Landesinfos für Malawi

Reisekarte von Malawi des Reiseveranstalter Overcross

Malawi- das naturelle Kleinod im ostafrikanischen Grabenbruch um den Malawisee mit einer ineressanten und wechselvollen Siedlungsgeschichte von den nachweislich ersten Urmenschen der Gattung Homo über verschiedene Volksstämme zum Königreich der Maravi und Entdeckung durch Livingstone im 19. Jahrhundert mit anschließender Kolonialisierung in das British Empire, bis zur Unabhängigkeit und heute selbständigen Volkswirtschaft.


 

  1. Allgemeine Informationen
  2. Klima
  3. Geographie
  4. Flora und Fauna
  5. Nationalparks und Naturschutz
  6. Bevölkerung
  7. Politik und Wirtschaft
  8. Verkehrsnetz
  9. Städte und Regionen
  10. Kultur und Sehenswürdigkeiten
  11. Feiertage
  12. Medizinische Hinweise
  13. Reisehinweise
  14. Auslandsvertretung
  15. Quellen

 

1. Allgemeine Informationen

Kontinent: Afrika
Geographische Lage: südliches Afrika, auf der Südhalbkugel gelegen
Höchste Erhebung: Sapitwa (3002 m.ü.NN)
Längster Fluss: Shire (402 km)
Staatsform: Republik
Regierungssystem: Präsidialsystem
Sprachen: Englisch, Chichewa
Nachbarländer: Südafrika, Simbabwe, Sambia, Malawi, Tansania
Hauptstadt: Maputo
Fläche: ca.118.480 km²
Einwohner: ca.18.622.100 Personen
Bevölkerungsdichte: 157 Einwohner pro km²
Religionen: Christen 82%, Muslime 13%, weitere Bahai, Atheisten, Naturreligionen
Währung: Malawi-Kwacha (MWK)
Klima: subtropisch mit vier Jahreszeiten
Zeitzone: UTC + 2
Vorwahl: +265
Ländercode: MW, MWI, 454
Strom: In Malawi werden Steckdosen Typ G verwendet. Die Netzspannung beträgt 3 x 230V mit 50Hz Wechselintervall. Ein Reisestecker-Adapter ist von Vorteil.

 

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2. Klima

Malawi hat ein subtropisches Klima mit vier unterschiedlichen Jahreszeiten und durchschnittlichen Temperaturen zwischen 19 °C und 32 °C von November bis April und zwischen 14 °C und 24 °C von Mai bis Oktober. Zwischen Mai und Mitte August und insbesondere im Juli ist es am kühlsten, darauf folgt die heiße Jahreszeit bis zum November und daran anschließend die feuchte Regenzeit mit bis zu 100% Luftfeuchtigkeit am Morgen. Die Nachregenzeit beginnt im April und endet im Mai. Generell ist das Klima im höheren Bergland kühler und feuchter während es im Tiefland um den Malawisee heiß und schwül ist. Vom Nordteil des Landes mit rund 2000 mm Niederschlag pro Jahr besteht ein deutliches Niederschlagsgefälle zu den südlichen Landesteilen mit max. 1000 mm Niedrschlag/Jahr.

 

Reiseklimadiagramm für Blantyre des Reiseveranstalters Overcross

 

Reiseklimadiagramm für Mzuzu des Reiseveranstalters Overcross

 

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3. Geographie

Malawi grenzt im Norden und Nordosten an Tansania, im Osten, Süden und Südwesten an Mosambik und im Norden und Nordwesten an Sambia. Malawis 118.480 km² große Landesfläche befindet sich im Bereich des ostafrikanischen Grabenbruchsystems und wird von Hochflächen, vereinzelten Inselbergen, ausgedehnten Ebenen und dem Malawi-See, dem mit einer Wasserfläche von ca. 29.600 km², 570 Kilometer Länge und einer Breite bis zu 80 Kilometern drittgrößten See Afrikas, bestimmt. Das östliche Ufer des Malawi-Sees bildet gleichzeitig die Grenze zu Tansania und Mosambik.
Obwohl die nördliche Region insgesamt gebirgiger mit Gipfelhöhen bis zu 3000 m.ü.NN ausgebildet ist befindet sich die höchste Erhebung des Landes, der Sapitwa im Mulanje-Massiv, mit 3002 m.ü.NN im eher tiefer gelegenen Südteil.
Der Abfluß des Malawi-Sees, der Shire, der in Mosambik in den Sambesi mündet, ist mit 402 km der längste Fluß Malawis

