Landesinfos für Südafrika

  

 

 

 

 

Südafrika, das Land am Kap der Guten Hoffnung, ist das touristisch beliebteste Land Afrikas. "Eine Welt in einem Land" beschreibt Südafrika sehr gut. Die unglaublichen Kontraste und Szenerien der Landschaften und die kulturellen Unterschiede machen das Land zu einem einzigartigen und ganz besonderem Land Afrikas.

 

 

  1. Allgemeine Informationen
  2. Klima
  3. Flora und Fauna
  4. Nationalparks und Naturschutz
  5. Medizinische Hinweise
  6. Bevölkerung
  7. Politik und Wirtschaft
  8. Verkehrsnetz
  9. Städte und Regionen
  10. Kultur, Sehenswürdigkeiten und berühmte Persönlichkeiten
  11. Feiertage
  12. Reisehinweise
  13. Auslandvertretungen
  14. Quellen und Links

 

1. Allgemeine Informationen

Kontinent: Afrika
Geographische Lage: südlichstes Land Afrikas am Atlantischen und Indischen Ozean
Höchster Erhebung: Mafadi, 3450 m
Längster Fluss: Oranje, 1860 km
Staatsform: Föderale Republik
Regierungssystem: Parlamentsgebundene Exekutivgewalt
Sprachen: Afrikaans, Englisch, Süd-Ndebele, isiXhosa, isiZulu, Nord-Sotho, Sesotho, Setswana, Siswati, Tshivenda, Xitsonga (Amtssprachen)
Nachbarländer: Namibia, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Swaziland, Lesotho
Hauptstadt: Pretoria
Fläche: 1.219.912 km²
Einwohner: 51.770.560
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner pro km²
Religionen: 75% verschiedene christliche Kirchen, 2% afrikanische Religionen, 1,4% Hindus, 1,4% Muslime
Währung: Rand (ZAR), 1€ sind ungefähr 14 ZAR
Klima: arides Wüstenklima bis subtropisch
Zeitzone: UTC+2
Vorwahl: +27
Ländercode: ZA
Strom: 220 V, dreipolige Steckdose, Eurostecker passen in der Regel trotz sich geringfügig unterscheidender Abstände
Öffnungszeiten: allgemein wochentags 9.00-17.00 Uhr, samstags bis 17.00 Uhr,  sonntags 10.00-15.00 Uhr (in Stadtgebieten)

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2. Klima

Pretoria

Temp. °C min/max

Sonnenstunden / Tag

Regentage

Jan

17,8

28,5

8,4

11

Feb

17,3

28

8,4

8

Mar

16,1

26,9

8,2

8

Apr

12,6

24,1

8,2

5

May

8,2

21,8

9,1

2

Jun

4,8

18,9

9

1

Jul

4,8

19,5

9,3

1

Aug

7,6

22,1

9,5

1

Sep

11,9

25,5

9,5

2

Oct

14,4

26,6

8,9

6

Nov

15,8

27

8,5

9

Dec

16,8

28

8,8

11

Pretoria: subtropisches Klima

Durban

Temp. °C min/max

Sonnenstunden / Tag

Regentage

Jan

21.1

27,8

5,9

-

Feb

21,1

28

6,2

-

Mar

20.3

27,7,1

6,4

-

Apr

17,4

26,1

7

-

May

13,8

24,5

7,4

-

Jun

10.6

23

7,6

-

Jul

10,5

22,6,8

7,5

-

Aug

12,5

22,8

6,7

-

Sep

15,3

23,3

5,7

-

Oct

16,8

247

5,4

-

Nov

18,3

25,2

5,7

-

Dec

20

26.9

6

-

Durban: subtropisches, feuchtes Küstenklima. Klima wird vom Agulhas-Strom beeinflusst.

Kapstadt

Temp. °C min/max

Sonnenstunden / Tag

Regentage

Jan

15,7

26,1

10,9

3

Feb

15,5

26,4

10,5

2

Mar

14,2

25,4

9,4

3

Apr

11,9

23

7,8

6

May

9,4

20,2

6,6

8

Jun

7,8

18,1

5,8

10

Jul

7

17,4

6,2

9

Aug

7,5

17,8

6,8

9

Sep

8,7

19,2

7,5

7

Oct

10,6

21,3

9

5

Nov

13,1

23,5

10,3

3

Dec

14,9

24,9

10,8

3

Kapstadt: Klima ist durch Lage am Atlantik geprägt, mäßige Temperaturschwankungen.

 

Da Südafrika auf der Südhalbkugel der Erde liegt, sind die Jahreszeiten entgegengesetzt zu den Europäischen. Insgesamt gehört das Land zum Klimabereich der Subtropen, dennoch lässt sich aufgrund Südafrikas Größe eine Vielzahl an unterschiedlichen Klimata und Vegetationszonen erkennen. Das Klima in Südafrika ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig, der Höhenlage des Gebietes, der Nähe zum Meer und der unterschiedlich temperierten Meeresströme.

Die kältesten Gebiete liegen dort wo die Binnenplateaus am höchsten sind. Die tiefste je gemessene Temperatur betrug in Carolina in Mpumalanga rund -14,7 °C. Man sollte sich darüber bewusst sein dass die Temperaturen in höher gelegenen Gebieten zwischen Tag und Nacht stark schwanken können, nachts kann es ziemlich kalt werden. Da das südafrikanische Plateau Richtung Nordosten an Höhe zunimmt, nehmen die Temperaturen von Süd nach Nord in Südafrika nicht zu. Insgesamt sind die Hochplateau-Landschaften Südafrikas verhältnismäßig trocken.

Die Küstenregionen Südafrikas hingegen sind deutlich tropischer und wärmer. Dennoch gibt es zwischen der Ost- und der Westküste starke Temperaturunterschiede. So werden die beiden Küstenregionen von unterschiedlich temperierten Meeresströmen beeinflusst. Die Ostküste ist im Vergleich zur Westküste aufgrund des aus Äquatorbreiten kommenden Agulhas-Stroms deutlich wärmer als die Westküste. Dort fließt nämlich der kalte, von der Antarktis kommende Benguela-Strom. Die Jahresdurchschnittstemperatur von Durban (Ostküste) unterscheidet sich um rund 7 Grad von der von Port Nolloth (Westküste)! Die Ostküste ist währende der Sommerzeit zeitweise sehr schwül wohingegen die Westküste eher trockener und nebeliger ist.

