Auf einen Blick Inhalt
  1. Gorilla-Trekking in Uganda im Überblick
  2. So läuft ein Trekking-Tag ab
  3. Permits: Preis, Buchung, Rückgabe
  4. Wie fit musst du sein?
  5. Die vier Sektoren des Bwindi
  6. Uganda oder Ruanda?
  7. Die Regeln bei der Familie
  8. Monat für Monat: Wann ist Gorilla-Trekking am besten?
  9. Was du sonst noch machen kannst, je nach Saison
  10. Häufige Fragen zum Gorilla-Trekking
  11. Fazit

Gorilla-Trekking in Uganda heißt: Du wanderst mit maximal 7 anderen Gästen und einem Ranger-Team zwischen 30 Minuten und 6 Stunden durch den Bwindi-Regenwald zu einer habituierten Berggorilla-Familie und bleibst dort genau eine Stunde. Das Permit kostet 800 US-Dollar, wird für einen festen Tag und Sektor ausgestellt und ist in der Trockenzeit von Juni bis September oft 6 Monate im Voraus vergriffen.

Gorilla-Trekking in Uganda im Überblick

Wo die Berggorillas leben

Berggorillas gibt es nur an einem Ort auf der Welt: im Grenzgebiet von Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo. Die letzte Zählung von 2018 kam auf rund 1.060 Tiere. Etwa die Hälfte davon lebt im Bwindi Impenetrable National Park im Südwesten Ugandas, der Rest in den Virunga-Vulkanen, zu denen auf ugandischer Seite der kleine Mgahinga Gorilla National Park gehört. Bwindi ist seit 1994 UNESCO-Welterbe, misst 331 Quadratkilometer und liegt zwischen 1.160 und 2.600 Metern Höhe. Der Name ist Programm: Der Wald ist dicht, steil und alt, und ohne Ranger mit Machete kommst du keine 100 Meter weit.

Das Klima im Bwindi

Der Wald liegt fast auf dem Äquator, aber die Höhe nimmt der Hitze die Spitze. Tagsüber hast du 20 bis 25 Grad, nachts kühlt es je nach Sektor auf 8 bis 12 Grad ab. Regen fällt das ganze Jahr, im Schnitt 1.400 bis 1.900 Millimeter. Ein Tag ohne Nebel am Morgen ist im Bwindi die Ausnahme, und ein Tag ganz ohne Schauer ist auch in der Trockenzeit keine Garantie. Für die Kleidung heißt das: Regenjacke, lange Hose, Handschuhe und feste Stiefel gehören in jedem Monat in den Rucksack.

Zwei Trockenzeiten, zwei Regenzeiten

Das Jahr teilt sich in vier Abschnitte. Die lange Trockenzeit läuft von Juni bis August, die kurze von Dezember bis Februar. Dazwischen liegen die lange Regenzeit von März bis Mai und die kurze von September bis November. "Trocken" bedeutet im Bwindi nicht trocken, sondern weniger nass: 7 bis 11 Regentage statt 17 bis 22 im Monat. Das Trekking findet in allen zwölf Monaten statt, und die Gorillas interessiert der Kalender nicht. Was sich ändert, sind der Zustand der Wege, die Zufahrtsstraßen und die Verfügbarkeit der Permits.

Das Trekking in Zahlen

Pro habituierter Familie werden pro Tag 8 Permits ausgegeben. Im Bwindi sind rund 20 Familien für Besucher freigegeben, im Mgahinga eine. Das ergibt etwa 170 Trekker pro Tag in ganz Uganda, mehr nicht. Die Zeit bei der Familie ist auf 60 Minuten begrenzt, der Mindestabstand liegt bei 7 Metern, das Mindestalter bei 15 Jahren. Die reine Gehzeit liegt zwischen einer halben Stunde und 6 Stunden, meistens irgendwo bei 2 bis 3 Stunden für den Hinweg.

So läuft ein Trekking-Tag ab

7:30 Uhr: Briefing am Parkeingang

Der Tag beginnt früh. Um 7:00 Uhr bist du am Hauptquartier deines Sektors, um 7:30 Uhr startet das Briefing. Ein Ranger erklärt die Regeln, prüft Permit und Pass und teilt die Gäste in Gruppen von maximal 8 Personen ein. Jede Gruppe bekommt eine Familie zugewiesen. Wenn du merkst, dass du einen schlechten Tag hast, sag es jetzt: Wer sichtbar krank ist, darf nicht in den Wald. Die Zuteilung richtet sich auch nach Fitness. Sag ehrlich, wie gut du zu Fuß bist, dann bekommst du eine Familie, die zu dir passt, und nicht die, die gestern 5 Stunden weit weg saß.