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Schnorcheln im Malawi See

 

 

 

 

4. Flora und Fauna

Malawis Landesfläche ist zu 31 % mit Wald und Buschland und zu 15 % mit Wiesen und Weiden bewachsen. Die Vegetation wird hauptsächlich von Savannen, offenen Grasfluren und lichten Trockenwäldern bestimmt. Nur auf den waldreichen Hochplateaus und in Gebirgslagen kommen geschlossene Wälder vor. Dort wachsen unter anderem Akazien, Kakteen und Gräser, aber auch Palmen, Affenbrotbäume. In den Hochlagen findet man sogar Nadelwaldbestände. Aufgrund umfangreicher Rodungen zugunsten neuer Bebauungsfläche und zur Holzgewinnung wurde die ursprüngliche Bewaldung stark zurückgedrängt und ist nur noch in den Gebirgslagen oder einzelnen Hochplateaus zu finden.

Die vielfältige Tierwelt Malawis zeichnet sich u.a. durch das Vorkommen von Krokodilen, Elefanten, Antilopen, Zebras, Affen und Leoparden, Schlangen, Warane und viele Vogelarten aus. Überwältigend ist der Reichtum des Malawisees an exotischen Fischarten wie Buntbarsche, Welse und etlichen weiteren Aquarienfischarten.

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5. Nationalparks und Naturschutz

Liwonde National Park

Der beliebteste Wildpark in ganz Malawi besitzt eine Fläche von ca. 580km². Er grenzt an den Malombe See, der von Flusssümpfen, Waldland und weitem Grasland umgeben ist. Überschwemmungsgebiete und Grasland im Süden, Mischwälder auf den Hügeln, hohes Gras und Baumsavanne entlang des Auwaldes der Bäche und gelegentlich trockenes Laubdickicht prägen das Landschaftsbild. In dem Park gibt es gute Möglichkeiten, die vielfältige Tierwelt Malawis zu beobachten. An den Flüssen tummeln sich Elefanten, Flusspferde und Krokodile. In den Gras- und Baumsavannen sind Kudus, Rappenantilopen, Buschböcke, Leoparden und Hyänen anzutreffen, gelegentlich auch Löwen. Durch die Frankfurter Zoologische Gesellschaft wurde im Park das Spitzmaulnashorn wieder angesiedelt. Ungefähr 400 Vogelarten sind im Liwonde National Park zu Hause.

 

Majete Wildlife Reserve

In der Nähe der Stadt Blantyre befindet sich das ca. 70.000 Hektar große Wildschutzgebiet Majete. Die abwechslungsreiche Landschaft in diesem Wildpark reicht von urwüchsigen Miombo-Wäldern und massiven Grantifelsen bis hin zu sanften Flusstälern und grünen Auen. Seit 2003 wird der durch Wilderei in den 80er und 90er Jahren stark dezimierte Großwildbestand wieder aufgestockt. Heute sind wieder größere Populationen von Spitzmaulnashörnern, Elefanten, Büffeln, Elen-und Kudu-Antilopen, Wasserböcken, Klippspringern, Impalas, Kuhantilopen und Zebras zu beobachten. Das Majete Wildschutzgebiet ist das einzige zusammenhängende Gebiet Malawis, in dem die berühmten „Big 5“ zu sehen sind.