Insgesamt betrachtet ist Südafrika ein sehr Niederschlagsarmes Land und kann als arid bezeichnet werden. Der Durchschnittsniederschlag beträgt nur rund 464 mm pro Jahr. Insgesamt erhalten 65% des Landes weniger als 500 mm pro Jahr weswegen in bestimmten Regionen Anbau nur mit Hilfe von Bewässerung möglich ist. Der Niederschlag nimmt auf dem Binnenplateau von Osten nach Westen hin ab. Die Regenperioden sind im Sommer, aber auch lange Dürreperiode sind leider typisch im Land, vor allem im Westen treten diese häufiger auf. Schnee fällt nur in extrem hohen Lagen des Landes.         Sommer ist von November bis März, Winter von Juni bis August.

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3. Flora und Fauna

Aufgrund der sehr unterschiedlichen Landschaften ist die Flora und Fauna des Landes überwältigend schön und auch extrem vielfältig. Rund 22 000 Pflanzenarten findet man in Südafrika wieder, wobei aufgrund besonderen Klimaverhältnisse die Einteilung der Pflanzenwelt hauptsächlich in Dorn-, Trocken-, und Feuchtsavanne erfolgt. Nahezu alle Vegetationsformen sind im Land vertreten so gibt es im Kapland vor allem den typischen Fynbos, Dornbüsche und Akazien in den weiten und trockenen Savannenlandschaften aber auch dichte Wälder in manchen Gebieten des LandesIn der Fynbos-Region allein, befinden sich mehr als 9000 Pflanzenarten, was dieses Gebiet zu einem der ökologisch vielfältigsten der Welt machen. Die Wüsten und Halbwüsten findet man vor allem im Norden und Westen des Landes. Dort herrscht ein typisches Wüstenklima. Je südöstlicher man geh desto eher stößt man auf Trockenwälder, Heiden und Savannenlandschaften. Die Küstenregionen sind zum Teil sehr gebirgig.

Einmalig und extrem einzigartig ist es das in Südafrika vorkommende Florenreich Kapflora. Die Kapflora, auch Capensis genannt ist das kleinste der sechs Florenreiche der Erde. Sie ist zwar das kleinste der sechs Gebieten, jedoch im Verhältnis zur Größe, das artenreichste. Ganz besonders interessant an dieser Region ist das es dort eine hohe Anzahl an endemischen Arten gibt, die nur dort vorkommen. Auf einer Fläche von gerade einmal 90.000 km2 wachsen über 9000 Arten blühender Fynbos-Pflanzen, von denen 70% nirgendwo sonst zu finden sind. Diese Fynbos Okoregion ist für seine faszinierende Diversität und unglaubliche Schönheit weltweit bekannt. Die Kap-Region wurde 2004 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

 

Ebenso wie die Pflanzenwelt, ist auch die Tierwelt Südafrikas unglaublich vielfältig und faszinierend. So beheimatet Südafrika über 300 verschiedene Säugetiere, mehr als 500 Vogelarten, über 100 Arten von Reptilien und selbstverständlich zahlreiche Insektenspezies. Alleine die Anzahl an Raubtieren in Südafrika ist außergewöhnlich hoch, so leben fast drei Dutzend Arten von Raubtieren im Land. Die wohl berühmtesten Tiere sind wahrscheinlich die sogenannten Big Five: Nashorn, Löwe, Elefant, Leopard und Büffel, die wir auf unseren zahlreichen Safaris zu Gesicht bekommen.Insbesondere in den nördlichen Savannen leben die unterschiedlichsten Antilopenarten, wie z.B. Impala, Streifengnu, Kudu oder der Wasserbock. Es gibt außer den Big Five noch weitere Großtierarten, wie Giraffen, Warzenschweine, Erdmännchen, Zebras, Flusspferde, Geparde, Hyänen und Wildhunde.Unter den Vogelarten sind vor allem Strauße und Flamingos zu nennen. Besonders erwähnenswert sind die 170.000 Brillenpinguine, die in den Küstengebieten und auf den Inseln leben und unter strengem Naturschutz stehen.

 

 

Beobachtung der wilden Tiere Südafrikas
Bild: Erleben Sie die unglaublich faszinierende Tier- und Pflanzenwelt Südafrikas

 

 

 

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4. Nationalparks und Naturschutz

Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt Südafrikas wird durch eine große Anzahl von Naturschutzgebieten versucht zu erhalten und zu schützen. In Südafrika gibt es hunderte von kleines Wildschutzgebieten und Nationalparks, in denen eine Vielzahl von Tieren zu sehen sind.
Der Krüger Nationalpark ist das größte dieser Naturschutzgebiete. Dieser liegt im Nordosten des Landes und ist mit einer Fläche von knapp 20.000 km² einer der größten in ganz Afrika. Er beheimatet 147 Säugetierarten inklusive der Big Five, 507 Vogelarten, 114 Reptilienarten, 49 Fischarten sowie 34 Amphibienarten. Die größten den Park durchziehenden Flüsse sind der Luvuvhu, der Shingwedzi, der Letaba und der Timbavati. Heute ist der Park einer der bekanntesten Safariziele der Welt, mit allen Anlagen und Ausstattungen, die man von einem weltklasse Urlaubsziel erwarten kann. Trotzdem wurde die wilde und unangetastete Umwelt bewahrt, wo man Afrika erleben kann, wie man es sich vorstellt
Der Nationalpark Tafelberg ist ebenfalls international bekannt und das Wahrzeichen der südafrikanischen Kapregion. Der an der Südwestspitze Afrikas gelegene, 1998 gegründete Nationalpark schließt auf seiner Fläche von 221 km² den Tafelberg und das Kap der Guten Hoffnung ein und gilt als UNESCO-Welterbe. Ein weiterer interessanter Nationalpark ist der Addo-Elefantennationalpark. Dieser Park wurde 1931 zum Schutz der elf letzten überlebenden Elefanten in der Region errichtet. Die restlichen Elefanten wurden alle Opfer von Elfenbeinjägern oder Farmern.
Auch der Royal Natal National Park und das Rugged-Glen Naturreservat sind zwei ganz besondere Naturschutzgebiete. Zusammen umfassen sie einen großen Teil der Drakensberge und sind für Naturliebhaber etwas ganz besonderes.

