Reiseinformation

Simbabwe: beste Reisezeit, Einreise, Reiseinfos

Wann Simbabwe die meisten Tiere zeigt, wie das Klima in Hwange Monat für Monat aussieht, und was du für Visum, Einreise und die Fahrt mit dem eigenen Motorrad brauchst.

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Visum
Visa on Arrival ca. 30 USD (Single Entry)
KAZA UniVisa 50 USD deckt auch Sambia ab, exaktes USD-Bargeld nötig
Passgültigkeit
Für die gesamte Aufenthaltsdauer gültig; mind. 6 Monate Restgültigkeit ist im südlichen Afrika der Standard
Beste Reisezeit
April bis Oktober (Trockenzeit)
Währung
US-Dollar (Bargeld) – ZiG kaum relevant für Touristen
Zeitzone
UTC+2 (CAT), keine Sommerzeit
Fahrseite
Linksverkehr
Helm & Ausrüstung
Helmpflicht für Fahrer und Beifahrer
Hauptverkehrsader
A4 (Beitbridge–Masvingo) und A8 (Bulawayo–Victoria Falls) asphaltiert, A8 aktuell stark schlaglochübersät
Kraftstoff
Nur noch in USD-Bargeld, seit Umstellung zuverlässig verfügbar
Internat. Führerschein
Internationaler Führerschein empfohlen, zusätzlich zum nationalen Führerschein mitführen

Tiere beobachten in Simbabwe: Trockenzeit oder Regenzeit

Wasser entscheidet: wann Hwange, Mana Pools und Gonarezhou die meisten Tiere zeigen, und warum die Regenzeit trotzdem ihre eigene Zeit hat.

Für die Tierbeobachtung entscheidet in Simbabwe das Wasser, nicht der Kalender. In der Trockenzeit von Mai bis Oktober fällt 5 Monate lang praktisch kein Regen, die natürlichen Pfannen trocknen aus, und die Tiere sammeln sich an den wenigen verbliebenen Wasserstellen. Im Hwange-Nationalpark, mit rund 14.600 km² dem größten Park des Landes, werden über 50 Wasserlöcher mit Solar- und Dieselpumpen versorgt. Von August bis Oktober stehen dort tagsüber Herden von 200 bis 300 Elefanten an einer einzigen Pfanne, dazu Büffel, Zebras, Giraffen und Rappenantilopen. Das Gras ist niedrig und gelb, die Sicht reicht weit, Löwen liegen morgens oft direkt neben der Piste. Hwanges Elefantenbestand wird auf etwa 45.000 Tiere geschätzt.

Mana Pools am unteren Sambesi hat seinen eigenen Rhythmus: Der Park liegt im Sambesi-Tal auf etwa 350 m Höhe, die Zufahrtspisten sind von Dezember bis April meist unpassierbar, die meisten Camps schließen in dieser Zeit. Ab Mai geht es wieder los, die beste Zeit ist September und Oktober, wenn sich die Elefanten auf die Hinterbeine stellen, um an die Schoten der Ana-Bäume zu kommen. Mana Pools ist der einzige Park in Simbabwe, in dem du dich ohne Guide zu Fuß bewegen darfst.

Die Regenzeit von November bis April ist die Zeit der Geburten: Impalas, Gnus und Zebras setzen ihre Jungen in den ersten Wochen nach den ersten Regenfällen, meist Ende November bis Dezember. Das Gras steht dann bis zu 2 m hoch, die Tiere verteilen sich über den ganzen Park, und ein Löwe ist im Grün 50 m neben der Piste kaum zu sehen. Dafür sind rund 400 Vogelarten in Hwange und über 350 in Mana Pools unterwegs, darunter die Zugvögel aus Europa und Zentralafrika, die von November bis März bleiben.

Gonarezhou im Südosten, mit den roten Chilojo-Klippen, ist von Juni bis Oktober am ergiebigsten; in der Regenzeit sind die Furten durch Runde und Save oft nicht passierbar. Matusadona am Kariba-See besuchst du am besten vom Boot aus, im September und Oktober stehen Elefanten und Büffel direkt am Ufer. Der Sambesi-Nationalpark bei Victoria Falls ist ganzjährig offen, die beste Zeit für Tiere ist auch hier August bis Oktober; die Fälle führen im März und April das meiste Wasser.

