Handel und Dienstleistungen zu Gunsten der Wirtschaftskraft angestiegen. Trotzdem das Land damit zu den wohlhabenderen Staaten Afrikas zählt, ist die Arbeitslosigkeit in Namibia hoch.

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Der Springbock, eine typisch südafrikanische Antilopengattung

Der Springbock, eine typisch südafrikanische Antilopengattung

 

 

 

8. Verkehrsnetz in Namibia

In Namibia herrscht wie in allen Nachbarstaaten mit Ausnahme Angolas Linksverkehr. Das namibische Straßennetz umfasst etwa 45.000 Kilometer, ist gut ausgebaut und erschließt alle bewohnten Gebiete des Landes. 80 Prozent des Straßennetzes bestehen allerdings nur aus Pisten mit einer Kiestragschicht, die regelmäßig oder nach Bedarf mit dem Grader instand gehalten werden. Nur die Nationalstraßen, einige Hauptstraßen sowie die wichtigsten innerstädtischen Straßen (etwa 6700 Kilometer) sind asphaltiert. Mit bis zu 700 Verkehrstoten pro Jahr gehört Namibia zu den unfallträchtigsten Ländern der Welt.
Der Schienenverkehr auf dem 2600 km langen Streckennetz ist in Namibia vor allem für die Güterbeförderung zuständig. Obwohl das Schienennetz im Süden an die südafrikanische Eisenbahnlinie angeschlossen ist spielt die Personenbeförderung bei der namibischen Bahngesellschaft TransNamib fast keine Rolle. Zwischen den größeren Ortschaften verkehren dafür Überlandbusse.
Regelmäßige Flugverbindungen bestehen von Windhoek aus zu den wichtigsten Ortenschaften des Landes, wie Keetmanshoop, Katima Mulilo oder Lüderitz sowie zu internationalen Destinationen, die u.a. von der staatlichen Fluggesellschaft Air Namibia betrieben werden.
Die beiden Tiefwasserhäfen Namibias befinden sich in Walvis Bay und in Lüderitz.

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9. Städte und Regionen in Namibia

Namibia ist seit 2013 in vierzehn administrative Regionen unterteilt, die eigene, nur beschränkt handlungsfähige Regionalverwaltungen besitzen. Die Regionen heißen Karas, Sambesi, Otjozondjupa, Omusati, Oshana, Oshikoto, Ohangwena, Hardap, Kunene, Erongo, Omaheke, Khomas, Kavango-West und Kavango-Ost.
Die wichtigsten Städte in Namibia sind:

Windhoek
Mit 320.000 Einwohnern (2011) ist Windhoek die Hauptstadt und das politische und wirtschaftliche Zentrum Namibias und gilt aufgrund sozialer Sicherheit und dem Nebeneinander der namibischen Volksgruppen als vorbildhaftes Sozialmodell einer afrikanischen Großstadt. Das Stadtbild ist durch moderne Architektur und wilhelminische Bauwerke der deutschen Kolonialzeit gekennzeichnet. Auf der kulturellen Ebene lässt sich der deutsche Einfluss wahrnehmen, zu den festen Bestandteilen des jährlichen Veranstaltungskalenders gehören der Karneval und das Oktoberfest. Zu den architektonischen Sehenswürdigkeiten in Windhoek zählen die Alte Festung, in der das Nationalmuseum von Namibia untergebracht ist, die Kolonialbauten an der Independence Avenue, die Marien-Kathedrale, die drei Stadt-Burgen Heinitzburg, Schwerinsburg und Sanderburg sowie der Tintenpalast, in dem das Parlament untergebracht ist. Auch der Tukondjeni Market ist einen Besuch wert..

