Serengeti Nationalpark
Tansania 14.763 km² UNESCO World Heritage

Serengeti Nationalpark

Der Serengeti Nationalpark im Norden Tansanias ist 14.763 km² groß, seit 1951 Nationalpark und seit 1981 UNESCO-Welterbe. Rund 1,5 Millionen Gnus, 250.000 Zebras und 400.000 Thomson-Gazellen ziehen hier jedes Jahr im Kreis, dazu leben etwa 3.000 Löwen im Park. Du erreichst Seronera im Zentrum von Arusha aus in 7 bis 8 Stunden über den Ngorongoro-Krater oder in rund 1,5 Flugstunden.

Facts and figures

The park at a glance

Area
14.763 km²
Country
Tansania
Founded
1951
UNESCO World Heritage
Yes
Species
70 Großsäuger, über 500 Vogelarten
Best time to visit
Juni bis Oktober, Januar bis Februar
Getting there
330 km ab Arusha, 7 bis 8 Stunden
Entry fee
70 US-Dollar pro Person und Tag
Recommended stay
3 bis 5 Nächte
Landscape and wildlife

Ebenen, Kopjes und drei Flüsse

Die Serengeti liegt zwischen 920 und 1.850 Metern Höhe und gliedert sich in vier Teile. Im Süden liegen die offenen Kurzgrasebenen um Ndutu und das Naabi Hill Gate: vulkanischer Boden, kaum ein Baum, nach Regen innerhalb weniger Tage grün. Im Zentrum um Seronera wechseln Akazien, Flussläufe und Granitinseln ab, die Kopjes. Der Westkorridor folgt dem Grumeti bis 8 km vor den Victoriasee, der Norden um Lobo und Kogatende ist hügeliger Akazienwald bis zum Mara.

Etwa 70 Arten Großsäuger und über 500 Vogelarten leben im Park. Die Gnus zählt man auf rund 1,5 Millionen, die Zebras auf 250.000, die Thomson-Gazellen auf 400.000. Dazu kommen etwa 3.000 Löwen, die größte Löwenpopulation Afrikas, rund 1.000 Leoparden, 7.500 Tüpfelhyänen, 200 bis 300 Geparden und mehr als 5.000 Elefanten. Spitzmaulnashörner sind mit 30 bis 40 Tieren die seltenste Art, die meisten stehen an den Moru Kopjes im Zentrum. Büffel, Giraffen, Elenantilopen, Topis, Kuhantilopen, Impalas und Warzenschweine siehst du an jedem Tag.

Seronera ist das ganze Jahr über der sicherste Ort für Löwen und Leoparden, weil der Seronera-Fluss auch in der Trockenzeit Wasser führt. Am Grumeti liegen Krokodile, die über 5 Meter lang werden. Die Kopjes sind Aussichtspunkte für Löwen und Verstecke für Klippschliefer und Schlangen. Ein Tag im Fahrzeug bringt dich selten weiter als 150 km, weil im Park 50 km/h die Höchstgeschwindigkeit sind und du ohnehin an jeder Sichtung anhältst.

The event

Die große Tierwanderung

Januar bis März: Kalbungszeit in den Südebenen

Mit den kleinen Regen kommen die Herden im Dezember in die Kurzgrasebenen um Ndutu und Kusini, an der Grenze zum Ngorongoro-Schutzgebiet. Zwischen Ende Januar und Anfang März bringen die Gnu-Kühe innerhalb von etwa 3 Wochen rund 400.000 Kälber zur Welt, an Spitzentagen 8.000. Ein Kalb steht nach 5 Minuten und läuft nach einer Stunde mit der Herde. Hyänen, Löwen und Geparden sind in diesen Wochen so nah an den Herden wie sonst nie, Jagden siehst du vom Fahrzeug aus. Die Ebenen sind flach und offen, die Herden stehen oft nur wenige hundert Meter von der Piste.

Mai bis Juli: Der Grumeti im Westkorridor

Im Mai ziehen die Herden nach Nordwesten in den Westkorridor. Der Grumeti ist kein breiter Fluss, aber seine Krokodile werden über 5 Meter lang und warten das ganze Jahr auf diese Wochen. Die Querungen finden meist im Juni statt, an wenigen Stellen zwischen Kirawira und dem Grumeti Gate, und dauern jeweils nur Minuten. Der Westkorridor ist hügeliger als der Süden, mit Galeriewald am Fluss und Flusspferden in den tiefen Kolken. Bis Ende Juli ziehen die Herden weiter nach Norden, über Lobo in Richtung Mara.

