Landesinfos für Indonesien

Reisekarte von Indonesien des Reiseveranstalters Overcross

Reisekarte von Indonesien des Reiseveranstalters Overcross


 

  1. Allgemeine Reiseinformationen für Indonesien
  2. Reiseklima in Indonesien
  3. Geographie in Indonesien
  4. Flora und Fauna in Indonesien
  5. Nationalparks und Naturschutz in Indonesien
  6. Bevölkerung in Indonesien
  7. Politik und Wirtschaft in Indonesien
  8. Verkehrsnetz in Indonesien
  9. Städte und Regionen in Indonesien
  10. Kultur und Sehenswürdigkeiten in Indonesien
  11. Feiertage in Indonesien
  12. Medizinische Hinweise für Indonesien
  13. Reisehinweise für Indonesien
  14. Auslandsvertretung in Indonesien
  15. Informationsquellen für Indonesien

 

1. Allgemeine Reiseinformationen für Indonesien

Kontinent: Asien
Geographische Lage: Südostasien, zwischen der malaiischenen Halbinsel, den Philippinen und Australien im indischen Ozean gelegener Inselstaat
Höchste Erhebung: Puncak Jaya auf Neuguinea (4.884 m.ü.NN)
Längster Fluss: Kapuas (1143 km)
Staatsform: Republik
Regierungssystem: Präsidentielle Demokratie
Sprachen: Offizielle Landessprache ist Indonesisch (Bahasa Indonesian)
Nachbarländer: Malaysia, Singapur, Philippinen, Palau, Papua-Neuguinea, Osttimor, Australien
Hauptstadt: Jakarta
Fläche: Ca. 2 Mio. km²
Einwohner: Ca. 264 Mio Personen (2018)
Bevölkerungsdichte: 125 Einwohner pro km²
Religionen: Ca. 87% Islam, 9% Christen, 2% Hinduismus, 1% Buddhismus und Taoismus,1% Konfuzianismus, Naturreligionen
Währung: Rupiah (IDR); Ein Euro sind ca. 17 IDR.  Die aktuellen Wechselkurse zu unseren Reiseländern finden Sie unter oanda.com
Reiseklima: tropisch, feucht-heiß
Zeitzone: UTC +7 bis UTC +9
Vorwahl: +62
Ländercode: ID/IDN
Strom: In Indonesien werden die Steckdosen des Typs C, F und G verwendet. Die Netzspannung beträgt 230V mit 50Hz Wechselintervall. Eine Übersicht der in unseren Reiseländern verwendeten Steckdosen und Stecker finden Sie unter wikipedia.de

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2. Reiseklima in Indonesien

Durch die geographische Lage beiderseits des Äquators besitzt Indonesien ein ausgesprochen tropisches Klima mit Monsunwinden, die von Juni bis September ein trockenes Klima mit wenig Regen und von Dezember bis März feuchte Luftmassen und viel Niederschlag mit sich bringen. Die nördlichen Inseln des indonesischen Archipels wie Borneo, Sumatra, Papua und die Molukken sind von immerfeuchtem Tropen-Klima mit gleichbleibenden Temperaturen geprägt. Bei mittleren Tagestemperaturen von 25 °C bis 27 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 95 % herrscht tropische Schwüle. Die Niederschlagsmengen betragen zwischen 2000 mm und 4000 mm pro Jahr.
Das Klima auf Java, den kleinen Sundainseln und den Aruinseln hingegen wird überwiegend vom Monsun bestimmt. Er sorgt für gleich bleibend hohe Tagestemperaturen, die aber nachts bis zu 12 °C absinken können. Die trockene Luft des Nordostmonsun bedingt eine Trockenzeit (Wintermonsun), in der die Bäume ihre Blätter abwerfen und eine Art Ruhephase durchlaufen, in der lichte, grüne Wälder mit einer ausgeprägten Krautschicht (Monsunwälder) entstehen. Der Südwestmonsun hingegen nimmt über dem warmen Meer Feuchtigkeit auf und führt über dem Festland zu hohen Niederschlägen, die am Tag bis zu 50 mm erreichen können und oft zu Überschwemmungen führen.
 