Lüderitz
Die namibische Hafenstadt Lüderitz liegt an der Atlantikküste im Südwesten des Landes in der Lüderitzbucht. Der Name geht auf den Bremer Tabakhändler Adolf Lüderitz zurück, der 1883 Land an der damals noch Angra Pequena genannten Bucht erwarb um nach Bodenschätzen zu suchen.
Die Stadt hat ca. 12.500 Einwohner auf einer Fläche von 16 km² und besitzt einen der beiden Tiefseehäfen Namibias.
Viele Gebäude und Anlagen der Stadt stammen noch aus der wilhelminischen Kaiserzeit und sind im Jugendstil errichtet. Während der 1990er Jahre wurden komplette Straßenzüge großzügig restauriert und bieten heute einen schönen Einblick in die Kolonialgeschichte Namibias. Zu den neun Nationalen Denkmäler, die In Lüderitz stehen, gehören der Bahnhof, die Felsenkirche, das Goerke-Haus, das Kreplinhaus und das Gebäude der ehemaligen Deutschen Afrika Bank. Zehn Kilometer von Lüderitz entfernt befindet sich die, dank reicher Diamantenvorkommen ehemals wohlhabende Siedlung Kolmanskuppe, die heute eine Geisterstadt ist.
Die Seelage der Gemeinde bietet einige reizvolle Küstenabschnitte, z. B. die südlich gelegene Große Bucht, jenseits der Griffithbucht oder die Sandbuchten, -Strände und Lagunen der Lüderitzhalbinsel. Sehenswert sind das Steinkreuz an der Diaz-Spitze oder die Pinguine und Flamingos rund um die Halifax-Insel.
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Swakopmund
Swakopmund liegt an der namibischen Südatlantikküste, direkt nördlich der Mündung des Flusses Swakop. In der ehemals wichtigsten Hafenstadt für deutsche Einwanderer leben heute ca. 44.700 Einwohner (2011) auf einer Fläche von 196 km². Die Stadt Swakopmund ist heute Namibias beliebtester Ferienort. Das Stadtzentrum ist ein Tourismusmagnet mit architektonischen Perlen des wilhelminischen Stils und Ansätzen zum Jugenstil. Zu den Sehenswürdigkeiten in Swakopmund zählen u.a. der Leuchtturm, als Wahrzeichen der Stadt, das Swakopmunder Museum mit Exponaten zur Archäologie, Mineralogie, Botanik, Ur- und Frühgeschichte und der deutschen Kolonialgeschichte Namibias, das Kaiserliche Bezirksgericht, das Hohenzollernhaus, das Woermann-Haus und das Lokomobil aus der Kolonialzeit. Das milde Küstenklima macht die Stadt vor allem während der Monate Oktober bis März zu einem beliebten Ausflugsziel und Seebad am Südatlantik.
 

Walvis Bay
Walvis Bay liegt an der zentralen Atlantikküste Namibias und ist der bedeutendste Seehafen des Landes. Auf einer Fläche von ca. 32,5 km² leben hier ca. 62.000 Menschen(2011). Das angenehm milde Küstenklima macht die Stadt und Umgebung vor allem während der Monate Oktober bis März zu einem beliebten Touristenziel am Südatlantik. Sehenswert ist die Rheinische Missionskirche und das Bahnhofsmuseum Hope Lokomotive. In der Nähe der Stadt befindet sich eine Reihe von lohnenswerten Ausflugszielen wie die Lagune mit bedeutenden Wattbereichen und Vogelkolonien oder die Guano-Plattform Bird Island.

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10. Kultur und Sehenswürdigkeiten in Namibia 

Zu den Sehenswürdigkeiten Namibias zählen in erster Linie die zahlreichen Nationalparks und Schutzgebiete, die neben der Tier- und Pflanzenwelt auch einen hervorragenden Einblick in die Vielfalt der namibischen Landschaften geben.
Ein Ausflug zum Landschaftsschutzgebiet des Fish-River Canyon ist unbedingt empfehlenswert. Mit etwa 160 Kilometer Länge, bis zu 27 Kilometer Breite und bis zu 550 Meter Tiefe ist er der größte Canyon Afrikas und der zweitgrößte Canyon der Welt. Beliebt sind hier die mehrtägigen Wanderungen durch den Canyon.
Twyfelfontein ist ein Tal mit gleichnamiger Quelle in der Region Kunene, welches ursprünglich von den Damara bewohnt wurde.
Hier kann man die ältesten Zeugnisse aus der Vergangenheit Namibias in hunderten von Felszeichnungen und Felsgravuren bestaunen, die von Kulturen der Mittel- und Jungsteinzeit stammen und zu den ältesten an einen Untergrund gebundenen Darstellungen in Afrika gehören. Seit 2007 gehört die Örtlichkeit, die über Jahrtausende für religiöse Rituale genutzt wurde, zum UNESCO Weltkulturerbe.
In der Hauptstadt sowie anderen, zur deutschen Kolonialzeit bedeutsamen Orten, sind noch viele sehenswerte Baudenkmäler zum damals verbreiteten Wilhelminischen- und aufkommenden Jugendstil erhalten.
Die kulturelle Vielfalt Namibias, deren Einwohner ihr Land ebenso wie Südafrika als Regenbogennation bezeichnen, gründet sich auf die multikulturelle Einwanderungsdynamik, die das Land seit der Menschheitsgeschichte und vor allem in den letzten Jahrhunderten erlebt hat. Neben den uralten Traditionen der unterschiedlichen afrikanischen Volksstämme ist auch der deutsche Einfluß insbesondere im Stil vieler Gebäude, in der Bildungskultur und vor allem in der Gastronomie unverkennbar.

