At a glance Contents
  1. Safari-Kleidung im Überblick: Klima, Höhe und Tagesablauf
  2. Die 12 Punkte: was du anziehst und was du mitnimmst
  3. Packliste für 7 Tage Safari mit Stückzahlen
  4. Ausrüstung nach Safari-Art: Pirschfahrt, Camping, Walking, Gorillas, Strand
  5. FAQ: Safari-Kleidung und Ausrüstung
  6. Fazit: 12 Entscheidungen, 12 Kilo

Auf Safari ziehst du leichte, atmungsaktive Kleidung in Khaki, Oliv, Beige oder Braun an, in 3 Schichten übereinander, weil der Morgen im offenen Fahrzeug bei 8 bis 12 Grad beginnt und der Mittag bei 28 bis 32 Grad endet. Dazu kommen ein Hut mit Krempe, feste Halbschuhe, eine leichte Regenjacke, ein Fernglas und eine weiche Tasche mit höchstens 15 kg, weil die kleinen Buschflugzeuge nichts anderes mitnehmen.

Das ist die kurze Antwort. Die lange Antwort steht unten: was jede Farbe im Busch bedeutet, warum Tsetsefliegen auf Blau und Schwarz fliegen, was eine Lodge wäscht und was nicht, welche Kamera und welches Fernglas sich lohnen, was du bei Kindern anders packst, und eine Packliste für 7 Tage mit Stückzahlen. Alles, was hier steht, hat sich im Fahrzeug bewährt, nicht im Katalog.

Safari-Kleidung im Überblick: Klima, Höhe und Tagesablauf

Das Klima auf Safari: warm am Tag, kalt am Morgen

Fast jeder packt für Afrika zu warm für den Tag und zu dünn für den Morgen. Die klassischen Safarigebiete liegen nicht auf Meereshöhe: die Serengeti auf 1.500 m, die Masai Mara auf 1.600 m, der Rand des Ngorongoro-Kraters auf 2.300 m, Etosha auf 1.100 m, Bwindi in Uganda zwischen 1.400 und 2.300 m. Nur der Krüger-Nationalpark mit 300 m und die Küste von Sansibar liegen tief. In der Höhe bedeutet das: ab 06:00 Uhr stehst du im offenen Fahrzeug bei 8 bis 12 Grad im Fahrtwind, um 13:00 Uhr sitzt du bei 28 Grad im Schatten der Akazie, um 18:30 Uhr geht die Sonne innerhalb von 20 Minuten unter und die Temperatur fällt wieder um 10 Grad. Die Luft ist in der Trockenzeit sehr trocken, die Sonne steht am Äquator fast senkrecht, der UV-Index liegt an klaren Tagen bei 10 bis 12. Ein Sonnenbrand am Vormittag ist die häufigste Verletzung auf Safari, nicht der Löwe.

Die zwei Jahreszeiten: Trockenzeit und Regenzeit

In Ostafrika (Tansania, Kenia, Uganda) gibt es zwei Regenzeiten: die große von Ende März bis Mai und die kleine im November. Dazwischen liegt die lange Trockenzeit von Juni bis Oktober, in der die Nächte am kältesten sind, der Staub am dichtesten und die Tiere am Wasser am besten zu sehen. Im südlichen Afrika (Südafrika, Namibia, Botswana) ist es umgekehrt zur europäischen Uhr: der Winter von Mai bis September ist die Trockenzeit mit klaren Tagen um 25 Grad und Nächten bis 5 Grad, der Sommer von November bis März bringt Gewitter am Nachmittag und 33 bis 36 Grad in Etosha oder im Krüger. Für die Kleidung heißt das: in der Trockenzeit packst du für Kälte am Morgen und Staub, in der Regenzeit für Feuchtigkeit, Matsch und Moskitos. Beides ist mit denselben Grundteilen zu machen, nur die Gewichtung ändert sich.

