Reiseinformation

Australien mit dem Motorrad: Reiseinformationen für eure Tour

Visum, Einreise mit oder ohne eigenes Motorrad, beste Reisezeit für Outback, Alpen und Tasmanien, Straßenzustand, Sprit, Sicherheit und Gesundheit – kompakt zusammengefasst.

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Visum
eVisitor (Subclass 651), kostenlos, online
Passgültigkeit
gültig für Aufenthaltsdauer, empfohlen 6 Monate Restgültigkeit
Beste Reisezeit
Mai–Okt (Norden/Outback), Sep–Nov & Mär–Mai (Südosten), Okt–Apr (Tasmanien)
Währung
Australischer Dollar (AUD)
Zeitzone
UTC+8 bis UTC+11
3 Zeitzonen, Sommerzeit nur im Südosten (Okt–Apr)
Fahrseite
Linksverkehr
Helm & Ausrüstung
Pflicht: ECE 22.05, ECE 22.06 oder AS/NZS 1698
Hauptverkehrsader
Stuart Highway / Outback Way (teils unbefestigt)
Kraftstoff
Bleifrei 91/95/98, Diesel, im Outback teils nur Opal 91
Internat. Führerschein
Dringend empfohlen, zusätzlich zum EU-Führerschein

Das sagen Gäste über ihre Reise in Australien

★★★★

Tim M.

Die Rundreise durch Australien bot eine interessante Gruppendynamik mit maximal 20 Teilnehmern. Die Koordination während der Besuche in Sydney, den Blue Mountains sowie im Outback bei Alice Springs war klar strukturiert. Das Tempo der Tour war fordernd, insbesondere bei den zeitigen Startzeiten zum Sonnenaufgang am...

★★★★★

Lars M.

Die Australien Rundreise bot eine ausgewogene Gruppendynamik, besonders während der Erkundung von Sydney und der Blue Mountains. Der erfahrene Reiseleiter gewährte durch tägliche Briefings vor den Besichtigungen klare Einblicke. Das Tempo der Tour war angemessen, um die Highlights wie den Sonnenaufgang am Uluru und die...

★★★★★

Florian N.

Die Betreuung durch den deutschsprachigen OVERCROSS-Reiseleiter war klar strukturiert und durchdacht. Besonders bemerkenswert waren die informativen Briefings zu den Sehenswürdigkeiten wie dem Uluru und den Blue Mountains, wodurch die Gruppendynamik in der maximalen Größe von 20 Personen optimal gefördert wurde.

Beste Reisezeit für Australien

Australien ist so groß, dass es die eine perfekte Reisezeit nicht gibt – die beste Saison hängt stark von der bereisten Region ab.

12 Ideal
Beste Reisezeit
Mai–Okt (Trockenzeit Norden)

In der Trockenzeit von Mai bis Oktober sind Outback, Kimberley und Top End am besten befahrbar: Pisten wie die Gibb River Road sind offen, Flussfurten trocken, Temperaturen angenehm und Zyklongefahr besteht nicht.

Region Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Top End & Kimberley (Outback Nord)
Victorian Alps / Südost-Australien
Zentralaustralien / Outback Way (Red Centre)
Tasmanien
Ideal Machbar Nicht befahrbar
Für Motorradreisen empfiehlt sich, das Kalenderjahr in drei Zonen zu denken. Im Norden – Kimberley, Top End, Outback – herrscht von Mai bis Oktober Trockenzeit: Pisten wie die Gibb River Road sind offen, Flussdurchfahrten trocken und die Straßen gut befahrbar. Von November bis April bringt der Monsun Starkregen, überflutete Straßen und tropische Zyklone an der Nord- und Westküste; viele Outback-Pisten werden dann gesperrt. Im Südosten – Victorian High Country, Australische Alpen, Great Ocean Road – liegt von Juni bis Oktober oft Schnee auf den Pässen, einige Bergstraßen werden dann gesperrt; ideal sind Frühling und Herbst (Sept–Nov, Mär–Mai). Zusätzlich gilt es, die Buschfeuersaison zu beachten, die im Südosten meist von Dezember bis Februar/März ihren Höhepunkt erreicht und zu kurzfristigen Straßensperrungen führen kann. Tasmanien lässt sich von Oktober bis April am angenehmsten bereisen, wobei auch hier der Westen ganzjährig mit Regen rechnen muss. Wer mehrere Regionen kombiniert, sollte die Route saisonal planen: Norden im australischen Winter (Jun–Sep), Süden und Tasmanien im Frühling/Herbst.
RegionBeste MonateMeiden
Top End & KimberleyMai–OktNov–Mär (Regenzeit/Zyklone)
Victorian Alps / SüdostenMär–Mai, Sep–NovJun–Aug (Schnee), Dez–Feb (Buschfeuer)
Zentralaustralien / Outback WayApr–OktDez–Feb (Extremhitze)
TasmanienOkt–AprJun–Aug (kalt, nass im Westen)

Einreise & Visum in Australien

Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte nur das kostenlose eVisitor-Visum (Subclass 651), das vollständig online beantragt wird.

