Landesinfos für Ägypten

Reisekarte von Ägypten des Reiseveranstalters Overcross

Reisekarte von Ägypten des Reiseveranstalters Overcross


 

  1. Allgemeine Informationen für Ägypten
  2. Klima in Ägypten
  3. Geographie in Ägypten
  4. Flora und Fauna in Ägypten
  5. Nationalparks und Naturschutz in Ägypten
  6. Bevölkerung in Ägypten
  7. Politik und Wirtschaft in Ägypten
  8. Verkehrsnetz in Ägypten
  9. Städte und Regionen in Ägypten
  10. Kultur und Sehenswürdigkeiten in Ägypten
  11. Feiertage in Ägypten
  12. Medizinische Hinweise für Ägypten
  13. Reisehinweise für Ägypten
  14. Auslandsvertretung in Ägypten
  15. Informationsquellen für Ägypten

 

1. Allgemeine Informationen für Ägypten

Kontinent: Afrika
Geographische Lage: Nordöstliches Afrika, auf der Nordhalbkugel gelegen
Höchste Erhebung: Dschabal Katrina (2642 m ü.NN)
Längster Fluss: Nil (6852 km)
Staatsform: Republik
Regierungssystem: Semipräsidentielles System
Sprachen: Arabisch
Nachbarländer: Libyen, Sudan, Gaza, Israel, Jordanien
Hauptstadt: Kairo
Fläche: Ca. 1.001.500 km²
Einwohner: Ca. 97.042.000 Personen (2017)
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner pro km²
Religionen: Ca. 90% sunnitische Muslime, ca. 6% Anhänger des Christentums, daneben Juden, Bahais und weitere, staatlich nicht anerkannte Religionsgemeinschaften
Währung: Ägyptisches Pfund; 1 EUR sind ungefähr 18,5 EGP.  Die aktuellen Wechselkurse finden Sie unter oanda.com
Klima: überwiegend trockenes Wüstenklima mit regionalen Besonderheiten
Zeitzone: UTC + 2
Vorwahl: +20
Ländercode: EG
Strom: In Ägypten werden die Steckdosen des Typs C verwendet. Die Netzspannung beträgt 220V mit 50Hz Wechselintervall. Eine Übersicht der in unseren Reiseländern verwendeten Steckdosen und Stecker finden Sie unter wikipedia.de

