Auf einen Blick Inhalt
  1. Das Klima auf Sansibar im Überblick
  2. Sansibar Monat für Monat
  3. Aktivitäten nach Saison
  4. Safari und Sansibar kombinieren
  5. Häufige Fragen zur besten Reisezeit für Sansibar
  6. Fazit

Die beste Reisezeit für Sansibar ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober: 28 bis 30 Grad am Tag, 3 bis 5 Regentage im Monat, ein stetiger Wind aus Südost und Luft, die nicht klebt. Eine zweite gute Phase liegt zwischen Mitte Dezember und Ende Februar, heißer mit 32 bis 33 Grad, das Meer bei 28 bis 29 Grad, und mit der besten Sicht unter Wasser des ganzen Jahres.

Meiden solltest du April und Mai. Das ist die große Regenzeit, im April fallen rund 350 bis 400 Millimeter an 15 bis 20 Tagen, und ein Teil der Strandhotels macht in diesen Wochen ganz zu. Alles dazwischen ist eine Frage von Preis, Wind und Wassertemperatur. Wir gehen die Insel unten Monat für Monat durch, mit einer Tabelle zum Vergleichen, den Aktivitäten je nach Saison und der Frage, die bei uns fast jeder stellt: Wann passt Sansibar zu einer Safari auf dem Festland?

Das Klima auf Sansibar im Überblick

Tropisch, feucht und das ganze Jahr über warm

Sansibar liegt 6 Grad südlich des Äquators, rund 35 Kilometer vor der Küste Tansanias. Das erklärt fast alles am Klima. Die Sonne geht das ganze Jahr über gegen 6:15 Uhr auf und gegen 18:30 Uhr unter. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 28 Grad im Juli und 33 Grad im Februar, nachts kühlt es auf 20 bis 25 Grad ab, die Luftfeuchtigkeit bleibt fast immer zwischen 75 und 85 Prozent. Es gibt also keinen kalten Monat und keinen Monat ohne Badewetter. Was sich ändert, ist der Regen, der Wind und die Zahl der anderen Gäste am Strand.

Die Hauptinsel Unguja bekommt im Jahr etwa 1.500 bis 1.600 Millimeter Regen, das Doppelte von Berlin. Pemba, die zweite große Insel 50 Kilometer weiter nördlich, liegt bei rund 1.900 Millimetern und ist entsprechend grüner. Der Regen fällt in zwei klar getrennten Phasen.

Die zwei Regenzeiten: Masika und Vuli

Die große Regenzeit heißt auf Swahili Masika, beginnt meist um die Monatsmitte im März und läuft bis Ende Mai. Der April ist der nasseste Monat des Jahres mit 350 bis 400 Millimetern, im Mai sind es noch etwa 250. Der Regen kommt in kräftigen Schauern, oft am späten Nachmittag oder in der Nacht. Ein Tag mit sieben Stunden Sonne und einem Gewitter um 17 Uhr ist im April normal, Dauerregen von morgens bis abends kommt vor, aber seltener als man denkt.

Die kleine Regenzeit heißt Vuli und liegt zwischen Anfang November und Mitte Dezember, mit 150 bis 200 Millimetern an 10 bis 12 Tagen im November. Die Schauer sind kürzer und der Himmel reißt schneller wieder auf. Für eine Strandwoche im November brauchst du Geduld an zwei oder drei Nachmittagen, mehr nicht.

Die zwei Trockenzeiten und die Monsunwinde

Zwischen den Regenzeiten liegen zwei trockene Phasen, und beide haben ihren eigenen Wind. Von Juni bis Oktober weht der Kusi, der Südost-Monsun: kühler, stärker, an der Ostküste regelmäßig mit 15 bis 25 Knoten. Juli und August sind mit 28 Grad die kühlsten Monate, das Meer kühlt auf 25 bis 26 Grad ab. Das ist immer noch wärmer als die Nordsee im Hochsommer, aber deutlich frischer als der Rest des Jahres.