Der Tsitsikamma Nationalpark erstreckt sich entlang der Garden Route zwischen dem Meer und den Tsitsikamma Bergen – einer der schönsten Küstenstreifen der Welt. Der Park umfasst einen 80km langen Küstenstreifen zwischen Natures Valley und Storms River Mouth und beinhaltet eine Anzahl verschiedener Ökosysteme – Urwälder, Fynbos und Küstenlandschaften, die wunderschöne Wanderungen ermöglichen.Der Nationalpark umfasst nicht nur den Landesteil, sondern ist auch ein Meeresschutzgebiet.  Die Küstengewässer ist eines der grössten “No Take” (inklusive der Fischerei) Wasserschutzgebiete der Welt und stellt 11% der felsigen Südküste Südafrikas unter Schutz.

Neben den über 20 Nationalparks die es in Südafrika gibt, gibt es noch einige Wildschutzgebiete und Naturreservate. Die meisten Wildschutzgebiete liegen in der Savanne oder in der Halbwüste. Diese Gegenden beheimaten die schwersten Landsäugetiere der Welt wie beispielsweise Elefanten und Nashörner welche ganz besonderem Schutz unterliegen.

 

 

 

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5. Medizinische Hinweise

Wenn man mit einem Direktflug aus Deutschland kommt, sind keine Impfungen vorgeschrieben. Reist man jedoch aus Gelbfieber-Gebieten ein, ist ein Gelbfieber-Impfnachweis erforderlich. Informationen zum Gelbfieber und zum Verbreitungsgebiet finden sie hier.

Das Auswärtige Amt empfiehlt aber, die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Wer mehr zum Impfschutz wissen will sollte sich mit dem Tropenmediziner seiner Wahl in Verbindung setzen.

Die medizinische Versorgung ist insgesamt gut. In den privaten Krankenhäusern in den großen Städten herrscht europäisches Niveau, aber die staatlichen Krankenhäuser leider aber stark unter Budgetkürzung und sind immer sehr voll. In den ländlichen Gebieten ist die Versorgung bei weitem nicht so gut wie in den Städten.

Für ärztliche Leistungen und Krankenhausbehandlung ist grundsätzlich Vorauskasse in teilweise schwindelerregender Höhe zu leisten.

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6. Bevölkerung

Weil Südafrika ein Land mit vielen unterschiedlichen Ethnien ist und dort Menschen aller Hautfarben leben, wir das Land oft als Regenbogennation bezeichnet. Mit rund 54 Mio. Einwohnern ist es der bevölkerungsreichste Staat im südlichen Afrika.

Bis ins Jahr 1991 wurde die Bevölkerung Südafrikas laut Verfassung in vier große Klassen unterteilt, nämlich die Schwarzen, die Weißen, die Farbigen und die Asiaten. Obwohl diese Einteilung laut Gesetz nicht mehr existiert, zählen sich viele Südafrikaner immer noch zu einer der Gruppen und auch staatliche Statistiken benutzen diese Kategorien immer noch. Die dunkelhäutigen Afrikaner machen rund 70 % der Bevölkerung aus. Diese lassen sich in Zulu, Xhosa, Basotho, Venda, Tswana, Tsonga, Swazi und Ndebele unterteilen. Zudem gibt es einige Millionen Flüchtlinge aus Simbabwe und aus anderen Teilen des Kontinents, welche zum Teil illegal in Südafrika leben. Die aus Europa stammenden Einwohner, stellen 8,9 % der Bevölkerung Südafrikas dar und sind hauptsächlich Nachkommen von Deutschen, Briten, Franzosen und Niederländern. Damit hat das Land die größte europäisch stämmige Bevölkerung des gesamten Kontinents. Seit den 90er Jahren nimmt die Zahl der Weißen in Südafrika aber kontinuierlich ab. Eine weitere ethnische Gruppe machen mit circa 9% der Bevölkerung die sogenannten „Coloured people“ aus. Die Menschen dieser Bevölkerungsgruppe haben europäische und nicht-europäische Wurzeln, sind meistens Nachkommen von den ersten Siedlern, deren Sklaven und europäischen Immigranten.

Etwa 0,7% der Schwarzen und 59,1% der Weißen sprechen Afrikaans als Muttersprache, die Muttersprache der Coloureds ist überwiegend Afrikaans. Englisch wird von 0,5% aller Schwarzen und von 39,3% der Weißen im Elternhaus gesprochen. Die restlichen Sprachen werden von der schwarzen Bantu-Bevölkerung als Muttersprache gesprochen. Nur etwa 0,3% der schwarzen Bevölkerung und 1,1% der Weißen sprechen keine der elf offiziellen Landessprachen als Muttersprache.

So multikulturell die südafrikanische Bevölkerung ist, so vielfältig sind auch die religiösen Konfessionen in Südafrika. Die meisten Südafrikaner sind Christen, aber es gibt tausende von verschiedenen Kirchen im Land und es ist beinahe unmöglich den Überblick zu behalten. Mit rund 2,5 Millionen Mitgliedern ist die afrikaans-sprachige Nederduits Gereformeerde Kerk (NG Kerk, Dutch Reformed Church) größte Glaubensgemeinschaft im Lande. Insgesamt sind 75% der Einwohner einer christlichen Glaubensrichtung zuzuordnen. Die Mehrheit der Christen gehört sogenannten „Unabhängigen Schwarzen Kirchen“ an, die ihre Wurzeln einerseits im christlich-protestantischen Glauben haben, andererseits aber auch in traditionell-afrikanischen Vorstellungen, wie z.B. dem Ahnenkult.

Südafrika hat außerdem eine einflussreiche jüdische Gemeinde und eine Hindu Gemeinde in Durban. Es leben auch 350.000 Muslime in Südafrika, hauptsächlich am Kap.