Deutsche Reisende benötigen für Urlaubs- und Besuchsreisen nach Australien kein kostenpflichtiges Visum, sondern das eVisitor (Subclass 651). Es wird ausschließlich online über das Portal ImmiAccount beantragt, ist gebührenfrei und in der Regel innerhalb weniger Tage, oft schon nach wenigen Stunden, genehmigt. Das eVisitor wird elektronisch mit dem Reisepass verknüpft – ein Aufkleber oder Stempel ist nicht nötig. Die Genehmigung gilt zwölf Monate ab Ausstellung und erlaubt beliebig viele Einreisen; pro Aufenthalt sind maximal drei Monate am Stück erlaubt. Wer länger bleiben möchte, muss vor Ablauf ausreisen oder eine andere Visumkategorie beantragen – eine Verlängerung des eVisitor aus Australien heraus ist nicht vorgesehen. Der Reisepass muss bei Einreise gültig sein; auch wenn Australien selbst keine pauschale Sechs-Monats-Regel verlangt, empfehlen wir aus Sicherheitsgründen und wegen möglicher Transitländer mindestens sechs Monate Restgültigkeit über das Reiseende hinaus. Das eVisitor deckt touristische Zwecke sowie Geschäftsbesuche ab, nicht aber eine Erwerbstätigkeit vor Ort.
VisumartAufenthaltKostenWo beantragenGültigkeit
Touristische Einreise (eVisitor, Subclass 651)max. 3 Monate pro Einreisekostenlosonline über ImmiAccount12 Monate ab Erteilung, mehrfache Einreise
Einreise mit eigenem Motorrad (CPD-Carnet de Passage)bis zu 12 Monate temporäre EinfuhrCarnet-Gebühr + Kaution (ADAC/AvD) zzgl. Biosecurity-Reinigungvorab im Heimatland beantragen; Kontrolle bei Einreise durch Zoll/Biosecuritygemäß Laufzeit des Carnets

Einreise mit dem eigenen Motorrad

Die eigene Maschine nach Australien mitzubringen ist möglich, aber aufwendig – die meisten geführten Touren nutzen daher Mietmaschinen vor Ort.

Wer die eigene Maschine per Seefracht nach Australien schicken möchte, muss mit strengen Vorgaben rechnen. Das Land betreibt eine der striktesten Biosicherheits-Kontrollen der Welt: Das Motorrad muss bei Ankunft absolut sauber sein, frei von Erde, Pflanzenresten, Insekten oder Tierspuren – andernfalls drohen bis zu 14 Tage Zwangsquarantäne auf Kosten des Halters. Eine professionelle Biosecurity-Reinigung kostet je nach Maschine umgerechnet rund 150 bis 350 Euro. Für die temporäre Einfuhr eines straßenzugelassenen Motorrads wird ein CPD-Carnet de Passage benötigt (nicht das einfachere ATA-Carnet), ausgestellt von ADAC oder AvD gegen Kaution; es erlaubt die zollfreie Nutzung für bis zu zwölf Monate. Bei Ankunft erfolgt eine vollständige Zoll- und Quarantäneprüfung. Aufwand, Kosten und Vorlaufzeit (Seefracht dauert je nach Route vier bis acht Wochen) sind erheblich. In der Praxis reisen deshalb die meisten Törer, auch auf geführten Touren, mit lokal gemieteten und regulär zugelassenen Motorrädern – das spart Zeit, Geld und bürokratischen Aufwand und ist für eine mehrwöchige Reise fast immer die sinnvollere Lösung.
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Wichtig: Für Strecken über Aboriginal Land (z. B. Teile des Outback Way, Great Central Road) ist ein kostenloses, aber vorab zu beantragendes Permit der zuständigen Land Councils nötig – Bearbeitungszeit zwei bis drei Wochen.