Die Temperaturspannen der wichtigsten Safari-Regionen

Die folgende Tabelle zeigt, was dich in der Trockenzeit erwartet. Die Werte sind auf ganze Grad gerundet und beziehen sich auf den Morgen im Fahrzeug und den Mittag im Schatten, also auf das, was du auf der Haut spürst, nicht auf die Wetterstation am Flughafen.

RegionHöheMorgen 06:00MittagBesonderheit
Serengeti (Tansania)1.500 m10 bis 14 Grad25 bis 28 GradStaub, Fahrtwind im offenen Dach
Ngorongoro-Kraterrand2.300 m5 bis 10 Grad18 bis 22 GradNebel, Lodges ohne Heizung
Masai Mara (Kenia)1.600 m11 bis 14 Grad24 bis 27 Gradoffene Fahrzeuge, kühle Nächte
Bwindi (Uganda)1.400 bis 2.300 m10 bis 14 Grad20 bis 24 GradRegen an jedem Tag möglich
Krüger (Südafrika), Winter300 m6 bis 10 Grad24 bis 26 GradSommer bis 35 Grad
Etosha (Namibia), Winter1.100 m5 bis 8 Grad24 bis 27 Gradweißer Kalkstaub, sehr trocken
Okavango (Botswana), Winter1.000 m6 bis 8 Grad25 GradBootsfahrten, Wind auf dem Wasser
Sansibar, Küste0 m24 bis 26 Grad29 bis 33 Gradfeucht, keine kalten Morgen

Die 12 Punkte: was du anziehst und was du mitnimmst

Farben: Khaki, Oliv, Beige, Braun, kein Weiß, kein Schwarz

Die Farbregel ist keine Mode, sondern hat 3 Gründe. Erstens Staub: ein weißes T-Shirt ist nach einer Stunde auf der Piste rotbraun und bleibt es. Zweitens Tiere: gedeckte Farben fallen im Busch weniger auf, was auf der Walking Safari zählt und bei der Pirschfahrt im Fahrzeug weniger. Drittens Insekten: Tsetsefliegen fliegen auf Dunkelblau und Schwarz, so sicher, dass die Fallen in Tarangire und im Murchison-Falls-Park aus genau diesen zwei Stofffarben gebaut sind. Wer im dunkelblauen Fleece durch Tarangire fährt, hat den Nachmittag lang Gesellschaft. Ein Tsetsestich ist so schmerzhaft wie ein Bremsenstich und juckt 3 Tage. Also: Khaki, Sand, Oliv, Hellbraun, Grau. Kein Weiß, kein Schwarz, kein Dunkelblau, kein leuchtendes Rot. Und keine Tarnkleidung: in Simbabwe, Sambia und einigen weiteren Ländern ist Camouflage für Zivilisten verboten, und du willst am Grenzposten nicht der sein, der sein Hemd ausziehen muss.

Schichten: 3 Lagen, weil der Tag 20 Grad Unterschied hat

Das Zwiebelprinzip ist auf Safari keine Empfehlung, sondern die einzige Lösung für einen Tag, der bei 10 Grad im Fahrtwind beginnt und bei 30 Grad in der Sonne endet. Schicht 1: ein leichtes, langärmliges Hemd aus dünner Baumwolle oder Kunstfaser, das du über die Ärmel aufrollst, wenn es warm wird. Lang, nicht kurz: es schützt vor Sonne und ab 17:00 Uhr vor Moskitos. Schicht 2: ein dünnes Fleece oder ein Merino-Pullover von 150 bis 200 g/m². Schicht 3: eine leichte Windjacke, gern die Regenjacke aus dem nächsten Punkt. Um 06:00 Uhr trägst du alle 3, um 09:00 Uhr ist die Jacke im Rucksack, um 11:00 Uhr das Fleece. Dazu eine lange, leichte Hose in Khaki, keine Jeans: Jeans wiegen 700 g, trocknen 2 Tage lang nicht und sind im offenen Fahrzeug bei Regen die schlechteste Wahl, die du treffen kannst. Zip-off-Hosen sind hässlich und funktionieren trotzdem. 1 kurze Hose reicht, für die Mittagspause in der Lodge und für Sansibar am Ende.