Von Dezember bis März weht der Kaskazi aus Nordost: wärmer, schwächer, meist 12 bis 20 Knoten, und in der zweiten Märzhälfte lässt er nach. Januar und Februar sind deshalb heiß und trocken, mit 50 bis 75 Millimetern Regen im Monat und einem Meer von 28 bis 29 Grad.

Was die Zahlen für dich bedeuten

Drei Faustregeln. Erstens: Juli bis September sind die sichersten Monate für Sonne, aber auch die vollsten und die teuersten. Zweitens: Januar und Februar sind die Wahl, wenn dir 26 Grad Wassertemperatur zu kühl sind und du lieber bei 29 Grad schnorchelst. Drittens: Wer im April oder Mai reist, spart 20 bis 40 Prozent beim Hotel, muss aber damit rechnen, dass einzelne Häuser im April für vier bis sechs Wochen schließen.

Ein Punkt, den fast jeder unterschätzt: die Gezeiten. An der Ostküste zwischen Matemwe und Jambiani liegt der Tidenhub bei 3 bis 4 Metern, bei Ebbe zieht sich das Wasser bis zu 2 Kilometer zurück. Das ist unabhängig vom Monat, ändert aber die Tagesplanung: Baden geht an der Ostküste nur um die Flut herum, an der Nordspitze bei Nungwi und Kendwa dagegen fast rund um die Uhr.

Sansibar Monat für Monat

Die Tabelle fasst die zwölf Monate zusammen. Die Werte sind langjährige Mittel und auf ganze Zahlen gerundet, in einem einzelnen Jahr kann der April auch 300 Millimeter bringen oder der August einmal fünf Regentage. Die Richtung stimmt aber verlässlich.

MonatTageshöchstwertRegentageWassertemperaturSaison
Januar32 Grad628 GradHochsaison bis Mitte Januar, dann Nebensaison
Februar33 Grad429 GradNebensaison, trocken und heiß
März33 Grad929 GradÜbergang, ab Mitte März Regen
April31 Grad1729 GradGroße Regenzeit
Mai30 Grad1228 GradGroße Regenzeit, Ende im letzten Drittel
Juni29 Grad527 GradTrockenzeit, Nebensaison
Juli28 Grad326 GradTrockenzeit, Hochsaison
August28 Grad325 GradTrockenzeit, Hochsaison
September29 Grad326 GradTrockenzeit, Nebensaison
Oktober30 Grad527 GradTrockenzeit, Nebensaison
November31 Grad1128 GradKleine Regenzeit
Dezember32 Grad928 GradRegen bis Mitte Dezember, dann Hochsaison

Januar: heiß, 32 Grad, Hochsaison bis zur Monatsmitte

Der Januar beginnt mit dem Ende der Weihnachtssaison. Bis etwa zum 10. Januar sind die Strandhotels voll und die Preise auf dem Jahreshoch, danach fallen sie innerhalb einer Woche um 20 bis 30 Prozent. Tagsüber sind es 32 Grad, nachts 25, mit 75 Millimetern Regen an 6 Tagen ist der Monat trocken genug für jede Planung. Der Kaskazi weht aus Nordost, bei Paje ist Kitesaison, das Meer hat 28 Grad. Auf den Märkten in Stone Town ist Mangozeit. Für die Kombination mit einer Safari ist der Januar interessant, weil im Süden der Serengeti bei Ndutu ab Ende Januar die Gnus kalben und in wenigen Wochen rund 400.000 Kälber zur Welt kommen.

Februar: der heißeste Monat, 33 Grad, ruhig und trocken

Mit 33 Grad am Tag und nur 60 Millimetern Regen an 4 Tagen ist der Februar der trockenste Monat der warmen Jahreshälfte. Das Meer erreicht 29 Grad, die Sicht beim Tauchen am Mnemba-Atoll liegt bei 20 bis 30 Metern. Ab Februar legen die Grünen Meeresschildkröten an den Stränden von Matemwe und Nungwi ihre Eier ab, bis in den Juli hinein. In der warmen Zeit von Februar bis April treiben gelegentlich Quallen ans Ufer, meist harmlose, ein dünnes Lycra-Shirt beim Schnorcheln ist trotzdem keine schlechte Idee. In der zweiten Februarwoche spielt in Stone Town das Sauti za Busara, das größte Musikfestival Ostafrikas, vier Abende lang im Alten Fort. Und ein Kalenderpunkt, der oft übersehen wird: 2027 beginnt der Ramadan voraussichtlich am 8. Februar, mehr dazu unten bei den Fragen.