Der Aufstieg

Schon vor dem Briefing sind Tracker in den Wald gegangen, zu dem Ort, wo die Familie am Vorabend ihr Nachtlager gebaut hat. Von dort folgen sie den Spuren und melden per Funk, wo die Gorillas gerade fressen. Deine Gruppe geht mit 2 Rangern und, wenn du willst, einem Träger los. Die ersten 20 Minuten laufen oft über Dorfpfade zwischen Tee- und Bananenfeldern, dann beginnt der Wald. Es gibt keinen Weg im eigentlichen Sinn, der Ranger schlägt eine Schneise. Du rutschst, greifst nach Lianen und stehst im Nebel. Die Steigungen sind kurz, aber steil, und der Boden ist auch in der Trockenzeit weich.

Die Stunde bei der Familie

Etwa 100 Meter vor der Familie lässt du Rucksack, Stock und Träger zurück und nimmst nur die Kamera mit. Dann stehst du plötzlich zwischen ihnen. Ein Silberrücken wiegt bis zu 200 Kilogramm, und er wird dich anschauen, kurz, und dann weiter fressen. Die Jungtiere sind neugieriger und kommen oft näher, als die 7 Meter erlauben. Dann gehst du zurück, nicht sie. Die Stunde ist schnell vorbei. Blitz ist verboten, reden nur im Flüsterton, essen und trinken erst wieder, wenn die Familie außer Sicht ist.

Zurück im Camp

Der Rückweg ist meist kürzer, weil der Ranger die direkte Linie kennt. Am Hauptquartier bekommst du ein Zertifikat mit dem Namen deiner Familie. Die meisten Gäste sind zwischen 12:00 und 15:00 Uhr wieder in der Lodge. Plane danach nichts mehr außer einer Dusche und einem Bier.

Tour-Tipp: Wer das Trekking ohne Lodge-Aufpreis will, fährt mit unserer 8-tägigen Gorilla-Trekking Uganda Campingreise ab 1.629 Euro. Das Gorilla-Permit ist eingerechnet, geschlafen wird im Zelt.

Permits: Preis, Buchung, Rückgabe

Was ein Permit kostet

Das Gorilla-Permit der Uganda Wildlife Authority kostet seit dem 1. Juli 2024 800 US-Dollar pro Person und Tag für Besucher von außerhalb Ostafrikas. Vorher waren es 700. Im Preis stecken Parkeintritt, Ranger, Tracker und die bewaffnete Begleitung, nicht aber der Träger, das Trinkgeld und die Anreise. Zum Vergleich: Ruanda verlangt 1.500 US-Dollar, der Kongo lag zuletzt bei 400, hat den Virunga-Nationalpark aber aus Sicherheitsgründen für Besucher geschlossen.

Wie früh du buchen musst

Ein Permit gilt für einen bestimmten Tag und einen bestimmten Sektor. Es ist an deinen Namen und deine Passnummer gebunden und nicht übertragbar. Für Juli, August, September und die Weihnachtswochen solltest du 6 bis 9 Monate vorher buchen, für die restlichen Monate reichen meist 2 bis 3 Monate. Die Permits werden bei der UWA in Kampala gekauft, praktisch läuft das über einen Veranstalter, der die Tage mit Unterkunft und Fahrer zusammenlegt. Bei uns ist das Permit im Reisepreis enthalten und liegt vor Abflug in deinen Unterlagen.

Rückgabe und Krankheit

Stornieren kannst du ein Permit nicht, aber bei einer Absage 91 Tage vor dem Datum bekommst du 75 Prozent zurück, danach weniger, ab 8 Tagen vorher nichts mehr. Wenn du am Morgen des Trekkings krank bist und die Ranger dich nicht in den Wald lassen, erstattet die UWA 50 Prozent. Findet deine Gruppe die Familie trotz aller Suche nicht, was in 2 bis 3 von 100 Fällen passiert, gibt es 75 Prozent zurück.

