Reiseinformation

Tunesien: Reiseinformationen für Motorradfahrer

Visum, Einreise mit eigenem Motorrad, Straßen, Sicherheit und Klima – alle Fakten für deine Tunesien-Tour auf einen Blick.

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Visum
Für Deutsche 90 Tage visumfrei (Touristenaufenthalt)
Passgültigkeit
Gültig für die gesamte Reisedauer, 6 Monate Restgültigkeit empfohlen
Beste Reisezeit
Frühjahr (März–Mai) und Herbst (Sept.–Nov.)
Währung
Tunesischer Dinar (TND), geschlossene Währung
Zeitzone
MEZ (UTC+1), ganzjährig ohne Sommerzeit
Fahrseite
Rechtsverkehr
Helm & Ausrüstung
Helmpflicht für Fahrer und Beifahrer
Hauptverkehrsader
RN1-Küstenstraße Tunis–Sfax–Gabès, gut ausgebaut
Kraftstoff
Super 95 & Diesel günstig, im Süden Reserve mitführen
Internat. Führerschein
Internationaler Führerschein zusätzlich empfohlen

Visum & Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsangehörige reisen für touristische Zwecke ohne Visum ein – die Einfuhr des eigenen Motorrads läuft separat über den Zoll.

Deutsche Staatsangehörige können für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tage ohne Visum nach Tunesien einreisen. Bei der Einreise wird eine "Carte de visiteur non-résident" ausgestellt, die während des gesamten Aufenthalts aufbewahrt und bei der Ausreise wieder vorgelegt werden muss. Der Reisepass muss für die gesamte Aufenthaltsdauer gültig sein; auch wenn Tunesien keine feste Mindestrestgültigkeit vorschreibt, sind 6 Monate Restgültigkeit international üblich und empfehlenswert, um an Grenzübergängen keine Diskussionen zu riskieren. Ein Personalausweis genügt für die Einreise nicht, es wird ein Reisepass benötigt. Wer länger als 90 Tage bleiben möchte, muss vor Ablauf der Frist bei der zuständigen Behörde (Sûreté Nationale) eine Verlängerung beantragen. Reisende, die mit dem eigenen Motorrad einreisen, benötigen zusätzlich zur visumfreien Personeneinreise eine temporäre Zollabfertigung für das Fahrzeug (siehe Abschnitt Einreise mit eigenem Motorrad). Kinder benötigen einen eigenen Reisepass. Aktuelle Detailfragen zu Visum und Verlängerung klärt im Zweifel die Deutsche Botschaft in Tunis oder die tunesische Vertretung in Deutschland vor Abreise.
VisumartAufenthaltKostenWo beantragenGültigkeit
Touristische Einreise (Personen)90 Tage, visumfreikostenlosGrenz-/Passkontrolle bei Einreiseab Einreisedatum, verlängerbar bei der Sûreté Nationale
Einreise mit eigenem Motorrad (TVIP/temporäre Zollpapiere)3 MonatekostenlosZollstelle im Fährhafen (z. B. La Goulette, Rades)an das Fahrzeug gekoppelt, Eintrag im Reisepass des Halters

Einreise mit dem eigenen Motorrad

Per Fähre nach Tunis, dann kostenlose temporäre Zollabfertigung fürs Motorrad – ein Carnet de Passage ist für Touristen nicht erforderlich.

Die gängigen Fährverbindungen für die eigene Maschine führen von Genua, Marseille oder Salerno nach Tunis (Ankunft meist in La Goulette oder im Frachthafen Rades), betrieben unter anderem von der tunesischen Reederei CTN sowie italienischen Linien. Am Zoll im Hafen wird das Motorrad kostenlos und ohne Carnet de Passage temporär eingeführt (umgangssprachlich "Passavant" bzw. TVIP genannt); die Erlaubnis gilt in der Regel 3 Monate. Das Fahrzeug wird dabei in den Reisepass des Fahrers eingetragen – eine Ausreise ohne das im Pass vermerkte Motorrad ist nicht möglich, es sei denn, es wird zuvor offiziell verzollt oder bei Diebstahl/Totalschaden eine polizeiliche bzw. zollamtliche Bescheinigung ausgestellt. Für die Einreise am Fährterminal sollte eine Buchung für die erste Übernachtung vorliegen, da diese bei der Einreisekontrolle mitunter verlangt wird. Mitzuführen sind Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I), eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung fürs Ausland (grüne Karte, Gültigkeit für Tunesien prüfen) sowie Reisepass und Führerschein im Original. Da bei Verlust oder Unfall mit Totalschaden erhebliche Zollgebühren drohen können, ist eine Reise- bzw. Kaskoversicherung mit Auslandsschutz ratsam. Wer länger als 3 Monate mit dem Fahrzeug bleiben möchte, sollte sich vorab an eine tunesische Auslandsvertretung wenden, da für ältere oder länger verbleibende Fahrzeuge zusätzliche Auflagen gelten können.
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Wichtig: Das Motorrad wird bei der Einreise in den Reisepass eingetragen. Ohne das eingetragene Fahrzeug ist eine Ausreise nicht möglich – bei Diebstahl oder Totalschaden sofort Polizei und Zoll einschalten und Bescheinigungen ausstellen lassen.

