Reiseinformation

Argentinien: Reiseinformationen für die Motorradreise

Alles Wichtige für die Motorradreise nach Argentinien: Einreise mit eigenem Motorrad, beste Reisezeit für Ruta 40 und Anden, Straßen, Sprit, Sicherheit und Geld.

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Visum
90 Tage visumfrei (EU/Deutschland)
Passgültigkeit
Gültig für gesamte Aufenthaltsdauer
Beste Reisezeit
Okt–Nov & Mär (regionsabhängig)
Währung
Argentinischer Peso (ARS)
Zeitzone
UTC-3, ganzjährig ohne Zeitumstellung
Fahrseite
Rechtsverkehr
Helm & Ausrüstung
Helmpflicht landesweit
Hauptverkehrsader
Ruta 40 (Nord-Süd, ca. 5.000 km)
Kraftstoff
YPF-Netz, Nafta Súper/Infinia, Diesel
Internat. Führerschein
Empfohlen, ersetzt nicht den Führerschein

Das sagen Gäste über ihre Reise in Argentinien

★★★★★

Dirk S.

Die Motorradreise in Südpatagonien von Bariloche nach Ushuaia bietet eine klare Herausforderung für fortgeschrittene Fahrer. Die anspruchsvollen Strecken der Carretera Austral erfordern technisches Geschick, insbesondere durch kurvenreiche Abschnitte und wechselnde Wetterbedingungen. Die Besuche von Highlights wie dem Perito Moreno Gletscher und dem Nationalpark Los Alerces...

★★★★★

Michael S.

Die Motorradtour durch Nordwestargentinien, insbesondere in die Regionen Salta und Jujuy, war klar strukturiert und gut organisiert. Die täglichen Briefings informierten präzise über die Etappen, wie beispielsweise die Fahrt durch die Quebrada de Cafayate am zweiten Tag, wo die bizarre Landschaft eindrucksvoll zur Geltung kam....

★★★★★

Uwe H.

Die Motorradtour durch Nordwestargentinien, insbesondere die Quebrada de Cafayate Schlucht, war klar strukturiert und gut organisiert. Die täglichen Briefings und GPS-Tracks ermöglichten eine nachvollziehbare Planung der Routen über 13 Tage, wobei die Gruppengröße von maximal 10 Personen eine persönliche Betreuung durch die mehrsprachigen Reiseleiter gewährleistete....

Beste Reisezeit für Argentinien

Argentinien ist riesig – Patagonien und der Andennordwesten haben fast entgegengesetzte optimale Reisefenster.

9 Ideal
Beste Reisezeit
Frühling: Oktober–November

Im argentinischen Frühling sind sowohl die Puna im Nordwesten als auch Patagonien vor den stärksten Sommerwinden gut befahrbar – ein Zeitfenster, das beide Regionen verbindet.

Region Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Patagonien (Ruta 40 Süd, Seenregion bis Feuerland)
Andennordwesten (Salta, Jujuy, Puna)
Zentralargentinien (Mendoza, Córdoba, Pampa)
Ideal Machbar Nicht befahrbar
Argentinien erstreckt sich über mehr als 3.000 Kilometer von Nord nach Süd, weshalb es kein einzelnes optimales Reisefenster für das ganze Land gibt. In Patagonien (Ruta 40 südlich von Bariloche bis Feuerland) liegt die Fahrsaison zwischen November und März: Die Tage sind lang, Pässe und Pisten offen, doch von Dezember bis Februar erreicht der berüchtigte patagonische Wind sein Maximum. Die Schultermonate Oktober und April bieten weniger Wind bei kühleren Temperaturen; von Mai bis September drohen Schneefall, vereiste Passstraßen und saisonale Streckensperrungen im Süden. Der Andennordwesten (Salta, Jujuy, Puna) tickt entgegengesetzt: Die Trockenzeit von April bis Oktober – mit Bestwerten im September/Oktober und April/Mai – bietet stabile Bedingungen auf unbefestigten Quebrada-Pisten und Hochpässen wie dem Abra El Acay (knapp 4.900 m). Von Dezember bis März sorgt die Regenzeit für Muren und Anschwemmungen auf Erdpisten. Die zentralen Regionen um Mendoza, Córdoba und die Pampa lassen sich praktisch ganzjährig befahren, am angenehmsten im Frühling (September–November) und Herbst (März–Mai).
RegionBestes FensterHinweis
Patagonien (Ruta 40 Süd)Nov–Mär, Wind-Peak Dez–FebMai–Sep: Schnee/Eis, Teilsperrungen
Andennordwesten (Salta/Jujuy/Puna)Apr–Okt, Bestwerte Apr/Mai & Sep/OktDez–Mär: Regenzeit, Muren auf Pisten
Zentralargentinien (Mendoza/Córdoba/Pampa)ganzjährig, ideal Sep–Nov & Mär–MaiHochsommer (Jan) sehr heiß

Visum & Einreisebestimmungen

Deutsche reisen touristisch visumfrei nach Argentinien – mit klaren Vorgaben zu Reisepass, Aufenthaltsdauer und seit 2025 zur Krankenversicherung.

Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte in Argentinien kein Visum. Mit einem biometrischen oder vorläufigen Reisepass, der für die gesamte geplante Aufenthaltsdauer gültig sein muss, ist eine visumfreie Einreise für bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen möglich. Eine einmalige Verlängerung um weitere 90 Tage kann bei der Einwanderungsbehörde Dirección Nacional de Migraciones beantragt werden, ein Rechtsanspruch darauf besteht jedoch nicht – wer länger bleiben will, plant die Verlängerung frühzeitig ein oder reist kurz nach Chile, Uruguay oder Bolivien aus und wieder ein. Seit dem 1. Juli 2025 verlangen die argentinischen Behörden von allen ausländischen Touristen zusätzlich einen Nachweis über eine gültige Auslandskrankenversicherung bei der Einreise; diese Bescheinigung sollte in Papierform und digital mitgeführt werden. Die Einreise erfolgt an Flughäfen elektronisch, an Landgrenzen häufig noch mit Stempel im Reisepass. Für Kombireisen über Nachbarländer gelten an jeder Grenze eigene Landesregeln.
VisumartAufenthaltKostenWo beantragenGültigkeit
Touristische Einreise (visumfrei)bis 90 Tage in 180 TagenkostenlosGrenzkontrolle bei EinreiseReisepass gültig für gesamte Aufenthaltsdauer
Eigenes Motorrad (TVIP)i. d. R. 90 Tage, auf Antrag bis 8 MonatekostenlosAduana (Zoll) am Grenzüberganggekoppelt an Touristenstatus
Verlängerung Touristenstatus+90 Tage, einmalig, kein RechtsanspruchGebührDirección Nacional de Migracionesvor Ablauf der ersten 90 Tage beantragen

Einreise mit dem eigenen Motorrad

Wer mit eigenem Motorrad einreist, durchläuft an der Grenze ein einfaches Zollverfahren – ohne Carnet de Passage, aber mit klaren Fristen.

Wer mit einem im Ausland zugelassenen Motorrad nach Argentinien einreist, meldet das Fahrzeug direkt am Grenzübergang bei der Zollbehörde Aduana zur vorübergehenden Einfuhr an. Ausgestellt wird ein kostenloses Temporary Vehicle Import Permit (TVIP), das Motorrad und Fahrer an die Länge des Touristenstatus koppelt – im Regelfall also 90 Tage. An vielen, aber nicht allen Grenzposten lässt sich auf ausdrückliche Nachfrage eine Genehmigung für bis zu acht Monate ausstellen, was sich besonders bei Mehrländer-Kombireisen lohnt und aktiv angesprochen werden sollte. Ein Carnet de Passage ist für Touristen, die mit ihrem eigenen Fahrzeug auf dem Landweg einreisen, in Argentinien nicht erforderlich – das TVIP ersetzt es faktisch; nötig wird ein Carnet in der Regel nur, wenn das Motorrad separat per Schiff oder Luftfracht importiert wird. Zwingend verlangt und an der Grenze häufig kontrolliert wird dagegen eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung, die ausdrücklich auch Argentinien abdeckt. Das Motorrad muss vor Ablauf des TVIP entweder wieder ausgeführt oder die Genehmigung zusammen mit dem Touristenstatus verlängert werden. Übliche Grenzübergänge für geführte Motorradreisen liegen in den Anden (z. B. Paso de Jama, Paso San Francisco, Cardenal Samoré, Pino Hachado); dort ist mit Wartezeiten und teils lückenhafter Beschilderung zu rechnen. Kopien aller Fahrzeug-, Versicherungs- und Einreisedokumente sollten getrennt vom Original mitgeführt werden.
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Praxistipp: Die TVIP-Standarddauer beträgt 90 Tage. Für längere Reisen an vielen Grenzposten aktiv nach einer Genehmigung für bis zu acht Monate fragen – automatisch angeboten wird sie in der Regel nicht.