 

Nkhotakota Wildlife Reserve

Im zentralen Landesinneren, an den Ufern des Malawisees, liegt das größte und älteste Wildschutzgebiet Malawis. Das Schutzgebiet besitzt auf einer Fläche von 1.800km² zum größten Teil unerforschte Wildnis. Die Landschaft ist von Miombo Buschland geprägt, welches verschiedentlich von offenen Grassavannen unterbrochen wird. Zudem bahnen sich zahlreiche Wasserläufe einen Weg durch die faszinierende Landschaft, bilden mehrere schöne Wasserfälle und enden im Malawisee. Zu den Bewohnern des Nkotakota Wildlife Reserves gehören Löwen, Elefanten, Büffel und verschiedene Antilopenarten. Sie können aufgrund der dichten Vegetation und des unwegsamen Geländes nur mit viel Glück entdeckt werden.

 

Nyika National Park

Der Nyika Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 3.200 km² im hügeligen Norden Malawis und ist der größte Nationalpark des Landes. Weite offene Ebenen, hügelige Graslandschaften und das „Nyika Plateau“, das sich bis auf 2.600 m.ü.N.N. erhebt, formen hier eine unberührte Wildnis. Im Nyika Nationalpark ist eine außergewöhnliche Biodiversität an Lebewesen anzutreffen. Die Berglandschaft beherbergt Leoparden, Löwen, Schakale, Hyänen und Warzenschweine. Auch die seltenen Pferdeantilopen sowie Zebras, Rappenantilopen und große Herden von Elenantilopen finden hier ein zuhause. Verschiedene Wildblumen und andere endemischen Pflanzenarten bilden ein Paradies für Schmetterlinge.

 

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6. Bevölkerung

Malawi hat ca. 18 Millionen Einwohner und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Bevölkerung setzt sich überwiegend aus Bantu-Ethnien (Chichewa, Nyanja, Lomwe, Yao, Sena) zusammen. Zu einer kleinen Minderheit gehören Bevölkerungsgruppen indischer Abstammung. Ein Viertel der Einwohner des Landes sind mit HIV infiziert.

Etwa 82% der Einwohner sind Christen, 11% Muslime und 7% Anhänger traditioneller Religionen. Unter den Christen sind die Katholiken die am stärksten vertretene Fraktion, gefolgt von den Anhängern verschiedener afrikanisch geprägter Kirchengemeinden, Evangelikale und Pfingstler sowie Anglisten, Adventisten und malawische Baptisten . Während des Banda-Regimes wurde die Minderheit der Zeugen Jehovas wegen ihrer strengen parteipolitischen Neutralität verfolgt, inzwischen sind sie wieder auf 65.000 angewachsen.

Die Amts-und Geschäftssprache in Malawi ist Englisch. ZU der Nationalsprache zählt Chichewa und wird von etwa 60% der Bevölkerung gesprochen. Dazu kommen weitere Bantusprachen wie Chiyanja, Chiyao, Chitumbuka, Lomwe und Sena. 

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Boots Tour im Liwonde National Park

 

7. Politik und Wirtschaft

Die nach der Unabhängigkeit im Jahr 1964 manifestierte Verfassung von 1966 ist Malawi eine präsidiale Republik im britisch geprägten Commonwealth of Nations. Erst 1993 wurde die Einführung eines Mehrparteiensystems nach einem Referendum beschlossen, welches die bisher geführte Diktatur ablöste. Das Parlament, die malawische Nationalversammlung, besitzt 177 Abgeordnete, die, genauso wie der Präsident, alle 5 Jahre neu gewählt werden. Das Regierungssystem, welches sowohl aus demokratischen als auch autoritären Elementen besteht, wird nach internationaler Beobachtung als teilweise frei eingeschätzt. Malawi ist ein Mitglied der vereinten Nationen der Bewegung der blockfreien Staaten, des Commonwealth of Nations, der Afrikanischen Union, der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft und des Gemeinsamen Marktes für das östliche und südliche Afrika.