Führerschein & IDP in Australien

Ein gültiger deutscher Motorradführerschein reicht in Australien grundsätzlich aus – ein Internationaler Führerschein wird trotzdem dringend empfohlen.

Besucher dürfen in Australien mit ihrem gültigen ausländischen Führerschein fahren, solange sie ihn zusammen mit einer englischen Übersetzung oder einem Internationalen Führerschein (IDP) mitführen. Der deutsche Kartenführerschein ist zwar bereits auf Englisch gehalten, in der Praxis erleichtert ein IDP jedoch Kontrollen und die Fahrzeugübernahme bei Vermietern erheblich und wird von den meisten Motorradvermietungen verlangt. Die Fahrerlaubnis muss die entsprechende Klasse (A) einschließen. Die Gültigkeitsdauer als 'Visiting Driver' variiert je Bundesstaat: Im Northern Territory gilt sie drei Monate, in New South Wales und Victoria sechs Monate, in den übrigen Bundesstaaten und Territorien so lange wie der Führerschein selbst gültig ist. Für eine mehrwöchige geführte Tour spielt das in der Regel keine Rolle. Der IDP ist beim ADAC, AvD oder Straßenverkehrsamt erhältlich, kostet wenig und sollte vor Abreise organisiert werden, da er in Australien selbst nicht ausgestellt werden kann.
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Straßen & Pisten in Australien

Von perfekt asphaltierten Küstenstraßen bis zu wellblechigen Outback-Pisten: Australiens Straßenqualität reicht von Autobahnstandard bis zur echten Geländeprüfung.

Australiens Straßennetz ist zweigeteilt. Die Küstenregionen und Hauptverbindungsachsen wie der Stuart Highway, der Pacific Highway oder die Great Ocean Road sind durchgehend asphaltiert und in gutem bis sehr gutem Zustand. Abseits davon, etwa auf dem Outback Way zwischen Laverton und Winton oder der Gibb River Road im Kimberley, wechseln sich einspurige Asphaltabschnitte, geschotterte Streckenteile und wellblechartige Piste (Corrugations) ab; nach Regen können Furten kurzfristig unpassierbar werden. Eine Besonderheit sind Road Trains: Lkw-Kombinationen mit bis zu vier Anhängern und einer Gesamtlänge von über 50 Metern, die auf Outback-Strecken mit hohem Tempo unterwegs sind und beim Überholen einen großen Sicherheitsabstand sowie viel Geduld erfordern. Wildwechsel ist ein weiteres zentrales Risiko: Kängurus und Wallabys sind in der Dämmerung und Nacht aktiv und für den Großteil aller Tier-Kollisionen verantwortlich – deshalb gilt für Motorradfahrer ein wichtiges Prinzip: In der Dämmerung, nachts und in der Morgendämmerung möglichst nicht auf Outback-Strecken fahren. Für einzelne Pisten durch Aboriginal Land, etwa Teile des Outback Way oder die Old Eyre Highway, ist ein kostenloses Permit der zuständigen Land Councils erforderlich, das zwei bis drei Wochen vor Reisebeginn beantragt werden sollte.
1
Gibb River Road (Kimberley)
660 km
5% Asphalt 80% Piste 15% Sand

Wellblechpiste, tiefe Furten, in der Trockenzeit gut befahrbar

Nach Regen
bei Regen oft tagelang gesperrt, Furten unpassierbar
Realistisches Tagespensum
150–250 km
Tankstellen
Tankstellen ca. alle 100–200 km (Roadhouses)
Pässe
keine Gebirgspässe, aber zahlreiche Flussfurten
Genehmigungen
keine, außer für Abstecher auf Aboriginal Land
2
Outback Way / Great Central Road (Laverton–Alice Springs–Winton)
2720 km
40% Asphalt 55% Piste 5% Sand

wechselnd: einspuriger Asphalt, Schotter, Wellblech

Nach Regen
einzelne Abschnitte können kurzzeitig gesperrt werden
Realistisches Tagespensum
300–400 km
Tankstellen
bis zu 300 km zwischen Tankstellen, teils nur Opal 91
Pässe
keine
Genehmigungen
Aboriginal-Land-Permit für Teilabschnitte erforderlich
3
Stuart Highway (Darwin–Adelaide)
2834 km
100% Asphalt

durchgehend asphaltiert, guter Zustand, sehr lange gerade Abschnitte

Nach Regen
in der Regel problemlos befahrbar, punktuelle Überflutungen nach Zyklonen möglich
Realistisches Tagespensum
400–600 km
Tankstellen
Tankstellen alle 100–250 km
Pässe
keine
Genehmigungen
keine
4
Great Ocean Road (Victoria)
240 km
100% Asphalt