 

 

 

 

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7. Politik und Wirtschaft

Südafrika ist das wirtschaftlich stabilste und erfolgreichste Land Afrikas. Obwohl nur 2,4 Prozent des südafrikanischen BIP aus der Landwirtschaft stammen, ist das Land der drittgrößte Exporteur von Agrarprodukten in der Welt. Produziert werden vor allem Getreide (hauptsächlich Mais und Weizen), Zuckerrohr, Obst und Gemüse, Fleisch und Wein. Des Weiteren besitzt Südafrika eine große Fülle von Rohstoffen. Viele Wirtschaftssektoren wie Finanzen und Transport sind des Weiteren gut ausgebaut und verhelfen dem Land zum wirtschaftlicher Stabilität. Ein weiterer wirtschaftlicher Schwerpunkt liegt im Tourismus. In den letzten Jahren hat sich ein Massentourismus ins Südliche Afrika mit voll organisierten Besucherprogrammen entwickelt. Positiv ist nehmen den Geldeinnahmen des Landes die Verbesserung der kompletten Infrastruktur Südafrikas. Vor allem das Straßennetz hat wesentliche Verbesserungen erfahren. Die Intensität des Tourismus richtet sich vorwiegend auf die Küstenregionen Südafrikas sowie auf bekannte Sehenswürdigkeiten wie den Krüger Nationalpark.

Trotz des wirtschaftlichen Wachstums und Erfolgs gibt es einige wirtschaftliche und politische Probleme im Land. So zählen eine relativ hohe Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Korruption zu großen Problemen Südafrikas. Ein weiteres sehr großes wirtschaftliches und vor allem auch politisches Problem sind die Folgen für die durch die Apartheidpolitik benachteiligten Bevölkerungsgruppen. So liegt die Arbeitslosigkeit der schwarzen Bevölkerung bei 50 %. Um das Problem der Ungerechtigkeit im Land zu lösen wurde das „Broad-Based Black Economic Empowerment“ (kurz B-BBEE oder BBBEE; deutsch etwa „Breit angelegte wirtschaftliche Stärkung von Schwarzen“) angelegt, ein Programm zur Erreichung der wirtschaftlichen Chancengleichheit von vormals benachteiligten Bürgern in Südafrika.

 

 

8. Verkehrsnetz

In Südafrika herrscht Linksverkehr. Das Land verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz und Autobahnen. Die längste Autobahn ist die National Route 3 zwischen Johannesburg und Durban. Das gesamte Straßennetz umfasste 1996 etwa 358.596 km, von denen aber nur 59.753 km asphaltiert sind. Mit unseren Enduros und Land Rovern aber alles kein Problem.

Wichtigster Flughafen in Südafrika ist der OR Tambo International Airport bei Johannesburg. Es ist der verkehrsreichste Flughafen Afrikas und Drehkreuz der größten afrikanischen Fluggesellschaft SAA (South African Airways). Er ist auch der Flughafen der Hauptstadt Pretoria.
Zweitgrößter Flughafen in Südafrika ist der 1955 eröffnete Cape Town International Airport (CPT). Der 22 km vom Stadtzentrum Kapstadts entfernte Flughafen soll zukünftig eine direkte U-Bahn-Anbindung an Kapstadt bekommen.

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9. Städte und Regionen

Südafrika wird in 9 Provinzen eingeteilt. Jede dieser einzelnen Provinzen unterscheiden sich in Größe, Geographie, Bevölkerungsdichte, Wohlstand und Wirtschaft voneinander. Die 9 Provinzen heißen Limpopo Province, Northern Cape Province, Gauteng, Mpumalanga, Free State, North West Province, Western Cape Province, Eastern Cape Province und KwaZulu/Natal. Viele Städte Südafrikas wurden nach der Aufhebung der Apartheitgesetze wieder in afrikanische Namen umbenannt.

 

Provinz Gauteng:

Das bedeutendste wirtschaftliche und städtische Zentrum Südafrikas befindet sich in der Provinz Gauteng mit Johannesburg als Kernstadt, dicht gefolgt von Pretoria. Gauteng wird auch als das finanzielle Zentrum Südafrikas gesehen und heißt übersetzt „Ort des Goldes“, der sich auf die Goldindustrie bezieht die 1866 entstand. Guateng steuert rund 40% zum Bruttoinlandsprodukts bei.

 

Johannesburg:

Johannesburg ist eines der größten und wohlhabendsten Metropolen Afrikas, besitzt die berühmteste Townships Südafrikas und hat eine sehr abwechslungsreiche Kulturszene anzubieten. Die Stadt teilt sich in mehrere Viertel auf welche sich alle stark voneinander unterscheidet und alle interessantes an zu bieten haben. Vor allem in geschichtlicher und kultureller Hinsicht sind die Viertel der Stadt sehr interessant. Ein beispielweise sehr interessantes Viertel ist Sophiatown, ein für die Geschichte der Apartheit bedeutenden Gebiet. Alexandra ist ein weiteres Virtel welches als eines der wenigenden in dem Schwarze Grundbesitzer sein durften. Heute sind es noch circa 500 000 Menschen die sich heute eine 8 km2 kleine Fläche teilen und ihn ziemlich ärmlichen Verhältnissen wohnen. Dagegen gibt es aber auch Viertel mit Museen, Theatern und anderen kulturellen Sehenswürdigkeiten. Johannesburg ist eine Stadt mit Geschichte, und das macht sie auch so interessant. Johannesburg ist auch bekannt für den weltweit gröβten, durch Menschen angelegten, Wald mit über 10 Millionen Bäumen, die im Stadtgebiet gepflanzt wurden. 

 

 

Pretoria:

Pretoria liegt in der Provinz Gauteng und ist Südafrikas Hauptstadt. Da der Name Pretoria stark an die düstere Zeit der Apartheidpolitik erinnert, wurde die Stadt 2005 in Tshwane umbenannt. Ein Großteil der circa 2.921.499 Menschen sind Beamte.