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2. Klima in Ägypten

Ägypten liegt innerhalb des nordafrikanischen Trockengürtels und besitzt größtenteils ein Wüstenklima mit sehr wenigen Niederschlägen sowie beträchtlichen saisonalen und täglichen Temperaturschwankungen. Nur die Mittelmeerküste und das Nildelta sind mit 100 - 200mm Winterniederschlägen mediterran beeinflusst.
Die mittleren täglichen Temperaturen können im Juli in Port Said bis zu 31°C, in Kairo 35 °C und in Assuan über 40 °C erreichen, wobei es nachts sehr stark abkühlen kann. Aufgrund der geringen relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 30 % ist die Hitze jedoch gut zu ertragen. Im Januar sinken die durchschnittlichen Tagestemperaturen auf 20 °C in Kairo und 24 °C in Assuan. Von März bis Juni weht der heiße Chamsin, ein aus Süden kommender Sand- und Staubwind.
In Ägypten können, abhängig von der geographischen Lage, fünf speziellere Klimazonen unterschieden werden.
Die etwa 700 km lange Mittelmeerküste und das Nildelta zeichnen sich durch sehr warme Sommer und milde Winter mit relativ ergiebigen Niederschlägen von bis zu 200 mm/ Jahr aus. Das Frühjahr ist ebenso wie der Herbst mit möglichen Temperaturen über 40 °C heiß und trocken. Im Sommer werden Tagestemperaturen zwischen 28 und 32 °C erreicht und es fällt kein Niederschlag mehr. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 60–75 % das ganze Jahr über relativ hoch. Das Meer lädt im Sommer mit Werten von bis zu 28 °C zum Baden ein, im Winter kühlt es auf 16–18 °C ab.
Das untere Niltal von Kairo bis Asyut ist ebenfalls von milden Wintern mit Tagestemperaturen von 18–22 °C geprägt, die Sommer sind mit möglichen Temperatur-Spitzenwerten bis zu 48 °C allerdings heißer als im Nildelta und an der Mittelmeerküste und es gibt ganzjährig kaum Niederschlag bei einer deutlich verringerten Luftfeuchtigkeit von 40–60 %. In den Winternächten hingegen kann es mit einsetzendem Morgenfrost empfindlich kalt werden.
Im oberen Niltal sind ähnlich wie in den östlich und vor allem westlich davon gelegenen Wüstengebieten und Oasen die Winter ebenfalls mild mit kühlen Nächten, das Frühjahr und der Herbst sind sehr kurz und warm und die langen Sommer lang sehr heiß und staubtrocken. Die durchschnittlichen Tageswerte erreichen 38–42 °C, wobei Hitzewellen Temperaturen von über 50 °C bewirken können.
In den Küstengebieten am Roten Meer herrschen abweichend davon milde bis warme Winter mit sehr moderaten Temperaturen zwisxchen 20 °C am Tag und 10–13 °C in der Nacht vor. Die ebenfalls sehr heißen Sommer erreichen jedoch nicht ganz die Temperatur-Spitzenwerte wie in den benachbarten Wüstengebieten. Das Meer lädt mit rund 20–29 °C ganzjährig zum Baden ein.
Durch seine höheren Lagen bedingt, fallen die Winter im Gebirge der Sinai-Halbinsel mit 12–15 °C am Tag und 0–5 °C in der Nacht sehr kühl aus. Frühjahr und Herbst sind dementsprechend etwas länger, die Sommer jedoch mit Tagestemperaturen bis 32 °C trotzdem sehr warm. In den Nächten fallen die Werte aber auf kühlere 15–18 °C ab. Im Übrigen bleibt es bei kaum nennenswerten Niederschlägen mit nur geringer Luftfeuchtigkeit.

Reiseklimadiagramm für Alexandria des Reiseveranstalters Overcross

 

Reiseklimadiagramm für Hurghada des Reiseveranstalters Overcross

 

Reiseklimadiagramm für Kharga des Reiseveranstalters Overcross

 