Schuhe: feste Halbschuhe für das Fahrzeug, Stiefel nur zum Laufen

Auf einer klassischen Pirschfahrt sitzt du 6 bis 8 Stunden am Tag im Fahrzeug und läufst am Tag vielleicht 500 m. Dafür brauchst du keine Bergstiefel. Ein leichter, geschlossener Halbschuh oder Trailrunner mit gutem Profil reicht, in Braun oder Grau, weil Staub und Kalk (Etosha!) auf Schwarz sichtbar bleiben. Dazu 1 Paar Sandalen oder Flipflops für Dusche, Lodge und Pool. Anders sieht es aus, sobald du läufst: auf einer Walking Safari in Sambia oder Botswana und beim Gorilla-Trekking in Uganda oder Ruanda brauchst du knöchelhohe, eingelaufene Wanderschuhe mit Profil, beim Trekking zusätzlich wasserdicht. Die Hänge im Bwindi sind bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit rutschig wie Seife, und du gehst 2 bis 6 Stunden querfeldein, ohne Weg. Gamaschen halten Ameisen und Nässe aus den Socken. 3 Paar Socken für 7 Tage, davon 1 Paar dick für den Morgen.

Kopf: Hut mit Krempe, Sonnenbrille, Tuch gegen den Staub

Die Sonne am Äquator kommt senkrecht, und ein Basecap schützt Nase, Ohren und Nacken nicht. Ein Hut mit einer Krempe von mindestens 6 cm rundum, mit Kinnband, weil der Fahrtwind im offenen Fahrzeug bei 40 km/h jeden Hut ohne Band auf die Piste wirft. Sonnenbrille mit UV-400-Gläsern, gern polarisiert, weil das Licht auf Salzpfannen und Wasserflächen blendet. Und ein Multifunktionstuch (Buff) aus dünnem Stoff: über Mund und Nase gegen den Staub, wenn ein Fahrzeug vor dir fährt, um den Hals am Morgen, unter dem Hut am Mittag. Sonnencreme mit LSF 50, 1 Tube von 100 ml pro Person und Woche, Lippenschutz mit LSF. Wer eine Brille trägt, nimmt die zweite Brille mit; Ersatz gibt es im Busch nicht.

Regen: eine leichte Jacke, die auch gegen den Wind hilft

In der Trockenzeit regnet es in der Serengeti von Juni bis September an durchschnittlich 1 bis 3 Tagen im Monat, im Krüger im Winter fast nie. Trotzdem gehört eine Regenjacke in jede Tasche, weil sie 3 Aufgaben hat: Regen, Wind am Morgen und ein Extra bei kaltem Wetter. Eine dünne Hardshell mit 250 bis 350 g reicht. In der Regenzeit und im Bwindi kommt eine Regenhose dazu, und dort auch ein Regenschutz für den Rucksack, weil Bwindi als Regenwald zwischen 1.400 und 2.400 mm im Jahr abbekommt. Regenschirme sind im Fahrzeug nutzlos und beim Trekking im Weg. Ein Poncho geht als Notlösung, flattert aber im Fahrtwind. Ein 60-Liter-Müllsack in der Tasche kostet nichts und hält Kamera und Wäsche trocken, wenn das Fahrzeug im Gewitter das Dach nicht rechtzeitig zu bekommt.

Fernglas: 8x42, ein Glas pro Person, nicht pro Fahrzeug

Das meistunterschätzte Teil auf der Packliste. Ein Leopard im Baum in 150 m Entfernung ist mit bloßem Auge ein Fleck, im Fernglas ein Leopard. Die Faustregel im Fahrzeug: 8x42 oder 10x42. 8-fach ist ruhiger in der Hand und heller am Morgen, 10-fach bringt näher heran, wackelt aber im laufenden Fahrzeug. 42 mm Objektiv ist die Untergrenze für Dämmerung, 32 mm ist leichter und reicht am Tag. Brauchbare Gläser gibt es ab 150 Euro, gute ab 400. Wichtiger als der Preis: jeder im Fahrzeug braucht sein eigenes. Ein Glas für 4 Personen heißt, dass 3 den Leoparden nicht sehen, während der vierte erklärt, wo er sitzt. Riemen kurz stellen, Staubdeckel dranlassen, jeden Abend die Linsen mit dem Blasebalg reinigen, nicht mit dem T-Shirt.