Führerschein & Fahrerlaubnis

Der deutsche Kartenführerschein wird für touristische Aufenthalte akzeptiert, ein internationaler Führerschein wird zusätzlich empfohlen.

Für einen touristischen Aufenthalt gilt der deutsche EU-Kartenführerschein grundsätzlich als ausreichend. Die Quellenlage zur Pflicht eines zusätzlichen internationalen Führerscheins (IDP) ist allerdings nicht ganz einheitlich: Manche Stellen nennen ihn nur als Empfehlung, andere verlangen ihn ausdrücklich von Ausländern. Da der IDP nur in Verbindung mit dem nationalen Führerschein gilt, beide Dokumente aber gemeinsam mitgeführt werden müssen, ist die sicherste Lösung, den IDP vorsorglich zu beantragen – er kostet bei der zuständigen Führerscheinstelle in Deutschland nur rund 15 Euro, benötigt lediglich ein Passfoto und den vorhandenen Führerschein, und ist 3 Jahre gültig. Für die konkrete Motorradklasse (A/A2/A1) muss die entsprechende Fahrerlaubnis im deutschen Führerschein eingetragen sein. Es empfiehlt sich, vor Reiseantritt bei der Deutschen Botschaft in Tunis oder beim ADAC die jeweils aktuelle Handhabung zu erfragen, da sich Kontrollpraxis und Vorschriften ändern können.
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Beste Reisezeit zum Motorradfahren

Frühjahr und Herbst eignen sich landesweit am besten, im Süden ist die Sahara im Sommer wegen Extremhitze für Touren tabu.

9 Ideal
Beste Reisezeit
Frühjahr (März–Mai) & Herbst (Sep.–Nov.)

Milde Temperaturen im Norden und angenehm warme, aber nicht lebensgefährliche Hitze im Süden machen Frühjahr und Herbst zur idealen Reisezeit für ganz Tunesien.

Region Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Norden & Küste (Tunis, Cap Bon, Hammamet, Sousse)
Zentraltunesien / Tell-Bergland (Kairouan, Kasserine-Vorland)
Sahel-Küste & Djerba (Sfax, Mahdia, Djerba)
Sahara / Süden (Douz, Tozeur, Chott el Djerid, Ksar Ghilane, Tataouine)
Ideal Machbar Nicht befahrbar
Der bewaldete Norden und die Küstenregion um Tunis, Hammamet oder Sousse sind praktisch ganzjährig befahrbar: Der Winter (Dez.–Feb.) bringt kühlere, gelegentlich regnerische Tage, bleibt aber mit 10–16 °C fahrbar, der Sommer ist warm bis heiß, an der Küste jedoch durch Wind gemildert. Anders im Süden: In der Sahara rund um Douz, Tozeur, Chott el Djerid oder Ksar Ghilane steigen die Temperaturen zwischen Juni und August regelmäßig auf über 45 °C – Pistenfahrten sind in dieser Zeit gesundheitlich riskant und werden nicht empfohlen. Ideal für den Süden sind Frühjahr (März–Mai) und Herbst/früher Winter (Oktober–Dezember) mit Tageswerten um 20–32 °C, wobei die Nächte in der Wüste auch im Frühjahr/Herbst kühl und im Winter nahe dem Gefrierpunkt sein können – warme Schichten für den Abend einplanen. Regen ist im Landesinneren und Süden selten, kann dort aber Pisten und Salzseen (Chotts) kurzzeitig unpassierbar machen.
RegionFruehjahrSommerHerbstWinter
Norden/Küste18–25 °C, ideal28–35 °C, warm, an der Küste mit Wind erträglich20–27 °C, ideal10–16 °C, kühl, gelegentlich Regen
Sahara/Süden20–30 °C, ideal40–47 °C, gefährlich heiß, Pistentouren meiden22–32 °C, ideal12–22 °C tags, nachts nahe 0 °C