Die Habituation Experience

Im Sektor Rushaga gibt es eine zweite Variante: Du begleitest 4 Stunden lang Forscher, die eine Familie erst an Menschen gewöhnen. Das Permit kostet 1.500 US-Dollar, die Gruppe ist auf 4 Personen begrenzt, und die Gorillas sind deutlich scheuer. Es ist die längere, rohere und teurere Version, für Wiederholer eher als für das erste Mal.

Wie fit musst du sein?

Was du körperlich können musst

Du brauchst keinen Marathon, aber du musst 2 bis 4 Stunden am Stück auf 1.500 bis 2.500 Metern Höhe bergauf gehen können, auf nassem, rutschigem Boden, mit 25 Grad und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die Höhe selbst macht kaum jemandem Probleme, die Steigungen und die Nässe schon. Wer im Alltag Treppen meidet, sollte 6 bis 8 Wochen vorher mit Wandern anfangen. Wer regelmäßig Sport macht, kommt ohne Vorbereitung klar.

Träger und Sänfte

Nimm einen Träger. Er kostet 20 US-Dollar für den Tag, trägt deinen Rucksack, zieht dich an den steilen Stellen hoch und kommt aus einem Dorf am Parkrand. Das Geld bleibt dort, und genau deshalb funktioniert der Gorillaschutz. Wer gar nicht laufen kann, wird in einer Sänfte von 8 Trägern getragen; das kostet je nach Sektor 300 bis 500 US-Dollar und wird von der Lodge organisiert.

Die richtige Familie wählen

Die Ranger wissen morgens, wo jede Familie zuletzt war, und geben die nahe Familie an die Gruppe, die es braucht. Wir hatten Gäste mit 72 Jahren, die nach 45 Minuten bei den Gorillas standen, und 30-Jährige, die 5 Stunden gebraucht haben.

Die vier Sektoren des Bwindi

Der Bwindi hat vier Sektoren mit je eigenem Hauptquartier. Zwischen ihnen liegen 2 bis 5 Stunden Fahrt auf Schotterpisten, ein Wechsel am gleichen Tag ist ausgeschlossen. Dein Permit gilt für einen Sektor, deine Lodge muss in diesem Sektor liegen.

Buhoma, der Norden

Der älteste und bekannteste Sektor, seit 1993 für Besucher offen, mit 4 bis 5 Familien. Hier gibt es die meisten Lodges und die kürzeste Anfahrt aus dem Queen Elizabeth Nationalpark, etwa 3 Stunden. Die Trekkings sind oft moderat, weil einige Familien nahe am Parkrand leben. Mukiza und die Familie Habinyanja sind hier zu Hause.

Ruhija, der Osten

Der höchste Sektor, das Hauptquartier liegt auf 2.340 Metern. Es ist kühler, nachts geht es auf 8 Grad, und die Wege sind steiler. 4 Familien, weniger Lodges, dafür der beste Ort für Vogelbeobachter: Rund 350 Arten sind im Bwindi gezählt, und 23 davon gibt es nur im Albertine Rift.

Rushaga, der Süden

Der Sektor mit den meisten Familien, aktuell 8, plus der Habituation Experience. Wer ein Permit in der Hochsaison braucht, hat hier die besten Chancen. Die Anfahrt läuft über Kisoro oder den Bunyonyi-See, die Hänge sind steil, die Aussicht auf die Virunga-Vulkane an klaren Morgen ist die beste im Park.

Nkuringo, der Südwesten

Der kleinste Sektor mit 3 Familien und dem Ruf, das härteste Trekking zu haben. Das Hauptquartier liegt auf dem Kamm, die Gorillas leben im Tal, das heißt: erst 400 Höhenmeter runter, nach der Stunde wieder rauf. Dafür ist die Landschaft die dramatischste und der Sektor der leerste.

Mgahinga, der fünfte Ort

Der Mgahinga Gorilla National Park ist mit 34 Quadratkilometern winzig und hat eine einzige habituierte Familie, Nyakagezi mit rund 10 Tieren. Die Familie wandert gelegentlich über die Grenze nach Ruanda, dann fällt das Trekking aus. Der Reiz: offener Bergwald mit Bambus statt Dschungel, Vulkane bis 4.127 Meter im Rücken, und selten mehr als eine Gruppe pro Tag.

Uganda oder Ruanda?