Malawi ist ein ausgeprägtes Agrarland und zählt zu den ärmsten Volkswirtschaften der Welt. Für 90% der Einwohner ist die Landwirtschaft die Haupt-Lebensgrundlage und trägt zu 40% zum Bruttoinlandsprodukt bei. Auf kleinen Parzellen ernten Bantufamilien für den Eigenbedarf Mais, Reis, Maniok und Hülsenfrüchte. Tabak, Tee und Zuckerrohr gehen in den Export. 3% der Nutzfläche unterliegt Europäern die neben Tabak,Tee und Zuckerrohr auch Kaffee und Erdnüsse produzieren. Aufgrund der landwirtschaftlichen Prägung ist die Wirtschaft Malawis abhängig von extremen Wetterereignissen. Zudem ist Korruption ein weitverbreitetes Wirtschaftsproblem in Malawi.
Malawi besitzt beträchtliche Vorkommen an nutzbaren Bodenschätzen, insbesondere Aluminum- Uran- und Niob-Erze, Steinkohle und Schwerminerale. Daneben sind Phosphat- und Graphitvorkommen sowie Seltene Erden ebenso wie beträchtliche Mengen an reinen Quarzsanden im Untergrund Malawis vorhanden. Bisher wurden jedoch wenige Anstrengungen unternommen, die Vorkommen wirtschaftlich zu nutzen. Ein im Jahre 2009 durch eine australische Bergbaugesellschaft im Norden des Landes eröffneter Uranerzbergbau wurde 2014 nach der Entnahme von 200 t Uranerz wieder geschlossen. In der Nähe von Livingstonia wird eine Steinkohlegrube mit völlig veraltetem Gerät betrieben.
In jüngster Zeit werden Anstrengungen unternommen, den bisher weinig ausgeprägten Tourismus in Malawi anzukurbeln und als Wirtschaftsquelle zu nutzen, wobei sich die Regierung zum Ziel gesetzt hat, Malawi zum führenden Land des Ökotourismus zu machen. ,

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8. Verkehrsnetz

In Malawi herrscht Linksverkehr. Die meisten Straßen des 14.597 Kilometer umfassenden Straßennetzes befinden sich, verglichen mit den Nachbarländern, in einem halbwegs gutem Zustand. Die Hauptverbindungen zwischen den größeren Städten sind bis auf wenige Ausnahmen asphaltiert und aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens tagsüber gut befahrbar. Die Nebenstraßen bestehen hauptsächlich aus geschotterten Pisten. Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollte man aufgrund der hohen Unfallgefahr vermeiden, da die Straßenmarkierungen ungenügend sind, wilde Tiere die Straße überqueren können und einige Autos kein Licht besitzen und daher nicht rechtzeitig gesehen werden können. In Malawi wurde, gemessen an der Einwohnerzahl, die weltweit dritthöchste Anzahl an tödlichen Verkehrsunfällen registriert.
Zwischen Blantyre, Lilongwe und Mzuzu verkehren regelmäßige Linienbusse, die ländlichen Gebiete sind durch Kleinbusse erreichbar.

Das 797 Kilometer umfassende Schienennetz in Malawi wird privat betrieben und dient hauptsächlich dem Gütertransport. Personenverkehr findet nur auf einigen Streckenabschnitten statt. Die Hauptstadt Lilongwe wird nicht von Personenzügen angefahren.

Die wichtigsten der sieben größeren Flughäfen befinden sich bei Lilongwe, Blantyre und Mzuzu.

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9. Städte und Regionen

Malawi gliedert sich von Norden nach Süden in drei Verwaltungsprovinzen, die in insgesamt 28 Verwaltungsdistrikte unterteilt sind:

Northern Region
Mit einer Ausdehnung von 26.931 km² und mit knapp 1,7 Mill. Einwohnern ist die Northern Region die kleinste Verwaltungsprovinz in Malawi. Sie reicht von der Nordgrenze des Landes bis zur südlich anschließenden Central Region und umfasst in sechs Distrikten den gebirgig ausgebildeten Teil Malawis. Die Verwaltungshauptstadt der landwirtschaftlich geprägten Northern Region ist Mzuzu. Der von 2009 - 2014 bei Karonga betriebene Uranerzbergbau wurde wieder geschlossen. Haupteinnahmequelle der Region ist der Tabakexport.