März: schwül, 33 Grad, Übergang zur Regenzeit

Die erste Märzhälfte ist noch Februar, die zweite schon Regenzeit. Über den Monat kommen 150 Millimeter an 9 Tagen zusammen, fast alle davon nach dem 15. Das Meer ist mit 29 bis 30 Grad so warm wie sonst nie, der Kaskazi wird schwächer und die Kitesaison läuft aus. Für Taucher ist der März noch gut. Die Hotelpreise sinken ab Mitte des Monats auf Regenzeit-Tarife. Wer die Wärme mag und mit ein paar Gewittern leben kann, bekommt in den ersten drei Märzwochen ein sehr gutes Verhältnis von Wetter und Preis.

April: große Regenzeit, 31 Grad, der nasseste Monat

350 bis 400 Millimeter an 15 bis 20 Tagen. Der April ist der Monat, den wir für eine reine Strandreise nicht empfehlen. Es regnet nicht den ganzen Tag, aber es regnet jeden Tag, und die Schauer sind kräftig genug, dass in Stone Town die Gassen für eine Stunde zum Bach werden. Ein Teil der Strandhotels schließt im April für vier bis sechs Wochen, die offenen Häuser geben 30 bis 40 Prozent Rabatt. Die Insel ist in diesen Wochen so grün wie sonst nie, die Reisfelder im Zentrum stehen unter Wasser, und du hast die Strände fast für dich allein. Die Mückendichte ist jetzt am höchsten, Malariaprophylaxe ist auf Sansibar ohnehin ganzjährig ein Thema.

Mai: noch Regen, 30 Grad, Ende der Masika

Noch 250 Millimeter an 12 Tagen, aber mit einem klaren Gefälle: Die erste Maihälfte ist nass, die zweite deutlich besser, und in den letzten zehn Tagen setzt oft schon der Kusi ein. Die Temperaturen gehen auf 30 Grad zurück, das Meer hat 28 Grad. Die Preise bleiben auf Regenzeit-Niveau, die im April geschlossenen Hotels öffnen wieder. Wer flexibel ist, reist in der letzten Maiwoche: Nebensaisonpreise, wenig Gäste, mit etwas Glück schon Trockenzeit. An der Ostküste beginnt die Zeit, in der der Wind Seegras an die Strände trägt. Das gehört zum Kusi dazu und wird von den Hotels jeden Morgen weggeharkt.

Juni: trocken, 29 Grad, Beginn der besten Zeit

Mit 50 Millimetern an 5 Tagen ist der Juni der erste richtige Trockenmonat. Der Kusi weht stetig, die Luftfeuchtigkeit fällt auf 70 bis 75 Prozent, nachts wird es mit 21 bis 22 Grad zum ersten Mal seit Monaten angenehm kühl. Das Meer hat 27 Grad. Die Preise liegen noch unter Juli und August, die Strände sind halb voll. Ab Mitte Juni beginnt an der Ostküste die zweite Kitesaison, mit deutlich mehr Wind als im Winter. Auf dem Festland hat die Trockenzeit begonnen, das Gras wird niedriger, und die Gnus ziehen durch die westliche Serengeti Richtung Norden.

Juli: trocken, 28 Grad, Hochsaison

40 Millimeter an 3 Tagen, 28 Grad am Tag, 20 Grad in der Nacht. Der Juli ist zusammen mit dem August der kühlste Monat, und für viele Europäer der angenehmste. Es ist aber auch Hochsaison: Die Preise liegen 20 bis 30 Prozent über dem Juni, gute Häuser an der Nordspitze sind vier bis sechs Monate im Voraus ausgebucht. Mitte Juli findet in Stone Town das Zanzibar International Film Festival statt, seit 1998, rund eine Woche lang im Alten Fort. Ende Juli feiert das Dorf Makunduchi im Süden das Mwaka Kogwa, das Neujahrsfest der Shirazi, mit Scheinkämpfen mit Bananenstauden und einer Hütte, die zum Abschluss abbrennt. Vor der Küste beginnt die Zeit der Buckelwale, die von Juli bis Oktober an Sansibar vorbeiziehen.