Reiseklimadiagramm für Assuan des Reiseveranstalters Overcross

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3. Geographie in Ägypten

Ägyptens Staatsfläche zwischen Mittelmeer und Rotem Meer besitzt eine fast quadratische Form und wird im Westen von Libyen, im Süden vom Sudan und im Nordosten von Gaza, Israel und Jordanien begrenzt. Die Landschaft wechselt zwischen der von Steppe bzw. Dornensavanne geprägten nördlichen Küstenlandschaft, Wüsten, Halbwüsten, vielen Oasen, Meeresflächen und der Flusslandschaft des Nils ab, der die hauptsächliche Lebensader der ansonsten lebensfeindlichen Wüstengebiete südlich der Hauptstadt Kairo bildet. Abgesehen von einigen Oasen und kleinen Häfen an den Küsten ist das Nil-Wasser die alleinige Grundlage für Ackerbau und Besiedlung seiner fruchtbaren Uferregionen. Die Fläche dieser fruchtbaren Uferzone macht etwa fünf Prozent der über 1,1 Mio km² betragenden Landesfläche aus und bildet eine der fünf Landschaftstypen Ägyptens.
Die Mittelmeerküste ist durch flachwelllige Dünen gekennzeichnet, die im Mümdungsgebiet des Nils in eine fruchtbare, von zahlreichen Ästuarien und Kanälen durchzogene Kulturlandschaft übergehen. Von den aus antiken Schriften belegten fünf Flussarmen, die der Nil in seinem Mündungsdelta ausbildete sind nur noch die beiden, nach ihren Anliegerstädten im Mündungsbereich benannten, Rosette- und Damietta-Arme im Westen bzw. Osten des Nildeltas erhalten geblieben. Die übrigen Flußarme und Ästuarien sind im Laufe der geschichtlichen Zeit umfangreichen Wasserbaumaßnahmen zum Opfer gefallen. Aufgrund der seit Beginn des 1900 Jahrhunderts eingeleiteten Eingriffe in die natürliche Wasserhaltung des Nils und die damit verbundenen Aufstauungen im oberen Niltal führt der Nil heute nicht mehr ausreichend Sedimente in sein Mündungsdelta, was zu einem allmählichen Abbau der Deltafläche im Bereich der Meeresküste führt.
Die westlich des Nils gelegene Libysche Wüste nimmt rund zwei Drittel der ägyptischen Staatsfläche ein. Das weite und relativ flache Schichttafelland des Libyschen Plateaus, das in Ägypten bis zu 241 m Höhe erreicht, senkt sich in der von Salzsümpfen erfüllten Qattara-Senke auf bis zu 133 m unter dem Niveau des Meeresspiegels ab. Im Südwesten Ägyptens hingegen steigt die, nur von einzelnen Becken und Oasen unterbrochene Sand- und Dünenlandschaft bis auf 1098 m an. Rund 100 km südwestlich von Kairo befindet sich das 1827 km² große Fayyum-Becken, eine beckenartige Oasenlandschaft, in deren Nordteil sich der Qarun-See befindet.
Die östlich des Nils gelegene Arabische Wüste wird von einem durch Wadis stark zerfurchten Gebirgszug beherrscht, der im Mittelabschnitt mehr als 2000 m Höhe erreicht und den westlichen Abschnitt einer Aufwölbungszone bildet, die ihre Fortsetzung auf der Sinai-Halbinsel findet. Der zentrale Teil dieses Gebirges ist im Laufe der Erdgeschichte eingebrochen und bildet heute den über 1000 m tiefen Graben des Roten Meeres, der wiederum ein Teilstück des weit nach Süden bis nach Mosambik reichenden Afrikanischen Grabenbruchsystems darstellt. Die Küste des Roten Meeres ist überwiegend von schroffen Felslandschaften mit vorgelagerten Korallenriffen gesäumt.
Die Sinai-Halbinsel birgt mit dem bis auf 2637 m.ü.NN reichenden Katharinen-Berg (Dschabal Katrina) die höchste Erhebung Ägyptens und wird vom Golf von Suez und Golf von Akaba umflossen. Der 1869 fertiggestellte Suez-Kanal bildet seitdem eine künstliche Wasserverbindung vom Roten Meer in das Mittelmeer.

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Die berühmten Pyramiden von Gizeh in Ägypten

Die berühmten Pyramiden von Gizeh in Ägypten

 

 

4. Flora und Fauna in Ägypten

Große Teile Ägyptens verfügen aufgrund der wüstenartigen Landoberfläche und Klimabedingungen bis auf wenige, vereinzelt wachsende Tamarisken, Akazien und Dornsträucher über keinerlei pflanzlichen Bewuchs. Wo die Wüste in Wüstensteppe übergeht können sich einige Hartgräser entwickeln.
In den fruchtbaren Gebieten entlang der Nilufer gruppieren sich Nilakazien, Dattelpalmen, Maulbeerfeigen und Johannisbrotbäume sowie eingeführte Kasuarinen. Typisch für das Nildelta sind Lotuspflaumen, Bambusrohr und Schilfgewächse. Die im Altertum hier kultivierten Papyrusstauden sind weitgehendst verschwunden. Von der ursprünglich in Ägypten vorhandenen Vegetation ist aufgrund des seit der Antike anhaltenden Raub- und Ackerbaus kaum noch etwas erhalten.
Die Fauna Ägyptens ist vor allem reich an Wasservögeln wie Reiher, Kraniche oder Nilgänse, die am Nil und in seinem Deltabereich zu Hause sind. Während der Wintermonate gesellen sich viele europäische Zugvögel hinzu. An Raub- und Aasvögeln sind Milane, Bartgeier und Habichte heimisch. Neben den domestizierten Kamelen, Eseln, Schafen und Ziegen gehören Schakale, Hyänen, Fenneks und Wildkatzen zu den größeren Säugetierarten des Landes. In den Gebirgsregionen sind Syrische Steinböcke anzutreffen. Die Wüste wird von Hasen, Springmäusen, mehreren Eidechsenarten und Skorpionen belebt. Vorsicht ist in den ländlich gelegenen Nilauen vor der giftigen Uräusschlange (Ägyptischen Kobra) geboten. Am Nassersee leben noch einige Krokodile. Im Nil und in den Seen an der Deltaküste sind mehr als 190 verschiedene Fischarten registriert worden.