Kamera: 200 bis 400 mm, 2 Akkus, Bohnensack statt Stativ

Für Tiere brauchst du Brennweite: 200 mm ist die Untergrenze, 400 mm die Wohlfühlzone, ein 100-400-Zoom deckt vom Elefanten am Fahrzeug bis zum Geier auf 80 m alles ab. Ein Stativ ist im Fahrzeug im Weg; nimm einen Bohnensack (leer 80 g, vor Ort mit Reis oder Bohnen füllen) und leg ihn auf den Rand der Dachluke. 2 Akkus, 2 Speicherkarten mit je 128 GB, weil du an einem guten Tag in der Mara 1.500 Bilder machst. Staub ist der Feind Nummer 1: Objektivwechsel nur im geschlossenen Fahrzeug oder gar nicht, Kamera in einer Tüte oder einem Tuch, wenn ein Fahrzeug vor dir fährt. Fast alle Safarifahrzeuge haben inzwischen USB-Anschlüsse oder 12-Volt-Dosen, in vielen Lodges läuft der Strom über Solar und ist nachts abgeschaltet. Deshalb: eine Powerbank mit 20.000 mAh, und die Akkus laden, sobald Strom da ist, nicht erst um 22:00 Uhr.

Tasche: weich, ohne Rollen, höchstens 15 kg für den Buschflug

Die kleinen Flugzeuge zwischen Arusha und der Serengeti oder Maun und dem Okavango-Delta, Cessna Caravans mit 12 Sitzen, haben einen Gepäckraum von der Größe eines Kofferraums. Deshalb gilt auf fast allen Buschflügen: 15 kg pro Person einschließlich Handgepäck, bei manchen Airlines 20 kg, immer in einer weichen Tasche ohne Rahmen und ohne Rollen, weil ein Hartschalenkoffer sich nicht in die Ecke drücken lässt. Wer mit 23 kg im Rollkoffer ankommt, packt am Flughafen um oder zahlt für einen zweiten Sitz. Eine Reisetasche mit 60 bis 70 Litern, dazu ein kleiner Tagesrucksack von 20 Litern für das Fahrzeug: Fernglas, Kamera, Jacke, Wasserflasche, Sonnencreme.

Wäsche: die Lodge wäscht, außer Unterwäsche

Das ist der Grund, warum die Packliste unten für 7 Tage nur 3 Hemden hat. Fast jede Lodge und jedes Camp wäscht Kleidung innerhalb eines Tages, in vielen Häusern im Preis enthalten, sonst für 1 bis 3 Dollar pro Stück. Was du morgens vor die Tür legst, liegt abends gefaltet auf dem Bett. Mit einer Ausnahme: in Ostafrika wäscht das Personal aus kulturellen Gründen keine Unterwäsche, in manchen Camps auch keine Socken. Dafür steht ein Stück Seife am Waschbecken. Also: Unterwäsche für die ganze Reise mitnehmen, 8 Slips für 7 Tage, den Rest waschen lassen. Bei Camping-Safaris gibt es keinen Wäscheservice, dort helfen 1 Tube Reisewaschmittel und die Sonne, die ein dünnes Hemd in 2 Stunden trocknet. Mitgebrachte Wäscheleine: 3 m, 20 g, ein Klassiker.