Reiseklimadiagramm für Jakarta des Reiseveranstalters Overcross

 

Reiseklimadiagramm für Ambon (Molukken) des Reiseveranstalters Overcross

 

Reiseklimadiagramm für Merauke (Neuguinea) des Reiseveranstalters Overcross

 

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3. Geographie in Indonesien

Das Land Indonesien verteilt sich auf insgesamt 17.508 Inseln mit einer Gesamtfläche von 1.904.569 km². Die größten Inseln sind Sumatra, Java, Borneo, Sulawesi und Neuguinea. Daneben gehören gehören die meisten Teile der Großen und die Kleinen Sundainseln, die Molukken, sowie Westneuguinea zum indonesischen Staatsgebiet. Die südlichen Landesteile zählen dadurch bereits zum australischen Kontinent. Nördlich von Indonesien liegen Malaysia, Singapur, die Philippinen und Palau, östlich Papua-Neuguinea und Osttimor, südlich Australien und im Westen und Süden der Indische Ozean. Gegen die Malaiische Halbinsel mit dem westlichen Malaysia und Singapur wird Indonesien durch die Straße von Malakka abgegrenzt und in Richtung philippinische Inseln durchläuft die Grenze die Celebessee. Das indonesische Inselreich wird von vielen Meerengen, flachen Nebenmeeren und Seebecken durchzogen, die teilweise wichtige Wasserstraßen ausbilden. Die Landschaftsformen sind vulkanisch geprägt und daher sehr gebirgig. Der höchste Berg ist der 4884 m hohe Gipfel des Puncak Jaya auf Neuguinea. Die Inseln entwässern zumeist über kurze Flüsse in den indischen Ozean, lediglich auf Borneo kommen auch größere Flüsse mit längeren Fließwegen vor, wie der Kapuas mit 1143 km Fließlänge. Trotz der Bedrohungen durch Erdbeben, Tsunamis und häufige Vulkanausbrüche sind einige Inseln, insbesondere Java, aufgrund der sehr fruchtbaren Böden, die intensive Landwirtschaft ermöglichen, dicht besiedelt.

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Vulkanlandschaft in Indonesien

Vulkanlandschaft in Indonesien

 

 

4. Flora und Fauna in Indonesien

Aufgrund der besonderen Insellage beidseits des Äquators, den damit verbundenen Klimabedingungen und der fruchtbaren Vulkan-Landschaften gehört Indonesien zu den Biodiversitäts-Hotspots der Erde, was in der ungeheuren Vielfalt an Tierarten und endemisch vorkommenden Lebewesen zum Ausdruck kommt. Indonesien besitzt zudem die größten Regenwaldgebieten der Welt, in denen viele seltene Pflanzen wie Orchideen oder Rafflesien vorkommen. In Teilen Ostsumatras und Süd- und Westborneos finden sich große Moor- und Süßwassersumpfwälder. Die Küsten werden vielerorts von Mangrovenwäldern gesäumt, während in den Bergen Koniferen wachsen.
Neben den wertvollen Waldökosystemen beherbert das Inselreich in den zahlreichen Meerengen und Lagunen große Bestände an tropischen Korallen. Im sogenannten Korallendreieck, zwischen Malaysia, Osttimor, den Philippinen, Papua-Neuguinea und den Salomonen leben ca. 75 % aller bekannten Korallenarten und mehr als 3000 Fischarten, Schildkröten, viele Delphine und Wale sowie große Haie und Rochen. Die "Wallace-Linie", eine Trennlinie zwischen Borneo und Sulawesi sowie südlich zwischen Bali und Lombok, unterscheidet die westliche, asiatische von der östlichen, australischen Flora und Fauna. Man stellte fest, dass bestimmte asiatische Säugetiere wie Elefanten, Tiger, Tapire und Orang-Utans nur auf Borneo, Java und Bali, nicht aber auf Sulawesi, den Molukken und den kleinen Sunda-Inseln vorkommen, was seinen Grund in der Festlandsverbindung zum asiatischen Kontinent einerseits und zum australischen Kontinent andererseits vor vielen Millionen Jahren hat. Dies führte dazu, daß das Baumkänguru nur in West-Neuguinea, der Sumatra-Tiger, Orang-Utans sowie der Sumatra-Elefant aber auf Sumatra heimisch ist. Auf Java lebt das vom Aussterben bedrohte Java-Nashorn und Banteng genannte, wilde Stiere. Der Komodawaran ist der längste Waran der Welt und ausschließlich auf den Kleinen Sundainseln zu finden. Auf Sulawesi ist die Zibet-Katze, der Schopf-Makak sowie der winzige Tarsier-Affe zu Hause. Typisch für Neuguinea ist der Pardiesvogel.