kurvenreiche, gut ausgebaute Küstenstraße, touristisch stark frequentiert

Nach Regen
gelegentlich Nebel/Erdrutsche nach Starkregen, sonst unproblematisch
Realistisches Tagespensum
150–200 km (viele Fotostopps)
Tankstellen
Tankstellen alle 30–60 km
Pässe
keine
Genehmigungen
keine
5
Victorian High Country / Australische Alpen
300 km
20% Asphalt 70% Piste 10% Sand

Passstraßen und Almtracks, teils steil und ausgewaschen

Nach Regen
schnell rutschig, nach Schnee/Regen oft gesperrt
Realistisches Tagespensum
100–150 km
Tankstellen
wenige Tankstellen, Reserve mitführen
Pässe
Mt Hotham, Mt Buffalo u. a., saisonal (Jun–Okt) gesperrt
Genehmigungen
keine, aber saisonale Straßensperrungen beachten

Sprit & Tankstellen unterwegs

In Städten und an der Küste ist Tanken kein Thema – im Outback entscheidet die Reichweite über die Tagesetappe.

Australien bietet bleifreies Benzin in den Oktanstufen 91 (Regular Unleaded), 95 (Premium) und 98 (Premium Plus) sowie Diesel; an großen Tankstellen sind alle Sorten verfügbar. In sehr abgelegenen Outback-Communities wird teils nur Opal getankt, ein bleifreies 91-Oktan-Benzin mit reduziertem Aromatengehalt, das gegen Schnüffelmissbrauch entwickelt wurde – für moderne Motorräder unproblematisch. Auf Fernstrecken wie dem Outback Way oder der Gibb River Road liegen zwischen zwei Tankstellen mitunter 250 bis 560 Kilometer; die Roadhouses haben oft eingeschränkte Öffnungszeiten oder bieten Sprit nur auf Zuruf außerhalb der Kernzeiten. Deshalb gehört ein zusätzlicher Reservekanister zur Grundausstattung, ebenso ein Sicherheitspuffer von mindestens 30 Prozent auf die kalkulierte Reichweite. Kartenzahlung ist an fast jeder Tankstelle möglich, an entlegenen Roadhouses lohnt zusätzlich etwas Bargeld.
KraftstoffVerfügbarkeitHinweis
Bleifrei 91 (Regular)überallStandardkraftstoff
Bleifrei 95/98 (Premium)Städte und Hauptstraßenim Outback nicht garantiert
DieselüberallStandard für 4x4/Begleitfahrzeuge
Opal (91 Oktan, aromatenarm)entlegene Outback-Communitiesfür Motorräder unbedenklich

Sicherheit in Australien

Australien gilt als politisch stabiles, sicheres Reiseland – die größten Risiken für Motorradfahrer liegen in Natur und Distanz, nicht in Kriminalität.

Die alltägliche Kriminalität in Australien ist niedrig, das Auswärtige Amt stuft das Land als generell sicheres Reiseziel ein. Die eigentlichen Risiken für Motorradreisende liegen anderswo: extreme Distanzen mit oft stundenlang fehlendem Mobilfunknetz im Outback, tropische Wirbelstürme an der Nord- und Westküste zwischen November und April sowie Buschfeuer, die vor allem im Südosten zwischen Dezember und März auftreten und kurzfristig zu Straßensperrungen führen können. Wildwechsel durch Kängurus in der Dämmerung ist eine der häufigsten Unfallursachen auf Landstraßen. Wir empfehlen, aktuelle Wetter- und Feuerwarnungen (z. B. des Bureau of Meteorology und lokaler Feuerwehrbehörden) täglich zu prüfen und auf Outback-Etappen zusätzlich zum Mobiltelefon einen Satellitenkommunikator oder eine Personal Locator Beacon (PLB) mitzuführen, da Mobilfunknetze auf Strecken von teils über 500 Kilometern keine Deckung bieten.

Gesundheit in Australien

Für Australien sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, medizinische Versorgung ist auf hohem Niveau – aber im Outback oft weit entfernt.