Abend: lange Ärmel, lange Hose, geschlossene Schuhe ab 17:30 Uhr

Der Abend ist die einzige Zeit, in der die Kleidung nicht nur bequem, sondern eine Schutzmaßnahme ist. Die Anopheles-Mücke, die Malaria überträgt, ist von der Dämmerung bis zum Morgen aktiv. Ab 17:30 Uhr also: langes Hemd, lange Hose, Socken, geschlossene Schuhe, Repellent mit 30 bis 50 Prozent DEET oder 20 Prozent Icaridin auf Handgelenke, Knöchel und Nacken. Das Hemd darf dasselbe wie am Morgen sein; es geht nicht um Eleganz. Ein dünnes Fleece für das Lagerfeuer, weil es in der Serengeti um 21:00 Uhr wieder bei 12 Grad liegt. Dresscode gibt es in Lodges nicht, auch nicht in den teuren: wer zum Abendessen in Safarihose und Fleece kommt, ist richtig angezogen. Eine Stirnlampe mit Rotlicht, weil viele Camps keine Wege beleuchten und du nach 19:00 Uhr nicht ohne Begleitung zum Zelt gehst.

Kinder: dieselben Regeln, doppelte Sonnencreme, ein eigenes Fernglas

Für Kinder gilt alles oben, nur strenger bei Sonne und Insekten. Haut, die nicht in der Sonne war, verbrennt am Äquator in 15 Minuten: Hut mit Nackenschutz, langes Hemd auch am Mittag, LSF 50 alle 2 Stunden. Das eigene Fernglas ist bei Kindern ab 6 Jahren kein Luxus: ein Kind, das nichts sieht, ist nach 2 Stunden im Fahrzeug fertig, eines mit einem 8x32 in der Hand hält 5 Stunden durch. Ein leichtes Kinder-Fernglas gibt es für 40 Euro. Kleidung in Khaki, wie bei den Erwachsenen, und 1 Set mehr, weil Kinder mehr Staub sammeln. Viele Lodges nehmen Kinder ab 6 Jahren auf Pirschfahrten mit, Walking Safaris und Gorilla-Trekking erst ab 12 beziehungsweise 15 Jahren. Malariaprophylaxe mit dem Kinderarzt klären, nicht mit dem Reiseleiter.

Was zu Hause bleibt: Drohne, Jeans, Weiß, Hartschale, Föhn

Die Drohne: in Tansania, Kenia, Uganda, Ruanda und Botswana sind Drohnen in Nationalparks ohne Sondergenehmigung verboten, und die Genehmigung bekommt kein Tourist. Am Zoll wird sie im Zweifel einbehalten. Plastiktüten: Kenia hat sie 2017 verboten, Tansania 2019, Ruanda schon 2008; eine Tüte im Koffer kann am Flughafen eine Geldstrafe kosten, nimm Stoffbeutel oder Packsäcke. Jeans, weiße Kleidung, dunkelblaue Kleidung, Tarnmuster: siehe oben. Der Hartschalenkoffer, aus dem Grund im Absatz zur Tasche. Der Föhn: viele Camps laufen über Solar und Batterie, und ein Föhn mit 2.000 Watt schaltet die ganze Anlage ab. Und mehr als 3 Hemden, weil die Lodge wäscht. Wer die Tasche am Ende wiegt und bei 12 kg liegt, hat es richtig gemacht.

Packliste für 7 Tage Safari mit Stückzahlen

Die Liste unten reicht für 7 Tage Lodge- oder Camping-Safari mit Wäscheservice ab dem dritten Tag. In der Praxis wiegt sie 10 bis 12 kg ohne Kamera und passt in eine 60-Liter-Tasche. Für 10 oder 14 Tage kommt nichts dazu, nur die Unterwäsche wird mehr. Für Sansibar oder einen Badeort am Ende ein Badeanzug und 1 leichtes Kleid oder Hemd zusätzlich; auf Sansibar außerhalb des Hotels Schultern und Knie bedecken, die Insel ist zu 99 Prozent muslimisch.