Elefanten auf Sumatra

Elefanten auf Sumatra

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5. Nationalparks und Naturschutz in Indonesien

Zahlreiche Naturschutzorganisationen aus Indonesien und westlichen Ländern setzen sich für den Erhalt der Natur vor Ort ein. Diese Bemühungen haben u.a. zur Ausweisung von insgesamt 51 Nationalparks und weiterer Schutzgebiete mit einer Gesamtfläche von ca. 160.000 km² in Indonesien geführt. Dennoch werden in Indonesien immer noch große Flächen an Urwald vor allem im Tieflandregenwald Sumatras gerodet und in Palmölplantagen umgewandelt.
Zu den bedeutensten Nationalparks in Indonesien gehören u.a. der:

Komodo Nationalpark
Der 1.817 km² große Komodo Nationalpark befindet sich im Bereich der Kleinen Sunda-Inseln und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Er schützt u.a. die hier endemisch vorkommenden Komodo-Warane

Bromo-Tengger-Semeru Nationalpark
Der Bromo-Tengger-Semeru Nationalpark befindet sich auf Ost Java und beherbergt die beiden aktiven Vulkane Bromo und Semeru.

Gunung Leuser Nationalpark
Der zum UNESCO-Weltnaturerbe zählende Gunung Leuser Nationalpark ist mit fast 10.000 km² Fläche einer der größte Nationalpark Indonesions. Er befindet sich im Norden von Sumatra und schützt u.a. die ausgedehnten Regenwaldgebiete mit den vom Aussterben befrohten Orang-Utans.

Kerinci-Seblat Nationalpark
Ebenfalls auf Sumatra befindet sich der mit fast 15.000 km² größte Nationalpark, der im Rahmen des UNESCO-Weltnaturerbes in einer einzigartigen Vulkanlandschaft zahlreiche vom Austerben bedrohte Tierarten wie den Sumatra-Tiger oder das Sumatra-Nashorn schützt.

Tanjung Puting Nationalpark
Der über 4000 km² große Nationalpark Tanjung Puting in Kalimantan im Süden der Insel Borneo wurde bereits während der niederländischen Kolonialzeit gegründet. Der unter dem besonderen Schutz der UNESCO stehende Park beherbergt neben Orang-Utans, die hier vorzüglich beobachtet werden können, zahlreiche weitere Affen wie z.b. den ebenfalls vom Austerben bedrohten Nasenaffen in unberührter Natur.