August: trocken, 28 Grad, die vollste Zeit des Jahres

Wetter wie im Juli, 40 Millimeter an 3 Tagen, und die meisten Gäste des ganzen Jahres. Der August ist nach Weihnachten der teuerste Monat. Das Meer hat mit 25 bis 26 Grad seinen Tiefstwert, was nach einer Stunde Schnorcheln tatsächlich kühl wird. Der Kusi ist jetzt am stärksten, an manchen Tagen über 20 Knoten, was Kiter freut und Sonnenanbeter an der Ostküste nervt. Die Nordspitze bei Nungwi liegt im Windschatten und ist im August die bessere Wahl zum Baden. Von August bis September sind die Buckelwale am häufigsten zu sehen, die Fischer von Kizimkazi und Matemwe fahren mit ihren Dhows hinaus. Auf Pemba beginnt die Nelkenernte, die bis Dezember läuft. Rund 80 Prozent der Nelken Sansibars wachsen dort, und in den Dörfern liegen die Blüten zum Trocknen auf Matten am Straßenrand.

Tour-Tipp für Juli bis Oktober: Unsere Safari Tansania Sansibar: Serengeti und Ngorongoro hat in der Trockenzeit ihre besten Termine. 10 Tage, erst Tarangire, Serengeti und der Ngorongoro-Krater in Lodges, dann die letzten 4 Tage am Strand von Sansibar, ab 2.699 Euro.

September: trocken, 29 Grad, unser Favorit

Wenn wir einen Monat nennen müssten, wäre es dieser. 45 Millimeter an 3 Tagen, 29 Grad am Tag, und ab der zweiten Septemberwoche leeren sich die Strände, weil die Schulferien in Europa vorbei sind. Die Preise gehen um 10 bis 20 Prozent zurück. Der Kusi lässt nach, das Meer wird mit 26 Grad wieder einen Grad wärmer, die Sicht unter Wasser steigt. Die Buckelwale sind noch da, die Nelkenernte auf Pemba läuft, und in der Serengeti stehen die Gnus am Mara-Fluss. Für die Kombination aus Safari und Strand ist der September der Monat mit dem besten Verhältnis von Wetter, Tierbeobachtung und Preis.

Oktober: trocken, 30 Grad, ruhig und klar

80 Millimeter an 5 Tagen, die ersten Schauer kündigen die kleine Regenzeit an, aber die meisten Oktobertage sind trocken. Der Kusi hört auf zu wehen, das Meer wird flach, und damit beginnt die beste Tauchzeit des Jahres: Von Oktober bis März liegt die Sicht am Mnemba-Atoll bei 20 bis 30 Metern. Die Kitesaison ist vorbei, die Ostküste wird zum Badestrand, das Meer hat 27 Grad. Ab Oktober stehen vor Mafia Island, rund 150 Kilometer weiter südlich, die Walhaie, bis Februar. Das ist ein eigener Ausflug mit eigenem Flug ab Dar es Salaam, für Taucher aber eine Überlegung wert.

November: kleine Regenzeit, 31 Grad, günstig

Der November bringt 150 bis 200 Millimeter an 10 bis 12 Tagen, meist als Schauer von ein bis zwei Stunden am Nachmittag. Es wird wieder wärmer und feuchter, 31 Grad am Tag, das Meer bei 28 Grad. Die Preise sind so niedrig wie sonst nur im April und Mai, die Hotels sind aber offen und die Strände leer. Ende November setzt der Kaskazi ein. Auf den Märkten beginnt die Mangosaison. Für eine Reise mit Safari ist der November ein Monat mit Abstrichen: In der Serengeti setzt ebenfalls die kleine Regenzeit ein, die Tiere verteilen sich, dafür ist die Landschaft grün und die Lodges deutlich günstiger.