Straßen- und Pistenzustand in Tunesien

Küste und Norden bieten gut ausgebaute Nationalstraßen, im Süden wechseln sich Asphalt und anspruchsvolle Sandpisten ab.

Die Küstenachse von Tunis über Sousse und Sfax bis Gabès ist überwiegend als Autobahn (A1) oder gut ausgebaute Nationalstraße (RN1) ausgeführt und in der Regel in gutem Zustand. Im bergigen Norden (Kroumirie, Ain Draham) sind die Straßen kurvig, teils schmal, aber asphaltiert. Im Landesinneren und je weiter Richtung Süden, desto häufiger wechseln sich gut befahrbare Nationalstraßen mit Abschnitten voller Schlaglöcher und unbefestigten Pisten ab; nach Regen können Nebenstrecken kurzzeitig rutschig oder überflutet sein, Chotts (Salzseen) stellenweise unpassierbar werden. Südlich von Douz beginnt echtes Pistengelände mit losem Sand, das Erfahrung, angepasste Reifen und im Zweifel eine Reduzierung des Reifendrucks erfordert. Auf allen Fernstraßen, verstärkt aber im Landesinneren, im Süden und in Grenznähe, muss mit häufigen Kontrollen der Polizei, Nationalgarde oder des Militärs gerechnet werden; Reisepass, Fahrzeugpapiere und Führerschein sollten griffbereit sein, Ruhe und Geduld erleichtern die Abfertigung. Für das Gebiet südlich/südöstlich der Linie Algerien-Grenze über Tozeur/Nafta–Douz–Ksar Ghilane–Tataouine bis Zarzis empfiehlt das Auswärtige Amt, es ausschließlich organisiert und mit ortskundiger Führung zu befahren.
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Küste Nord: Tunis – Hammamet – Sousse – Sfax (A1/RN1)
270 km
100% Asphalt

Sehr gut, Autobahn- und Nationalstraßenqualität

Nach Regen
Unproblematisch
Realistisches Tagespensum
250–300 km
Tankstellen
Sehr hohe Tankstellendichte, alle 20–30 km
Pässe
Keine
Genehmigungen
Keine
2
Landesinnere: Kairouan – Sbeitla – Kasserine-Vorland
180 km
85% Asphalt 15% Piste

Gut, auf Nebenstrecken teils Schlaglöcher

Nach Regen
Nebenstrecken kurzzeitig rutschig
Realistisches Tagespensum
200–250 km
Tankstellen
Alle 40–60 km, in Grenznähe Reserve sinnvoll
Pässe
Keine nennenswerten Pässe
Genehmigungen
Bergregion nahe Algerien (u. a. Jebel Chaambi) laut Auswärtigem Amt meiden
3
Süden/Sahara: Tozeur – Douz – Ksar Ghilane – Tataouine
350 km
55% Asphalt 20% Piste 25% Sand

Nationalstraßen ordentlich, Pisten anspruchsvoll mit losem Sand

Nach Regen
Chotts u. U. unpassierbar, Pisten aufgeweicht
Realistisches Tagespensum
150–200 km auf Piste
Tankstellen
Ausgedünnt jenseits der größeren Orte, Reservekanister nötig
Pässe
Keine Gebirgspässe, aber weiche Dünenpassagen
Genehmigungen
Nur organisiert mit ortskundiger Führung gemäß Auswärtigem Amt

Kraftstoff & Tankstellen

Sprit ist in Tunesien staatlich subventioniert und günstig, im tiefen Süden wird das Tankstellennetz jedoch deutlich dünner.