Führerschein & IDP in Argentinien

Der deutsche Motorradführerschein wird in Argentinien anerkannt, ein internationaler Führerschein ist trotzdem empfehlenswert.

Der deutsche Motorradführerschein (Klasse A) wird in Argentinien im Rahmen des Wiener Übereinkommens über den Straßenverkehr für die Dauer des touristischen Aufenthalts anerkannt – ein argentinischer Führerschein ist für Besucher nicht nötig. Ein Internationaler Führerschein (IDP) ist für deutsche und andere EU-Staatsangehörige rechtlich nicht zwingend vorgeschrieben, wird aber ausdrücklich empfohlen: Polizeikontrollen, Mietstationen und manche Versicherer verlangen ihn in der Praxis trotzdem, und er erleichtert die Verständigung, da er mehrsprachig ist. Wichtig zu wissen: Der IDP erweitert keine Fahrzeugklasse – er übersetzt lediglich, was im deutschen Führerschein bereits eingetragen ist. Die Berechtigung zum Motorradfahren muss also schon auf dem nationalen Führerschein stehen. Beide Dokumente sollten während der gesamten Reise gemeinsam mitgeführt werden, ebenso Kopien für den Fall eines Verlusts. Kontrollen sind vor allem auf der Ruta 40 sowie an inneren Provinzgrenzen üblich.
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Straßen & Pisten in Argentinien

Von perfektem Asphalt bis zu hunderten Kilometern Ripio: Argentiniens Straßennetz verlangt Vielseitigkeit.

Argentiniens Straßennetz ist ein Kontrastprogramm: Die Nationalstraßen sind überwiegend gut asphaltiert, doch die legendäre Ruta 40 wechselt je nach Abschnitt zwischen perfektem Belag und hunderten Kilometern Ripio (Schotter/Waschbrettpiste). Im Süden Patagoniens ist der Großteil inzwischen geteert; ein bekannter, weiterhin unbefestigter Abschnitt liegt zwischen Gobernador Gregores und Tres Lagos. Auf Ripio gilt: Tempo drosseln (Richtwert rund 60 km/h), lockeren Kiesbelag und Waschbrettrillen einkalkulieren und bei Gegenverkehr auf aufgewirbelten Staub achten. Der größte Risikofaktor in Patagonien ist der Wind: Böige Seitenwinde können ein beladenes Motorrad von der Fahrbahn drücken, weshalb reduziertes Tempo und Sicherheitsabstand zum Fahrbahnrand Pflicht sind. Wildwechsel – vor allem Guanakos, Nandus und freilaufendes Weidevieh – ist auf offener Strecke jederzeit möglich, besonders in der Dämmerung. Im Andennordwesten (Quebrada de Humahuaca, Quebrada de las Conchas, Puna) verlaufen viele Etappen auf unbefestigten Pisten über Pässe bis knapp 5.000 Meter; nach Regenfällen können Furten anschwellen und Pisten durch Muren zeitweise unpassierbar werden. Realistische Tagesetappen liegen je nach Untergrund und Windlage zwischen 250 und 350 Kilometern. Provinzgrenzen sind häufig mit Kontrollposten (Sanidad/Policía Caminera) versehen.
1
Ruta 40 Nordwesten (Salta – Jujuy – Puna)
600 km
50% Asphalt 45% Piste 5% Sand

Wechselhaft: guter Asphalt in Tälern, Naturpiste über Hochpässe

Nach Regen
Muren und angeschwollene Furten in den Quebradas möglich, lokale Erkundigung nötig
Realistisches Tagespensum
200-280
Tankstellen
Tankstellenabstände bis 150 km, in der Puna größer
Pässe
Abra El Acay (ca. 4.895 m), Abra del Cóndor
Genehmigungen
keine, ggf. Ausweiskontrolle nahe Grenzregion Chile/Bolivien
2
Ruta 40 Patagonien (Bariloche – El Chaltén – El Calafate)
1200 km
85% Asphalt 15% Piste

überwiegend guter Asphalt, bekannter Ripio-Abschnitt Gobernador Gregores–Tres Lagos