Dezember: Ende der Regen, 32 Grad, Hochsaison ab dem 20.

Bis etwa Mitte Dezember fallen noch 100 bis 140 Millimeter an 8 bis 9 Tagen, danach ist es trocken. 32 Grad am Tag, Meer bei 28 Grad, der Kaskazi weht stetig und ab Mitte Dezember beginnt bei Paje die Winter-Kitesaison. Ab dem 20. Dezember ist Sansibar so voll wie sonst nie: Die Preise liegen 40 bis 60 Prozent über der Nebensaison, viele Häuser verlangen zwischen Weihnachten und Neujahr einen Mindestaufenthalt von 5 bis 7 Nächten, und wer dann reisen will, bucht im Frühsommer. Wer Ruhe sucht, reist in den ersten beiden Dezemberwochen: ein paar Schauer, dafür Nebensaisonpreise und freie Strände.

Aktivitäten nach Saison

Sansibar hat keine Aktivität, die nur in einem Monat geht. Aber fast jede hat einen Monat, in dem sie deutlich besser geht.

Tauchen und Schnorcheln: Oktober bis März

Die besten Sichtweiten hat das Meer, wenn kein starker Wind das Wasser aufwühlt, also in der Kaskazi-Zeit und in den windstillen Übergangsmonaten. Von Oktober bis März liegt die Sicht am Mnemba-Atoll vor der Nordostküste bei 20 bis 30 Metern, das Wasser hat 27 bis 29 Grad. Juli bis September gehen auch, mit 15 bis 20 Metern Sicht und 25 bis 26 Grad im Wasser, dafür mit Buckelwalen in Hörweite. Delfine gibt es vor Kizimkazi im Süden das ganze Jahr, am besten morgens zwischen 6 und 8 Uhr, bevor die Ausflugsboote kommen.

Kitesurfen: Mitte Dezember bis Mitte März und Mitte Juni bis September

Paje und Jambiani an der Ostküste sind die Kitespots, mit einer 1 bis 2 Kilometer breiten Lagune bei Ebbe und Sandboden ohne Korallen. Der Kaskazi bringt von Mitte Dezember bis Mitte März 12 bis 20 Knoten, warm und eher gleichmäßig, gut für Einsteiger. Der Kusi bringt von Mitte Juni bis September 15 bis 25 Knoten, kühler und kräftiger, für Fortgeschrittene.

Gewürzfarmen: Ernte von August bis Dezember

Die Gewürzfarmen bei Kizimbani und Kidichi, 20 Minuten östlich von Stone Town, kannst du jeden Tag im Jahr besuchen. Zimt, Pfeffer, Muskat, Vanille, Kardamom und Kurkuma stehen immer im Boden. Aber die Nelken, das wichtigste Gewürz der Insel, werden von August bis Dezember geerntet, manchmal schon ab Juli. In dieser Zeit siehst du die Pflücker in den Bäumen und die Blüten auf Matten in der Sonne, und der Geruch liegt über den Dörfern. Vanille wird im Juni und Juli geerntet, Mangos von November bis Februar.

Stone Town: Trockenzeit, und morgens

Die Altstadt von Stone Town, seit 2000 Welterbe, ist in jeder Jahreszeit begehbar, in der Regenzeit aber mit nassen Füßen, weil die engen Gassen kein Wasser abführen. Wichtiger als der Monat ist die Uhrzeit: zwischen 8 und 10 Uhr morgens ist es 5 Grad kühler als um 14 Uhr, und der Markt am Darajani ist dann in vollem Betrieb.

Feste: Februar und Juli

Zwei feste Termine im Jahr: das Sauti za Busara in der zweiten Februarwoche, vier Abende Musik aus ganz Afrika im Alten Fort, und das Zanzibar International Film Festival Mitte Juli. Dazu das Mwaka Kogwa in Makunduchi Ende Juli. Die islamischen Feste wandern jedes Jahr um etwa 11 Tage nach vorn: Das Eid al-Fitr am Ende des Ramadan wird drei bis vier Tage lang gefeiert, mit neuen Kleidern, Familienbesuchen und vollen Stränden bei Nungwi und Kendwa, wo dann auch die Einheimischen baden.