Der Platz Kerklein (Church Square) ist eine sehr beliebte Sehenswürdigkeit der Stadt. Dieser Platz ist seit mehr als 130 Jahren Mittelpunkt der Stadt. Angrenzend zum Church Square befinden sich wichtige Gebäude wie das ehemalige Parlamentsgebäude, der Justizplatz, die alte Staatsbank und die Hauptpost Pretorias. Des Weiteren gibt es eine große Anzahl an Museen und Parks.

 

 

Provinz Westkap:

 

Kapstadt:

Kapstadt liegt im südlichsten Zipfel Südafrikas und zählt heute noch zu den bedeutendsten Seehäfen der Welt. Des Weiteren ist die Stadt auch bekannt dafür ein wichtiges Handels-, Bank-, und Versicherungszentrum zu sein. Kapstadt ist vor allem die besuchenswerteste Stadt Südafrikas und bekanntlich einer der schönsten Städte Afrikas. Oft wird sie wegen ihres multikulturellen, offenen und interessanten Ambiente mit Rio de Janairo oder San Francisco verglichen.

Mit dem faszinierenden Tafelberg in der Mitte der Stadt und den wunderschönen Gebäuden, wobei sich uralte Gebäude mit modernen Häusern abwechseln, hat die Stadt ein ganz einzigartiges und eigenes Flair. Gerade auch die natürliche Schönheit die die Stadt einmal durch die einzigartige Lage am Wasser und vor allem auch durch die vielen Obstplantagen und Weinberge und allgemein die unglaublich schöne Vegetation bekommt, fasziniert viele Touristen. Die Stadt selber bietet sehr viel für Besucher an, so gibt es zahlreiche interessante Museen, alte Denkmäler und geschichtlich interessante Orte. Ein sehr bekanntes Museeum ist das District Six Museum und definitiv einen Besuch wert ist das Castle of Good Hope, ein altes Schloss das 1666 von holländischen Kolonialisten erbaut wurde. An jeder Ecke der Stadt gibt es etwas zu entdecken und zu erleben.

Ganz besondere touristische Highlights sind auch die wunderschönen Gärten der Stadt, wie beispielsweise der Botanische Garten Kapstadts und die sehr beliebten Stranabschnitte wie zum Beispiel Boulders Beach.

Bei einem Besuch in Kapstadt darf die Besichtigung des Tafelberges nicht fehlen. Mit einer Table Mountain Seilbahn hat man die Möglichkeit ganz gemütlich bis an die Spitze des Berges zu gelangen und den unglaubliche Aussicht über die ganze Stadt und die wunderschöne Küste, zu genießen. Am Tafelberg selber kann man sich auch noch den Tafelberg Nationalpark anschauen und einiges über die Geschichte und die Entstehung des Berges und der Stadt erfahren. Am Hafen der Stadt liegt die Victoria & Alfred Waterfront, eine der größten Touristenattraktion der Stadt. Die Waterfront hat ihren Namen von zwei Hafenbecken welche nach Victoria, der Königin von England und deren Sohn Alfred benannt sind. Um die Becken herum befindet sich ein immenses Vergnügungs- und Shoppingviertel. Hier kann man jeden Abend in noblen und auch außergewöhnlichen Restaurants speisen, Musik von unterschiedlichen Künstlern hören und den Blick auf das Meer genießen. Auch im nahen Umkreis der Stadt findet man zahlreiche interessante Plätze wieder. Robben Island ist eine kleine Insel in der Tafelnbucht, etwa 12 Kilometer von Kapstadt entfernt. Die Insel ist heute ein weltweit bekanntes Natur- und Nationaldenkmal und war früher eine Gefängnisinsel. Auf dieser Insel hat Nelson Mandela fast zwei Jahrzehnte als Häftling verbracht.

 

 

Provinz Ostkap:

 

Port Elizabeth:

Mit circa 1 Millionen Einwohnern ist Port Elizabeth die fünftgrößte Stadt Südafrikas. Die Stadt wird in Südafrika oft als The Windy City als auch The Friendly City bezeichnet. Port Elizabeth rühmt sich des Weiteren, Südafrikas Stadt mit den meisten Sonnentagen zu sein, so gibt es in der Stadt auch einige wunderschöne und sehr beliebte Strände. Des Weiteren wird die Freizeit und vor allem der Wassersport in der Stadt groß geschrieben. Mit seinem reichen Wassersportangebot zieht Port Elizabeth jedes Jahr zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland an. Im März/April findet zudem jährlich der Ironman South Afirca inder Nelson Mandela Bay statt.

 

Durban:

Durban ist eine Großstadt die mit über 3,4 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Provinz KwaZulu-Natal und nach Johannesburg und Kapstadt die drittgrößte Stadt Südafrikas ist. Durban ist eine bedeutende Industrie- und Hafenstadt mit dem größten Hafen Afrikas und aufgrund seiner Strände und des subtropischen Klimas ein vielbesuchtes Urlaubszentrum des Landes. Ganz besonders interessant ist das Flair der Stadt. So ist die Altstadt einerseits geprägt durch viktorianische Gebäude aus der ehemaligen Kolonialzeit, gleichzeitig findet man aber dadurch dass Inder die zweitgrößte ethnische Gruppe der Stadt ausmachen, zahlreiche Tempel, Basare und Moscheen wieder. Dazu kommen dann noch die wunderschöne Strände, die üppige Vegetation und die tropischen Farben. All diese Kontraste machen die Stadt zu einem ganz besonderen und interessanten Flecken des Landes. Bekannt ist die Stadt auch für die vielen Märkte wie beispielweise der Victoria Street Market bei dem es alle erdenklichen Gewürze und indisches Essen gibt. Auch Museen, wie das Old COurthouse Museum in der City Hall im Stadtzentrum sind einen Besuch wert. Ziemlich interessant ist auch der Stadtteil Barea, ein Viertel das hoch oben auf einem in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Höhenzug mit Blick über die Stadt liegt, und als Durbans ältestes und begehrtestes Wohnviertel gilt. Dort oben hat man einen unglaublichen Blick über die ganze Stadt und kann alte, faszinierende Villen begutachten.

