Reiseinformation

Uganda: beste Reisezeit, Einreise, Reiseinfos

Wann du in Uganda Gorillas, Löwen und Elefanten am besten siehst, wie das Klima Monat für Monat aussieht, und was du für eVisa und die Einreise mit dem eigenen Motorrad brauchst.

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Visum
eVisa Pflicht für deutsche Staatsbürger, online vorab (ca. 50 USD)
Passgültigkeit
Mind. 6 Monate über Einreisedatum hinaus gültig, min. 1 freie Seite
Beste Reisezeit
Juni–September & Dezember–Februar (Trockenzeiten)
Währung
Ugandischer Shilling (UGX), US-Dollar verbreitet akzeptiert
Zeitzone
East Africa Time (UTC+3), keine Zeitumstellung
Fahrseite
Linksverkehr
Helm & Ausrüstung
Helmpflicht für Fahrer und Sozius, Kontrollen üblich
Hauptverkehrsader
Nationalstraßen meist asphaltiert, Nebenstrecken oft Laterit/Piste
Kraftstoff
Petrol und Diesel in Städten gut verfügbar, ROZ 91/95
Internat. Führerschein
Internationaler Führerschein zusätzlich zum nationalen dringend empfohlen

Tiere beobachten in Uganda: die beste Saison

Zwei Trockenzeiten, zwei Regenzeiten: welche Monate in Murchison Falls, Queen Elizabeth, Kibale, Bwindi und Kidepo die besten Sichtungen bringen.

Uganda hat keine große Tierwanderung wie die Serengeti. Die Tiere bleiben das ganze Jahr in ihren Parks, was sich ändert, ist die Sicht: In der Trockenzeit von Juni bis September und von Dezember bis Februar steht das Gras niedrig, das Wasser zieht sich auf wenige Stellen zurück, und Elefanten, Büffel und Antilopen kommen morgens und abends an den Kazinga-Kanal, an den Nil oder ins Narus-Tal. In der großen Regenzeit von März bis Mai wächst das Gras auf über einen Meter, die Herden verteilen sich, und die Lehmpisten in den Parks brauchen nach einem Schauer einen halben Tag zum Trocknen.

Murchison Falls im Nordwesten ist der größte Park des Landes: Giraffen, Elefanten, Löwen und Flusspferde entlang des Nils, dazu die Bootsfahrt bis an den Fuß der Fälle, wo sich der Fluss durch eine 7 Meter breite Felsspalte drückt. Beste Monate: Dezember bis Februar, Juni bis September. Queen Elizabeth im Westen liefert die Kasenyi-Ebene mit Uganda-Kobs und Löwen, den Kazinga-Kanal mit den dichtesten Flusspferd-Beständen des Landes und den Ishasha-Sektor mit den baumkletternden Löwen. Der Balzplatz der Kobs bei Kasenyi ist ganzjährig besetzt, die Löwen jagen dort am zuverlässigsten in der Trockenzeit.

Kibale ist der Park für Schimpansen: rund 1.500 Tiere, Trekking jeden Tag, am angenehmsten von Dezember bis Februar und Juni bis Juli, wenn der Waldboden trocken ist. Bwindi mit den Berggorillas läuft ganzjährig, das Permit kostet 800 USD pro Person und Tag, und in der Regenzeit von März bis Mai kann der Aufstieg im nassen Hang doppelt so lange dauern wie in der Trockenzeit. Kidepo Valley im äußersten Nordosten hat eine einzige Regenzeit von April bis September; von Oktober bis März sammeln sich Büffel, Elefanten und Löwen am Narus-Fluss, dann ist die Sicht dort am besten.

Uganda-Kobs und Büffel bringen ihre Kälber über das ganze Jahr zur Welt, mit einem Schwerpunkt zu Beginn der Regenzeiten im März und im Oktober, wenn frisches Gras steht. Wer Jungtiere sehen will, fährt am Rand der Regenzeit; wer Raubtiere bei der Jagd sehen will, fährt in die Trockenzeit. Für Vögel liegt die beste Zeit von November bis April, wenn zu den über 1.000 Arten des Landes die Zugvögel aus Europa kommen.