Beide Länder bieten dasselbe Tier, dieselbe Stunde, dieselben 8 Personen pro Gruppe. Die Unterschiede liegen im Preis, in der Landschaft und darin, was du drumherum machst.

Preis

800 US-Dollar in Uganda gegen 1.500 in Ruanda. Für ein Paar mit zwei Trekkings sind das 2.800 US-Dollar Unterschied, das ist ein zweiter Reiseabschnitt. Ruanda hat 2017 bewusst auf wenige, zahlungskräftige Gäste gesetzt.

Anreise

Ruanda gewinnt hier klar. Vom Flughafen Kigali sind es 2,5 Stunden Asphalt bis zum Volcanoes National Park. Von Entebbe nach Bwindi sind es 8 bis 10 Stunden Fahrt oder 1,5 Stunden mit einer kleinen Propellermaschine nach Kihihi oder Kisoro. Viele Reisen kombinieren beides: Landung in Kigali, 4 Stunden über die Grenze nach Rushaga oder Nkuringo, Trekking in Uganda.

Landschaft und Wege

In Ruanda liegen die Gorillas in offenem Bambus- und Hagenia-Wald an den Vulkanhängen, die Wege sind weiter, aber übersichtlicher, und die Fotos werden heller. Im Bwindi ist es dunkler, enger und wilder. Wer das Gefühl von Expedition will, ist im Bwindi richtig, wer Fotos mit Licht will, in Ruanda.

Was drumherum passiert

Uganda ist ein komplettes Safariland: Löwen und Elefanten im Queen Elizabeth Nationalpark, Nilpferde und Nilkrokodile bei den Murchison Falls, Schimpansen im Kibale-Wald, Ruwenzori-Gebirge. Ruanda hat Schimpansen in Nyungwe und den Akagera-Park im Osten, ist aber kleiner. Wer nur Gorillas will und 4 Tage Zeit hat, nimmt Ruanda. Wer 2 Wochen hat, nimmt Uganda.

Tour-Tipp: Beides in einer Woche: Unsere 7-tägige Reise Ruanda & Uganda: Safari, Gorillas & Kleingruppenreise startet in Kigali, überquert die Grenze nach Bwindi und legt eine Safari im Queen Elizabeth Nationalpark dazu.

Die Regeln bei der Familie

Die Regeln bestehen seit über 30 Jahren und haben einen einzigen Zweck: Die Gorillas teilen 98 Prozent ihrer Gene mit dir und stecken sich mit deinem Schnupfen an. Eine Erkältung, die dich 3 Tage kostet, kann in einer Familie ohne Immunität tödlich sein.

Abstand und Verhalten

  • 7 Meter Abstand, immer. Kommt ein Gorilla auf dich zu, gehst du langsam rückwärts.
  • Nicht anfassen, auch nicht, wenn ein Jungtier nach deinem Stiefel greift.
  • Flüstern statt reden, keine schnellen Bewegungen, nicht auf die Tiere zeigen.
  • Bei einem Scheinangriff des Silberrückens: stehen bleiben, in die Hocke gehen, auf den Boden schauen. Nicht rennen, nicht zurückstarren.
  • Die Gruppe bleibt zusammen, niemand geht um die Familie herum.

Gesundheit

  • Krank ist krank. Fieber, Husten, Durchfall: Die Ranger schicken dich zurück, und das ist richtig so.
  • Husten oder Niesen nur mit abgewandtem Kopf in die Armbeuge.
  • Essen, Trinken und Rauchen erst wieder in 200 Metern Entfernung von der Familie.
  • Muss es sein, wird ein Loch von 30 Zentimetern gegraben und wieder zugeschüttet.
  • Ein Mund-Nasen-Schutz ist seit 2020 empfohlen, in einigen Sektoren wird er ausgegeben. Er tut dir nicht weh und hilft ihnen.

Fotografieren

Kein Blitz, in keinem Fall. Stell die Kamera vor dem Aufbruch ein: ISO 1.600 bis 3.200, Blende offen, Belichtungszeit nicht unter 1/250, weil sich Gorillas viel bewegen. Ein 70-200er Objektiv reicht, oft ist ein 24-70er besser, weil die Familie näher ist als gedacht. Handschuhe ausziehen, Regenhülle bereithalten.

Monat für Monat: Wann ist Gorilla-Trekking am besten?