TeilStückAnmerkung
Langärmliges Safarihemd, Khaki oder Oliv3Ärmel aufrollbar, dünner Stoff
T-Shirt, gedeckte Farbe2für die Mittagspause und den Abend
Lange Hose, leicht21 davon gern Zip-off, keine Jeans
Kurze Hose1Lodge, Pool, Strand
Fleece oder Merino-Pullover1150 bis 200 g/m²
Leichte Regen- und Windjacke1250 bis 350 g, mit Kapuze
Unterwäsche8wäscht die Lodge nicht
Socken3 Paar1 Paar dick für den Morgen
Halbschuhe oder Trailrunner1 Paareingelaufen, Braun oder Grau
Sandalen1 PaarDusche, Lodge
Hut mit Krempe und Kinnband1Krempe mindestens 6 cm
Multifunktionstuch (Buff)2Staub, Kälte, Sonne
Sonnenbrille UV 4001plus Ersatzbrille bei Sehschwäche
Sonnencreme LSF 50100 mlplus Lippenschutz
Insektenschutz (DEET 30 bis 50 Prozent)100 mlab 17:30 Uhr
Fernglas 8x421 pro Personmit Blasebalg zum Reinigen
Kamera mit 200 bis 400 mm12 Akkus, 2 Karten, Bohnensack
Powerbank 20.000 mAh1plus Adapter Typ D/G/M je nach Land
Stirnlampe1mit Rotlicht, Ersatzbatterien
Trinkflasche 1 Liter1Fahrzeuge haben Wasserkanister
Reiseapotheke1Malariaprophylaxe, Durchfallmittel, Pflaster, Schmerzmittel
Tagesrucksack 20 Liter1für das Fahrzeug
Weiche Reisetasche 60 bis 70 Liter1ohne Rollen, unter 15 kg
Müllsack 60 Liter, Wäscheleine, Reisewaschmittelje 1zusammen 150 g
Kopien von Pass, Visum, Impfpass1 SatzGelbfieber-Nachweis bei Einreise aus Endemiegebieten

Was nicht auf der Liste steht, brauchst du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht.

Passende Reise: Safari Tansania Sansibar: Serengeti & Ngorongoro, 10 Tage Lodge-Safari mit Fahrzeugtagen in der Serengeti, einer Nacht am 2.300 m hohen Kraterrand und 3 Tagen Strand am Ende. Genau die Reise, für die diese Liste geschrieben ist: kalter Morgen, heißer Mittag, Sansibar zum Schluss.

Ausrüstung nach Safari-Art: Pirschfahrt, Camping, Walking, Gorillas, Strand

Nicht jede Safari ist eine Pirschfahrt im Landcruiser. Je nachdem, wie du unterwegs bist, verschiebt sich die Liste um 3 oder 4 Teile. Hier die 5 Varianten, die bei uns am häufigsten gebucht werden.

Pirschfahrt im geschlossenen oder offenen Fahrzeug

In Tansania und Kenia fährst du meist im geschlossenen Landcruiser mit aufstellbarem Dach: Schutz vor Sonne und Regen, Staub nur durch die Luke. Im südlichen Afrika, in der Mara und in privaten Konzessionen sind die Fahrzeuge oft komplett offen, ohne Dach und Seitenwände. Dort kommen 2 Dinge dazu: eine Decke, die die Lodge morgens ins Fahrzeug legt, und die Erfahrung, dass Fahrtwind bei 8 Grad sich anfühlt wie 2 Grad. Fleece und Windjacke sind im offenen Fahrzeug Pflicht, im geschlossenen eine Bequemlichkeit. Dünne Handschuhe für den Morgen wiegen 30 g.

Camping-Safari: 2 Grad mehr Kälte, kein Wäscheservice

Im Zelt ist die Nacht in der Serengeti oder im Krüger im Juli noch einmal kälter als in der Lodge, weil die Wände dünner sind: rechne mit 5 bis 8 Grad um 05:00 Uhr. Die Schlafsäcke stellen wir, ein Seideninlett (100 g) macht sie sauberer und 2 Grad wärmer. Eine lange Unterhose oder eine Leggings zum Schlafen, eine Mütze für die Nacht, dicke Socken. Weil niemand wäscht, kommt 1 Hemd mehr auf die Liste und das Reisewaschmittel wird gebraucht. Stirnlampe und Powerbank sind hier keine Extras, sondern das Licht und der Strom.