Region Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Murchison Falls Nationalpark
Queen Elizabeth Nationalpark (Kasenyi, Ishasha, Kazinga-Kanal)
Kibale (Schimpansen)
Bwindi und Mgahinga (Berggorillas)
Kidepo Valley Nationalpark
Beste Sichtungen Gute Chancen Kaum Sichtungen

Das sagen Gäste über ihre Reise in Uganda

★★★★★

Alexander K.

Die Motorradreise durch Uganda bietet eine klare Routenführung, die intensiv durch die beeindruckenden Landschaften des Landes führt. Besonders hervorzuheben ist die technische Vorbereitung, die durch tägliche Briefings und klare GPS-Tracks unterstützt wird, was für eine Gruppe von maximal 8 Personen auf Expert-Niveau entscheidend ist. Der...

★★★★★

Uwe H.

Die Motorradtour durch Uganda ist gut strukturiert und bietet eine klare Ablaufplanung. Jeder Tag beginnt mit einem Briefing, gefolgt von präzisen GPS-Track-Anweisungen für die Strecken, die zwischen 150 und 300 km umfassen. Besonders hervorzuheben ist der Tag im Bwindi NP für das Gorilla Trekking, der...

★★★★★

Florian H.

Die Motorradreise durch Uganda bietet eine klar strukturierte Routenplanung, die verschiedene Landschaften und Kulturen kombiniert. Besonders hervorzuheben ist die Streckenführung von Kampala nach Jinja, wo 80% der Strecke asphaltiert sind und die restlichen 20% über Marramstraßen führen. Diese Mischung ermöglicht nicht nur eine angenehme Fahrt,...

Klima in Uganda: Temperaturen und Regen im Jahr

Uganda liegt am Äquator, zwischen 600 und 1.300 Metern Höhe in den Savannenparks und bis über 2.500 Meter in Bwindi. Die Folge: kaum Jahreszeiten bei der Temperatur, deutliche Jahreszeiten beim Regen. In Kasese am Rand des Queen Elizabeth Nationalparks, der Referenz für die Tabelle unten, liegt das Tagesmaximum das ganze Jahr bei 28 bis 30 Grad, das Minimum bei 17 bis 18 Grad. Nachts in Bwindi auf 2.000 Metern sind es 10 bis 12 Grad, in Kidepo im Nordosten tagsüber bis 35 Grad im Februar.

Der Regen fällt in zwei Perioden: März bis Mai mit 11 bis 14 Regentagen im Monat und Oktober bis November mit 12 bis 13. Ein Regentag heißt hier meist ein Gewitter am Nachmittag von 1 bis 2 Stunden, selten ein grauer Tag. Die Sonne scheint auch in der Regenzeit 6 Stunden am Tag. Die Luftfeuchte steigt in den nassen Monaten auf über 70 Prozent, in der Trockenzeit liegt sie um 60.

Für die Kleidung heißt das: kurze Sachen für den Tag, eine Fleecejacke für Bootsfahrten am Morgen und die Abende in Bwindi, Regenjacke und Gamaschen für das Gorilla-Trekking in jedem Monat.

Monat Max °C Min °C Regentage Luftfeuchte % Sonnenstunden
Jan Trockenzeit 30 18 6 62 8
Feb 30 18 7 62 8
Mär Regenzeit 29 18 11 68 7
Apr 28 18 14 74 6
Mai 28 18 12 74 6
Jun Trockenzeit 28 17 6 66 7
Jul 28 17 5 62 8
Aug 28 17 8 64 7
Sep 28 17 9 66 7
Okt Regenzeit 28 18 13 72 6
Nov 28 18 12 72 6
Dez Trockenzeit 29 18 7 64 7

Beste Reisezeit zum Motorradfahren

Wann Pässe, Pisten und Nationalparkstraßen in Uganda am besten befahrbar sind.