Nach Regen
rutschige Schotterstellen, Pfützenbildung auf Ripio
Realistisches Tagespensum
280-350
Tankstellen
Tankstellenabstände bis 250-300 km, Reservekanister empfohlen
Pässe
keine Hochpässe, aber anhaltend starker Seitenwind
Genehmigungen
keine
3
Ruta 3 Atlantikküste (Patagonien Ost)
1000 km
95% Asphalt 5% Piste

durchgehend guter Asphalt, monotone Weiten

Nach Regen
unkritisch, Aquaplaning bei Starkregen möglich
Realistisches Tagespensum
350-450
Tankstellen
gute Versorgung entlang der Küstenorte
Pässe
keine
Genehmigungen
keine
4
Andenübergänge nach Chile (Jama, San Francisco, Cardenal Samoré)
150 km
70% Asphalt 30% Piste

kurvenreiche Passstraßen, teils unbefestigt auf argentinischer Seite

Nach Regen
Schneefall auch außerhalb des Winters an Hochpässen möglich
Realistisches Tagespensum
100-150
Tankstellen
letzte Tankmöglichkeit vor der Grenze nutzen
Pässe
Paso de Jama (4.200 m), Paso San Francisco (4.580 m), Cardenal Samoré (1.300 m)
Genehmigungen
Grenzformalitäten beidseitig, Zeitfenster beachten

Kraftstoff & Tanken in Argentinien

YPF hat das dichteste Tankstellennetz, aber in Patagonien zählt jeder Kilometer Reserve.

YPF betreibt das dichteste Tankstellennetz Argentiniens und ist damit auf Motorradreisen der wichtigste Ansprechpartner, ergänzt durch Shell und Axion vor allem in größeren Städten. Angeboten werden meist zwei Benzinqualitäten – Nafta Súper mit 95 Oktan sowie die Premiumsorte Infinia bzw. Súper+ mit 98 Oktan – sowie Diesel in Standardqualität und als Premiumvariante Infinia Diesel. Kartenzahlung ist in Städten Standard, in abgelegenen Regionen fällt aber immer wieder das Internet der Zahlungsterminals aus, weshalb Bargeld in Pesos als Rückfalloption Pflicht ist. In Patagonien, insbesondere auf der Ruta 40 südlich von Bariloche, können zwischen zwei Tankstellen 200 bis 300 Kilometer liegen; ein Reservekanister und das Auftanken bei jeder Gelegenheit gehören dort zur Grundregel. Außerhalb der großen Städte schließen Tankstellen teils früh am Abend und an Feiertagen.
KraftstoffOktan/CetanVerfügbarkeitHinweis
Nafta Súper95 Oktanlandesweit (YPF, Shell, Axion)Standardkraftstoff für die meisten Motorräder
Nafta Infinia / Súper+98 Oktangrößere Städte und HauptroutenPremiumsorte für hochverdichtete Motoren
Diesel Grado 2Standard-Cetanlandesweit verbreitetvor allem für Begleit-/4x4-Fahrzeuge
Diesel Infiniahöheres Cetanvor allem größere Ortein entlegenen Orten oft nur Standarddiesel verfügbar

Sicherheit unterwegs

Keine Reisewarnung, aber erhöhte Vorsicht bei Kriminalität in Städten und beim Fahren selbst.

Für Argentinien besteht derzeit keine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amts, wohl aber der Hinweis auf eine erhöhte Kriminalitätsrate und die Empfehlung zu genereller Wachsamkeit. In Buenos Aires kommt es auch tagsüber und in gehobenen Vierteln zu bewaffneten Überfällen sowie zu Trickdiebstählen an belebten Orten, in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Hotellobbys. Besondere Vorsicht gilt bei Bargeldabhebungen und -tausch sowie an Touristenzielen wie La Boca, San Telmo und der Bahnstation Retiro; nach Einbruch der Dunkelheit ist erhöhte Aufmerksamkeit angebracht. Palermo und Recoleta gelten als vergleichsweise ruhige, gut überwachte Stadtviertel. Auf der Strecke selbst überwiegen andere Risiken: starker Seitenwind in Patagonien, Ripio-Pisten mit Sturzgefahr, Wildwechsel und lange Versorgungslücken. Kontrollposten der Provinzpolizei (Policía Caminera) sind Routine und verlaufen bei ruhigem, kooperativem Auftreten unproblematisch. Wertsachen und Dokumente sollten am Motorrad nie unbeaufsichtigt bleiben, wichtige Papiere digital gesichert sein.

Gesundheit & Impfungen

Auslandskrankenversicherung ist seit 2025 Einreisevoraussetzung – für Höhentouren zusätzlich wichtig.