Passende Reise: Tansania Camping-Safari: Serengeti, Ngorongoro & Tarangire, 7 Tage im Zelt zwischen den drei Parks im Norden, mit Nächten auf 1.500 bis 2.300 m. Tarangire ist auch der Park, in dem die Regel gegen Dunkelblau ihren Sinn beweist.

Walking Safari: Schuhe, Farben und Wasser

Zu Fuß im Busch, mit bewaffnetem Ranger voraus, 2 bis 4 Stunden am Morgen. Hier zählt die Farbregel wirklich: Khaki und Oliv, weil ein Elefant eine Gruppe in Weiß oder Rot auf 300 m sieht. Knöchelhohe Schuhe, eingelaufen, lange Hose gegen Dornen und Gräser, 1,5 Liter Wasser pro Person, Hut, kein Parfüm und kein Deo mit Duft.

Gorilla-Trekking: Regenwald, Gamaschen, Gartenhandschuhe

Bwindi und die Virunga-Berge sind das Gegenteil der Serengeti: feucht, kühl, steil, ohne Wege. Wasserdichte Wanderstiefel mit Profil, Gamaschen bis zum Knie, eine Regenhose, eine Regenjacke, ein Regenschutz für den Rucksack. Und Gartenhandschuhe, kein Witz: du ziehst dich an Ästen, Lianen und Brennnesseln bergauf, und die Ranger empfehlen sie jedem. Ein langärmliges Hemd und eine lange Hose aus robustem Stoff, weil Dornen und Ameisen dünne Kunstfaser nicht respektieren. Ein Träger für den Rucksack kostet 15 bis 20 Dollar am Parkeingang, gibt einem Dorfbewohner einen Tageslohn und dir freie Hände. Die Stunde bei den Gorillas selbst ist bei jedem Wetter die Stunde, für die sich jede Vorbereitung gelohnt hat.

Passende Reise: Gorilla Trekking Uganda: Safari-Gruppenreise, 8 Tage mit Gorilla-Trekking im Bwindi, Schimpansen und Pirschfahrten im Queen-Elizabeth-Park. Die Reise, für die Gamaschen, Regenhose und Gartenhandschuhe auf die Liste kommen.

Safari plus Strand: Sansibar am Ende

Wer nach der Serengeti 3 oder 4 Tage auf Sansibar anhängt, packt für zwei Klimazonen: 10 Grad am Kraterrand und 31 Grad in Nungwi. Die Lösung ist keine zweite Tasche, sondern die Reihenfolge: das Fleece kommt in Arusha ganz nach unten, oben liegen Badesachen, ein leichtes Kleid oder Hemd, eine kurze Hose und Sandalen. Für Stone Town und die Dörfer bedeckte Schultern und Knie, für den Strand ein Sonnenschutz mit LSF 50, weil die Sonne am Meer auf Höhe null noch einmal härter ist als im Hochland. Riffschuhe für die Ebbe an der Ostküste, wo das Wasser 1 km weit zurückgeht und Seeigel im Sand sitzen.

FAQ: Safari-Kleidung und Ausrüstung

Welche Farben sind auf Safari verboten oder ungeeignet?

Verboten ist in Simbabwe, Sambia und einigen weiteren Ländern nur Tarnkleidung. Ungeeignet sind Weiß (Staub), Schwarz und Dunkelblau (Tsetsefliegen und Hitze) und leuchtende Farben (Tiere, Walking Safari). Alles zwischen Sand, Khaki, Oliv, Braun und Grau ist richtig. Deine Kleidung muss nicht aus dem Safari-Ausstatter kommen; ein olivfarbenes Hemd aus dem Kleiderschrank funktioniert genauso.