Juli bis Oktober: Die Mara-Querungen im Norden

Der Mara trennt die nördliche Serengeti von der Masai Mara in Kenia. Zwischen Juli und Oktober queren die Herden den Fluss um Kogatende und Lamai mehrfach in beide Richtungen, an etwa 10 bekannten Stellen. Eine Querung bringt Tausende Tiere in einer Stunde über den Fluss, danach passiert stundenlang nichts. Wer eine sehen will, wartet mit dem Fahrzeug am Ufer, oft 2 bis 4 Stunden. Der Norden ist der abgelegenste Teil des Parks, rund 150 km von Seronera, mit weniger Fahrzeugen als am Ngorongoro-Krater. Die steilen Ufer, die Krokodile und die Strömung kosten im Schnitt über 6.000 Gnus im Jahr das Leben.

November bis Dezember: Der Rückweg nach Süden

Mit den kleinen Regen im November brechen die Herden im Norden auf und laufen in 4 bis 6 Wochen zurück in die Südebenen, über Lobo, Seronera und die Ostseite des Parks. Der ganze Kreis misst rund 800 km im Jahr. Die Route ist nicht fest: Die Tiere folgen dem Regen und dem frischen Gras, in einem trockenen Jahr bleiben sie länger im Norden. Deshalb steht in keinem Kalender ein Datum, nur ein Monat. Unsere Reisen in dieser Zeit fahren die zentrale Serengeti um Seronera, wo das Standwild das ganze Jahr bleibt, und treffen die Herden unterwegs.

When to go

Wann in die Serengeti

Der Park ist das ganze Jahr geöffnet, aber nicht jeder Teil ist in jedem Monat befahrbar. Zwei Regenzeiten bestimmen den Kalender: die kleinen Regen im November und Dezember und die großen Regen von Ende März bis Mai. Dazwischen liegt die Trockenzeit von Juni bis Oktober mit 25 bis 28 Grad am Tag und 12 bis 15 Grad in der Nacht.

Januar und Februar: trocken mit kurzen Schauern, die Herden stehen im Süden, Kalbungszeit ab Ende Januar. März: die großen Regen setzen ein, meist am Nachmittag, die Pisten im Süden werden weich. April: der nasseste Monat, mehrere Camps im Westen und Süden schließen, Nebenpisten sind unpassierbar. Mai: die Regen lassen nach, der Westkorridor ist noch weich, die Herden ziehen zum Grumeti. Juni: trocken, kurzes Gras, Grumeti-Querungen. Juli bis September: Hochsaison, alle Pisten offen, Mara-Querungen im Norden, die meisten Fahrzeuge. Oktober: heiß und staubig, letzte Querungen, das Wild steht am Wasser. November: erste Schauer, die Herden brechen nach Süden auf, die Preise fallen. Dezember: grün, wenig Fahrzeuge, die Herden sind zurück in den Südebenen.

Für die Mara-Querungen buchst du Juli bis Oktober und übernachtest im Norden. Für die Kalbungszeit buchst du Ende Januar bis Februar und übernachtest bei Ndutu. Wer Löwen und Leoparden sehen will, ist um Seronera in jedem Monat richtig.

Month by month

  1. Jan Best time Kalbungszeit bei Ndutu ab Ende Januar, trocken
  2. Feb Best time Kalbungszeit, Herden im Süden, kurze Schauer
  3. Mar Possible Große Regen setzen ein, Pisten im Süden weich
  4. Apr Unfavourable Nassester Monat, Nebenpisten unpassierbar, Camps geschlossen
  5. May Possible Regen klingt ab, Herden am Grumeti, Westkorridor weich
  6. Jun Best time Trocken, Grumeti-Querungen im Westkorridor
  7. Jul Best time Mara-Querungen im Norden beginnen, Hochsaison
  8. Aug Best time Mara-Querungen, alle Pisten offen, die meisten Fahrzeuge
  9. Sep Best time Mara-Querungen, trocken, kurzes Gras
  10. Oct Best time Heiß und staubig, letzte Querungen, Wild am Wasser
  11. Nov Possible Kleine Regen, Herden ziehen nach Süden, weniger Gäste
  12. Dec Possible Grün, Herden zurück im Süden, wenig Fahrzeuge
Practical