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5. Nationalparks und Naturschutz in Ägypten

In Ägypten sind drei Nationalparks ausgewiesen worden, die allesamt entlang der Küste am Roten Meer verteilt sind.
Der 35600 km² große Gebel-Elba-Nationalpark befindet sich ganz im Süden im politisch umstrittenen Hala’ib-Dreieck und beherbergt neben Mangrovengebieten und Korallenriffen den einzigen natürlichen Waldbestand Ägyptens.
Der an der Südspitze der Halbinsel Sinai auf einer Fläche von 480 km² gelegene Ras-Mohammed-Nationalpark ist vor allem wegen seines beeindruckenden maritimen Inventars unter Tauchern bekannt.
Der Wadi_al-Gimal–Nationalpark schließlich bietet auf einer Fläche von 7450 km² überwiegend Wüstenlandschaft mit einer lebendigen Wüstenfauna. Im Bereich des Nationalparks liegen mehrere Schiffswracks die zu beliebten Zielen von Sporttauchern geworden sind.

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6. Bevölkerung in Ägypten

Trotz der großen Landesfläche von über 1,1 Mio km² liegen die Siedlungsgebiete der ägyptischen Bevölkerung überwiegend entlang des Nils und der Küsten, was seine verständlichen Gründe in der lebensfeindlichen Ausprägung der wüstenhaften übrigen Landesteile hat. Auch die Oasen sind aufgrund der aufwendigen infrastrukturellen Versorgung nur dünn besiedelt. Daher relativiert sich die rein rechnerisch ermittelte, moderate Bevölkerungsdichte von 96 Einwohner pro km² schnell, wenn die Gesamteinwohnerzahl Ägyptens auf die nur ca. 10% mögliche Siedlungsfläche des Landes bezogen wird. Die Region um den Nil ist eine der am dichtesten bevölkerte Fläche weltweit bei einem geschätzten Bevölkerungswachstum von knapp 2,5% pro Jahr und einem Durchschnittsalter von 23,5 Jahren.
Etwa 91% der Bevölkerung sind die Nachkommen der alten Ägypter. Sie wurden jedoch durch Einwanderung und Vermischungen mit der Zeit kulturell und sprachlich arabisiert. Als unvermischte Nachfahren gelten die sesshaften und Ackerbau treibenden Fellachen und die christlichen Kopten, welche vorwiegend in Oberägypten und in den Städten leben. Im küstennahen Norden Ägyptens haben sich zudem Italiener, Türken, Abchasen und Briten niedergelassen.
Im Süden Ägyptens und in den größeren Städten lebt noch eine nubische Minderheit. Wenige Nachfahren der einstigen Berberstämme siedeln heute noch in den Oasen der Libyschen Wüste, die außerdem von nomadisch lebenden arabischen Beduinen bewohnt wird. Bedscha-sprachige Nomaden leben in den arabischen Wüstengebieten östlich des Nils.
Die Amtssprache in Ägypten ist Arabisch. Als lokale Muttersprache wird jedoch mehrheitlich ein neuarabischer Dialekt, das Ägyptisch-Arabisch, , gesprochen. In der koptischen Kirche wird als Liturgiesprache noch das Koptische verwendet. Im Süden Ägyptens und in der Oase Charga sprechen viele Menschen Nubisch. In der Oase Siwa spricht man noch die Berbersprache Siwi und außerdem gibt es noch Domari-Sprecher und im Südosten des Landes Bedscha-Sprecher.
Als Fremdsprache ist in der ägyptischen Oberschicht Französisch und in letzter Zeit vor allem Englisch verbreitet. Aufgrund der großen Gemeinschaft von italienischen Ägyptern in Alexandria war Italienisch bis ins 20. Jahrhundert die Verkehrssprache der Stadt.