 

Plettenberg Bay:

Plettenberg Bay ist eine relativ kleine Stadt die für ihre malerische Szenerie bekannt ist. Dort kann man ausgezeichnet baden und nicht weit entfernt, westlich der Stadt liegt die RObberg-Halbinsel, ein Naturschutzgebiet welches Heimat einer großen Robbenkolonie ist.

 

Cape Town - eine abenteuerlich Stadt an der Südspitze von Südafrika
Bild: Bekanntlich die schönste Stadt Südafrikas - Cape Town

 

 

 

 

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10. Kultur, Sehenswürdigkeiten und berühmte Persönlichkeiten

 

Drakensberge:
Die Drakensberge Drakensberge (Drachenberge) bilden das höchste Gebirge in Südafrika. Sie erstrecken sich vom Ostkap über 1000 km in Süd-Nord-Richtung bis nach Mpumalanga im Nordosten des Landes. Der höchste Gipfel ist der Thabana Ntlenyana (3482 m) und liegt in Lesotho. Im Jahr 2000 wurden  Teile des Gebirges mit dem Ukhahlamba-Drakensberg Park zum UNESCO-Welterbe erklärt. Vor allem in den hohen südlichen Drakensberge wurden viele Routen für Wandern Südafrika vorbereitet und sind mit braunen Schildern, auf denen ein Lämmergeier zu sehen ist, gekennzeichnet. Zum Bergwandern und Klettern eignet sich am Besten der 3.194 Meter hohe Cathkin Peak. Eines der spektakulärsten Naturerscheinungen Südafrikas ist der Blyde River Canyon in den nördlichen Drakensberge. Diese etwa 26 km lange Schlucht ist an einigen Stellen bis zu 800 Meter tief und zum größten Teil aus rotem Sandstein.

 


Die atemberaubenden Drakensberge Südafrikas
Bild: Die wunderschönen Drakensberge gehören zu den schönsten Naturschönheiten Südafrikas

 

 

 

 

Krüger Nationalpark:

Gegründet im Jahre 1898 zum Schutz der Wildtiere des südafrikanischen Lowveld,  ist dieser National Park mit fast 2 Millionen Hektar einzigartig in der Vielfalt seiner Wildtiere and weltweit führend in fortgeschrittenen Umweltmanagementtechniken und Grundsätzen. Etwa 145 Säugetierarten, über 500 Vogelarten, von denen einige nirgendwo sonst in Südafrika gefunden werden können, sowie 336 Baumarten, haben hier ihre Heimat. Heute ist der Park einer der bekanntesten Safariziele der Welt, mit allen Anlagen und Ausstattungen, die man von einem weltklasse Urlaubsziel erwarten kann. Trotzdem wurde die wilde und unangetastete Umwelt bewahrt, wo man Afrika erleben kann, wie man es sich vorstellt

Sudwala Caves:
Die Sudwala Caves sind ein Höhlensystem in der südafrikanischen Provinz Mpumalanga. Der Fels besteht aus über drei Milliarden Jahre altem präkambrischen Dolomit, die Höhle selbst entstand vor ca. 240 Millionen Jahren. Der größte Hohlraum ist 18 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 66 Metern und wird sogar für Konzerte genutzt.

Kap der Guten Hoffnung:
Das Kap der Guten Hoffnung liegt am Südende Afrikas und war bei Seefahrern einst sehr gefürchtet da die Schiffe oft von starken Winden gegen die Klippen und die weitläufig, knapp unter der Wasseroberfläche liegenden Felsen gedrückt wurde und dort aufliefen und sanken. Mindestens 23 Wracks liegen dort als Zeugen zahlreicher menschlicher Schicksale auf dem Meeresgrund. 1488 wurde das Kap erstmals von einem Europäer gesichtet, dem Portugiesen Bartolomeu Diaz welcher sich damals auf einer geheimen Entdeckungsreise befand.

Cape Point:
Als Cape Point bezeichnet man das Kliff am Südende der Kap-Halbinsel und bietet einen Blick auf das 1 Kilometer entfernte Kap der Guten Hoffnung. Den höchsten Punkt des Kliffs ziert ein 1859 errichteter Leuchtturm welcher auf 238 m über dem Meeresspiegel häufig im Nebel eingehüllt ist. Nachdem 1911 die Lusitania mit über 700 Menschen an Bord unterging wurde ein zweiter Leuchtturm, der sich näher am Wasser befindet, gebaut um das Nebel-Problem aus der Welt zu schaffen.

Castle of Good Hope:
Diese Festungsanlage wurde zwischen 1666 und 1679 erbaut ist das älteste, europäische und im Original erhaltene Gebäude Südafrikas. Bereits 1652 wurde eine hölzernerer Vorgänger von Jan van Riebeeck im Auftrag der Niederländischen Ostindien-Kompanie erbaut. Das Castle of Good Hope wurde kurze Zeit später durch eine modernere Festung in Pentagonform ersetzt.

Victoria & Alfred Waterfront:
Die Victoria & Alfred Waterfront trägt den Namen zu Ehren der britischen Königin Victoria und ihres zweiten Sohnes Prince Alfred der während einer Reise 1860 den Grundstein für eine über einen Kilometer lange Mauer vor dem Hafen legte. Dieser Wellenbrecher schützt die dort ankernden Schiffe und das Hafenbecken. Nach der Apartheid wurde das Hafen- und Werftviertel aufwendig restauriert und bietet heute zahlreiche Freizeit und Unterhaltungsmöglichkeiten.

Die Winelands:

Südafrikas Weinanbau-Tradition ist über 300 Jahre alt und in den Weinen "schmecken" Sie die klassische Tradition der Alten Welt. Die Weinregionen lassen sich in zwei große Regionen unterteilen, die Coastal Region, also die regenreiche Region an der Küste und das Breed River Valley, das heiße Inland. Zu den bekanntesten Anbaugebieten zählen Stellenbosch, Paarl, Worchester oder Little Karoo. Verschiedene Weintouren werden angeboten.

Robben Island:
Diese in der Tafelbucht gelegene ca. 3,5x1,5 km große Insel ist seit Mitte der 90er Natur- und Nationaldenkmal. Robben Island wurde bereits im 17. Jahrhundert als Sträflingskolonie und Lager für Leprakranke genutzt. Traurige Berühmtheit erlange diese Insel durch seinen Prominentesten Gefangenen, dem späteren Präsidenten Südafrikas und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela, der hier fast zwei Jahrzehnte in einer 4 m² kleinen Einzelzelle verbrachte.