Region Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Hwange-Nationalpark
Mana Pools (unterer Sambesi)
Gonarezhou-Nationalpark
Matusadona und Kariba-See
Sambesi-Nationalpark (Victoria Falls)
Beste Sichtungen Gute Chancen Kaum Sichtungen

Motorradreisen durch Simbabwe

Diese Touren führen über Beitbridge, Masvingo und Hwange bis zu den Victoriafällen – als Teil größerer Süd- und Ostafrika-Expeditionen.

Safari Simbabwe: alle Touren ansehen

Das sagen Gäste über ihre Reise in Simbabwe

★★★★★

Andreas S.

Die Tour durch Simbabwe, insbesondere vom Hwange-Nationalpark zu den Victoriafällen, stellt einen erhöhten Schwierigkeitsgrad dar. Die unterschiedlichen Geländetypen und die 4x4 Safari-Fahrzeuge ermöglichen es, verschiedene Landschaften und Tierarten, einschließlich der Big 5, hautnah zu erleben. Zu beachten ist die körperliche Anstrengung in den frühen Morgenstunden...

★★★★★

Matthias W.

Die Gruppenreise im Botswana und an den Victoriafällen fokussiert sich auf ein intensives Erlebnis der Tierwelt und Landschaften in Botswana. Die anspruchsvollen Aktivitäten, insbesondere die Tierbeobachtungen während der Mahangu Game Drive und die Bootsfahrten auf dem Zambezi, erforderten sowohl physische Fitness als auch Anpassungsfähigkeit an...

★★★★★

Wolfgang R.

Die Tour führt durch Tansania und Sambias beeindruckende Landschaften, insbesondere im Mikumi Nationalpark und am Lake Malawi. Die technische Vorbereitung war durch die Nutzung eines 4x4 Overlandtrucks klar strukturiert. Tägliche Briefings und genaue Streckenführung sorgten für Sicherheit und Orientierung. Die Gruppengröße von maximal 20 Personen...

Klima und Wetter in Simbabwe, Monat für Monat

Simbabwe liegt südlich des Äquators, die Jahreszeiten sind gegenüber Europa vertauscht. Das Jahr hat 3 Abschnitte: die kühle Trockenzeit von Mai bis August, die heiße Trockenzeit von September bis Oktober und die Regenzeit von November bis April. Die Tabelle zeigt Hwange Main Camp auf rund 1.000 m Höhe, den Ausgangspunkt der meisten Safaris.

Die Höhe macht den Unterschied. Auf dem Highveld um Harare und Bulawayo (1.300 bis 1.500 m) bleibt es auch im Oktober meist unter 32 Grad. Im Sambesi-Tal bei Mana Pools und am Kariba-See, 350 bis 500 m über dem Meer, werden im Oktober 38 bis 40 Grad erreicht. Victoria Falls auf 900 m liegt dazwischen, dort sind 34 bis 35 Grad im Oktober normal.

Im Juni und Juli sinken die Nächte in Hwange auf 5 bis 7 Grad, in offenen Pfannen gibt es Bodenfrost. Die Pirschfahrt um 6 Uhr morgens im offenen Fahrzeug braucht dann Mütze, Handschuhe und eine Windjacke, gegen Mittag sind es 24 Grad. Der Regen fällt fast ausschließlich von Dezember bis Februar, meist als Gewitter am Nachmittag von 1 bis 2 Stunden, selten als Dauerregen.

Monat Max °C Min °C Regentage Luftfeuchte % Sonnenstunden
Jan Regenzeit 30 18 13 70 7
Feb 29 18 11 72 7
Mär 29 16 8 65 8
Apr Trockenzeit 28 13 3 55 9
Mai 26 9 1 45 10
Jun 24 6 0 40 10
Jul 24 6 0 38 10
Aug 27 9 0 33 10
Sep 31 13 1 30 10
Okt 33 18 4 35 9
Nov Regenzeit 32 18 10 55 8
Dez 30 18 13 68 7

Beste Reisezeit für Simbabwe-Touren

Warum die Trockenzeit hier nicht nur angenehmer, sondern messbar sicherer zu fahren ist.

6 Ideal
Beste Reisezeit
April bis Oktober (Trockenzeit)

In der Trockenzeit sind A4 und A8 frei von Wasserschaden, unbefestigte Pisten rund um Hwange sind fest und gut befahrbar.