Central Region
Die flächenmäßig größte Region Malawis ist die 35.592 km² umfassende und von knapp 7,6 Mill. Einwohnern bewohnte Central Region mit der Hauptstadt Lilongwe, die auch gleichzeitig Landeshauptstadt von Malawi ist. Sie wird in neun Distrikte unterteilt und umfasst die zentralen Landesteile Malawis. Auch in der Central Region ist die Landwirtschaft mit dem Tabakanbau der hauptsächliche Wirtschaftszweig.

Southern Region
Die im Süden von Malawi gelegene Southern Region besitzt eine Ausdehnung von 31.753 km² und wird mit knapp 5,9 Mill. Einwohnern von den meisten Menschen in Malawi bewohnt, die sich auf dreizehn Verwaltungsdistrikte verteilen. Hauptstadt und Verwaltungszentrum ist Blantyre. Neben Tabak werden in der Southern Region auch Baumwolle und Erdnüsse angebaut. Neu entdeckte Phosphatvorkommen sollen in der Region künftig für einen Wirtschaftsschub sorgen.

 

Wichtige Städte in Malawi sind:

Lilongwe
In der Hauptstadt Malawis leben knapp 1 Mio Einwohner auf einer Fläche von ca. 730 km². Die Stadt untergliedert sich in eine Altstadt und eine durch rege Bautätigkeit ständig wachsende Neustadt. Das Stadtbild ist durch große Grundstücke und breite, parkähnliche Boulevards geprägt. Erlebenswert ist die rege Markttätigkeit auf der Malangalanga Road, die indischen Händler in der Altstadt und die Tabakauktionen. An den oberen Hängen des auf über 1000 m ü. NN gelegenen Lilongwetals sind Areale mit dichtem Regenwald und Proteabüschen anzutreffen. Zwischen der Alt- und Neustadt ist ein Tierpark angelegt, der von wildlebenden Hyänen und Krokodilen besucht wird.

Blantyre
die zweitgrößte Stadt Malawis ist mittlerweile auf ca. 850000 Einwohner angewachsen und vergrößert sich ständig. Die auf ca. 1000 m. ü.NN im Shire-Hochland gelegene Stadt bildet zusammen mit der mittlerweile als Stadtteil intergrierten Stadt Limbe auf einer Fläche von ca. 228 km² das wirtschaftliche Zentrum des Landes, in dem zahlreiche malawische und internationale Unternehmen ihren Sitz bzw. ihre Niederlassung haben. Auch der Präsident von Malawi besitzt hier einen Palast. Blantyre ist zugleich Hauptstadt der Southern Region von Malawi und vom gleichnamigen Verwaltungsdistrikt umgeben. Die Stadt erhielt ihren Namen nach der gleichlautenden Geburtsstadt des Afrikaforschers Livingstone in Schottland.
Die Wohnviertel von Blantyre sind entweder großzügige Villenareale oder landesübliche, Einfamilienhäuser mit Blechdach und Glasfenstern geprägt.
Das auffälligste Gebäude der Stadt ist die 1891 fertiggestellte Saint Michael and All Angels Kirche. Das Mandala-Haus, 1882 ursprünglich als Depot für europäische Missionare und Pioniere erbaut, ist das älteste Gebäude der Stadt und beherbergt heute eine Galerie, eine Bibliothek und eine Ausstellung zur Geschichte Malawis. In Blantyre befinden sich drei der fünf Colleges der University of Malawi. Erlebenswert sind die ebenso wie in Lilongwe täglich stattfindenden Tabakauktionen.

Mzuzu
die Hauptstadt der Northern Region Malawis ist mit 128.432 Einwohnern auf einer Stadtfläche von rund 48 km² die drittgrößte Stadt des Landes. Sie liegt auf einer Höhe von 1.254 m. ü. NN am nördlichen Ende des Viphya Plateaus, welches als touristisches Wandergebiet genutzt wird. Neben der 1997 gegründeten Mzuzu University ist das Mzuzu Environmental Education Centre mit den Themen Umweltbewusstsein und Umweltschutz von überregionaler Bedeutung