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7. Politik und Wirtschaft in Ägypten

Der Verfassung nach ist Ägypten ein islamischer Staat in dem die Scharia seit 1980 die Hauptquelle der Gesetzgebung ist.
Nach der durch Referendum gebilligten neuen Verfassung vom 16. Januar 2014 wurde die in Ägypten bis dato ausgerufene Präsidialrepublik zu einem semipräsidialen Einheitsstaat, der die Gründung von religiös motivierten, politischen Parteien verbietet und dem Militär einen politischen Sonderstatus zubilligt. Im Vergleich zu früheren Verfassungen enthält die neue Verfassung einen erweiterten Grundrechtskatalog, garantiert die Gleichheit von Mann und Frau und schützt die christliche Minderheit im Land.
Der Präsident ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte, ernennt den Premierminister und die Mitglieder des Kabinetts sowie die Gouverneure, die hohen Richter und Offiziere. Er hat zudem ein Vetorecht bei der Gesetzgebung, kann Dekrete erlassen und das Parlament auflösen. Er wird durch freie Wahlen mit mehreren zugelassenen Kandidaten gewählt. Das nach der neuen Verfassung existierende Einkammerparlament Ägyptens besteht aus dem Rat des Volkes mit 596 Mitgliedern.
Ägypten ist nach Südafrika einer der stärksten Industriestandorte in Afrika. Neben der industriellen Verarbeitung von Agrarprodukten wie Baumwolle und Zucker sind die Zement-, Düngemittel-, Eisen-, Stahl- und Aluminiumerzeugung, die Herstellung von Elektro- und chemisch-pharmazeutischen Produkten sowie die Erdölverarbeitung und der Maschinen-bzw. Fahrzeugbau wichtige Industriezweige in Ägypten geworden. Das ägyptische Unternehmen Asfour Crystal International ist Weltmarktführer auf dem Gebiet spezieller Bleikristallprodukte.
Agyptens wichtigster Bodenschatz ist das Erdöl, das vor allem im Golf von Sues, in der Kattarasenke und auf der Sinai-Halbinsel gefördert wird. Daneben werden Rohphosphate, Eisen- und Manganerze sowie Salz gewonnen. Vorkommen von Asbest, Schwefel, Buntmetallen und Uranerzen warten noch auf ihre Erschließung.
Neben der industriellen Produktion spielt die Landwirtschaft in Ägypten als Arbeitgeber weiterhin eine wichtige Rolle. Die Haupteinnahmequellen Ägyptens sind jedoch der Erlös aus dem Erdölexport und der Benutzung des Suezkanals sowie die Gastarbeiterüberweisungen und der Tourismus. Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2016 pro Kopf 3.250 EUR, das Wirtschaftswachstum 4,3 Prozent.

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8. Verkehrsnetz in Ägypten

Das ägyptische Straßennetz besitzt eine Gesamtlänge von fast 70.000 km und beschränkt sich in erster Linie auf das Niltal und das Nildelta. Zwei Drittel der hier vorhandenen Straßen sind befestigt und die Hauptstraßen sind gut ausgebaut. Längere Strecken auf den Nebenstraßen Ägyptens können dagegen aufgrund zahlreicher Schlaglöcher und querender Wanderdünen unbequem werden. Die übrigen Landesteile sind lediglich durch Wüstenpisten erschlossen. Ein Straßentunnel unter dem Sueskanal verbindet das ägyptische Kernland mit der Sinai-Halbinsel. Der Verkehr in den Städten des Landes wird in vielen Reiseberichten als unübersichtliches Chaos beschrieben. Tatsächlich zählt Ägypten zu den Ländern mit den meisten Verkehrsunfällen. Sicherheitsvorschriften und Verkehrsverhalten entsprechen nicht den europäischen Standards.
Wichtigster Verkehrsträger in Ägypten ist nach wie vor die Eisenbahn. Das Schienennetz der Ägyptischen Staatsbahnen entlang des Nils und seinem Delta hat eine Streckenlänge von ca. 7700 km und ist das älteste in ganz Afrika. Die Verbindung Alexandria–Kairo–Luxor–Assuan wird täglich mit klimatisierten Schlafwagenzügen betrieben. Ein komfortabler Schnellzug verbindet zudem Kairo mit Marsa Matruh nahe der libyschen Grenze. Die Fahrpreise in den Pendlerzügen und in der dritten Klasse werden vom Staat subventioniert. Neben dem Personenverkehr hat auch der Gütertransport auf der Schiene mit vier bis fünf Millionen Tonnen im Jahr eine erhebliche Bedeutung für die industrielle Entwicklung Ägyptens.
Der größte Seehafen ist Alexandria am Mittelmeer, neben Port Said und Port Taufiq bei Suez am Roten Meer. Eine wichtige und internationale Rolle spielt die 162 km lange Verbindung des Mittelmeeres zum Roten Meer über dieser beiden Seehäfen durch den Suezkanal. Zusammen mit dem Nil sind ca. 3.350 km Binnenwasserstraßen schiffbar, auf denen 25 % des Güterverkehrs abgewickelt werden.
Internationale Flughäfen befinden sich in Kairo, Alexandria, Marsa Alam und Luxor.