Bleifreies Superbenzin (Essence sans plomb 95) und Diesel (Gasoil) sind an nahezu jeder Tankstelle im Land erhältlich und deutlich günstiger als in Deutschland – die Preise werden staatlich reguliert und liegen meist bei umgerechnet 0,65 bis 0,85 Euro pro Liter. Entlang der Küste und auf den Nationalstraßen ist die Tankstellendichte hoch, größere Ketten wie Agil, Shell, Total, Star oder Vivo sind flächendeckend vertreten. Im Landesinneren und besonders südlich von Douz, Tataouine oder Ksar Ghilane wird das Netz deutlich lückenhafter; zwischen einzelnen Orten können auf Pistenetappen mehr als 100 km ohne Tankmöglichkeit liegen. Für Sahara-Etappen ist ein Reservekanister mit mindestens 5–10 Litern dringend zu empfehlen. An kleineren, ländlichen Tankstellen wird häufig nur Bargeld akzeptiert, Kartenzahlung ist vor allem in Städten und Touristenorten üblich.
TypPreisVerfuegbarkeit
Super bleifrei 95 (Essence sans plomb)ca. 2,50 TND/l (≈ 0,75–0,85 €)Landesweit an fast allen Tankstellen
Diesel (Gasoil)ca. 2,20 TND/l (≈ 0,65–0,75 €)Landesweit, meist günstiger als Super
Tankstellennetz Süden/SaharaAusgedünnt jenseits von Douz/Tataouine/Ksar Ghilane, Reserve mitführen

Sicherheit unterwegs

Die Küsten- und Tourismusregionen gelten als stabil, für den äußersten Süden und die Grenzgebiete gelten aktuell klare Reisehinweise.

Für Tunesien besteht keine landesweite Reisewarnung, wohl aber mehrere regionale Einschränkungen des Auswärtigen Amts, die vor jeder Tour geprüft werden sollten. Von Reisen südlich bzw. südöstlich einer Linie von der algerischen Grenze über Tozeur/Nafta – Douz – Ksar Ghilane – Tataouine bis Zarzis wird abgeraten; das schließt Teile beliebter Wüstenrouten ein. Im Grenzgebiet zu Algerien, besonders in den Bergen zwischen Ain Draham und Kasserine (Jebel Chaambi, Jebel Selloum, Jebel Mghila), kommt es vereinzelt zu bewaffneten Zwischenfällen, Teile sind zudem vermint. Entlang der gesamten Grenze zu Libyen gilt ein rund 20 km breiter militärischer Sperrstreifen, nur mit Genehmigung des Gouvernorats zugänglich; um Ben Guerdane ist die Lage angespannt. In den Tourismuszentren (Tunis, Hammamet, Sousse, Djerba, Monastir, Mahdia) hat sich die Lage stabilisiert, ein erhöhtes Grundrisiko für Anschläge besteht landesweit dennoch fort. Wüsten- und Offroad-Ausflüge sollten laut Auswärtigem Amt nur organisiert mit ortskundiger Führung erfolgen, von Alleingängen wird abgeraten. Da sich Einstufungen kurzfristig ändern, vor Abreise die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts konsultieren.

Gesundheit & Impfungen

Für Tunesien sind ab Deutschland keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, Standardschutz und Hitzevorsorge sollten trotzdem sitzen.

Für die Einreise aus Deutschland schreibt Tunesien keine Pflichtimpfung vor. Empfohlen wird, den üblichen Standardimpfschutz (u. a. Tetanus, Diphtherie, Polio) aufzufrischen sowie eine Hepatitis-A-Impfung in Betracht zu ziehen; bei längeren Aufenthalten zusätzlich Hepatitis B. Malaria kommt in Tunesien nicht vor. Getränke und Eiswürfel sollten aus abgefülltem Wasser stammen, Leitungswasser ist nicht empfehlenswert. Die größte Gefahr für Motorradfahrer ist die Hitze, besonders im Süden: ausreichend trinken, atmungsaktive Kleidung unter der Schutzausrüstung und Pausen in der Mittagshitze einplanen. Apotheken (Pharmacie) sind in Städten gut sortiert, für Pistenetappen empfiehlt sich eine eigene Reiseapotheke inklusive Elektrolyten. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport wird dringend empfohlen, da Evakuierungen aus abgelegenen Gebieten kostspielig sein können.
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Hitze ist im Süden die größte Gesundheitsgefahr: Zwischen Juni und August drohen bei Pistenfahrten in der Sahara Hitzschlag und Dehydrierung – Fahrten in dieser Zeit meiden oder auf die kühleren Morgen-/Abendstunden verlegen.

