Argentinien, Nordpatagonien :
Allrad-, Pferde- und Trekkingtour

2.400 € 21 Tage 4 bis 16 Personen einfach
 

Reisebeschreibung - Was erwartet Dich?

Bedingt durch die günstige Lage — die Nationalparks Nahuel Huapi und Lanin im Norden, die Nationalparks Lago Puelo und Los Alerces im Süden, 110 km vom internationalen Flughafen San Carlos de Bariloche entfernt — kann man vom zentral gelegenen Campo aus zahlreiche Ausflüge, Wanderungen oder Ausritte in die Umgegend tätigen (siehe Tourenplan). Die abwechslungsreiche Landschaft („argentinische Schweiz“) erstreckt sich vom valdivianischen immergrünen Lorbeerwald bis in die patagonische Halbwüste. Für zahlreiche Geheimtipps in Patagonien (wie z.B. Geierschlucht, Monte Zeballos oder Cabo dos Bahias) sind wir landesweit die einzigen Anbieter. Generell bieten wir zwei Grundtouren an: Nordpatagonien (Lanin bis Los Alerces) oder die große Patagonientour (quer durch den Kontinent zum Atlantik, ab Ushuaia bzw. Calafate über die Ruta 40 den Anden entlang zurück). Die Ausflugsziele können aber auch je nach Gruppeninteresse im Baukastenprinzip zusammengestellt werden, am Besten nach ausführlicher Beratung hier vor Ort. Mit kleineren Gruppen besuchen wir auch die schönsten Orte im Süden Chiles.

Als Unterkünfte stehen drei Ferienhäuser in einem Gelände von 300 Hektar zur Verfügung, als Transportmittel zwei Jeep Cherokee Grande Allrad oder unser Wohnmobil (16 Sitzplätze, 8 Schlafplätze und Küche) und Pferde, bei Bedarf chartern wir einen Kleinbus.
Die Verpflegung kommt aus eigenem Anbau: selbstgebackenes Brot, Biogemüse, Rind- und Schaffleisch, Milchprodukte, Obst und Fruchtsäfte.

El Bolson ist aufgrund seiner besonderen soziokulturellen Zusammensetzung interessant. Zahlreiche Aussteiger, Künstler, Weltenbummler und Musiker
haben sich des günstigen Klimas und der aufregend bezaubernden Landschaft wegen in diesem Andental niedergelassen, eine kosmopolitische Enklave und ein Sammelsurium alternativer Lebensstile.



Tourplan:

Tag 1:
Ankunft Aeropuerto San Carlos de Bariloche. Transfer durch den Nationalpark Nahuel Huapi an den Seen Nahuel Huapi, Gutierrez, Mascardi und Guillelmo entlang zum Campo in La Rinconada del Mallin Ahogado, übersetzt: dem Winkelchen des ertrunkenen Sumpfes. Hier beziehen wir Ferienhäuser mit Ausblick über das ganze Tal in einem Waldgelände von 300 Hektar.

Tag 2:
Wir beginnen mit einer Wanderung auf dem Campo. Einführung in Flora und Fauna, in Wirtschaftsweise und Sozialstruktur, in Gepflogenheiten und Besonderheiten der Gegend. Wir besichtigen die Wirtschaftsgebäude des biologischen Betriebs, den Gemüse- und Obstgarten, die Süssmostkelterei, die Stallungen, die Kunstmöbelschreinerei, das Turbinen- und das Feuerwehrhaus. Die Mahlzeiten kommen größtenteils aus eigenem Anbau, es gibt täglich ein ausführliches Frühstück, auf den Ausflügen eine Brotzeit und Abends ein warmes Essen.

Tag 3:
Wir wandern auf dem Höhenrücken des Cerro Saturnino und bekommen einen Überblick über das Tal und die geologische Entstehungsgeschichte. Am Weg ein sesshaft gewordener Urenkel Heinrich Schliemanns und eine Klosterneugründung mit Brauchtum aus dem vorletzten Jahrhundert.