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9. Städte und Regionen in Ägypten

Ägypten ist in 27 Gouvernements von sehr unterschiedlicher Größe unterteilt, die jeweils von einem Gouverneur im Ministerrang regiert werden. Während die Wüstengebiete in großräumigen Gouvernements wie z.B. der Bezirk Al-Wadi al-dschadid mit 376.000 km² Fläche verwaltet werden, sind die dicht besiedelten Gebiete am Nil in wesentlich kleinere Regierungsbezirke unterteilt, von denen die kleinste das Gouvernement Luxor um die gleichnamige Nil-Stadt herum mit gerade mal 55 km² Fläche ist.
Die größten städtischen Metropolregionen in Ägypten sind Kairo und Gizeh mit zusammen ca. 16.1 Mio Einwohnern, Alexandria mit ca. 4.5 Mio Einwohnern, und die Stadtregionen Suez und al-Mansura mit jeweils um die 600.000 Einwohnern. Ein Drittel der ägyptischen Bevölkerung konzentriert sich auf diese Regionen.

Kairo
Die Hauptstadt Kairo ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Ägyptens sowie der ganzen Arabischen Welt. Die Kernstadt beherbergt alleine über 9 Mio Einwohner auf einer Fläche von ca. 600 km². Die Metropolregion um Kairo, zu der auch die Städte Gizeh und Schubra al-Chaima gehören ist mit über 16 Mio Einwonern die größte städtische Agglomeration auf dem afrikanischen Kontinent. Neben dem Sitz der ägyptischen Regierung, des Parlaments, aller staatlichen und religiösen Zentralbehörden sowie zahlreicher diplomatischer Vertretungen ist Kairo auch der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt Ägyptens und besitzt zahlreiche Universitäten, Hochschulen, Theater, Museen sowie eine große Anzahl an Baudenkmälern. Die geschichtlichen Wurzeln der Stadt gehen auf die Gründung eines Militärlagers durch die Fatimiden um das Jahr 970 n. Chr. herum zurück. Neben den zahlreichen kulturhistorisch sehenswerten Gebäuden in Kairo wie die Zitadelle, die Muhammad-Ali-Moschee oder die Stadttor ist die gesamte islamische Altstadt von Kairo von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden. Ebenso sehenswert sind die nach dem pharaonische Totenkult errichteten Totenstädte, bewohnten Friedhöfe Kairos, sowie eine Reihe architektonischer Denkmäler aus der jüngeren Vergangenheit wie die Börse, das Wohngebäude Sednaoui oder die Mubarak-Bibliothek des französischen Architekten Georges Parcq zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Im benachbarten Gizeh gehören die berühmten Pyramiden und die Sphinx zu den bekanntesten Bauwerken der Menschheit und zu dem letzten erhaltenen Weltwunder der Antike.