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6. Bevölkerung in Indonesien

Durch fossile Funde des Java-Menschen ist belegt, daß das Gebiet des heutigen Indonesiens bereits vor 1,8 Mio Jahren von Frühmenschen besiedelt war. Die heutige indonesische Bevölkerung stammt ursprünglich von austronesischen Völkern ab, die vor Beginn unserer Zeitrechnung in mehreren Einwanderungswellen ins Land kamen.
In den letzten Jahrzehnten ist die Bevölkerung Indonesiens von 70 Mio Einwohnern am Ende der niederländischen Kolonialzeit auf über 260 Mio. Einwohner (2018) angewachsen. Obwohl sich das Bevölkerungswachstum verlangsamt hat, wächst die indonesische Bevölkerung immer noch mit 1 % jährlich. Die Besiedlungsdichte der indonesischen Inseln ist sehr unterschiedlich und beträgt insgesamt ca. 125 Einwohner pro km². Java ist aufgrund des fruchtbaren Bodens und der alleine über 10 Mio Einwohner zählenden Hauptstadt mit über 1.000 Einwohnern pro km² am dichtesten besiedelt.
Laut der indonesischen Volkszählung von 2001 leben in Indonesien insgesamt fast 360 verschiedene Völker, von denen die meisten malaiischer Herkunft sind. Erst gegen Ende der niederländischen Kolonialzeit wurde die allgemeine Bezeichnung Indonesier gegenüber den bis dahin üblichen eigenen Stammesbezeichnungen eingeführt. Die Völker mit den meisten Angehörigen sind mit über 41% Bevölkerungsanteil die Javaner, gefolgt von den Sundanesen mit über 15% und den Malaien, Maduresen und Batak mit mehr als 3% Bevölkerungsanteil. Die Anteile der übrigen Ethnien betragen weniger als 3% an der indonesischen Gesamtbevölkerung.
Mit ungefähr 200 Millionen Muslimen besitzt Indonesien den höchsten Anteil muslimischer Bevölkerung auf der ganzen Welt. 87% der indonesischen Bevölkerung sind Moslems, nur 10% gehören dem Christentum an und nur ca. 1- 2% sind Hindus und Buddhisten. Neben der offiziellen Landessprache Bahasa Indonesia werden rund 742 verschiedene regionale Sprachen gesprochen. Vor allem die Jugend spricht daneben fliessend Englisch und vor allem in den größeren Städten kann man sich auf Englisch gut verständigen.

Marktszene in Indonesien

Marktszene in Indonesien

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7. Politik und Wirtschaft in Indonesien

Indonesien ist eine Präsidialrepublik, der Präsident wird direkt vom Volk auf 5 Jahre gewählt, eine Wiederwahl ist nur einmal möglich. Er ist sowohl Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Außerdem ernennt er das Kabinett.
Die Legislative wird von einem Zweikammer-Parlament mit 550 Abgeordneten und 128 Regionalvertretern als 2. Kammer, die jedoch lediglich Anhörungs- und Vorschlagsrechte im Gesetzgebungsverfahren besitzen, gebildet. Indonesien besitzt ein Mehrparteiensystem mit einer vielfältigen Parteienlandschaft. Seit den Wahlen von 2004 ist Indonesien in der Weltöffentlichkeit als demokratischer Staat anerkannt, gilt jedoch als unvollständige Demokratie. Aufgrund der, durch den Vielvölkerstaat bedingten, starken regionalen Autonomie- und Sezessionsbestrebungen waren alle nationalen Regierungen bisher mit der Herausforderung konfrontiert, aus der ethnischen Vielfalt eine gemeinsame Nation zu schmieden, was bis heute ein Leitmotiv indonesischer Politik darstellt.

Indonesien ist das ökonomische Schwergewicht der ASEAN (Association of South East Asian Nations), zu deren Initiatoren das Schwellenland zählt. Die ASEAN-Gemeinschaft soll, ähnlich der EU, über eine wirtschaftliche Gemeinschaft hinausgehen und sich auch als sozio-kulturelle Vereinigung und als Sicherheitsgemeinschaft verstehen, weshalb die Förderung der regionalen Integration innerhalb der ASEAN für Indonesien oberste Priorität besitzt. Indonesien hat eine ausgeprägte Dienstleistungs- und Agrarwirtschaft mit einem relativ kleinen Anteil industrieller Produktion. Indonesien zählt weltweit zu den Hauptexporteuren von Kohle, Zinn, Nickel, Kupfer, Bauxit und Gold. Daneben gibt es große Holzvorkommen und es werden Agrarprodukte wie Palmöl, Kautschuk, Kakao, Tee, Kaffee und Tabak exportiert. Bei Grundnahrungsmitteln wie Reis, Mais, Soja und Zucker ist das Land zum Teil auf Importe angewiesen.
Die Arbeitslosenquote betrug zuletzt ca. 6%, ca. 11,5% der Bevölkerung leben unter der nationalen Armutsgrenze. Gegenüber der weltweiten FInanzkrise von 2008/2009 erwies sich die indonesische Wirtschaft als robust. Das jährliche Wachstum liegt derzeit bei ca. 5%.