Tag 4:
Erste Fahrt mit der grünen Minna. Das ist so eine Art fahrende Almhütte mit holzvertäfeltem massiven Interieur, 4 Tische, 8 Betten, 16 Sitzplätzen und komplett eingerichteter Küche für den Kaffee unterwegs. Es geht zu einer Rundwanderung am Cabeza del Indio (Indianerfelsen), wir besuchen das ornithologische Museum und natürlich den berühmten Hippiemarkt der Aussteigerhochburg El Bolson. Ein Sammelsurium alternativer Lebensstile, Künstler aller Richtungen, 78 verschiedene Religionsgemeinschaften, eine kosmopolitische Enklave in den Anden. Wir erholen uns von den Eindrücken im botanischen Garten bei den Cascadas Escondidas, den versteckten Wasserfällen.

Tag 5:
Wir reiten durch 500-jährige Coihuewälder in die Klamm des Rio Azul und kosten selbstgebrautes Bier in Atilio`s Refugium. Tom Bombadil-Baumriesen und elfenklares, türkisfarbenes Felsengewässer.

Tag 6:
Wir wandern durch Bambus- und Lengawald zum Hochplateau des Cerro Perito Moreno. Von riesigen, flechtenbewachsenen Südbuchen zu hochandinen, winzigen Trompetenblütlern, am Gletscher entlang und den Kondoren entgegen.

Tag 7:
Rafting durch den Rio Azul. Viel Spaß, viel Natur, viel Blödelei und ein Asado.

Tag 8:
Wir wandern durch den geschnitzten Wald (bosque tallado), eine Freilichtausstellung von 35 meist ortsansässigen Holzschnitzern, die abgestorbenen Baumriesen ihren ganz persönlichen Stempel aufgeschnitzt haben. Elfen, Trolle und Kobolde. Es geht zum Gipfel des Cerro Piltriquitron, des "Der die Wolken Kratzende". Er kratzt aber schon auf 2250 m. Je nach Jahreszeit finden wir Orchideen, Kakteen, Ourisia und Magellanspecht.

Tag 9:
Ein Ruhetag, ein zu sich kommen, ein Verarbeiten der vielen Eindrücke. Wer will kann reiten, jagen (Hasen und Wildschweine) und wandern auf dem Campo. Marie hat leckeren Kuchen!

Tag 10:
Wir fahren mit der grünen Minna in die patagonische Steppe. Unterwegs besuchen wir das Tehuelche-Museum in Leleque, danach geht es über Gualjaina in das Tal des Rio Chubut zur Geierschlucht bei Piedra Parada. Eine atemberaubende vielfarbige Vulkanlandschaft, bizarre Felsen, Schluchten, Steinbögen, Forellenfischen und schwimmen im Rio Chubut. Der schönste klarste Sternenhimmel der Welt. Übernachtung in der Minna. Ein Erlebnis der besonderen Art!

Tag 11:
Wanderung durch die Seitenschlucht in die Hauptschlucht. Kein Mensch weit und breit. Ab und zu das Skelett eines verendeten Schafes. Oben auf der Anhöhe ein Guanako. Der Wachposten. Er trompetet seiner Herde unsere Ankunft. Ein Chinchillon (oder auch Ardilla genannt, hasengroßes Eichhörnchen) springt aufgeschreckt von Fels zu Fels. Seltsame Halbwüstenvegetation, ab und an ein blühender Kaktus. Wir sind dem Urmenschen nah.

Tag 12:
Wir fahren durch Esquel zum Nationalpark Los Alerces. Ein See nach dem andern, ganz hinten am Lago Menendez der Urgrossvater aller Fitzroya Cupressoides, gemessene 2500 Jahre alt. Was ein Glück, dass er hier so weitab vom Weltgeschehen steht! Es geht nach Hause, über Cholila am Rancho von Butch Cassidy und Sundance Kid vorbei, die hatten sich im vorletzten Jahrhundert hier vorm US-Sheriff versteckt, wir gucken mal, was uns das Mariechen gekocht hat.