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11. Feiertage mit festem Datum in Namibia

1. Jan Neujahr
21. März Unabhängigkeitstag
1. Mai Tag der Arbeit
4. Mai Cassinga Tag
25. Mai Afrikatag
26. Aug. Tag der Helden
10. Dez.. Internationaler Tag der Menschenrechte
25. Dez. Weihnachten
26. Dez Tag des guten Willens

 

 

12. Medizinische Hinweise für Namibia

Die medizinische Versorgung in Namibia kann außerhalb der größeren Städte sowohl personell, technisch, apparativ und hygienisch problematisch sein. In Windhoek und weiteren Großstädten hingegen befindet sich die medizinische Versorgung auf eurpäischem bzw. deutschem Niveau. Trotzdem ist eine für Namibia gültige Reisekrankenversicherung, die einen Ambulanz-Rettungsflug bzw. die Rückkholung nach Deutschland mit einschließt, empfehlenswert.
Seit 2018 wird aus mehreren Regionen inkl. der Hauptstadt von einer Hepatitis-E-Epidemie berichtet.
Bei einer Infektionsrate von 17 Prozent der jüngeren Bevölkerung mit HIV/AIDS ist das Infektionsrisiko durch sexuelle Kontakte, bei intravenösem Drogengebrauch und Bluttransfusionen generell hoch.
Ein hohes Malaria-Infektionsrisiko besteht entlang des Kawango- und Kuneneflusses sowie in der Region Sambesi. Ein mittleres Infektionsrisiko ist für die nördlichen sowie nordöstlichen Landesteile Namibias zu erwarten. Bei Reisen in diese Gebiete wird zusätzlich zu einem aktiven Mückenschutz eine Malariaprophylaxe und Beratung durch einen erfahrenen Tropenmediziner empfohlen.
Aufgrund der niedrigerenn Hygienestandards und eingeschränkten Wasserversorgung sind insbesondere zur Regenzeit Durchfallerkrankungen wie Cholera- und Typhusinfektionen möglich. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden.
Aus Namibia sind auch eine Reihe von Erkrankungen nach Zeckenbissen, inkl. des afrikanischen Zeckenbissfiebers bekannt, für die besonders in den naturbelassenen Nationalparks ein erhöhtes Risiko besteht.
Seit 2017 werden aus dem Kavango-Distrikt einige Fälle von Milzbrand gemeldet. Die Berührung von Tierkadavern sollte daher unbedingt vermieden werden.
Gesundheitliche Gefahr geht neben verschiedenen Giftschlangen auch von einigen giftigen Spinnen- und Skorpionarten und anderen Tieren mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) aus. Erhöhte Vorsicht ist daher geboten, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt.
Eine Impfung gegen Gelbfieber ist ratsam und bei einer Einreise aus einem Gelbfiebergebiet vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.

Weitere Informationen und aktuelle Hinweise erhalten Sie vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.

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13. Reisehinweise für Namibia

Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise, Informationen zur Ein- und Ausreise sowie besondere strafrechtliche Hinweise und Verhaltensempfehlungen für Ihren Aufenthalt in Namibia erhalten Sie vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.

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14. Auslandsvertretung in Namibia

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Antananarivo
Amtsbezirk/
Konsularbezirk:
Namibia
Ort: Windhuk
Straßenanschrift: Sanlam Centre, 6. Etage, Independence Ave 145, Windhuk
Postadresse: Embassy of the Federal Republic of Germany, P.O. Box 231, Windhoek/Namibia
Telefon: (+264 61) 27 31 00 oder (+264 61) 27 31 33
Fax: (+264 61) 22 29 81
E-Mail: Kontaktformular
Website: http://www.windhuk.diplo.de
Behördensprachen
im Gastland:
Englisch

 

Botschaft der Republik Namibia in Berlin
Ort: Berlin
Straßenanschrift: Reichsstraße 17
Postadresse: Reichsstraße 17, 14052 Berlin
Telefon: 0 30 254 09 50
Fax: 0 30 254 095 55
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
Website: http://www.namibia-botschaft.de

 

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15. Informationsquellen für Namibia

Deutscher Wetterdienst
Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Wikipedia

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Motorrad-Reisen in Namibia

Offroad--Reisen in Namibia

Erlebnis-Reisen in Namibia