10 Ideal
Beste Reisezeit
Juni–September & Dez.–Feb.

In den Trockenzeiten sind Lateritpisten, Nationalparkstraßen und Flussdurchfahrten am besten befahrbar; die Hauptregenzeit März–Mai erschwert die Etappenplanung erheblich.

Region Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Kampala – Jinja – Zentralachsen
Südwesten – Bwindi/Rwenzori/Queen Elizabeth NP
Norden – Karamoja/Kidepo
Ideal Machbar Nicht befahrbar
Uganda liegt am Äquator und kennt keine Jahreszeiten im europäischen Sinn, sondern zwei Regen- und zwei Trockenperioden. Die 'große' Regenzeit von März bis Mai bringt die längsten und heftigsten Niederschläge, wodurch viele unbefestigte Verbindungsstraßen, Pisten in und um Nationalparks sowie manche Flussfurten kaum passierbar werden. Die kürzere Regenzeit von Oktober bis November fällt meist schwächer aus, kann lokal aber ebenfalls Lateritpisten aufweichen. Am zuverlässigsten lassen sich Offroad-Abschnitte in den Trockenperioden Juni bis September sowie Dezember bis Februar befahren: Die roten Lateritpisten sind fest, Flussdurchfahrten führen wenig Wasser und die Sichtverhältnisse in den Bergregionen im Westen (Rwenzori, Bwindi) sind besser. Asphaltierte Hauptachsen zwischen den großen Städten bleiben ganzjährig befahrbar, doch abseits davon entscheidet die Regenzeit über Tempo und Tagesetappen. Der Nordosten (Karamoja) tickt klimatisch anders und hat seine Regenzeit von April bis September. Juni bis August gilt wegen stabiler Bedingungen und kühlerer Temperaturen oft als günstigstes Fenster.

Beste Reisezeit, je nachdem was du vorhast

Tiere sehen: Juni bis September, Dezember bis Februar

In der Trockenzeit steht das Gras in Queen Elizabeth und Murchison Falls kniehoch, die Herden stehen morgens am Wasser, und die Pisten zu den Löwen bei Kasenyi und Ishasha sind fest. Juni bis September ist die längere und sicherere Phase, Dezember bis Februar die kürzere mit weniger Besuchern. Für Kidepo im Nordosten gilt ein eigener Kalender: Dort ist Oktober bis März die beste Zeit.

Wer Hitze schlecht verträgt: Juni bis August

Uganda ist selten drückend heiß: Am Äquator und auf 900 bis 1.300 Metern bleibt das Tagesmaximum bei 28 Grad. Am kühlsten sind Juni bis August mit 17 Grad am Morgen und trockener Luft um 60 Prozent. Meide den Februar im Kidepo Valley mit bis zu 35 Grad und die schwülen Wochen im April und Oktober, wenn die Luftfeuchte über 70 Prozent liegt. Bwindi auf 2.000 Metern ist in jedem Monat kühl, dort brauchst du abends eine Jacke.

Die beliebteste Zeit: Juli und August

Europäische Sommerferien treffen auf die lange Trockenzeit: Juli und August sind die vollsten Monate. Gorilla-Permits in Bwindi, 8 Personen pro Gruppe und Gorillafamilie, sind für diese Wochen 6 bis 9 Monate vorher vergeben, die Lodges am Kazinga-Kanal und am Nil ebenfalls. Wer diese Zeit will, bucht bis Januar. Die gleiche Trockenzeit mit halb so vielen Gästen hat, wer im Juni oder in der ersten Septemberhälfte reist.

Vögel und grüne Landschaft: November bis April

Uganda zählt über 1.000 Vogelarten. Von November bis April kommen die Zugvögel aus Europa dazu, im Mabamba-Sumpf bei Entebbe lebt der Schuhschnabel, am Kazinga-Kanal stehen Pelikane und Sattelstörche zu Dutzenden. Die Regenzeiten färben die Kraterseen bei Fort Portal und die Hügel um Bwindi tiefgrün. Am klarsten ist die Luft Ende Mai und Anfang Dezember, wenn der Regen gerade vorbei ist und der Staub aus der Luft gewaschen wurde.