Wie kalt wird es wirklich am Morgen im Fahrzeug?

In der Serengeti, der Mara und in Etosha im Juli und August zwischen 5 und 12 Grad, am Rand des Ngorongoro-Kraters auch 3 bis 5 Grad. Dazu kommt der Fahrtwind im offenen Fahrzeug, der 8 Grad wie 2 anfühlen lässt. Fleece, Windjacke, Mütze oder Tuch und dünne Handschuhe reichen; um 09:00 Uhr ziehst du alles wieder aus.

Wie viel Gepäck darf ich auf Safari mitnehmen?

Auf Buschflügen 15 kg pro Person einschließlich Handgepäck, bei manchen Airlines 20 kg, in einer weichen Tasche ohne Rollen. Auf reinen Fahrzeug-Safaris ist die Grenze das Fahrzeug: eine Reisetasche und ein Tagesrucksack pro Person. Mit der Packliste oben landest du bei 10 bis 12 kg, und das reicht für 7 wie für 14 Tage, weil die Lodge wäscht.

Brauche ich Wanderschuhe auf einer Safari?

Für Pirschfahrten nicht; ein fester, geschlossener Halbschuh reicht. Wanderschuhe brauchst du für Walking Safaris und beim Gorilla-Trekking, dort wasserdicht und knöchelhoch. Wer beides in einer Reise macht, nimmt die Wanderschuhe und trägt sie auch im Fahrzeug.

Was packe ich für eine Safari in Tansania anders als für Südafrika?

In Tansania fährst du im geschlossenen Landcruiser durch Höhenlagen von 1.500 bis 2.300 m mit kalten Morgen, Staub und Tsetsefliegen in Tarangire, und oft mit einem Buschflug und 15-kg-Grenze. In Südafrika sind die Fahrzeuge im Krüger meist offen, die Nächte im Winter ähnlich kalt, die Tage im Sommer mit 35 Grad heißer, und Gepäck ist selten limitiert. Die Liste ist dieselbe; in Tansania wiegst du sie, in Südafrika nicht. Welche Reisen wir in Tansania anbieten, mit Terminen und Preisen, steht auf der Seite Safari Tansania.

Wäscht die Lodge meine Kleidung?

Ja, fast überall innerhalb eines Tages, oft im Preis enthalten, sonst für 1 bis 3 Dollar pro Teil. Ausnahme in Ostafrika: keine Unterwäsche, manchmal auch keine Socken. Deshalb Unterwäsche für alle Tage einpacken und beim Rest auf 3 Hemden und 2 Hosen vertrauen. Auf Camping-Safaris gibt es keinen Service; dort waschen die Sonne und du.

Fazit: 12 Entscheidungen, 12 Kilo

Safari-Kleidung ist keine Ausrüstungsfrage, sondern eine Frage von 12 Entscheidungen: gedeckte Farben, 3 Schichten, feste Halbschuhe, ein Hut mit Krempe, eine leichte Regenjacke, ein Fernglas pro Person, eine Kamera mit 200 bis 400 mm, eine weiche Tasche unter 15 kg, Unterwäsche für alle Tage, lange Ärmel ab 17:30 Uhr, für Kinder doppelte Sorgfalt bei der Sonne, und alles andere bleibt zu Hause. Mit der Tabelle oben liegst du bei 10 bis 12 kg und hast an jedem Morgen bei 8 Grad und an jedem Mittag bei 30 Grad das Richtige an.

Wenn du nicht sicher bist, ob deine Reise Buschflüge, offene Fahrzeuge oder Trekking enthält, oder welche Nächte auf welcher Höhe liegen: unsere Safari-Reisen stehen mit Tagesprogramm, Fahrzeugtyp und Übernachtungsorten auf der Seite, und für alles, was dort nicht steht, schreib uns oder ruf an. Wir sagen dir für jede Reise, welche 3 Teile du weglassen kannst und welches eine du auf keinen Fall vergisst.

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