Die Temperatur bleibt im Bwindi das ganze Jahr fast gleich. Was den Monat ausmacht, ist der Regen: Wie viele Tage, wie heftig, und was er mit den Wegen und den Zufahrtsstraßen macht. Die Zahlen sind Mittelwerte aus Buhoma, gerundet; in Ruhija liegen die Nachtwerte 2 bis 3 Grad tiefer.

Januar: trocken, 24 Grad, Nachsaison nach Weihnachten

Etwa 10 Regentage, meist kurze Nachmittagsschauer. Die Wege sind nach der Novemberregenzeit noch weich, aber die Pisten sind befahrbar. Die erste Januarwoche ist voll, danach werden Permits und Lodges frei. Die Morgen sind klar, und von Rushaga siehst du die Virunga-Vulkane bis zum Kongo hinüber.

Februar: trockenster Monat, 25 Grad, ruhig

Rund 11 Regentage, aber der geringste Niederschlag des Jahres. Die Wege sind so gut, wie sie im Bwindi werden. Wenig Besucher, Permits sind meist 4 Wochen vorher zu haben. Ein guter Monat für alle, die sich vor Matsch fürchten. Die Gorillas fressen in dieser Zeit viel Rinde und Wurzeln, weil frische Triebe knapp sind.

März: Beginn der langen Regenzeit, 24 Grad, günstig

Etwa 17 Regentage. Die erste Monatshälfte ist noch brauchbar, ab Mitte März regnet es fast täglich am Nachmittag. Die Trekkings laufen weiter, meist am Vormittag im Trockenen. Die Lodges senken die Preise um 20 bis 30 Prozent. Die Gorillas ziehen im Mgahinga in die Bambuszone, weil die ersten Sprossen kommen.

April: nassester Monat, 23 Grad, leere Permits

Über 20 Regentage, und die Regenfälle sind lang. Die Wege sind Rutschbahnen, die Piste nach Nkuringo kann Stunden kosten, Flüge nach Kihihi fallen wegen Nebel aus. Dafür bekommst du ein Permit für jeden Tag, den du willst, und in der Lodge sitzt du oft allein. Für Fotografen ist es der schwerste Monat, für Geduldige der leerste.

Mai: Regen lässt nach, 23 Grad, Nebensaison

Noch etwa 19 Regentage, aber ab der Monatsmitte werden die trockenen Stunden länger. Der Wald ist tiefgrün, die Wasserfälle bei Buhoma tragen Wasser, Schmetterlinge stehen zu Hunderten auf den Wegen. Die Preise sind noch unten, die Permits noch frei. Wer Ende Mai reist, erwischt oft schon Trockenzeit-Wetter zum Nebensaison-Preis.

Juni: Trockenzeit beginnt, 24 Grad, Saison startet

Rund 9 Regentage. Die Wege trocknen ab, die Pisten sind wieder schnell. Ab Mitte Juni kommen die ersten Gruppen aus Europa, die Permits für Juli sind jetzt endgültig weg. Die Tracker finden die Familien schnell, weil die Gorillas bei trockenem Wetter weniger wandern. Der beste Monat, wenn du Trockenzeit willst, aber nicht die Hochsaisonpreise.

Juli: trocken, 24 Grad, Hochsaison

7 Regentage, der trockenste Monat neben dem Februar. Alles ist ausgebucht, was gut ist. Die Permits für Juli sind oft im Dezember des Vorjahres vergriffen. Die Wege sind staubig statt matschig, die Morgen kalt mit 10 Grad in Ruhija. Wer jetzt kommt, hat 8 Personen in seiner Gruppe, 4 Gruppen am Hauptquartier und trotzdem eine Stunde für sich allein mit der Familie.

August: trocken, 25 Grad, Hochsaison

Etwa 11 Regentage, meist am späten Nachmittag. Ferienmonat in Europa, die vollste Zeit im Park. Permits 6 bis 9 Monate vorher buchen, Lodges dazu. Die Schotterpisten sind so trocken, dass der Staub im Auto steht. Im Queen Elizabeth Nationalpark stehen die Elefanten um die Mittagszeit am Kazinga-Kanal, ein guter Anschluss an das Trekking.