Fotografen: Dezember bis Februar und September

Kurzes Gras, klare Luft nach den Regenzeiten und tiefstehende Sonne kurz vor 7 und kurz vor 19 Uhr: Dezember bis Februar und September sind die Monate mit den besten Bedingungen. Am Nil unterhalb der Murchison-Fälle liegt das Licht morgens auf dem Ostufer, die Bootsfahrt am Nachmittag setzt die Fälle ins Gegenlicht. Für Gorillas im dunklen Wald zählt weniger der Monat als das Objektiv: Lichtstärke 2.8 und ISO 3200 sind normal, Blitz ist verboten.

Visum für die Einreise nach Uganda

Was deutsche Staatsangehörige vor der Einreise nach Uganda erledigen müssen.

Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Uganda ein Visum, das ausschließlich vorab online über das offizielle Portal visas.immigration.go.ug beantragt wird – Visa am Grenzübergang oder Flughafen werden nicht mehr ausgestellt. Für einen touristischen Einzelaufenthalt reicht das Standard-eVisa (ca. 50 USD, Bearbeitungszeit 3–5 Werktage, gültig für bis zu 90 Tage). Wer im selben Trip auch Kenia und/oder Ruanda bereist, kann alternativ das East Africa Tourist Visa (ca. 100 USD) wählen, das für mehrfache Grenzübertritte innerhalb der drei Länder gilt, nach Ausreise aus dem Block aber verfällt. Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein und eine freie Seite enthalten. Die Genehmigung muss ausgedruckt mitgeführt werden, ein digitaler Nachweis auf dem Smartphone wird an vielen Grenzposten nicht akzeptiert. Zusätzlich verlangt Uganda von allen Einreisenden einen gültigen Nachweis der Gelbfieberimpfung. Vorsicht vor gefälschten Antragsportalen im Internet – nur die offizielle Regierungsseite verwenden.
VisumartAufenthaltKostenWo beantragenGültigkeit
eVisa (Einzelreise)bis 90 Tageca. 50 USDonline vor Einreise (visas.immigration.go.ug)90 Tage ab Ausstellung
East Africa Tourist Visa (UG/KE/RW)90 Tageca. 100 USDonline vorab, Erstantrag im jeweiligen Land90 Tage, nicht verlängerbar
Temporary Import Permit (eigenes Motorrad)Dauer der Einreise/Visumsgeringe Gebühr am GrenzübergangGrenzübergang bei Einreisegekoppelt an Einreisedauer

Einreise mit dem eigenen Motorrad

Formalitäten für Fahrer, die ihre eigene Maschine nach Uganda einführen.

Für die vorübergehende Einfuhr des eigenen Motorrads verlangt Uganda am Grenzübergang ein Temporary Import Permit (TIP), das direkt vor Ort gegen eine geringe Gebühr ausgestellt wird und die Nutzungsdauer an die Gültigkeit des Einreisevisums koppelt. Ein Carnet de Passage wird von den ugandischen Zollbehörden in der Praxis nicht durchgängig anerkannt; selbst mit gültigem Carnet kann am Grenzposten trotzdem ein TIP verlangt werden, weshalb es sich lohnt, beide Dokumente vorzubereiten und sich kurz vor Abreise beim zuständigen Automobilclub nach dem aktuellen Stand zu erkundigen. Fahrzeugpapiere (Zulassungsbescheinigung Teil I im Original), ein gültiger Auslandskrankenversicherungsnachweis sowie eine COMESA-Kfz-Haftpflichtversicherung, die an den meisten Grenzen direkt gekauft werden kann, müssen mitgeführt werden. Die Einreise erfolgt meist über die Grenzen zu Kenia (z. B. Busia, Malaba) oder Tansania (Mutukula); an belebten Übergängen sollte für die Zollabfertigung ausreichend Zeit eingeplant werden, da Formulare oft handschriftlich ausgefüllt werden. Fotokopien aller wichtigen Dokumente sollten getrennt vom Original aufbewahrt werden. Bargeld in kleiner Stückelung erleichtert die Zahlung von Gebühren, da an vielen Grenzstationen keine Kartenzahlung möglich ist.
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Führerschein & Fahrerlaubnis

Welche Fahrerlaubnis für das Motorradfahren in Uganda nötig ist.