Region Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Südliches & westliches Simbabwe (Beitbridge–Masvingo–Bulawayo–Hwange–Victoria Falls)
Ideal Machbar Nicht befahrbar
Simbabwe folgt dem klassischen Trockenzeit-Muster des südlichen Afrikas: Von April bis Oktober fällt kaum Regen, unbefestigte Pisten rund um Hwange sind fest und gut befahrbar, und niedrige Wasserstände an Furten und Low-Level-Bridges entlang der Strecke Masvingo–Bulawayo machen die Route berechenbar. Die Regenzeit von November bis März verwandelt lose Untergründe in Schlamm und macht sie deutlich rutschiger. Auf dem teils stark schlaglochübersäten Abschnitt der A8 zwischen Bulawayo und Victoria Falls ist das besonders relevant: Regenwasser füllt die Löcher und verdeckt ihre tatsächliche Tiefe, wodurch sie für Motorradfahrer schwerer einzuschätzen sind als in der Trockenzeit, wo man sie sieht und umfahren kann. Der Oktober gilt zusätzlich als heißester Monat vor Einsetzen der Regen mit Tagestemperaturen, die auf offener Strecke ohne Schatten anstrengend werden können. Diese Reise legt die Fahrt bewusst in die Trockenzeit.

Beste Reisezeit, je nachdem was du vorhast

Tiere sehen: August bis Oktober

Die 3 Monate am Ende der Trockenzeit bringen die höchste Tierdichte an den Wasserlöchern. In Hwange stehen jetzt Elefantenherden von mehreren Hundert Tieren an den gepumpten Pfannen, in Mana Pools sind Elefanten, Büffel und Löwen zu Fuß zu erreichen. Das Gras ist kurz, die Bäume kahl, du siehst 200 m weit. Rechne mit vollen Camps und im Oktober mit Tageshöchstwerten über 33 Grad in Hwange und bis 40 Grad im Sambesi-Tal.

Wer Hitze schlecht verträgt: Mai bis Juli

Tagsüber 24 bis 26 Grad, nachts 5 bis 9 Grad, kein Regen, keine Mücken: Der Winter im südlichen Afrika ist die angenehmste Zeit für lange Tage im offenen Fahrzeug. Die Tiere sind noch nicht so konzentriert wie im September, aber die Sicht ist gut und die Wildhunde in Hwange haben ihre Welpen. Nimm eine warme Jacke für die Morgenpirsch mit, im Juli liegt in Hwange gelegentlich Reif auf dem Gras.

Die beliebteste Zeit: Juli bis September

Die europäischen Sommerferien fallen mit dem Ende des südafrikanischen Winters zusammen, deshalb sind Juli, August und September die Monate mit den meisten Gästen in Victoria Falls und Hwange. Die Camps in Mana Pools sind für August und September oft 12 Monate im Voraus ausgebucht. Das Wetter ist stabil, trocken und mit 27 bis 31 Grad tagsüber angenehm; die Fälle führen noch genug Wasser für den Regenbogen, aber nicht mehr so viel, dass der Sprühnebel die Sicht nimmt.

Vögel und grüne Landschaft: Dezember bis März

Nach den ersten Regenfällen ist der Busch innerhalb von 2 Wochen grün, die Antilopen führen ihre Jungen, und über 100 Zugvogelarten aus Europa und Zentralafrika sind im Land. In Hwange sind dann rund 400 Arten zu sehen, darunter Karminspinte, Schwalbenschwanzspinte und der Gaukler. Die Gewitter am Nachmittag dauern 1 bis 2 Stunden, die Vormittage sind meist klar. Mana Pools ist in diesen Monaten geschlossen, Hwange, Matobo und Victoria Falls bleiben offen.

Fotografen: September und Oktober, sonst Mai

Im September und Oktober liegt Staub in der Luft, der die Sonne morgens und abends rot färbt, und die Tiere kommen gegen 16 Uhr in Reihen zu den Wasserlöchern. Das ist die Zeit für Elefanten im Gegenlicht und für Aufnahmen aus den Unterständen an den Pfannen von Hwange. Wer Farbe und klaren Himmel will, kommt im Mai: Das Gras ist noch goldgelb, die Luft nach dem Regen sauber, und die Sicht reicht bis zum Horizont.

Visum für Simbabwe-Reisende

Was Deutsche, Österreicher und Schweizer am Grenzposten wirklich brauchen.