September: kurze Regenzeit beginnt, 24 Grad, Übergang

Rund 16 Regentage. Die erste Monatshälfte zählt noch zur Hochsaison, die zweite wird ruhiger. Die Schauer sind kurz und kommen am Nachmittag, das Trekking läuft am Vormittag meist im Trockenen. Der Nebel liegt morgens dicht im Tal von Buhoma, dann reißt er auf. Ein unterschätzter Monat.

Oktober: Regen, 23 Grad, Nebensaison

Etwa 20 Regentage. Die Wege werden wieder weich, die Trekkings dauern länger, weil Ranger und Gäste langsamer gehen. Permits sind frei, Lodges 20 bis 30 Prozent günstiger. Die Gorillas fressen jetzt viel Früchte und sitzen oft in den Bäumen, was für Fotos eher gut als schlecht ist.

November: nasser Monat, 23 Grad, leer

Rund 20 Regentage, oft lange Regen am Vormittag. Der schwierigste Monat neben dem April. Die Piste über Ruhija ist häufig gesperrt, Flüge werden verschoben. Dafür: kein Wartestreit um Permits, keine vollen Lodges, und der Wald so leer, wie du ihn nie wieder siehst. Nimm einen Träger, auch wenn du fit bist.

Dezember: trocken, 24 Grad, Weihnachtsspitze

Etwa 13 Regentage, ab der zweiten Woche deutlich weniger. Die Wege trocknen, die Pisten werden wieder schnell. Vom 20. Dezember bis zum 5. Januar ist der Park so voll wie im August. Die erste Dezemberhälfte ist die Lücke: Trockenzeit-Wetter, freie Permits, Nebensaison-Preise.

Die zwölf Monate auf einen Blick

MonatTag / NachtRegentageWegePermits
Januar24 / 12 Grad10weich, gut begehbar1. Woche voll, dann frei
Februar25 / 12 Grad11beste Bedingungen4 Wochen vorher
März24 / 12 Grad17ab Mitte Monat matschigfrei
April23 / 12 Grad22sehr rutschig, Pisten langsamfrei
Mai23 / 12 Grad19matschig, ab Mitte besserfrei
Juni24 / 11 Grad9trocknen ab3 Monate vorher
Juli24 / 10 Grad7trocken, staubig6 bis 9 Monate vorher
August25 / 11 Grad11trocken6 bis 9 Monate vorher
September24 / 11 Grad16nachmittags nass3 Monate vorher
Oktober23 / 12 Grad20weich, rutschigfrei
November23 / 12 Grad20sehr matschig, Pisten gesperrtfrei
Dezember24 / 12 Grad13trocknen abab 20.12. voll, davor frei

Was du sonst noch machen kannst, je nach Saison

Ein Gorilla-Permit ist ein Tag. Die Reise besteht aus 7 bis 17. Das Drumherum hängt stärker von der Jahreszeit ab als das Trekking selbst.

Trockenzeit: Safari im Queen Elizabeth und an den Murchison Falls

Von Juni bis September und im Januar und Februar ist das Gras kurz, die Tiere sammeln sich am Wasser. Im Queen Elizabeth Nationalpark, 3 Stunden nördlich von Buhoma, gibt es die Baumlöwen von Ishasha und die Bootsfahrt auf dem Kazinga-Kanal mit den meisten Nilpferden Ostafrikas. An den Murchison Falls presst sich der Nil durch eine 7 Meter breite Spalte, und die Pirschfahrten am Nordufer bringen Giraffen, Elefanten und mit etwas Glück Leoparden.

Ganzjährig: Schimpansen im Kibale-Wald

Der Kibale Forest hat rund 1.500 Schimpansen und 13 Primatenarten insgesamt. Das Schimpansen-Permit kostet 250 US-Dollar, die Gruppe ist auf 6 Personen begrenzt, die Stunde bei den Tieren ist lauter und schneller als bei den Gorillas. Kibale liegt 5 Stunden von Bwindi und passt gut in die Route zwischen Gorillas und den Murchison Falls.

Regenzeit: Bunyonyi-See und Kaffeefarmen

Wenn der Wald nass ist, bleibt der Bunyonyi-See mit seinen 29 Inseln der ruhigste Ort im Südwesten. Kanufahren, wandern, ein Tag im Dorf. Rund um Bwindi laufen ab Oktober und ab April die Kaffeeernten, und mehrere Dörfer zeigen dir die Verarbeitung vom roten Kern bis zur Röstpfanne.