Für das Fahren eines Motorrads in Uganda wird neben dem nationalen deutschen Führerschein dringend ein Internationaler Führerschein (IDP) empfohlen, der zusammen mit dem Original vorgezeigt werden muss – ugandische Verkehrspolizei akzeptiert reine Übersetzungen oft nicht ohne den IDP. Der IDP muss vor der Reise in Deutschland bei der zuständigen Führerscheinstelle beantragt werden, eine Beschaffung vor Ort ist nicht möglich. Die Fahrerlaubnisklasse muss ausdrücklich das Führen von Motorrädern (Klasse A bzw. A1/A2 je nach Hubraum) abdecken. Kontrollen an Straßensperren sind in Uganda üblich, ein fehlender IDP kann zu Bußgeldern oder zeitraubenden Diskussionen führen. Es empfiehlt sich, Führerschein und IDP zusammen mit Kopien griffbereit, aber wettergeschützt, im Motorradgepäck zu verstauen.
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Straßen- und Pistenzustand

Von Asphaltachsen bis zu Lateritpisten – was auf ugandischen Strecken zu erwarten ist.

Ugandas Straßennetz reicht von gut ausgebauten Asphaltachsen zwischen den großen Städten bis zu anspruchsvollen Lateritpisten in den Nationalparks und im Norden. Die Hauptverbindungen Kampala–Fort Portal–Kasese sowie Kampala–Gulu sind größtenteils geteert, wenn auch mit Schlaglöchern und regem Schwerlastverkehr, der beim Überholen viel Aufmerksamkeit verlangt. Sobald die Route in Richtung Nationalparks oder abgelegene Regionen wie Karamoja abzweigt, dominieren rote Lateritpisten, die in der Trockenzeit griffig, nach Regen aber schnell rutschig und wellig werden. In Wildreservaten wie Murchison Falls oder Kidepo Valley gelten reduzierte Geschwindigkeiten wegen Wildtierquerungen. Flussfurten kommen vor allem im Westen und Norden vor und sollten nach starkem Regen vor der Durchquerung zu Fuß geprüft werden. Tagesetappen sollten auf Pistenabschnitten konservativ geplant werden – 150 km können dort länger dauern als 300 km auf Asphalt. Kraftstoff ist entlang der Hauptachsen verlässlich verfügbar, in Parks und im äußersten Norden empfiehlt sich ein Reservekanister.
1
Kampala – Fort Portal – Bwindi
450 km
70% Asphalt 25% Piste 5% Sand

Asphalt in gutem bis mittlerem Zustand, Schlaglöcher vor Fort Portal; Anschlusspisten nach Bwindi wellblechartig

Nach Regen
Lateritabschnitte werden rutschig, einzelne Furten können anschwellen
Realistisches Tagespensum
150-220 km/Tag realistisch bei gemischtem Terrain
Tankstellen
Tankstellen in Fort Portal, Kasese, Kabale zuverlässig; dazwischen Reserve einplanen
Pässe
Rwenzori-Vorgebirge, keine Hochgebirgspässe
Genehmigungen
Parkgebühr bei Durchquerung von Queen Elizabeth NP
2
Kampala – Murchison Falls NP
300 km
55% Asphalt 40% Piste 5% Sand

Hauptstraße bis Masindi gut asphaltiert, danach Lateritpiste mit Waschbrettabschnitten im Park

