MOTORRADREISEN · AFRIKA
Zu den härtesten Etappen, der Transafrika Enduro-Expedition, zählt diese unbeschreiblich spannende Etappe vom Äquator zum Mittelmeer. Diese Expedition führt uns über den Äquator Linie zur Wiege der Menschheit.
The Journey
Auf der Suche nach neuen Abenteuern fiel uns als erstes Reiseziel Afrika ein - was liegt näher als den "schwarzen" Kontinent mit seinen 54 Staaten, 1001 Sprachen und Kulturen zu bereisen? Kein Kontinent hat Forscher, Abenteuerreisende und die Rallyeszene so gereizt, wie dieser Kontinent! So entstand die Transafrika-Expedition, welche für Teilnehmer, die sich keine sechs Wochen Urlaub am Stück nehmen können, in zwei Hälften aufgeteilt worden ist. Willkommen zum zweiten Teil der Transafrika Expedition, der mit Sicherheit sehr anspruchsvoll und unbeschreiblich erlebnisreich sein wird. Für viele Interessenten stellt sich oft die Frage, was sind das für Männer, die an solch einer Motorrad-Expedition teilnehmen. Die typischen Teilnehmer sind vor oder mitten in der "Midlife crisis". Männer, die den Gedanken an drei Wochen Schmutz und Dreck mit maximal zwei T-Shirts und nur einer Unterhose sexy finden. Eben Typen aus D-Max, Camel Trophy und Co.
Diese Reise ist eine Expedition, keine Pauschalreise im rechtlichen Sinne.
Overcross organisiert und führt Expeditionen weltweit durch - mit dem Ziel, erfahrenen Abenteurern das echte Gefühl von Freiheit, Natur und Begegnung zu ermöglichen: rau, unberechenbar, echt.
Bei dieser Reise handelt es sich nicht um eine touristisch standardisierte Dienstleistung, sondern um eine Expedition mit unvorhersehbaren äußeren Einflüssen - darunter Wetterbedingungen, politische Situationen, technische Defekte, Straßen- und Geländeverhältnisse.
Overcross übernimmt die Organisation, Vorbereitung und Durchführung, jedoch keine Garantien für festgelegte Etappen, Unterkünfte, Fahrzeiten oder Streckenverläufe. Änderungen sind Teil des Expeditionscharakters und können jederzeit notwendig werden.
Diese Reisen richten sich an Teilnehmende mit Abenteuergeist, Eigenverantwortung und der Fähigkeit zur Improvisation.
Eine Overcross-Expedition ist kein Pauschalprodukt im Sinne der EU-Pauschalreiserichtlinie, sondern eine gemeinschaftlich durchgeführte Unternehmung mit Expeditionsleitung und logistischem Rahmen.
Unvorhersehbares gehört zum Erlebnis - nicht zur Ausnahme.
Planung und Koordination der Expedition
Bereitstellung erfahrener Expeditionsleitung / Guide-Team
Organisation der Transport- und Versorgungslogistik
Administrative Unterstützung bei Visa, Grenzübertritten und Fahrzeugdokumenten
Sicherheits- und Routenplanung nach aktuellem Informationsstand
Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko.
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ist für sich, sein Fahrzeug und seine Ausrüstung selbst verantwortlich.
Vorausgesetzt werden technische Vorbereitung, körperliche Belastbarkeit und mentale Resilienz.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass in allen bereisten Ländern Risiken und Gefahren bestehen können.
Wir empfehlen dringend, sich vor Reiseantritt über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu informieren:
https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit
Du landest am Jomo Kenyatta International Airport in Nairobi, von wo aus du direkt zur Unterkunft gebracht wirst und den Rest der Gruppe kennenlernen wirst. Den Abend werden bei einem kenianischen "Tusker"-Bierchen verbringen und "Nyama Choma" (gegrilltes Fleisch) verzehren. Was wir nicht schaffen, nehmen wir als "Doggy Bag" zur Wegzehrung mit. Gegen Abend ketten wir uns an die Bar, Zeit zum Schlafen haben wir genug... wenn wir wieder zu Hause sind. Jetzt starten wir erst mal unseren Urlaub!
Auf der Pharao-Expedition: Vom Äquator zum Mittelmeer liegt Äthiopien vor uns, wie jeden Morgen checken wir die Bikes, tanken und nehmen Proviant für einen Tag auf. 1001 Kilometer Enduro pur, 1001 Kilometer quer durch Kenia bis die Sonne wieder untergeht und wir das Lager aufbauen. Am nächsten Morgen beginnen wir mit unserem allmorgendlichen Ritual: Motorrad-Check, ein Glas Wasser und ein trockenes Brot zum Frühstück und los geht es. Unsere Wegbegleiter sind Elefanten, Giraffen und die anderen Irren vor dir auf der Reise- Enduro. Wir legen die letzten Kilometer bis zur Grenze nach Äthiopien zurück. Uns erwartet (gemessen an der Einwohnerzahl) der größte Binnenstaat der Welt, welcher auf dem Human Development Index den Platz 173 (von insgesamt 187 Ländern) einnimmt.