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8. Verkehrsnetz in Indonesien

Indonesien besitzt ein ca. 500.000 km langes Strassennetz, von dem allerdings nur 280.000 km asphaltiert sind. Viele Strassen befinden sich trotz erheblicher Investitionen in schlechtem Zustand, wodurch u.a. die Unfallgefahr auf den indonesischen Straßen sehr hoch ist. Obwohl der Anteil an Automobilen im indonesischen Straßenverkehr ständig zunimmt sind Motorräder und Motorroller als wichtigstes Transportmittel überall präsent.
Obwohl in Indonesien bereits 1867 die erste Eisenbahnstrecke in Betrieb genommen wurde, ist der Schienenverkehr über das gesamte Inselreich gesehen, heute auf dem etwas über 8000 km umfassenden Streckennetz eher unbedeutend und veraltet. Für eine Modernisierung fehlt das Geld und so stammen viele Strecken, Züge und Lokomotiven sowie Bahnhofsgebäude noch aus der niederländischen Kolonialzeit. Die besten Zugverbindungen sind auf der Hauptinsel Java ausgebaut. Hier verkehren regelmäßig Personenzüge zwischen den großen Städten und auch zu touristischen Orten, so daß Java relativ gut mit dem Zug bereist werden kann.
Als Inselstaat mit wirtschaftlich bedeutenden, internationalen Seehandels- und Umschlagplätzen besitzt Indonesien über 2000 Seehäfen. Die bedeutensten Häfen befinden sich in Jakarta und Surabaya. Daneben sind auch die Häfen von Makassar (Sulawesi) und Belawan (Sumatra) bedeutende Passagier- und Umschlaghäfen. Die nationale Schifffahrtsgesellschaft Pelni betreibt eine Vielzahl an Passagier- und Fährverbindungen zu ungefähr 100 Häfen im gesamten Inselreich, die sowohl nach festen Fahrplänen als auch im Charterbetrieb bedient werden.
Auf Grund seiner Ausdehnung und Beschaffenheit sind viele Punkte des Inselreichs Indonesien nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Nach der Liberalisierung des Marktes im Jahr 1999 kam es daher in ganz Indonesien zu einem starken Wachstum des Luftverkehrs. Viele der indonesischen Fluggesellschaften sparen allerdings an der Sicherheit, wodurch mehrere Unfälle entstanden sind.
Internationale Flughäfen befinden sich in Jakarta, Yogyakarta, Surabaya, Surakarta auf Java, Denpasar auf Bali, Makassar und Manado auf Sulawesi, Medan, Banda Aceh und Pekan Baru auf Sumatra, Pontianak auf Borneo.

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9. Städte und Regionen in Indonesien

