Kairo, Ägypten: Die Teilnehmer der Motorradexpedition fliegen in das Moloch der Großstadt Kairo ein, der Tourguide steht am Ausgang bereit und holt die Motorradgruppe vom Maṭār al-Qāhira ad-duwalī International Airport in Kairo ab. Die Motorradgruppe fährt/kriecht im Shuttle zum Zoll in mitten von Kairo, wo die Motorräder im Zollamt in die Pässe der Expeditionsteilnehmer eingetragen werden und die Fahrgenehmigungen erteilt werden. Nach der „Ämteretappe“ fahren wir mit dem Shuttle zum 222 Kilometer entfernten Startpunkt Alexandria, wo Ali schon auf uns wartet, um mit uns die Motorräder aus dem Zoll zu holen. Es ist kalt, die Brandung des Mittelmeeres ist der „Background“ für unser erstes Briefing im Restaurant am Strand. Die Sonne geht auf, wir starten die Motoren und starten zur 15.555 Kilometer Expedition durch den afrikanischen Kontinent! Das Mittelmeer verschwindet im Rückspiegel, Kurs Süd Richtung Atlantischer Ozean. Wir fressen die Kilometer der Verbindungsetappe wie Fastfood in den Kilometerzähler, die Hand am Gas, den Kopf hinter das Windschild geduckt, bis uns der Gestank von Kairo um die Nase weht. Der letzte benötigte Stempel wird in den Pass gehämmert, das Zoll-Prozedere für die Enduros nach „ägyptischer Teezeremonie Art“ in Slow-Motion zelebriert! Die Dämmerung bricht heran und wir quetschen uns durch die dunklen, völlig verdreckten und überlasteten Straßen Kairos wie Senf aus der Tube. Der Wahnsinn des Großstadtdschungels Kairo hat ein Ende und wir den Anfang vom Abenteuer. Ein letzter Blick in den Rückspiegel auf die Sphinx von Gizeh, die von dem Moloch Kairo bedroht wird. Hinter uns liegt die Cheops Pyramide, vor uns die „Lebensader“ Nil, welcher wir bis zur Wüstenzunge von Quena in Richtung Süden folgen, Stunde um Stunde, Tag um Tag wird es wärmer.