Tag 13:
Wir wandern durch eine Auenlandschaft im Nationalpark Lago Puelo auf dem Sendero del Pitranto Grande. Faules am Strand liegen. Danach besuchen wir Eduardo und Isabella. Sie führen uns sozusagen über Stock und Stein, sie haben alle Steine Patagoniens in 20 Jahren erwandert, gesammelt, bearbeitet und ausgestellt in Iaken K�ike: dem Ort, wo die Steine wohnen. Rosenquarze, Meteorite, Fluorite, versteinerte Araukarienzapfen, Glockenklangbasalte und Geoden. Eduardo mit seinem weißen Rauschebart sieht aus, als hätte er es über ganz spezielle Beziehungen zur Zwergenwelt persönlich an die Weltoberfläche gebracht und nur aus Freude darüber, es uns zeigen zu dürfen...Ein mineralisches und ein menschliches Erlebnis!

Tag 14 und 15:
Bootsfahrt auf dem Lago Puelo nach Los Hitos, dem Grenzstein zu Chile. Wir wandern auf einem alten Indianerpfad durch immergrünen valdivianischen Lorbeerwald zur Einödsiedlung von Xaver dem Astrologen und Lui, der Tänzerin. Liegt am Lago Inferior und der Platz ist so schön, dass wir dort übernachten wollen. Wenn wir uns halbwegs benehmen, gibt es Geschichten.

Tag 16:
Wir haben allerhand auszuruhen. Es darf geritten, gejagt und gewandert werden.

Tag 17:
Großer Aufbruch zur Nordlandfahrt. Es geht mit der Minna durch die Nationalparks Nahuel Huapi und Lanin über Bariloche und Villa la Angostura die sieben Seen entlang. Übernachtung am Lago Falkner.

Tag 18:
Weiterfahrt über San Martin de los Andes und Junin de los Andes zu den Araukarienwäldern am Lago Tromen. Wir durchqueren das Lavafeld des Vulkans Lanin und tauchen ein in eine urwüchsige Landschaft, die scheinbar gerade erst gestern von den Dinosauriern verlassen wurde. Und übernachten mittendrin.

Tag 19:
Wir fahren das Tal des Rio Collon Cura entlang zur schwäbischen Kolonie Paso Flores in der patagonischen Steppe am Rio Limay. Die Schwaben sind 1954 als Jugendgruppe vom CVJM zuerst nach den Islas Malvinas (Falklandinseln) und ein paar Jahre später nach Patagonien ausgewandert. Da gibt es viel zu erzählen!

Tag 20:
Wir wandern auf dem Koloniegelände. Es gibt Guanakos, �andus, Gürteltiere, versteinerte Araukarienreste, Asado, Estanciabesichtigung und ein Hallenbad. Unter anderem. Und ausgezeichnetes Essen!

Tag 21:
Wir fahren den Rio Limay entlang durch das Valle Encantado (das bezauberte Tal), am Dedo de Dios und am Amphiteatro vorbei durch eine verwunschene einzigartige Felsenlandschaft. Am Aeropuerto San Carlos de Bariloche gilt es Abschied nehmen.

 

Welche Leistungen bekommst Du?

- Flughafentransfer Aeropuerto San Carlos de Bariloche
- alle Übernachtungen (Ferienhaus, Hotel, Reisemobil)
- Verpflegung
- Getränke
- Eintrittsgelder
- Transfers mit Reisemobil, Allrad, Boot oder Pferd
- Begleitung durch deutschsprachigen Führer.


Extra Kosten:
- internationale Flüge
- Reiseversicherung (Grundvoraussetzung zur Teilnahme),
Reise-,Unfall- und Rückholkosten- sowie Gepäckversicherung.
- alles was in der Leistungsbeschreibung nicht aufgeführt ist

 

 

Termine

Für diese Reise sind noch keine Termine festgelegt. Wir können uns dabei ganz nach Euren Wünschen richten.

Preise

2.400 €

 
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