Safari und Sansibar kombinieren

Die meisten unserer Gäste kommen nicht wegen Sansibar allein. Die Insel ist der Strandteil einer Tansania-Reise, nach oder vor der Safari im Norden des Landes. Deshalb ist die Frage nach der besten Reisezeit für Sansibar bei uns fast immer eine Frage nach der besten Zeit für beides.

Die Monate, die für beides passen

Die Trockenzeit auf Sansibar und die Trockenzeit in der Serengeti fallen zusammen: Juni bis Oktober. In diesen Monaten stehen die Tiere an den verbliebenen Wasserstellen, das Gras ist niedrig, die Pisten sind fest, und am Ende wartet ein trockener Strand mit 28 Grad. Juli bis September ist die Zeit der Flussquerungen am Mara im Norden der Serengeti, mit dem August als Höhepunkt und den meisten Fahrzeugen am Ufer. Wer es ruhiger mag, reist im Juni oder in der zweiten Septemberhälfte.

Die zweite passende Phase ist Januar und Februar. Auf Sansibar ist es heiß und trocken, das Meer hat 29 Grad, und in der Serengeti kalben bei Ndutu die Gnus, was die Raubtiere anzieht und kurze Fahrtwege zwischen den Sichtungen bedeutet. Der Ngorongoro-Krater funktioniert das ganze Jahr, weil die Tiere ihn kaum verlassen. Eine Sache, die viele überrascht: Der Kraterrand liegt auf 2.300 Metern, und dort sind die Nächte im Juli und August mit 8 bis 10 Grad kalt. Eine Fleecejacke gehört in jede Safari-Tasche, auch wenn am Ende Sansibar mit 30 Grad wartet.

April und Mai sind an beiden Orten Regenzeit, das ist die eine Kombination, von der wir abraten. November ist auf dem Festland grün und günstig, mit weniger Tieren an einem Ort, und auf Sansibar mit ein paar Nachmittagsschauern.

Reihenfolge: Safari zuerst, dann der Strand

Wir planen fast immer erst die Safari, dann die Insel. Frühes Aufstehen, lange Fahrten über Wellblechpisten und Staub steckt man am Anfang besser weg als am Ende, und die Tage am Strand sind danach genau das, was sie sein sollen. Von Arusha nach Sansibar fliegst du 1,5 Stunden, von Dar es Salaam sind es 20 Minuten mit dem Flugzeug oder 2 Stunden mit der Fähre. Andersherum geht es auch, etwa wenn dein Flug direkt auf Sansibar landet und du den Jetlag lieber am Strand abbaust als um 6 Uhr im Landcruiser.

Tour-Tipp für den Start am Strand: Bei Tansania Safari mit Sansibar und Serengeti ist die Reihenfolge umgekehrt. 10 Tage, die ersten 4 davon auf Sansibar mit Stone Town und der Nordküste, danach Tarangire, Serengeti und Ngorongoro, ab 2.699 Euro.

Tour-Tipp für zwei Wochen: Die Overland Safari Tansania Kenia mit Sansibar beginnt mit 3 Tagen auf der Insel und fährt dann über Arusha, die Serengeti und den Ngorongoro bis zur Masai Mara in Kenia. 14 Tage im Overland-Truck, ab 4.859 Euro.

Anreise und Zeitunterschied

Im Winterhalbjahr gibt es Direktflüge ab Frankfurt nach Sansibar mit rund 9,5 Stunden Flugzeit, den Rest des Jahres fliegst du mit Umstieg in Doha, Istanbul oder Addis Abeba, 12 bis 15 Stunden Reisezeit. Für die Safari landest du am Kilimanjaro Airport bei Arusha. Sansibar liegt in der Zeitzone UTC+3, eine Stunde vor der deutschen Sommerzeit und zwei vor der Winterzeit. Der Jetlag ist damit kein Thema, die Hitze nach der Landung schon.