Alexandria
Die mit über 5 Mio Einwohnern zweitgrößte Stadt Ägyptens liegt am westlichen Rand des Nildeltas und wurde um 331 v. Chr. von Alexander dem Großen an der Stelle der altägyptischen Siedlung Rhakotis am Mittelmeer gegründet. Alexandria galt lange Zeit als geistiges Zentrum der Antiken Welt. In der von vielen Eroberungen und Machtwechseln geprägten Geschichte Alexandrias sind viele historische Bauwerke und Kunstschätze über die Jahrhunderte verloren gegangen. Das heutige Stadtbild wird von Gebäuden im Stil des Historismus, Stile Liberty und Eklektizismus aus dem 19. und 20. Jahrhundert bestimmt. Aus antiker Zeit sind ein römisches Theater und die Katakomben von Kom esch-Schuqafa erhalten. Wichtigstes Museum Alexandrias ist das Griechisch-Römische Museum über antike Architektur, Bildhauerei und Handwerkskunst. Unter der Schirmherrschaft der UNESCO wurde das Kulturzentrum Bibliotheca Alexandrina gebaut um an die ruhmreiche Vergangenheit der antiken Bibliothek anknüpfen. Das Areal beherbergt die Bibliothek, Museen und Galerien, mehrere Forschungsinstitute, ein Veranstaltungszentrum und ein Planetarium. Neben der kulturhistorischen Bedeutung ist Alexandria heute nach Kairo die zweitgrößte Industriestadt Ägyptens.

Port Said
Die am Mittelmeer, an der Einfahrt des Suez-Kanals gelegene Stadt ist neben Alexandria die zweitwichtigste Hafenstadt Ägyptens. Mit ca. 750.000 Einwohnern ist Port Said sowohl Industriestandort und wichtiger Umschlagplatz für landwirtschaftliche Produkte wie Baumwolle und Reis, als auch ein wichtiges Seebad und Anlaufpunkt internationaler Kreuzfahrtschiffe. Die Stadt gilt zusammen mit dem Suezkanal offiziell als Grenze zwischen dem afrikanischen und asiatischen Kontinent.

Luxor
Die oberägyptische Stadt Luxor liegt an der Südostseite einer etwa 120 Kilometer langen Flussschleife des Nils ist mit knapp 500.000 Einwohnern weniger wegen ihrer Größe als vielmehr wegen ihrer kulturhistorischen Bedeutung bekannt. In und um Luxor befinden sich einige der wichtigsten archäologischen Stätten Ägyptens. Bekannt sind vor allem der Luxor- und der Karnak-Tempel inmitten und nördlich des Stadtgebiets sowie das Tal der Könige und die altägyptischen Tempelruinen in Theben-West, dem westlichen Nilufer. Auf dem Nil als wichtiger Verkehrsader verkehren von Luxor als Ausgangs- oder Endpunkt viele Kreuzfahrtschiffe nach Assuan im Süden wie auch nördlich bis zum antiken Abydos. Die Schiffsanlegestellen liegen an der Uferprommenade innerhalb der Stadt entlang des gesamten östlichen Nilufers.

Hurghada
Hurghada ist mit ca. 160.000 Einwohnern das größte ägyptische Tourismuszentrum am Roten Meer. In der gut 30 km langen Küstenregion mit weißen palmenbestandenen Sandstränden und Korallenriffen haben sich etliche Hotelanlagen und Einrichtungen mit touristischen Angeboten wie Tauchen, Schnorcheln, Windsurfern, Segeln und Hochseeangeln etabliert. Der gegenüber von Hurghadaan der Südspitze der Sinai-Halbinsel gelegene Touristenort Scharm asch-Schaich ist vor allem bei Tauchsportlern beliebt.

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Tempel der Hatschepsut in Theben, Ägypten

Tempel der Hatschepsut in Theben, Ägypten

 

 