Der Inselstaat Indonesien wird derzeit in 31 Provinzen sowie zwei Sonderregionen und dem Hauptstadtdistrikt Jakarta verwaltet, die ihrerseits in 501 Regierungsbezirke unterteilt sind. An dieser Einteilung sind allerdings Umstrukturierungen im Gange bzw. in der Planung.
Für Reisende in Indonesien sind jedoch die verschiedenen Inselregionen bedeutender als die administrative Einteilung. Danach gliedert sich der indonesische Archipel in die Hauptinseln Java - das Zentrum des Landes, mit der Hauptstadt Jakarta und anderen Millionenstädten der dichtbesiedeltste Teil des Archipels. Die Touristen-Hochburg Bali, für die meisten Pauschaltouristen vermutlich die bekannteste Insel. Das wild und zerklüftete Sumatra - die sechstgrößte Insel der Welt besitzt einen großartigen, aber stark bedrohten Naturreichtum. Der indonesische Teil von Borneo, genannt Kalimantan - unkartierte Dschungel, mächtige Flüsse, Siedlungsgebiet des Orang Utans und ein Paradies für Abenteurer. Sulawesi - die Insel ist geographisch sehr langgezogen und beherbergt verschiedene Gesellschaftsformen und eine spektakuläre Landschaft. Kleine Sundainseln (Flores · Lombok · Komodo · Timor) - die Inselgruppe im Südosten Indonesiens, weitgehend unentdeckt und der Außenwelt fast unbekannt, wird von einer Vielzahl ethnischer Gruppen bewohnt. Molukken - die ehemaligen Gewürzinseln der Portugiesen Westneuguinea - der indonesische Teil von Neuguinea mit dem höchsten Berg Indonesiens, dem 4884 m hohen Puncak Jaya.

Die größte und wichtigste Stadt Indonesiens ist die Hauptstadt Jakarta, die das Handels- und Finanzzentrum darstellt. Weitere wichtige Städte sind SurabayaMedan und Bandung.

Jakarta
In der Hauptstadt Indonesiens wohnen über 10 Mio Einwohner mit malaiischer, arabischer, indischer, niederländischer und chinesischer Abstammung. Sie ist die größte Stadt in Südostasien und mit über 34 Mio Einwohnern im Umland auch das zweitgrößte Ballungsgebiet. Jakarta ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes sowie Verkehrsknotenpunkt mit Universitäten, Hochschulen, Theater und Museen. Insbesondere am Großen Kanal und am Unabhängigkeitsplatz befinden sich noch zahlreiche historische Gebäude aus der Kolonialzeit. Sehenswert ist auch Chinatown mit dem alten Chinesenviertel Glodok. Über die Stadt verteilt befinden sich zahlreiche Moscheen und Kirchengebäude. Aufgrund der bestehenden Erdbeben- und Überflutungsgefahren bestehen Überlegungen, die Hauptstadt Indonesiens nach Borneo zu verlegen.

Surabaya
Nach Jakarta ist Surabaya mit fast 3 Mio Einwohnern verschiedener Volksgruppen die zweitgrößte Stadt Indonesiens. Die Hafenstadt verfügt über große Werftanlagen und zahlreiche spezialisierte Schulen im Bereich nautischer Ausbildung. Sie ist auch Basis der indonesischen Marine.

Medan
Die drittgrößte Stadt Indonesiens mit über 2 Mio Einwohnern breitet sich auf einer Küstenebene im Nordosten der Insel Sumatra aus. An der Küste bzw. der Seestraße von Malakka befindet sich der bedeutende Seehafen Belawan während das Stadtzentrum ungefähr 20 km landeinwärts liegt. In der Stadt sind einige Gebäude im niederländischen Kolonialstil erhalten geblieben wie das alte Rathaus, das Postamt und der Tirtanadi Wasserturm. In und um die Jl. Ahmad Yani gibt es eine Vielzahl interessanter Geschäftshäuser im Art-déco- und Jugendstil, von denen sich einige allerdings noch in unrestauriertem Zustand befinden. Der Maimun-Palast (Istana Maimun) wurde in den Jahren 1887–1891 erbaut, noch zu Lebzeiten des letzten regierenden Sultans von Deli. Die Große Moschee (Masjid Raya) wurde 1906 im Marokkanischen Stil vom niederländischen Architekten Dingemans errichtet. Etwa 70 km von der Stadt entfernt befindet sich das Orang Utan Rehabilitation Center in Bukit Lawang, am Rand des Nationalparks Gunung Leuser.