Nach Regen
Pistenabschnitte im Park werden schlammig und stellenweise unpassierbar
Realistisches Tagespensum
120-180 km/Tag wegen Wildtierverkehr und Pistenqualität
Tankstellen
Letzte zuverlässige Tankstelle in Masindi, im Park keine Versorgung
Pässe
keine
Genehmigungen
Nationalpark-Eintrittsgebühr für Fahrzeug und Fahrer
3
Norden – Karamoja/Kidepo Valley
550 km
40% Asphalt 45% Piste 15% Sand

Fernstraße nach Moroto überwiegend asphaltiert, Anschluss nach Kidepo grobe Piste mit Sandfeldern

Nach Regen
Flussdurchfahrten nach Starkregen zeitweise gesperrt
Realistisches Tagespensum
100-150 km/Tag wegen Pistenqualität und Distanzen zur Versorgung
Tankstellen
Nur in Moroto zuverlässig, danach Reservekanister mitführen
Pässe
keine Hochgebirgspässe
Genehmigungen
Ranger-Begleitung im Kidepo-Nationalpark üblich

Kraftstoffversorgung unterwegs

Verfügbarkeit und Qualität von Benzin und Diesel entlang der Reiseroute.

Benzin (in Uganda 'Petrol') und Diesel sind an Tankstellen in allen größeren Städten und entlang der asphaltierten Hauptachsen zuverlässig erhältlich, meist als Normal um ROZ 91 und teils als Super mit ROZ 95 bei Markenanbietern wie Shell oder Total. In kleineren Ortschaften und abgelegenen Distrikten wie Karamoja oder rund um entlegene Nationalparks kann das Netz deutlich ausdünnen; vor Verlassen der letzten größeren Stadt sollte vollgetankt und ein Reservekanister mitgeführt werden. Die Kraftstoffqualität an Markenstationen gilt als verlässlich, an kleinen informellen Verkaufsstellen am Straßenrand (oft in Flaschen abgefüllt) ist Vorsicht geboten. Gezahlt wird überwiegend bar in ugandischen Schilling, größere Stationen in Kampala akzeptieren teils auch Karten.
KraftstoffOktanVerfügbarkeit
Petrol (Normal)ROZ 91Landesweit an Hauptachsen gut
Petrol (Super)ROZ 95Nur größere Städte/Markenstationen
DieselLandesweit gut verfügbar

Sicherheitslage in Uganda

Aktuelle Lage, Risikogebiete und Notrufnummern für die Motorradreise.

Uganda gilt abseits einzelner Regionen als touristisch gut erschlossen, doch es gibt klar abgegrenzte Risikogebiete, die auf einer Motorradreise gemieden werden sollten. Der Grenzstreifen zur Demokratischen Republik Kongo, insbesondere rund um den Queen Elizabeth Nationalpark, gilt wegen der Aktivität der Miliz ADF als Risikogebiet; ein Abstand von rund 30 Kilometern zur Grenze wird empfohlen. Die Region Karamoja im Nordosten ist wegen Viehdiebstahl-bedingter Gewalt, langer Reaktionszeiten der Polizei und eingeschränkter medizinischer Versorgung mit Vorsicht zu bereisen. In den großen Städten, vor allem Kampala, kommt es vereinzelt zu Trickdiebstahl und Überfällen. Die Sicherheitslage kann sich kurzfristig ändern, unter anderem durch Krankheitsausbrüche oder politische Spannungen; die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sollten vor und während der Reise laufend geprüft werden.

Gesundheit & Impfungen

Impfungen, Malariaschutz und medizinische Versorgung unterwegs.

Uganda verlangt von allen internationalen Einreisenden einen gültigen Nachweis der Gelbfieberimpfung, der spätestens zehn Tage vor Ankunft verabreicht sein muss. Das gesamte Land gilt als Malaria-Risikogebiet, eine konsequente Malariaprophylaxe sowie Mückenschutz werden dringend empfohlen; die Wahl des Medikaments sollte rechtzeitig mit einem Tropenmediziner abgestimmt werden. Zusätzlich werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus sowie ein aktueller Tetanusschutz angeraten. Die medizinische Versorgung ist in Kampala und größeren Städten brauchbar, in ländlichen Gebieten und Nationalparks jedoch stark eingeschränkt; eine Reiseversicherung mit Rückholoption für Motorradunfälle ist unverzichtbar. Sauberes Trinkwasser sollte nur abgefüllt oder aufbereitet konsumiert werden.
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Geld & Zahlungsmittel

Bargeld, Karten und Wechselkurs auf einer Motorradreise durch Uganda.