Der Schlagbaum nach Äthiopien geht hoch, wir tanken noch mal voll und fahren ein paar hundert Kilometer auf Asphalt in Richtung Addis Abeba. Kurzer Stopp zum Tanken, Essen und Wasservorräte auffüllen und weiter führt uns die Motorradtour dem "kalten" Norden mit einer erbarmungslosen Wüste entgegen. Ein kurzer aber spezieller Duschstopp im afrikanischen Großstadtdschungel Addis Abeba. Die nächtlichen Konferenzen der Stadthunde über den Dächern von Addis hallt durch die Höfe und die Straße der Stadt bis zum Sonnenaufgang. Wer in einer afrikanischen Nacht schon mal auf einem Dach übernachtet hat oder dieses in einem billigen Stundenhotel zwischen Kakerlaken, Flöhen und eben diesem Hundegebell zugebracht hat, der weiß warum wir uns für die heutige Nacht ein vier Sterne Hotel gönnen.
Vorbei am Merkato, mit ca. 100 Hektar einer der größten Märkte in Afrika, der TÄGLICH von einer viertel Million Menschen besucht wird. Frisch versorgt mit Wasser und Brot machen wir uns über die äthiopischen Pisten her. Unsere Etappenziele sind die UNESCO Welterbestätten Lalibela mit den berühmten Felskirchen und Gondar, die erste Hauptstadt der Antike, wo wir den Abend an der Fasilides-Festung beenden. Das Epiphaniasfest ("Heilig Drei König" nach dem mit gregorianischen Kalender) mit Prozession und Feierlichkeit zur Taufe von Jesus Christus, ist sicherlich ein Highlight, welches wir auf dem Weg erleben werden.
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Die nächsten zwei, drei Fahrtage werden eher lang, beschwerlich und eintönig, ab der sudanesischen Grenze bis nach Khartum. Wir durchqueren den Süden hauptsächlich auf Asphalt bis in die Hauptstadt des Sudans, wo wir kurz vor Sonnenuntergang eintreffen werden. Entlang dem "Sudan Express" werden wir die Nubische Wüste durchqueren, welche bei den Kopten auch als Taseti (sandiges Bogenland) bezeichnet wurde. Im Wüstenland der hochgewachsenen hamitischen Nubier begegnen wir kulturhistorische Relikte der antiken Pyramiden, Gräberstädte und Tempelruinen, welche vor unserer Zeitrechnung aus der Kulturblüte des Königreichs von Kusch entstanden.
In schā'allāh wird uns die Fähre in den Morgenstunden schon empfangen. Nach dem "verzollen" der Motorräder in Wadi Halfa können wir die Maschinen an Bord tragen und auf dem Ponton oder Barge eine (old school) Überfahrt genießen. Wir verlassen den Lake Nubia und kommen mit dem Grenzübertritt nach Ägypten zum Lake Nassar. Vor uns die Hafenstadt Abu Simbel und ein Behördenmarathon um die Motorräder in Ägypten zuzulassen und neu zu versichern. Mit unseren neuen ägyptischen Nummernschildern können wir dann nach Abu Simbel zur lang ersehnten Dusche einfahren.
Wir verlassen Abu Simbel auf Teerstraße in Richtung Norden entlang der Sahara. Die Wüstenwelt mit ihren vereinzelten Vulkankratern wechselt sich ab mit den eintönigen Luftspiegelungen der Sahara und der Langeweile der Teerstraße die sich bis hinter den Horizont zieht. Nach 250 Kilometer ist der Checkpoint Assuan erreicht. Auf der Khazan Assuan Road überqueren wir den Nil und folgen ihm nordwärts bis zum Tal der Könige an der Lebensader Ägyptens. Luxor, größte Stadt Oberägyptens, wird für uns der letzte Versorgungsstützpunkt sein, ab Luxor ist es nur noch ein "Katzensprung" durch das Land der Pharaonen.
Die letzten Kilometer durch Ägypten können wir entspannt angehen. Die Strecke von Kairo nach Alexandria sind gut ausgebaute Asphaltstraßen. Zeit zum Entspannen und die Reise noch einmal Revue passieren zu lassen: Wir werden in Alexandria empfangen und gehen Abendessen, bevor wir am nächsten Tag die Motoräder zum nervenzehrenden ägyptischen Zoll bringen werden, wo bereits der Container auf uns wartet.
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