Bandung
Die Provinzhauptstadt West-Javas hat ca. 2,5 Mio Einwohner und wird auch Stadt der Blumen genannt. In Bandung sind eine Reihe technischer Universitäten angesiedelt. Die Stadt weist einen Bestand an tropischer Art-Déco-Architektur aus den 1920er Jahren auf. Die bedeutendsten Art-Déco-Gebäude der Stadt sind die Villa Isola, das Grand Hotel Preanger und das Savoy Homann Bidakara Hotel, darüber hinaus gibt es weitere sehr sehenswerte Gebäude dieses Baustils.

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10. Kultur und Sehenswürdigkeiten in Indonesien 

Indonesien unterlag im Laufe der Geschichte unterschiedlichen Kultureinflüssen und durch die Vielzahl der Völker Indonesiens bestehen große Unterschiede zwischen den Kulturen der einzelnen Regionen.
Die indonesische Kultur (Musik, Literatur, Malerei) wurde im 9. und 10. Jahrhundert zuerst vom Buddhismus, und ab dem 13. Jahrhundert zunehmend vom Hinduismus geprägt. Bereits im 2. Jh. n. Chr. baute Indien eine Handelsbeziehungen mit Java aus und brachte indische Kultureinflüsse in diese Region. Im 5. Jh. entstand das erste Hindu-Königreich in Indonesien, ein zweites, das Reich von Majapahit, gewann ab 1300 an Bedeutung und übernahm zunehmend die Herrschaft über das im 7. Jh. auf Sumatra entstandenen buddhistischen Königreichs Srivijaya, dem Zentrum des Mahayana- Buddhismus. Die buddhistische Sailendra Dynastie etablierte daneben im 9. Jh. das Königreich Mataram auf Java. Indischer Buddhismus, Hinduismus und die animistischen Religionen Javas brachten jeweils eigene Baustile hervor, die sich u.a. in dem größten buddhistischem Gebäuden der Welt in Borobudor und den hinduistischen Tempelanlagen von Prambanan und auf dem Dieng-Plateau auf Java zeigen. Hinduismus und Buddhismus überlebten bis heute nur auf den Inseln Bali und Lombok, wo sich eine indigene, mehrheitlich aber hinduistisch geprägte Mischkultur herausgebildet hat.
Erste chinesische Kultureinflüsse wurden von Porzellan- und Seidenhändlern nach Indonesien gebracht. Später arbeiteten Chinesen auch in den zahlreichen Goldminen Indonesiens und beeinflussten vermutlich mit ihrer Bazararchitektur den architektonischen Baustil verschiedener Regionen Indonesiens wie z.B. die typischen Langhäuser auf Borneo.
Ab dem 15. Jahrhundert besuchten immer mehr arabische Händler Indonesien und die Konversion zum Islam begann. Damit wurden auch traditionelle islamische Gebräuche in Indonesien eingeführt.
Der indonesischen Kultur entstammt u.a. das bekannte Textilfärbeverfahren der Batik, welches auch heute noch in aufwendiger Technik Textilien mit vielfältigen Blumen- und Vogelmotiven, Spiralen und phantasievollen Strukturen künstlerisch verziert und ein Exportprodukt Indonesiens darstellt.
Auch die Entstehung des Pawukon- oder Wuku-Kalenders mit einem Zyklus von 210 Tagen reicht in die Zeit der javanischen Urreligionen zurück.
Das moderne kulturelle Leben in Indonesien hat seine Schwerpunkte in den urbanen Zentren von Jakarta, Surabaya, Yogyakarta, Bandung und anderen Städten Javas sowie Ubud auf Bali. Die junge, aktive Kunstszene findet weltweit Beachtung. Daneben werden jedoch auch alte Kulturformen wie der Tanz, das Schattenspiel und die Gamelan-Musik gepflegt.

Die vielfältigen Sehenswürdigkeiten des Inselreichs Indonesien können nur auszugsweise wiedergegeben werden. Jede Insel hat ihre ganz besonderen Naturschönheiten und Kulturdenkmäler und insbesondere die zahlreichenNationalparks können zur Besichtigung empfohlen werden.