Gardenroute - Traumstraße am indischen Ozean

An der Südküste entlang, an der Nationalstraße N2, verläuft von Kapstadt nach Port Elizabeth, die berühmte Gardenroute. Die klassische Gardenroute erstreckt sich von Mossel Bay bis zur Paul Sauer Brücke und ist etwa 300 km lang. Berge wechseln sich ab mit Steilküsten, einsamen Stränden, Wäldern und Halbwüste und immer wieder treffen Sie auf einen verträumten Badeort oder eine hübsche kleine Stadt. Am Herbst finden sich Wale zum Gebähren ihrer Jungen vor die Küste der Gardenroute und lassen sch ausgezeichnet beobachten.

 

Stellenbosch
Stellenbosch ist nach Kapstadt die zweitälteste europäische Kolonie im Western Cape. Die Stadt wurde 1679 von dem Governour der Cape Kolonie, Simon van der Stel, gegründet. Er benannte die Stadt nach sich selbst – Stellenbosch bedeutet “(van der) Stels Wald”. Die ersten Siedler wurden dazu angehalten Eichenbäume zu pflanzen, daher wurde die Stadt auch als „Eichenstadt“ (in Afrikaans „Eikestad“) bekannt. Stellenbosch liegt am Ufer des Eerste Rivier Flusses. Der Fluss wurde „Eerste“ genannt, da es der erste Fluss war, den Simon van der Stel fand und von Kapstadt aus folgte durch die Cape Flats bishin zur Region, die heute die Stellenboschregion bildet. Die Niederländer waren begabte Hydraulik Ingeneure und bauten Wassergräben vom Eerste Rivier durch die Stadt bis zur Mill Street, wo eine Mühle errichtet wurde.  Unter den ersten Siedlern befanden sich unter anderem französische Hugenotten, die den Weinanbau in diese  fruchtbare Gegend brachten, woraufhin Stellenbosch schon bald das Zentrum der südafrikanischen Weinindustrie wurde.

Oudtshoorn – Straussenmetropole der Welt

Oudtshoorn ist als die Straussen-Metropole Südafrikas bekannt. Die Stadt wurde 1847 gegründet und liegt 300m über dem Meeresspiegel, im Norden durch die  Swartberg Gebirgskette und im Süden durch die Outeniqua Berge begrenzt.  Straussenfedern waren vor dem ersten Weltkrieg ein unabdingbares Mode-Muss. Der Boom um die Federn begann um 1870. Zu seinem Höhepunkt wurden ca 750 000 Strausse und ungefähr 450 000 kg Federn im Jahr exportiert. Dann kam der erste Weltkrieg und viele Farmer gingen bankrott. Jahre später bekam die Industrie noch einmal einen Aufschwung und die Nachfrage nach Federn, Biltong, Eiern und Leder stieg noch einmal an. Heute gibt es ca 90.000 Strausse in Little Karoo.

Cango Caves

Es ist erwiesen dass die Höhlen bereits in der Steinzeit vom Volk der San genutzt wurde. Im 19. Jahrhundert kostete der Eintritt in die Höhlen 5 Rix Dollar – umgerechnet ZAR 500 – was jedoch einige Touristen immer noch nicht davon abhielt Teile der Stalagtiten und Stalagmiten abzubrechen und mit nach Hause zu nehmen oder ihren Namen in die Wände zu ritzen. Als Reaktion auf die Zerstörung der Höhlen erlieβ der Gouverneur der Kapkolonie, Lord Charles Somerset, 1820 die ersten Gesetze für die Höhlen. Es war die ersten Gesetze zum Schutz der natürlichen Ressourcen in Südafrika und verbot das Sammeln von Souvenieren und setzte Staf- sowie Eintrittsgebühren fest. Die Eintrittsgebühr musste an den District Officer gezahlt werden, der auf für die Einhaltung der Gesetze zuständig war.

Einige der signifikantesten  Entdeckungen wurden von dem ersten offiziellen Höhlenführer gemacht, Johnnie van Wassenaar, der 43 Jahre lang, von 1891 bis zu seiner Pensionierung 1934 hier arbeitete. Er öffnete viele der Seitenkammern und führte tausende Besucher in Cango 1, welche bis heute die einzige Kammer ist, die der Öffentlichkeit zugänglich ist. Erst zwischen 1972 und 1975 wurden die Höhlen Cango 2, 3, 4 und 5 entdeckt und erforscht, wobei diese heute aus Schutzgründen geschlossen sind.

Knysna
Die Knysna Lagune ist ein exzellenter Ort für verschiedenste Aktivitäten oder um einfach nur zu entspannen und die Schönheit der sogenannten Knysna Heads zu genieβen. Die Lagune wird  von zwei  steinigen Steilhängen, bekannt als “The Heads” umrahmt.  Besonders von der östlichen Seite der Heads hat man eine fantastische Aussicht.

Die Knysna Lagune verfügt über eine Austernzucht, einer der wenigen weltweit. Ausser seinen Austern ist die Stadt auβerdem für sein Bier bekannt, welches in der Mitchell’s Brauerei hergestellt wird. Die Museen der Stadt sind ebenfalls einen Besuch wert, das Milwood House Museum und das Angling Museum im Old Gaol Komplex. Weitere Attraktionen sind der dichte Regenwald, die nahegelegene Buffalo Valley Game Farm, das Naturreservat Featherbed sowie der Noetzie Beach bishin zu den zahlreichen Restaurants und eimischen Kunstmärkten. Der Knysna Wald ist einer der gröβten Urwaldgebiete in Südafrika und ist so dicht bewachsen, dass er in einigen Teilen unzugänglich ist.