Praktisches für den Parkbesuch

Eintritt und Gebühren

Der Parkeintritt der Nationalparkbehörde TANAPA kostet für Erwachsene 70 US-Dollar pro Person und Tag, in der Nebensaison vom 15. März bis 15. Mai 60 US-Dollar, jeweils plus 18 Prozent Mehrwertsteuer. Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen 20 US-Dollar. Dazu kommen die Fahrzeuggebühr und für Übernachtungen im Park eine Gebühr pro Nacht, auf öffentlichen Campingplätzen 30 US-Dollar pro Person. Bei unseren Reisen sind alle Parkgebühren im Preis enthalten. Ein Ballonflug über die Ebenen kostet zusätzlich rund 600 US-Dollar pro Person.

Anreise nach Seronera

Von Arusha sind es rund 330 km bis Seronera im Zentrum des Parks. Die Straße führt über Karatu und das Lodoare Gate ins Ngorongoro-Schutzgebiet, über den Kraterrand hinunter in die Ebenen und zum Naabi Hill Gate. Rechne mit 7 bis 8 Stunden inklusive Pausen, davon die letzten 2 bis 3 Stunden auf Piste. Alle unsere Reisen fahren diese Strecke mit dem Guide im Geländewagen. Wer fliegen will: Kleinflugzeuge fliegen von Arusha in rund 1,5 Stunden zu den Airstrips Seronera, Kogatende und Ndutu.

Wie viele Tage

Drei Nächte im Park sind das Minimum, damit du Süden und Zentrum siehst und nicht nur durchfährst. Für den Norden mit den Mara-Querungen rechnest du 2 weitere Nächte, weil Kogatende rund 150 km von Seronera liegt. Unsere Lodge- und Camping-Safaris verbringen 2 Nächte in der Serengeti und kombinieren sie mit dem Ngorongoro-Krater und dem Tarangire, die 22-tägige Overland-Reise verbindet sie mit Kenia und den Victoriafällen.

Regeln im Park

Gefahren wird von 6 bis 18 Uhr, nachts steht jedes Fahrzeug. Höchstgeschwindigkeit sind 50 km/h. Abseits der Pisten wird nicht gefahren, auch nicht für ein Foto. Aussteigen darfst du nur an Picknickplätzen, Gates und Camps. Zu Tieren hältst du Abstand, der Motor bleibt bei einer Sichtung aus, Füttern ist verboten. Drohnen sind in allen Nationalparks Tansanias untersagt. Plastiktüten sind seit 2019 im ganzen Land verboten, auch im Gepäck.

Malaria und Gesundheit

Die gesamte Serengeti ist Malariagebiet, auch auf 1.500 Metern Höhe. Eine Prophylaxe ist empfohlen, sprich 4 bis 6 Wochen vor der Reise mit deinem Tropenarzt. Lange Kleidung ab der Dämmerung und ein Mittel mit DEET reduzieren die Stiche. Eine Gelbfieberimpfung verlangt Tansania nur, wenn du aus einem Gelbfieberland einreist oder dort länger als 12 Stunden umsteigst. Das nächste Krankenhaus liegt in Arusha, im Notfall fliegen die Flying Doctors aus Nairobi ein. Eine Auslandsreisekrankenversicherung mit Rücktransport gehört deshalb zu jeder Reise.

Where to sleep

Übernachten in der Serengeti

Lodge

Lodges um Seronera und Lobo

Feste Häuser mit Restaurant, Pool und Strom, meist auf einem Hügel oder an einem Kopje gebaut. Um Seronera liegen die klassischen Lodges im Zentrum des Parks, im Norden bei Lobo eine weitere. Der Vorteil ist die Lage: Du bist morgens um 6 Uhr an den Flussläufen, ohne erst durch ein Gate zu fahren. So übernachten unsere 9- und 10-tägigen Lodge-Safaris.