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige zählen zur Kategorie B und erhalten ein Visa on Arrival direkt am Grenzposten: Single Entry 30 USD, Double Entry 45 USD. Alternativ lässt sich das eVisa vorab online beantragen – sinnvoll, wenn du Wartezeit an der Grenze vermeiden willst. Da diese Reise über die Victoria Falls Bridge nach Sambia weiterführt, lohnt sich meist die KAZA UniVisa für 50 USD: Sie deckt Simbabwe und Sambia mit mehrfacher Einreise über 30 Tage ab und erlaubt Tagesausflüge nach Botswana über Kazungula. Bezahlt wird ausschließlich in US-Dollar bar – bring passende Scheine mit, an Grenzposten wird selten Wechselgeld herausgegeben. Der Reisepass muss für die gesamte Aufenthaltsdauer gültig sein; eine Restgültigkeit von mindestens 6 Monaten ist der Standard im südlichen Afrika und wird an Grenzen häufig verlangt, auch wenn Simbabwe selbst keine exakte Monatszahl vorschreibt. Halte mindestens eine freie Doppelseite für Stempel bereit.
VisumartAufenthaltKostenWo beantragenGültigkeit
Visa on Arrival Single Entrybis 30 Tage30 USDam Grenzposten (bar)einmalige Einreise
Visa on Arrival Double Entrybis 30 Tage45 USDam Grenzposten (bar)zweimalige Einreise
KAZA UniVisa (Simbabwe + Sambia)30 Tage50 USDan ausgewählten Grenzposten (u.a. Victoria Falls, Kazungula)mehrfache Einreise Simbabwe/Sambia, Tagesausflüge Botswana über Kazungula
eVisa (online vorab)bis 30 Tagewie Visa on Arrivalonline vor Abreise beantrageneinmalige/zweimalige Einreise je nach Typ

Einreise mit dem eigenen Motorrad

Kein Carnet nötig, dafür ein Temporary Import Permit – was am Grenzposten wirklich zu erledigen ist.

Für Simbabwe brauchst du kein Carnet de Passages – das Motorrad wird stattdessen mit einem Temporary Import Permit (TIP) eingeführt, das direkt am Grenzposten kostenlos ausgestellt wird. Wer Wartezeit sparen will, kann das TIP vorab online über das ZIMRA-eTIP-Portal beantragen. Mitzuführen sind Reisepass, der Fahrzeugschein (registration book) und – fährst du nicht dein eigenes Motorrad – eine Vollmacht des Halters, ohne die an der Grenze regelmäßig nachgefragt wird. Zusätzlich zum TIP fällt pro Einreise eine Road Access Fee von 10 USD an. Haftpflichtversicherung ist Pflicht: Entweder du kaufst sie für 30 USD pro Monat direkt am Grenzposten, oder du reist bereits mit einer gültigen COMESA Yellow Card ein, die in Simbabwe anerkannt wird. Bleibt das Motorrad länger als einen Monat im Land, kommt zusätzlich eine Carbon Tax von 10 USD pro Monat hinzu. Der Grenzübergang Beitbridge von Südafrika aus gilt als einer der am stärksten frequentierten der Region – rechne mit Wartezeit und Formularen in mehreren Schritten (Zoll, Immigration, Fahrzeugabfertigung); am kleineren Übergang über die Victoria Falls Bridge nach Sambia geht es meist deutlich schneller.
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Ohne Vollmacht des Fahrzeughalters kommt ein nicht selbst zugelassenes Motorrad an der Grenze nicht durch – dieses Dokument wird in Simbabwe konsequent verlangt.

Führerschein & Kontrollen

Was an den Kontrollen entlang der Strecke wirklich verlangt wird.

Der nationale Motorradführerschein allein reicht offiziell für Kurzaufenthalte, in der Praxis wollen Polizeikontrollen aber regelmäßig zusätzlich einen Internationalen Führerschein (IDP) sehen – führe ihn griffbereit mit, ebenso wie Fahrzeugschein und TIP. Auf der Strecke von Beitbridge über Masvingo und Bulawayo bis Victoria Falls sind Polizei- und teils Militärkontrollen üblich; sie prüfen in der Regel Führerschein, Fahrzeugpapiere und Verkehrstauglichkeit und verlaufen routinemäßig. Helmpflicht gilt für Fahrer und Beifahrer.
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Straßenzustand: A4 und A8 im Vergleich

Zwei Hauptstrecken prägen diese Reise – und sie sind aktuell in sehr unterschiedlichem Zustand.