Geld & Bezahlen in Tunesien

Der tunesische Dinar ist eine geschlossene Währung – Bargeld gibt es nur im Land selbst, Wechselbelege unbedingt aufbewahren.

Landeswährung ist der Tunesische Dinar (TND), eine geschlossene Währung, außerhalb Tunesiens weder erhältlich noch offiziell umtauschbar. Geld wechselt man vor Ort bei Banken, Wechselstuben oder am Automaten; den Wechselbeleg aufbewahren, er wird für den Rücktausch überschüssiger Dinar bei Ausreise verlangt. Ohne Deklaration dürfen maximal rund 5.000 TND ausgeführt werden, höhere Beträge bei Einreise deklarieren. Geldautomaten sind in Städten zahlreich, im Süden und auf Pisten rar – vorher Bargeld abheben. Karten funktionieren in Hotels und Restaurants der Touristenorte, an kleinen Tankstellen, Märkten und auf dem Land ist Bargeld unverzichtbar.
ThemaHinweis
WährungTunesischer Dinar (TND), geschlossene Währung, nicht vorab in Deutschland erhältlich
GeldautomatenIn Städten und Touristenorten zahlreich, im tiefen Süden ausgedünnt
BargeldFür Tankstellen, Märkte und ländliche Gebiete unverzichtbar
RücktauschNur mit Wechselbeleg bei Bank/Flughafen möglich, Beleg aufbewahren
KartenzahlungIn Hotels und Restaurants der Touristenorte zunehmend akzeptiert

Mobilfunk & Internet

An der Küste und in Städten ist 4G zuverlässig verfügbar, in Wüste und Bergen dünnt das Netz spürbar aus.

Entlang der Küste und in den größeren Städten ist die 4G-Abdeckung der Anbieter Ooredoo, Tunisie Telecom und Orange gut, seit 2025 wird an einzelnen Standorten auch 5G ausgebaut. EU-Roaming gilt in Tunesien nicht, weshalb sich eine lokale Prepaid-SIM oder eSIM für Touristen lohnt – spezielle "Holiday"- bzw. Tourist-Tarife mit mehreren GB Datenvolumen gibt es bereits ab wenigen Euro für 15 bis 30 Tage. In der Sahara, in Bergregionen und auf abgelegenen Pistenetappen im Süden wird das Netz jedoch lückenhaft bis nicht vorhanden; für längere Wüstenabschnitte empfiehlt sich zusätzlich ein Satelliten-Kommunikationsgerät für den Notfall.

Kultur & Verhalten vor Ort

Tunesien ist gastfreundlich und mehrheitlich muslimisch geprägt – dezente Kleidung und Rücksicht im Ramadan zahlen sich aus.

Tunesien ist ein mehrheitlich muslimisches Land mit ausgeprägter Gastfreundschaft: Ein angebotener Tee oder Kaffee gilt als Geste der Freundschaft und sollte nach Möglichkeit angenommen werden, Begrüßungen erfolgen meist per Handschlag. In Städten und Badeorten ist die Kleiderordnung leger, je weiter man ins Landesinnere und in den Süden kommt, desto konservativer wird es; dort empfiehlt sich für Männer wie Frauen lange, bedeckende Kleidung abseits von Strand und Hotelanlage, beim Besuch einer Moschee sollten Frauen ihr Haar bedecken. Alkohol ist außerhalb von Tourismuszentren und Hotels verpönt und wird dort kaum ausgeschenkt. Während des Ramadan (Termin variiert jährlich nach dem Mondkalender) verzichten viele Einheimische tagsüber auf Essen, Trinken und Rauchen; Touristen wird empfohlen, dies in der Öffentlichkeit ebenfalls zurückhaltend zu tun, auch wenn es keine rechtlichen Konsequenzen hat. An Kontrollpunkten sowie im Umgang mit Polizei und Militär hilft Geduld und ein freundlicher, ruhiger Ton deutlich weiter. Vor dem Fotografieren von Menschen sollte man um Erlaubnis fragen.

Packliste – Tunesien-Extras

Diese Ausrüstung ergänzt die übliche Motorradreise-Packliste speziell für Tunesien und seine Sahara-Etappen.

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Bilder aus Tunesien

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