Tented camp

Mobile Camps an der Wanderung

Zelte mit Bett, Dusche und Spültoilette, die zweimal im Jahr mit den Herden umziehen: Dezember bis März nach Ndutu im Süden, Juni bis Oktober nach Kogatende im Norden. Gekocht wird im Camp, abends sitzt du am Feuer, nachts hörst du Hyänen. Die Camps stehen dort, wo die Herden in dieser Woche sind, deshalb ist in der Querungszeit von hier die Fahrt zum Fluss am kürzesten.

Campsite

Öffentliche Campingplätze in Seronera

Die Parkbehörde betreibt bei Seronera und Lobo öffentliche Campingplätze mit Wasserstelle, Toilettenblock und Kochhütte, ohne Zaun und ohne Strom, für 30 US-Dollar pro Person und Nacht. Unsere 7-tägige Camping-Safari schläft so im Park: Kuppelzelte mit Matratze, das Team kocht, du hilfst beim Aufbau. Nachts laufen Hyänen durchs Camp, deshalb bleibt Essen im Fahrzeug und nach Dunkelheit gehst du nicht mehr allein zum Waschhaus.

More of the country

All safaris in Tansania

All safaris in Tansania

Good to know

Questions about Serengeti Nationalpark

Wann ist die beste Reisezeit für die Serengeti?

Für die Mara-Querungen Juli bis Oktober, für die Kalbungszeit Ende Januar bis Februar. Juni bis Oktober ist die trockene Hochsaison mit allen Pisten offen und den meisten Fahrzeugen. April ist der nasseste Monat, dann sind Nebenpisten unpassierbar und einige Camps geschlossen. Löwen, Leoparden und Elefanten um Seronera siehst du in jedem Monat.

Wie viele Tage sollte ich in der Serengeti bleiben?

Mindestens 3 Nächte. Der Park ist 14.763 km² groß, vom Naabi Hill Gate im Süden bis zum Mara im Norden sind es rund 200 km Piste. Mit 3 Nächten siehst du Süden und Zentrum, mit 5 Nächten auch den Norden. Unsere Reisen verbinden die Serengeti mit dem Ngorongoro-Krater und dem Tarangire, die 7 bis 10 Tage der Reise verteilen sich auf alle drei.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für die Serengeti?

Ja. Der ganze Park ist Malariagebiet, die Höhe von 920 bis 1.850 Metern schützt nicht. Sprich 4 bis 6 Wochen vor der Reise mit deinem Tropenarzt über ein Prophylaxemittel, trag ab der Dämmerung lange Kleidung und nutze ein Mückenmittel mit DEET. Eine Gelbfieberimpfung ist nur bei Einreise aus einem Gelbfieberland Pflicht.

Was kostet der Eintritt in den Serengeti Nationalpark?

70 US-Dollar pro Erwachsenem und Tag, in der Nebensaison vom 15. März bis 15. Mai 60 US-Dollar, jeweils plus 18 Prozent Mehrwertsteuer. Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen 20 US-Dollar. Dazu kommen Fahrzeug- und Übernachtungsgebühren. Bei allen unseren Reisen sind die Parkgebühren im Reisepreis enthalten.

Kann ich die Serengeti auf eigene Faust fahren?

Ja, mit einem Allradfahrzeug, Karte und Reservekanistern: Tanken kannst du im Park nur in Seronera. Die Pisten sind kaum beschildert, die Distanzen groß, und die Herden findest du ohne den Funk der Guides untereinander nur mit Glück. Unsere Reisen fahren mit Fahrer-Guide, der die Wasserstellen kennt und den Funk hört. Selbstfahrer zahlen Eintritt, Fahrzeug- und Campinggebühr an den Gates.

Sehe ich die Tierwanderung garantiert?

Nein, und wer das verspricht, war nicht dort. Die Herden folgen dem Regen, nicht dem Kalender. Was du planen kannst, ist der Landesteil: Januar bis März Süden, Juni Westkorridor, Juli bis Oktober Norden, November und Dezember unterwegs. Eine Mara-Querung erlebst du mit 2 bis 3 Tagen am Fluss mit hoher Wahrscheinlichkeit, mit einem Tag ist es Glück. Die 1,5 Millionen Gnus stehen aber irgendwo im Park, und dein Guide weiß, wo sie diese Woche sind.

Jouw reis begint hier

×

Aanvraag verzenden

Adventure

Hoe heb je
van ons gehoord?

Adventure truck Road path Palm tree
Vraag een route-expert

Hoe wil je reizen?