Häufige Fragen zur besten Reisezeit für Sansibar

Welcher Monat ist der beste für Sansibar?

Für die meisten Reisenden der September: 29 Grad, 3 Regentage, leere Strände ab der zweiten Woche und Preise 10 bis 20 Prozent unter dem August. Wer es heißer und das Meer wärmer mag, nimmt den Februar mit 33 Grad und 29 Grad Wassertemperatur.

Wann ist Regenzeit auf Sansibar, und kann man dann trotzdem reisen?

Die große Regenzeit läuft von Mitte März bis Ende Mai, die kleine von Anfang November bis Mitte Dezember. Reisen kannst du in beiden. Im November und in der ersten Dezemberhälfte bedeutet das ein paar Schauer am Nachmittag und niedrige Preise, das ist eine gute Nebensaison. April und Mai sind anders: 15 bis 20 Regentage, Häuser, die schließen, weiche Pisten. Für eine reine Strandwoche raten wir ab, für eine günstige Reise mit Stone Town, Gewürzfarmen und ein paar Sonnenstunden zwischen den Gewittern geht es.

Wie warm ist das Meer auf Sansibar?

Zwischen 25 Grad im August und 29 bis 30 Grad im März. Im Jahresmittel etwa 27 Grad. Der Unterschied ist beim Schnorcheln spürbar: Im August wird es nach einer Stunde kühl, im Februar nicht.

Wann ist Sansibar am günstigsten?

April, Mai und November. In diesen Monaten liegen die Hotelpreise 20 bis 40 Prozent unter der Nebensaison und bis zu 50 Prozent unter dem August. Am teuersten ist die Zeit vom 20. Dezember bis zum 10. Januar mit Aufschlägen von 40 bis 60 Prozent und Mindestaufenthalten.

Wann lässt sich eine Safari in Tansania mit Sansibar kombinieren?

Am besten von Juni bis Oktober, wenn auf dem Festland und auf der Insel Trockenzeit ist, und als zweite Wahl im Januar und Februar zur Kalbungszeit in der Serengeti. Wie unsere Safaris in Tansania aufgebaut sind, welche Termine es gibt und wie viele Tage am Ende am Strand bleiben, findest du auf unserer Übersicht der Tansania-Safaris. Die meisten Touren dort enden auf Sansibar oder beginnen dort.

Muss ich den Ramadan bei der Planung beachten?

Ja, aber er ist kein Grund, nicht zu reisen. Sansibar ist zu 99 Prozent muslimisch, und im Fastenmonat sind in Stone Town viele Restaurants tagsüber geschlossen, die Nachtmärkte dafür voller. In den Strandhotels merkst du wenig davon. Der Ramadan wandert jedes Jahr um etwa 11 Tage nach vorn, 2027 beginnt er voraussichtlich am 8. Februar und endet um den 9. März. In der Altstadt gilt in dieser Zeit noch mehr als sonst: Schultern und Knie bedeckt, tagsüber nicht auf offener Straße essen oder trinken.

Fazit

Sansibar hat kein schlechtes Wetter, es hat nur nasse Wochen. Juni bis Oktober ist die verlässlichste Zeit, mit dem September als Monat mit dem besten Verhältnis aus Wetter, Ruhe und Preis. Januar und Februar sind die Wahl für alle, die es heiß und das Meer bei 29 Grad mögen. April und Mai lässt du aus, November und die erste Dezemberhälfte sind die günstige Nebensaison mit ein paar Schauern. Und wer die Insel mit einer Safari verbindet, richtet sich nach dem Festland: Trockenzeit von Juni bis Oktober, oder die Kalbungszeit im Januar und Februar.

Wenn du wissen willst, welche Termine in deinem Wunschmonat noch frei sind, oder ob sich für deine Woche die Ostküste oder die Nordspitze besser eignet, schreib uns. Wir sagen dir auch, wenn ein Monat für deinen Plan nicht passt. Alle Safaris mit Sansibar-Anteil findest du unter Safari Tansania, den Überblick über alle unsere Safaris in Afrika unter Safari.

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