Zomba
Die viertgrößte Stadt Malawis zählt ca. 100.000 Einwohner und liegt in ca. 900 m Höhe am Fuße des 2000 m hohen Zomba-Plateaus im Shire-Hochland . Zomba ist Hauptstadt des gleichnamigen Verwaltungsdistrikts und Sitz des Bistums Zomba . Die ehemalige Hauptstadt Malawis gab diesen Status 1975 an Lilongwe ab, blieb aber bis 1994 Parlamentssitz und verfügt immer noch über staatliche Institutionen sowie einen Präsidentenpalast. In Zomba befindet sich der Hauptsitz der University of Malawi. Aufgrund der hohen Niederschlagsrate auf dem Plateu und damit verbundenen guten Bewässerungssituation hat sich Zomba zu einer relativ wohlhabenden Stadt entwickelt.

Kasungu
In der Hauptstadt des gleichnamigen, in der Zentralregion von Malawis gelegenen Verwaltungsdistrikts leben ca. 50.000 Einwohner. Der Distrikt zählt aufgrund der unfruchtbaren und trockenen Bodenverhätnisse zu den ärmsten des Landes. In der Nähe der Stadt Zomba befindet sich der sehenswerte Kasungu-Nationalpark, der neben den Tierbeobachtungsmöglichkeiten Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten für den gehobenen Tourismus anbietet.

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10. Kultur und Sehenswürdigkeiten 

Zu den Sehenswürdigkeiten Malawis zählen in erster Linie die fantastischen Natur- und Landschaftseindrücke, die man bei der Durchreise und insbesondere in den ausgewiesenen Nationalparks und Schutzgebieten erhält. Hierzu zählt natürlich ebenso der Malawi-See, der das Land als zentrales Gewässer durchzieht und nachhaltig geprägt hat. Auch der sich südlich an den Malawi-See anschließende Malombe-See sowie das Mulanje-Massiv sollten bei einer Malawi-Rundreise nicht außer Acht gelassen werden. Spektakulär sind vor allem zu den Regenzeiten die Kapichira-Wasserfälle am Shire-Fluß, wo sich die Wassermassen zwischen Granitfelsen etwa 80 Meter in die Tiefe stürzten.

Neben der traditionellen Musik Malawis, die u.a. von, mit Brettzither, Xylophon und Trommeln begleiteten, Gesangsensembles praktiziert wird, hat die Bevölkerung des Landes die Einflüsse vieler anderer Musikstile aufgenommen und an die Nachbarländer weitergegeben. So existieren Musiker und musikalische Gruppierungen, die die europäischen und amerikanischen Musikeinflüsse mit traditionellen Musikelementen zu neuen Stilarten malawischer Musik vermischen. Nach Aufgabe der Diktatur 1993 kam es zu einem Aufschwung der Musikszene Malawis. Neben der Musik sind traditionelle Tänze wie der Nyau-Tanz , die zu allen möglichen Anlässen aufgeführt werden, ein wichtiger Bestandteil der malawischen Kultur sowie die Herstellung entsprechender Masken. Auch das Körbeflechten hat eine lange Tradition in Malawi.
Obwohl das Ministerium für Kultur, Tourismus und Wildlife Kultureinrichtungen in keiner Weise finanziell fördert hat sich mit dem Theater Nanzikambe Arts in Blantyre eine kleine Theaterszene entwickelt.

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11. Feiertage mit festem Datum

1. Jan Neujahr
15. Jan Gedenken John Chilembwe
3. März Tag der Märtyrer
1. Mai Erster Mai
14. Mai Gedenktag Kamuzu
5. Jun. Eid al-Fitr
14. Jun. Tag der Freiheit
6. Jul. Unabhängigkeitstag
25. Dez Weihnachten

 

 

Majete Wildlife Reserve

 