10. Kultur und Sehenswürdigkeiten in Ägypten 


Das alte Ägypten gehörte zu den ersten Zivilisationen der Menschheit und die damit verbundene Kulturgeschichte Ägyptens reicht über 6000 Jahre zurück, in dessen Verlauf Ägypten die spätere Kulturen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika beeinflusste. Nach der pharaonischen Ära geriet Ägypten selbst unter den Einfluss des Hellenismus, des Christentums und der islamischen Kultur. Heute sind viele Aspekte der alten ägyptischen Kultur immer noch präsent und spielen mit neueren Elementen zusammen, unter anderem dem Einfluss der modernen westlichen Kultur.
Kairo ist seit Jahrhunderten eines der geistigen und kulturellen Zentren der arabischen Welt mit Sitz der renommierten islamischen Hochschule al-Azhar und des Oberhaupts der koptisch-orthodoxen Kirche. Sie beheimatet große Bibliotheken, Museen und das erste Opernhaus der arabischen Welt sowie weite Teile der arabischen Filmindustrie. Zahlreiche Galerien, Ausstellungsflächen, Musiklabels und Veranstaltungsorte, die sich oft in leerstehenden Gebäuden in der prächtigen, aber maroden Innenstadt befinden, bieten ein abwechslungsreiches Programm und sind eng mit der internationalen Kulturszene vernetzt. Zu den wichtigsten kulturellen Veranstaltungen zählen die Internationale Buchmesse Kairo, das Internationale Filmfestival und das Internationale Festival für Experimentelles Theater. Darüber hinaus gibt es eine weiterhin aktive unabhängige Kulturszene.
Die ägyptische Musik ist eine reiche Mischung indigener, mediterraner, afrikanischer und westlicher Elemente. Perkussion und Vokalmusik sind schon immer ein wichtiger Teil der lokalen Musiktraditionen auf Hochzeiten und anderen Festlichkeiten gewesen, während die ägyptische Popmusik in der jüngeren Musikszene immer mehr an kultureller Bedeutung gewann.
Entsprechend der geschichtlichen Bedeutung Ägyptens ist das Land reich an kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, allen voran die Pyramiden um und im weiteren Umfeld von Gizeh und die Tempel Luxor bzw. das nahegelegene Tal der Könige in Theben. Denkmäler zur jüngeren Geschichte Ägyptens sind vor allem in Kairo und Alexandria sehenswert.
Für Naturliebhaber bieten die drei Nationalparks Ägyptens interessante Einblicke in die Wüsten- und Steppenlandschaften der östlichen Sahara sowie in die maritime Welt der Küstengebiete des Roten Meeres.

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11. Feiertage mit festem Datum in Ägypten

Das Datum der islamischen Feiertage richtet sich nach dem islamischen Mondkalender und verschiebt sich daher von Jahr zu Jahr
 

1. Jan Bankfeiertag
7. Jan Koptische Weihnachten
25. Jan Jahrestag der Revolution von 2011
25. Apr Tag der Befreiung des Sinai
1. Mai Tag der Arbeit
1. Juli Bankfeiertag
23. Juli Jahrestag der Revolution von 1952
6. Okt Tag der Streitkräfte

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12. Medizinische Hinweise für Ägypten

Aus rechtlichen Gründen dürfen wir als Reiseveranstalter keine verbindlichen medizinischen Hinweise kommunizieren und verweisen daher auf die Informationen des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland, des Robert-Koch-Institutes und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V.

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13. Reisehinweise für Ägypten

Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise, Informationen zur Ein- und Ausreise sowie besondere strafrechtliche Hinweise und Verhaltensempfehlungen für Ihren Aufenthalt in Ägypten erhalten Sie vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.

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14. Auslandsvertretung in Ägypten

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kairo (es existiert ein weiteres Honorarkonsulat in Alexandria)
Amtsbezirk/
Konsularbezirk:
Ägypten.
Ort: Kairo
Straßenanschrift: 2 Sharia Berlin (off Sharia Hassan Sabri), Zamalek, Kairo
Postadresse: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, 2 Sharia Berlin (off Sharia Hassan Sabri), Zamalek, Kairo 11211, Ägypten
Telefon: (00202) 2728-2000, für Notfälle deutsch- und englisch (0020) (0)122 213-6538, arabisch (0020) (0)122-2308151
Fax: (00202) 2728-2159
E-Mail: [email protected]
Website: http://www.kairo.diplo.de
Behördensprachen
im Gastland:
Deutsch, Englisch, Arabisch

 

Botschaft der Arabischen Republik Ägypten in Berlin
(Es existieren weitere Honorarkonsulate in Frankfurt und Hamburg)
Ort: Berlin
Straßenanschrift: Stauffenbergstraße 6/7
Postadresse: Stauffenbergstraße 6/7, 10785 Berlin
Telefon: 030 4 77 54 70
Fax: 030 4 77 10 49
E-Mail: [email protected]
Website: http://www.egyptian-embassy.de

 

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15. Informationsquellen für Ägypten

Deutscher Wetterdienst
Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Wikipedia

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motorrad-Reisen in Ägypten

Geländewagen -Reisen in Ägypten

Erlebnis-Reisen in Ägypten