Das Fernstraßennetz Simbabwes ist durchgehend asphaltiert, der Zustand schwankt aber stark je nach Abschnitt und Wartungszyklus. Grundsätzlich gilt: Tanken, wann immer eine Station kommt, und tagsüber fahren – nachts sind Schlaglöcher, liegengebliebene Fahrzeuge ohne Warndreieck und Wild auf der Fahrbahn eine reale Gefahr. Kontrollpunkte von Polizei und teils Militär sind auf allen Hauptrouten üblich und in der Regel Routine.
1
A4: Beitbridge – Masvingo (inkl. Great Zimbabwe)
290 km
100% Asphalt

Asphaltiert, guter bis mittlerer Zustand, gelegentliche Schlaglöcher auf Teilstücken – deutlich besser als die A8 weiter nördlich.

Nach Regen
Kaum beeinträchtigt, keine bekannten Überflutungsstellen auf dieser Route.
Realistisches Tagespensum
250 bis 300 km
Tankstellen
Tankstellen in Beitbridge, Masvingo und unterwegs an größeren Ortschaften, keine langen Lücken.
Pässe
Keine nennenswerten Pässe, flaches bis hügeliges Bushveld.
Genehmigungen
Keine, TIP und Road Access Fee sind bereits an der Grenze erledigt.
2
A8: Bulawayo – Hwange – Victoria Falls
440 km
100% Asphalt

Offiziell asphaltiert, faktisch auf weiten Strecken stark schlaglochübersät – seit Juli 2025 läuft ein Sanierungsprogramm in acht rund 51-km-Abschnitten, im Sommer 2026 noch nicht abgeschlossen. Auf diesem Abschnitt spürbar langsamer und vorausschauender fahren als die Kartenentfernung vermuten lässt.

Nach Regen
Schlaglöcher füllen sich mit Regenwasser und werden dadurch unsichtbar – nach Regen besonders vorsichtig fahren, die Tiefe eines wassergefüllten Lochs ist von außen nicht einzuschätzen.
Realistisches Tagespensum
150 bis 250 km, je nach Baustellenstand deutlich weniger als die reine Distanz vermuten lässt
Tankstellen
Tankstellen in Bulawayo, an der Hwange-Umgebung und in Victoria Falls; auf freier Strecke dazwischen keine verlässliche Versorgung, vor der Abfahrt volltanken.
Pässe
Keine Gebirgspässe, aber Wildwechsel im Bereich Hwange-Nationalpark.
Genehmigungen
Keine für die Durchfahrt; Parkgebühren nur bei einer Safari-Fahrt ins Hwange-Parkinnere.
3
Pisten im Hwange-Nationalpark (optionale Safari-Fahrt)

Unbefestigte Sand- und Schotterpisten, meist nur mit Parkfahrzeug und Guide befahren – die eigene Reiseenduro bleibt für diesen Teil stehen, die Pirschfahrt wird separat organisiert.

Nach Regen
In der Regenzeit teils aufgeweicht, Fahrten dann eingeschränkt.
Realistisches Tagespensum
Abhängig von der Safari-Route, keine durchgehende Fahrstrecke.
Tankstellen
Keine Tankstellen im Park, vorher volltanken.
Pässe
Keine.
Genehmigungen
Parkeintritt für Hwange National Park erforderlich, im Rahmen der geführten Safari organisiert.

Tanken und Kraftstoff

Was an Simbabwes Tankstellen heute wirklich zählt: die Währung, nicht die Verfügbarkeit.

Der jahrelange Kraftstoffmangel in Simbabwe gehört inzwischen der Vergangenheit an: Seit Tankstellen praktisch ausschließlich in US-Dollar verkaufen, ist die Versorgung zuverlässig. Bezahlt wird bar, in USD – kleine Scheine sind hilfreich, da an Tankstellen selten gewechselt werden kann. Auf der Hauptroute Beitbridge–Masvingo–Bulawayo–Victoria Falls liegen Tankstellen in überschaubaren Abständen in jeder größeren Ortschaft; auf dem Abschnitt Bulawayo–Hwange–Victoria Falls empfiehlt es sich trotzdem, jede Gelegenheit zum Volltanken zu nutzen, da die Entfernungen zwischen Ortschaften größer werden. Diesel ist für Begleitfahrzeuge verbreitet erhältlich, Benzin für Motorräder ebenso.

Sicherheit auf der Strecke

Kontrollen sind Routine, Notrufnummern nur bedingt verlässlich.