Greater St Lucia Wetland Park

Kürzlich umbenannt in iSimangaliso Wetland Park, besteht dieses subtropische Paradies aus eine Fläche von 240.000 Hektar und ist das größte Flussmündungssystem in Afrika. Der Park umfasst die südlichsten Ausläufer von Korallenriffen des afrikanischen Kontinents und erstreckt sich über 220 km entlang der Ostküste von St. Lucia bis zur Grenze nach Masambik.
iSimangaliso umfasst eine große Vielfalt von Biotopen, Dünen, Moor- und Küstenwäldern bis hin zu Felsküsten und Stränden, Korallenriffen und Unterwasser-Canyons, Mangroven, Savannen, Grassland, Busch- und Wäldern. Es handelt sich hier um das größte geschützte Feuchtgebiet im südlichen Afrika mit einer großen Anzahl von brütenden Schildkröten am Strand sowie einer groβen Anzahl an Walen, Delphinen sowie Walhaien in Küstennähe.

 

Nelson Mandela:
Mit den Begriffen Südafrika und Freiheit kommt unweigerlich der Freiheitskämpfer Nelson Mandela in den Sinn, der 1944 mit seinem Freund Oliver Tambo, sowie anderen politische Weggefährten wie Walter Sisulu und Anton Lembebe die ANC Youth League gründete.

Die Kultur Südafrika ist dadurch dass es neben vielen unterschiedlichen afrikanische Stämmen auch noch den EInfluss der europäischen Siedler gibt, unglaublich vielfältig. Die unterschiedlichsten Einflüsse haben sich hier zu einem unverwechselbar exotischen Gemisch vereint. Je nachdem in welcher Region man sich befindet dominieren das Afrikanische, oder aber der indische, holländische, englische oder französische Einfluss. Doch ganz gleich wo, der kosmopolitische Trend ist unverkennbar.

Insgesamt gibt es 11 AMtssprachen. Die meisten der südafrikanischen Bewohner bekennen sich zum christlichen Glauben, manche aber auch zum Islam, Judentum und Hinduismus.

 

 

 

 

Eine Abenteuerreise entlang der Garden Route Südafrikas

Bild: Garden Route - eine abenteuerliche Erforschung eines der Highlights Südafrikas

 

 

 

11. Feiertage

 

Feiertag

Datum

Neujahr / New Year´s Day

1. Januar

Tag der Menschrechte / Human Rights Day (Jahrestag des Massakers von Sharpeville 1960)

21. März

Karfreitag und Ostermontag / Good Friday und Family Day

Freitag vor und Montag nach Ostersonntag

Freiheitstag / Freedom Day (Jahrestag der ersten demokratischen Wahlen 1994)

27. April

Tag der Arbeit / Workers´ Day

1. Mai

Tag der Jugend / Youth Day (Jahrestag des Beginns der Rassenunruhen in Soweto 1976)

16. Juni

Tag der Frauen / National Women´s Day (Jahrestag der Frauendemonstration gegen das Passgesetz 1956)

9. August

Tag des Erbes / Heritage Day

24. September

Versöhnungstag / Day of Reconciliation (Jahrestag der Schlacht am Blood River 1838 zwischen Buren und Zulu)

16. Dezember

Weihnachten / Christmas Day und Boxing Day

25./26. Dezember


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12. Reisehinweise

Bei Reisen in nicht EU-Länder, dazu zählt auch Südafrika, empfiehlt es sich wertvolle persönliche Gegenstände bei der Ausreise beim Zoll anzugeben um bei der Rückreise nicht zur Zahlung von Einfuhrabgaben aufgefordert zu werden. Dies geschieht über die Vereinfachte Nämlichkeitsbescheinigung oder über die ursprünglichen Kaufbelege die den Gegenstand ausreichend bezeichnen und belegen, dass der Gegenstand in der EU erworben wurde. Das Notwendige Formular und weiter Informationen hierzu finden sie auf der Internetseite des deutschen Zoll.

Selbstverständlich ist die Einfuhr von Drogen, gefährlichen Gütern und unerlaubten Mengen an Tabakwaren nach Südafrika verboten. Jagdwaffen müssen immer angemeldet werden. Achten sie beim Kauf von Souvenirs darauf, dass es sich nicht um Produkte mit Bestandteilen gefährdeter Tierarten handelt. Weitere nützliche Informationen finden sie im Travellers-Guide für Südafrika. 

In Südafrika können EC- und Kreditkarten, die das Maestro-System benutzen, an internationalen Geldautomaten, die es in jeder größeren Stadt gibt, benutzt werden. Bei jeder Abhebung, entstehen im Regelfall Gebühren! Geldautomaten, die sich an Gebäuden außen sind sollten aus Sicherheitsgründen gemieden werden. Geldautomaten in Shopping Malls, Supermärkten und Banken kann man meist bedenkenlos nutzen. Vorsicht vor Trickbetrügern, die vorspielen beim Geldabheben behilflich sein zu wollen! Das Ziel ist allerdings, die EC-/Kreditkarte gegen eine Fälschung auszutauschen („card swapping“). Wird man beim Geldabheben angesprochen, ist gesundes Misstrauen angebracht. Die meisten Hotels, Geschäfte und Restaurants akzeptieren Kreditkarten. Bargeld (Euro oder US-Dollar) kann in jeder größeren Stadt gewechselt werden. Sollte aber nur in begrenztem Umfang mitgenommen werden, da es landesweit, aber vor allem in den großen Städten, eine hohe Kriminalität gibt. Euroschecks werden in Südafrika nicht akzeptiert. Das Wechseln von Geld sollte man auf Grund des besseren Wechselkurses in Südafrika machen. Außerdem bestehen Einfuhrbeschränkungen für Geld.

An Tankstellen, kann aufgrund der Gesetzeslage nicht mit Kreditkarten bezahlt werden. Es sollte immer Bargeld mitgeführt werden.

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13. Auslandsvertretungen

Deutsche Botschaft Pretoria, Blackwood Str. 180, Arcadia 0083, Telefonnummer: +27 (0)12 343 9401, weitere Infos zur Erreichbarkeiten und Öffnungszeiten finden sie hier.

Südafrikanische Botschaft Berlin, Tiergartenstr. 18, 10785 Berlin, Telefonnummer +49 30 22073-0, weitere Infos gibt´s hier.

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14. Quellen und Links

www.wetterkontor.de
www.auswaertiges-amt.de

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