12. Medizinische Hinweise

Obwohl die medizinische Versorgung in Malawi keinesfalls am europäischen Standard gemessen werden kann, ist sie im Vergleich zu der Versorgungssituation in einigen Nachbarländern relativ gut. Allerdings ist schon aufgrund der lückenhaften Bereitschaftssituation keine ausreichende Unfall- bzw. Notfallbehandlung gegeben. Jeder Distrikt verfügt in der Regel über ein Distriktkrankenhaus mit mindestens 100 Betten, Operationsräumen und entsprechender medizindiagnostischer Ausstattung. In den Großstädten ist die Versorgung und Ausstattung nochmals besser. Die medizinische Versorgung des Umlandes wird durch sog. Medical Centres ergänzt, die von Krankenschwestern betreut werden. Medikamente werden meistens kostenfrei abgegeben.
Für Malawi gilt insbesondere in der Nähe des Malawisees und in den tiefergelegenen südlichen Landesteilen ganzjährig ein erhöhtes Malaria-Risiko. Im Norden und in Höhen von über 2000 Meter ist das Infizierungspotential geringer. Eine entsprechende Beratung mit Prophylaxe durch einen Tropenmediziner wird vor Reiseantritt dringend empfohlen. In Gebieten mit niedrigen Hygienestandards und eingeschränkter Wasserversorgung kann kann es zu Choleraerkrankungen kommen. In allen Süßwassergewässern zudem besteht beim Baden Ansteckungsgefahr durch Bilharziose. Das Baden, Tauchen und jeder andere Wassersport in Seen und Flüssen sollte daher unbedingt vermieden werden.
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch- Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.

Weitere Informationen: www.auswaertiges-amt.de

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13. Reisehinweise

Für die Einreise nach Malawi ist neben einem mind. 6 Monate gültigen Reisepass ein Visum erforderlich, welches auch an den Grenzübergängen und Flughäfen gegen Barzahlung erworben werden kann.. Für Minderjahrige ist ein Kinderreisepasses erforderlich. Bei der Einreise aus einem Gelbfieberendemiegebiet wird der Nachweis einer Gelbfiberimpfung verlangt. Der Nachweis des legalen Aufenthalts in Malawi wird regelmäßig an Straßensperren mit Polizeikontrollen überprüft.
Zum Führen eines Kraftfahrzeuges ist ein Internationaler Führerschein in Verbindung mit der nationalen Fahrerlaubnis erforderlich.
Homosexuelle Handlungen sind verboten und können mit hohen Freiheitsstrafen geahndet werden. Zur Vermeidung öffentlichen Ärgernisses wird vor allem bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten empfohlen, die lokalen Gepflogenheiten bei der Wahl der Kleidung berücksichtigen. Kurze Röcke oder Hosen und unbedeckte Schultern sind bei Frauen auf dem Land nicht üblich.
Fremdwährung darf uneingeschränkt eingeführt werden, sofern sie zuvor deklariet wurde. Die Ausfuhr von Landeswährung ist auf Malawi Kwacha im Gegenwert von bis zu 5.000 US-Dollar pro Person beschränkt. Das Zerstören malawischer Banknoten steht unter Strafe. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Der Besitz, Konsum und Handel mit Drogen aller Art ist bei hohen Strafen untersagt. Aktuelle Zollbestimmungen sind in der Botschaft von Malawi in Deutschland zu erfragen.

aktuelle Sicherheitshinweise vom Auswärtigen Amt

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14. Auslandsvertretung

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Leiter: Jürgen Borsch, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter

Ort: Lilongwe

Telefon: +265 177 25 55

Fax: +265 177 02 50

Postadresse: Embassy of the Federal Republic of Germany, P.O. Box 30046, Lilongwe 3, Malawi.

Straßenanschrift: Convention Drive (Capital City), Lilongwe

Amtsbezirk/Konsularbezirk: Malawi. Hinweis: Keine Erteilung von Visa. (Siehe Hinweis bei der Botschaft Lusaka/Sambia)

Website: www.lilongwe.diplo.de

E-Mail: info@lilongwe.diplo.de

Behördensprachen im Gastland: Englisch

 

Botschaft der Republik Malawi, Westfälische Straße 86, 10709 Berlin
Telefon: 0 30 843 15 40
E-Mail: berlin@malawi-embassy.de
Webadresse: http://www.malawiembassy.de/

 

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15. Quellen

Deutscher Wetterdienst
Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Wikipedia

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Motorrad-Reisen in Malawi

Offroad--Reisen in Malawi

Erlebnis-Reisen in Malawi