Australien verlangt von deutschen Einreisenden keine Pflichtimpfungen; empfohlen sind der reguläre Impfschutz nach STIKO sowie ggf. Hepatitis A/B. Die medizinische Versorgung in Städten und größeren Regionalorten entspricht westeuropäischem Standard, im Outback können der nächste Arzt oder das nächste Krankenhaus jedoch mehrere hundert Kilometer entfernt liegen; der Royal Flying Doctor Service übernimmt dort im Notfall Luftrettung. UV-Strahlung ist ganzjährig sehr hoch – Sonnenschutz, Kopfbedeckung unter dem Helm und ausreichend Trinkwasser sind Pflicht. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport (idealerweise mit Abdeckung für Motorradfahren und Rettungsflüge) ist unverzichtbar, da das deutsch-australische Sozialversicherungsabkommen Motorrad-Unfallfolgen nicht vollständig abdeckt.
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Auf mehrtägigen Outback-Etappen ohne Mobilfunknetz empfehlen wir zusätzlich einen Satellitenkommunikator mit SOS-Funktion – der Royal Flying Doctor Service kann dann gezielt alarmiert werden.

Geld & Bezahlen in Australien

Australien ist weitgehend bargeldlos – Kartenzahlung ist fast überall Standard, Bargeld braucht man nur noch für Ausnahmen.

Landeswährung ist der Australische Dollar (AUD). Karten- und kontaktloses Bezahlen sind die Norm; nur noch rund 15 Prozent aller Zahlungen erfolgen bar. Geldautomaten gibt es in Städten und größeren Orten reichlich, meist mit einer lokalen Gebühr von rund 2 AUD pro Abhebung sowie ggf. Auslandsentgelten der Hausbank. In entlegenen Outback-Roadhouses funktioniert Kartenzahlung zwar meist, ein Bargeldpuffer von 100–200 AUD ist dort dennoch sinnvoll.
AspektInfo
WährungAustralischer Dollar (AUD)
Kartenzahlungpraktisch überall, auch kontaktlos
Bargeldempfohlen als Reserve im Outback (100–200 AUD)
Geldautomaten-Gebührca. 2 AUD pro Abhebung + evtl. Auslandsentgelt
Trinkgeldnicht üblich, aber bei gutem Service gern gesehen

Mobilfunk & Internet

In Städten und an der Küste ist das Netz meist gut, im Outback gibt es dagegen hunderte Kilometer ganz ohne Mobilfunkempfang.

Telstra hat mit Abstand das dichteste Netz in ländlichen und entlegenen Gebieten und deckt zwar fast die gesamte Bevölkerung, aber bei Weitem nicht die gesamte Landesfläche ab. Auf klassischen Outback-Etappen, etwa zwischen Alice Springs und Halls Creek oder auf Teilen des Outback Way, fehlt über 500 Kilometer am Stück jede Netzabdeckung, während Optus zumindest einzelne Orte entlang der Strecke versorgt. Eine lokale Prepaid-SIM von Telstra ist für die Reise empfehlenswert. Für die netzfreien Abschnitte gehört zusätzlich ein Satellitenkommunikator oder eine Personal Locator Beacon (PLB) zur Grundausrüstung – nur Systeme wie Iridium oder Inmarsat bieten in Australien flächendeckende Satellitenabdeckung.

Kultur & Etikette unterwegs

Australien ist entspannt und direkt im Umgang – ein paar lokale Besonderheiten sollten Reisende trotzdem kennen.

Der Umgangston in Australien ist informell und direkt, Anrede per Vorname ist auch gegenüber Fremden üblich. Respekt vor der Kultur der Aboriginal- und Torres-Strait-Islander-Communities wird erwartet: Auf Strecken durch Aboriginal Land, etwa Teile des Outback Way, ist ein vorab beantragtes Permit Pflicht, das Verlassen der Hauptstraße ist dort in der Regel untersagt, und heilige Stätten dürfen nicht ohne Erlaubnis betreten oder fotografiert werden. In Nationalparks gilt strikte 'Leave no trace'-Etikette, offenes Feuer ist während der Buschfeuersaison oft komplett verboten (Total Fire Ban), was auch für Kocher und Zigaretten gelten kann. Auf entlegenen Straßen ist es üblich, entgegenkommenden Fahrern und liegengebliebenen Reisenden zu helfen – die Distanzen machen gegenseitige Unterstützung zur ungeschriebenen Regel. Alkohol ist in manchen Aboriginal-Gemeinden gänzlich verboten (Dry Communities), entsprechende Hinweisschilder sind zu beachten.

Packliste Australien

Das gehört für Australien zusätzlich zur normalen Motorrad-Reiseausrüstung ins Gepäck.

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