Eine Impfpflicht für die Einreise nach Argentinien besteht nicht, empfohlen werden aber Auffrischungen von Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A sowie bei Anreise über die Iguazú-Wasserfälle oder Brasilien eine Gelbfieberimpfung. Seit dem 1. Juli 2025 ist der Nachweis einer gültigen Auslandskrankenversicherung für alle ausländischen Touristen Einreisevoraussetzung. Auf Passhöhen der Puna und des Andennordwestens, etwa am Abra El Acay auf knapp 4.900 Metern, kann bereits ab rund 2.600 Metern Höhenkrankheit auftreten – Kopfschmerzen, Atemnot und Übelkeit sind erste Warnzeichen. Langsamer Höhengewinn, ausreichend Trinken und im Zweifel ein Ruhetag sind die wirksamste Vorbeugung. Die UV-Belastung ist in großer Höhe deutlich erhöht, ein hoher Sonnenschutzfaktor gehört in jede Reiseapotheke. Leitungswasser ist in Städten meist unbedenklich, in abgelegenen Regionen empfiehlt sich abgefülltes Wasser.
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Höhenpässe wie der Abra El Acay liegen nahe 4.900 Metern – Etappen mit ausreichend Zeit zur Akklimatisierung planen und bei Kopfschmerzen oder Übelkeit sofort tiefer fahren.

Geld & Bezahlen in Argentinien

Der Peso ist volatil – Bargeld in US-Dollar und funktionierende Karten gehören ins Reisegepäck.

Landeswährung ist der Argentinische Peso (ARS), der bei einer Inflation von rund 30 Prozent pro Jahr spürbar an Wert verliert – Preise vor Ort können sich innerhalb weniger Wochen ändern. Neben dem offiziellen Bankkurs existiert weiterhin ein informeller 'blue'-Kurs; die früher riesige Kurslücke hat sich 2026 aber stark verringert, sodass Wechsel in offiziellen Wechselstuben kaum noch einen Nachteil bedeutet. Etwas Bargeld in US-Dollar für kleinere Orte und Notfälle ist dennoch sinnvoll. Kartenzahlung funktioniert in Städten gut, auf dem Land sollte immer ausreichend Bargeld in Pesos vorhanden sein.
ThemaHinweis
LandeswährungArgentinischer Peso (ARS)
WechselkursOffizieller und informeller 'Blue'-Kurs, Abstand 2026 gering
BargeldUS-Dollar als Reserve, Peso für den Alltag
Kartenzahlungin Städten Standard, auf dem Land unzuverlässig

Handy & Internet in Argentinien

Gute Netzabdeckung in Städten, Funklöcher auf der offenen Ruta 40.

Die Netzabdeckung in argentinischen Städten und größeren Orten wie Bariloche, El Calafate, Ushuaia oder Salta ist gut, getragen von den drei großen Anbietern Claro, Personal und Movistar, deren Infrastruktur seit der Fusion von Personal und Telecom Argentina 2025 in Teilen zusammengelegt wurde. Auf offener Strecke, etwa in der patagonischen Steppe zwischen den Orten oder in der Puna, reißt der Empfang dagegen streckenweise vollständig ab. Für Motorradreisen empfiehlt sich eine lokale Prepaid-SIM oder eSIM, wobei Claro im ländlichen Raum im Schnitt oft die beste Abdeckung bietet. Offline-Kartenmaterial sollte vorab heruntergeladen werden, und wer allein auf langen, unbewohnten Etappen unterwegs ist, sollte einen Satellitenkommunikator in Betracht ziehen.

Kultur & Etikette in Argentinien

Gelassenheit, Mate-Kultur und Gastfreundschaft prägen den Alltag der Argentinier.

Argentinier begrüßen sich, auch unter Fremden, häufig mit einem Wangenkuss – ein kleiner kultureller Unterschied, den auch Reisegruppen schnell übernehmen. Der Alltag tickt später als in Deutschland: Abendessen beginnt oft erst gegen 21 oder 22 Uhr, kleinere Orte legen mittags eine ausgedehnte Pause ein. Zentral ist die Mate-Kultur: Der bittere Tee wird traditionell reihum aus demselben Gefäß mit demselben Strohhalm (Bombilla) getrunken – eine Einladung dazu ist eine Geste der Gastfreundschaft und sollte angenommen werden. Asado, das gemeinsame Grillfest, ist mehr soziales Ritual als Mahlzeit und oft der beste Ort für echten Kontakt mit Einheimischen. Landesweit gesprochen wird Spanisch, regional gefärbt und mit 'vos' statt 'tu' als Anrede. In Restaurants sind rund 10 Prozent Trinkgeld üblich. In den Anden-Dörfern des Nordwestens lohnt es sich, Kleidung zurückhaltend zu wählen und vor Fotos von Menschen höflich zu fragen.

Packliste für Argentinien

Diese Punkte ergänzen die Standardausrüstung speziell für eine Motorradreise durch Argentinien.

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