Für Ausdauernde: Ruwenzori

Das Ruwenzori-Gebirge nördlich des Queen Elizabeth Nationalparks reicht bis 5.109 Meter. Die Trekkings dauern 3 bis 9 Tage, beste Zeit sind Juli bis August und Januar bis Februar. Nichts für die gleiche Woche wie das Gorilla-Trekking, aber für eine Reise von 17 Tagen eine gute zweite Hälfte.

Tour-Tipp: Die lange Version mit allem: Unsere 17-tägige Uganda Rundreise mit Safari, Gorillas und Ruwenzori verbindet Murchison Falls, Kibale, Queen Elizabeth, Bwindi und das Gebirge in einer Route.

Häufige Fragen zum Gorilla-Trekking

Wie fit muss ich für das Gorilla-Trekking sein?

Du musst 2 bis 4 Stunden auf rutschigem, steilem Boden gehen können, in Ausnahmefällen 6. Wer normal zu Fuß unterwegs ist, schafft das. Sag beim Briefing ehrlich, wie fit du bist, dann bekommst du eine nahe Familie. Ein Träger für 20 US-Dollar macht den Unterschied an den steilen Stellen.

Was kostet ein Gorilla-Permit in Uganda und wann muss ich buchen?

800 US-Dollar pro Person für einen Tag. Für Juli, August, September und die Weihnachtszeit 6 bis 9 Monate vorher buchen, sonst reichen 2 bis 3 Monate. Bei unseren Reisen ist das Permit im Preis enthalten und wird von uns gesichert.

Uganda oder Ruanda, was ist besser?

Ruanda ist bequemer erreichbar und heller im Wald, kostet aber 1.500 US-Dollar pro Permit. Uganda ist wilder, kostet 800 und hat mit Queen Elizabeth, Murchison Falls und Kibale ein komplettes Safariprogramm dazu. Für 4 Tage Ruanda, für 2 Wochen Uganda.

Was passiert, wenn es am Trekking-Tag regnet?

Das Trekking findet statt. Die Ranger gehen bei jedem Wetter, die Gorillas sitzen dann oft dichter zusammen und bewegen sich weniger. Du brauchst eine Regenjacke, eine Regenhülle für die Kamera und Handschuhe. Abgesagt wird nur, wenn die Familie nicht auffindbar ist, und dann gibt es 75 Prozent zurück.

Ich bin erkältet. Darf ich trotzdem zu den Gorillas?

Nein. Die Ranger prüfen beim Briefing, und wer sichtbar krank ist, bleibt zurück. Die Gorillas haben keine Immunität gegen menschliche Atemwegsviren. Die UWA erstattet in diesem Fall 50 Prozent des Permits. Nimm bei der Planung einen Puffertag, dann kann ein zweites Permit die Reise retten.

Wie kombiniere ich das Trekking mit einer Safari in Uganda?

Die klassische Route läuft von Entebbe über die Murchison Falls, den Kibale-Wald und den Queen Elizabeth Nationalpark in den Bwindi und über den Bunyonyi-See zurück. In 8 Tagen schaffst du Gorillas und eine Safari, in 14 bis 17 Tagen alles. Welche Reisen wir dafür haben, mit Terminen und Preisen, findest du auf unserer Seite Safari in Uganda.

Fazit

Gorilla-Trekking in Uganda ist ein Tag mit klaren Regeln: 800 US-Dollar Permit, 8 Personen, eine Stunde, 7 Meter Abstand, und dazwischen ein Wald, der dich fordert. Die beste Zeit sind Juni bis September und Dezember bis Februar, die günstigste und leerste ist März bis Mai und Oktober bis November, und schlecht ist keine, wenn du mit Nässe umgehen kannst. Bwindi hat vier Sektoren, jeder mit eigenem Charakter, und Mgahinga eine einzige Familie mit Vulkanen im Rücken. Ruanda ist die bequeme, teure Variante, Uganda die wilde mit Safari drumherum.

Wenn du wissen willst, welche unserer Reisen zu deinem Termin und deiner Fitness passt, schau auf die Seite Safari in Uganda oder auf die Übersicht aller Safari-Reisen. Oder schreib uns einfach, welchen Monat du im Kopf hast. Wir sagen dir, welcher Sektor dann noch Permits hat.

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