  • Bali: treppenstufige Reisterassen an Berghängen, Vulkanlandschaften, tropische Vegetation, lange Sandstrände, schillernde Tempelfeste und freundliche Menschen in einer farbenfrohen Kultur.
  • Java: hinduistische und buddhistische Tempelanlagen (z.B. das UNESCO Weltkulturerbe Borobudur), Nationalparks in den Bergen und an der Küste, oft noch aktive Vulkane (der bekannteste ist der Mount Bromo), kilometerlange Sandstrände, Synthese verschiedener Kulturen. Die Stadt Yogyakarta beherbergt sehr viele Sehenswürdigkeiten, z.B. Bauten aus der niederländischen Kolonialzeit.
  • Sumatra: viele Nationalparks, Gebirge mit Vulkanen und Bergseen
  • Lombok: das leisere, unberührtere Bali
  • Gilli Inseln: 3 kleine Inseln, auf denen kein motorisiertes Gefährt zu finden ist. Kleine Cafés säumen die Küste, es wird Reggae gespielt und das Hauptverkehrsmittel sind Pferdekutschen. HIer kann man entspannen.

Buddhistischer Tempel in Borobodur auf Java/indonesien

Buddhistischer Tempel in Borobodur auf Java/Indonesien

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11. Feiertage mit festem Datum in Indonesien

Die meisten Feiertage in Indonesien sind islamisch und besitzen kein festes Datum. Das Datum der islamischen Feiertage richtet sich nach dem islamischen Mondkalender und verschiebt sich daher von Jahr zu Jahr
 

1. Jan Neujahr
1. Mai Tag der Arbeit
1. Juni Pancasila
17. Aug. Unabhängigkeitstag
24. Dez. Heiligabend
25. Dez Weihnachten

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12. Medizinische Hinweise für Indonesien

Aus rechtlichen Gründen dürfen wir als Reiseveranstalter keine verbindlichen medizinischen Hinweise für Indonesien kommunizieren und verweisen daher auf die Informationen des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland, des Robert-Koch-Institutes und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V.

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13. Reisehinweise für Indonesien

Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise, Informationen zur Ein- und Ausreise sowie besondere strafrechtliche Hinweise und Verhaltensempfehlungen für Ihren Aufenthalt in Indonesien erhalten Sie vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland.

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14. Auslandsvertretung in Indonesien

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Jakarta (Es existieren weitere Generalkonsulate in Makassar, Medan, Sanur und Surabaya.)
Amtsbezirk/
Konsularbezirk:
Indonesien
Ort: Jakarta
Straßenanschrift: Jalan M. H. Thamrin Nr. 1, Jakarta
Postadresse: Embassy of the Federal Republic of Germany, Jalan M. H. Thamrin Nr. 1, Jakarta 10310, Indonesien
Telefon: +62 21 39 85 50 00, für Notfälle +62 811 152526
Fax: +62 21 398 55130
E-Mail: Kontaktformular
Website: http://www.jakarta.diplo.de/
Behördensprachen
im Gastland:
Indonesisch (Bahasa Indonesia); Timor-Leste: Tetum, Portugiesisch

 

Botschaft der Republik Indonesien in Berlin
(Es existieren weitere Honorarkonsulate in Hamburg, Bremen, Frankfurt am Main, Stuttgart und München)
Ort: Berlin
Straßenanschrift: Lehrter Straße 16-17
Postadresse: Lehrter Straße 16-17, 10557 Berlin
Telefon: 030 47 80 70
Fax: 030 447 371 42
E-Mail: info@kbri-berlin.de
Website: http://www.kemlu.go.id/berlin

 

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15. Informationsquellen für Indonesien

Deutscher Wetterdienst
Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Wikipedia

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Motorrad-Reisen in Indonesien

Erlebnis-Reisen in Indonesien