Polizei- und gelegentliche Militärkontrollen gehören auf allen Hauptrouten zum Alltag und verlaufen in aller Regel routinemäßig: Führerschein, Fahrzeugpapiere und TIP bereithalten. Die landesweite gebührenfreie Notrufnummer 999 sowie die mobilfunkabhängigen Kurznummern (112 bei Econet, 114 bei NetOne, 911 bei Telecel) funktionieren nicht überall zuverlässig, besonders außerhalb der großen Städte und in Parkgebieten wie Hwange. In der Praxis ist der Kontakt zur eigenen Lodge, zum Safari-Guide oder zum Reiseveranstalter vor Ort oft die schnellere und verlässlichere Anlaufstelle als ein Notruf – speichere diese Nummern vor Abfahrt. Wildwechsel bei Dämmerung und Nacht ist besonders im Bereich Hwange eine reale Gefahr; nach Einbruch der Dunkelheit möglichst nicht mehr fahren.

Gesundheit & Impfungen

Was vor der Abreise mit Arzt und Versicherung zu klären ist.

Simbabwe liegt in einem Malariagebiet, besonders in den tieferen, wärmeren Regionen wie dem Sambesi-Tal und rund um Victoria Falls – eine Malariaprophylaxe sollte vor Abreise ärztlich abgeklärt werden. Für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet kann ein Gelbfieber-Impfnachweis verlangt werden, aus Europa selbst ist er nicht Pflicht. Medizinische Versorgung außerhalb von Harare, Bulawayo und Victoria Falls ist begrenzt; bei ernsteren Verletzungen ist eine Evakuierung per Flug oft der praktische Weg, weshalb eine Reiseversicherung mit Rückholklausel für Motorradfahrten Pflicht sein sollte.
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Die meisten Standard-Reiseversicherungen schließen Motorradfahren über 125 ccm aus – vor der Reise gezielt eine Police mit Motorrad-Einschluss abschließen, sonst zahlt im Ernstfall niemand.

Geld und Bezahlung vor Ort

Bargeld in US-Dollar ist der praktische Standard unterwegs, nicht die lokale ZiG.

Bezahlt wird auf dieser Reise praktisch durchgehend in US-Dollar bar – Lodges, Tankstellen und die meisten Restaurants rechnen in USD. Die lokale Währung ZiG spielt für Touristen kaum eine Rolle. Geldautomaten sind unzuverlässig und geben überwiegend nur ZiG aus, in Harare und Victoria Falls vereinzelt auch USD, aber ohne Garantie. Kreditkarten funktionieren in besseren Hotels und größeren Supermarkten, kleinere Läden und Tankstellen unterwegs sind reine Bargeldgeschäfte. Bring saubere, unbeschädigte USD-Scheine mit, möglichst aus Serien nach 2013 – ältere oder beschädigte Scheine werden häufig abgelehnt.

Mobilfunk und Internet

Netzabdeckung entlang der Hauptroute ist gut, abseits davon gibt es echte Lücken.

Econet ist der Marktführer mit der besten Flächenabdeckung; entlang der Hauptroute Beitbridge–Masvingo–Bulawayo–Victoria Falls ist Empfang in den Ortschaften zuverlässig, auf den langen Zwischenstücken und in Teilen des Hwange-Nationalparks fällt das Netz aber phasenweise aus. Eine lokale SIM-Karte lässt sich am Flughafen oder in größeren Städten unkompliziert kaufen; für kurze Aufenthalte reicht oft schon internationales Roaming. Für die Parkbereiche empfiehlt sich, wichtige Kontakte und Kartenmaterial vorab offline zu speichern.

Unterwegs in Simbabwe

Was an Kontrollen, Grenzen und im Umgang vor Ort wirklich zählt.

Simbabwe fährt Linksverkehr. Polizeikontrollen sind Alltag und in aller Regel unaufgeregt – freundlich, geduldig und mit den verlangten Papieren griffbereit kommt man am schnellsten durch. Der Grenzübergang Beitbridge ist der belebteste des Landes; wer dort früh am Tag ankommt, umgeht die längsten Warteschlangen. Fotografieren von Polizei, Militär, Grenzanlagen und Regierungsgebäuden ist heikel und sollte unterlassen werden. Trinkgeld ist bei Guides, im Hwange-Nationalpark und in Lodges üblich und wird meist in kleinen USD-Scheinen gegeben. An der Victoria Falls Bridge selbst herrscht durch Grenzverkehr und Bungee-Tourismus reger Betrieb – für Fotos und den Grenzübertritt entsprechend Zeit einplanen.

Packliste: Simbabwe-Extras

Was diese Route zusätzlich zur normalen Ausrüstung verlangt.

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Bilder aus Simbabwe

Joe Küster
Autor
Joe Küster
Gründer von OVERCROSS

„Mädchen für alles“ und Gründer des Unternehmens.

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