Landeswaehrung ist der Ugandische Shilling (UGX), wobei touristische Leistungen wie Unterkuenfte oder Parkgebuehren haeufig in US-Dollar ausgezeichnet werden. Bargeld bleibt ausserhalb der grossen Staedte das wichtigste Zahlungsmittel, Kreditkarten werden vor allem in Kampala, Entebbe und groesseren Lodges akzeptiert, oft mit Aufschlag von 3-5%. Geldautomaten gibt es in Staedten zuverlaessig, in laendlichen Gebieten kaum. US-Dollar-Banknoten sollten neueren Datums (ab 2013) und unbeschaedigt sein.
ZahlungsmittelVerfügbarkeit
Bargeld UGXÜberall, unverzichtbar außerhalb der Städte
US-Dollar barFür Parkgebühren/Unterkünfte verbreitet, nur Scheine ab 2013
KreditkarteNur größere Hotels/Kampala, Gebühr ca. 3-5%
GeldautomatIn Städten zuverlässig, ländlich selten

Mobilfunk & Internet

SIM-Karten, Netzabdeckung und Notfallkommunikation unterwegs in Uganda.

Prepaid-SIM-Karten der Anbieter MTN und Airtel sind am Flughafen und in Staedten unkompliziert erhaeltlich, eine Passkopie ist fuer die Registrierung noetig. Die Netzabdeckung entlang der Hauptstrassen und in groesseren Orten ist gut, mit 4G in Kampala und den meisten Regionalzentren; in Nationalparks und abgelegenen Gebieten wie Karamoja oder Kidepo Valley reduziert sich die Abdeckung auf 2G oder faellt komplett aus. Fuer Notfallkommunikation auf entlegenen Streckenabschnitten empfiehlt sich zusaetzlich ein Satellitenkommunikationsgeraet. Offline-Kartenmaterial sollte vor der Tour heruntergeladen werden, da mobile Daten unterwegs nicht garantiert sind.

Land, Leute & Umgangsformen

Was Motorradreisende im Umgang mit Land und Menschen in Uganda wissen sollten.

Uganda gilt als eines der gastfreundlichsten Laender Ostafrikas, Begruessungsrituale und ein freundlicher Gespraechseinstieg vor dem eigentlichen Anliegen werden sehr geschaetzt. An Strassensperren der Polizei, die auf Ueberlandrouten regelmaessig vorkommen, hilft ruhiges, hoefliches Auftreten und das bereitwillige Zeigen der Papiere. Motorradfahrer sind im Strassenbild allgegenwaertig, vor allem als 'Boda-Boda'-Taxis, weshalb Zweiraeder allgemein akzeptiert, im dichten Stadtverkehr aber auch mit unvorhersehbaren Fahrmanoevern zu rechnen ist. Fotografieren von Menschen sollte nur nach vorheriger Zustimmung erfolgen, das Fotografieren von Militaer- und Regierungseinrichtungen ist verboten. In laendlichen und religioes gepraegten Gegenden wird zurueckhaltende Kleidung abseits vom Motorrad geschaetzt. Trinkgelder in Restaurants und fuer Guides sind ueblich, aber nicht zwingend.

Packliste – Uganda-Ergänzung

Diese Punkte kommen in Uganda zur Standardausrüstung jedes Motorradreisenden hinzu.

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Bilder aus Uganda

Joe Küster
Autor
Joe Küster
Gründer von OVERCROSS

„Mädchen für alles“ und Gründer des Unternehmens.

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